Zwei Schwestern. Ein letzter Sommer.
Und der Beginn von etwas ganz Neuem.
Hochsommer im französischen Baskenland – die Schwestern Emma und Agathe Delorme verbringen eine letzte Woche im Haus ihrer Großmutter. Zwischen Erinnerungen an endlose Sommer, alten Verletzungen und der Sehnsucht nach Nähe bleibt ihnen nur wenig Zeit, um das Vergangene zu überwinden und neu zueinanderzufinden.
Mit feinem Gespür für die Zerbrechlichkeit menschlicher Beziehungen zeichnet Virginie Grimaldi ein ergreifendes Porträt von Familie, Zusammenhalt und der Kraft des Neubeginns.
Ein Roman, der berührt, Hoffnung schenkt und zeigt, wie Erinnerungen uns tragen – und wie Familie uns immer wieder zurück ins Leben holt.
Kundinnen und Kunden meinen
4.5/5.0
Gela
aus Hambühren
5/5
26.07.2026
Buch (Taschenbuch)
Eine berührende Hommage an die Geschwisterliebe
Zwei Schwestern, eine Familie, ein ganzes Leben voller Schatten und Licht. Dieses Buch hat mich sofort abgeholt – obwohl (oder gerade weil) die Thematik so schwer ist, fühlt man sich von der ersten Seite an geborgen. Emma und Agathe verlieren früh ihren Vater und werden danach von ihrer Mutter verletzt – körperlich wie seelisch. Das zu lesen tut weh. Und trotzdem liegt über der Geschichte eine Wärme, die einen durchatmen lässt.
Denn es gibt Mima.
Das Baskenland.
Das Meer, das rau ist.
Die Menschen, die direkt sind.
Und die Liebe, die dort ihren Platz findet.
Mima ist der sichere Hafen der beiden Mädchen, der Ort, an dem sie Kind sein dürfen. Doch die Wunden der Vergangenheit verschwinden nicht einfach. Sie wachsen mit ihnen, verändern sie, formen zwei völlig unterschiedliche Frauen: Emma, leise und vorsichtig. Agathe, wild, impulsiv, immer auf der Suche nach dem nächsten Abenteuer. In jeder Zeile spürt man dieses Band zwischen ihnen und dennoch trennen sie sich für Jahre.
Als Mima stirbt, führt der Verlust die Schwestern wieder zusammen. Ein letzter Sommer im Haus der Großmutter, durchzogen von Erinnerungen, Sehnsucht und der Hoffnung, dass alte Narben vielleicht doch heilen können. Die Autorin beschreibt das Meer, die Landschaft und das Lebensgefühl so eindringlich, dass man meint, selbst dort zu stehen. Die Rückblenden fügen sich wie Wellen aneinander, bauen Spannung auf, lassen etwas Unausgesprochenes zwischen den Schwestern schweben. Und als sich der Konflikt endlich löst, ist es unerwartet.
Dieses Buch hat mich tief berührt – vielleicht, weil ich selbst eine Schwester habe. Wir sind verschieden, aber wir haben auch gemeinsame Schatten, die uns verbinden. „Unser Sommer endet nie“ ist eine zarte, ehrliche Hommage an Schwestern, an Herzmenschen, an die, die bleiben. Ich werde es meiner Schwester schenken, um ihr zu zeigen, wie sehr ich sie brauche.
Eine absolute Leseempfehlung. ✨
V
aus München
5/5
17.07.2026
Buch (Taschenbuch)
Hier ist nichts einfach - und das Buch deshalb sehr gut
Die entfremdeten Schwestern Emma und Agathe treffen sich im Haus der Großmutter an der Küste in Frankreich bei Biarritz wieder. Durch die Situation kommt die Vergangenheit in den verschiedensten Erinnerungen hoch, sowohl sehr schöne, als auch schmerzhafte und schwierige. Eine sehr gut geschriebene, nicht laut, sondern leise und besonders dadurch eindringliche Familiengeschichte, die in mir noch lange nachhallen wird.
Bewertung
5/5
16.07.2026
Buch (Taschenbuch)
Toll
Emma und Agathe treffen sich im Haus ihrer Großmutter in Frankreich wieder. Ein paar Jahre hatten sie keinen Kontakt. Ihre geliebte Großmutter ist verstorben und sie sollen das Haus räumen. Zwischen vielen Erinnerungen an ihre Kindheit und unbeschwerten Sommern, haben die Frauen die Chance sich wieder anzunähern und neu zu finden. Während des Aufenthalts kommen alte Verletzungen hoch, unausgesprochene Gefühle belasten die Beziehung der Schwestern. Doch warum haben sie sich eigentlich verloren? Sie waren sich einmal so nah.
Dieser Roman hat es in sich. Mit viel Einfühlungsvermögen wird die Geschichte der beiden Schwestern erzählt. Die Grundstimmung ist melancholisch, doch es gibt auch humorvolle Momente. Schwere Themen kommen auf den Tisch, zum Beispiel Verlust, familiäre Konflikte, häusliche Gewalt. Das war manchmal gar nicht so leicht auszuhalten. Da musste ich an und zu erstmal durchatmen und verarbeiten. Die abwechselnde Erzählperspektive ist ganz wunderbar gelungen. So bekommen wir Leser einen tollen Einblick in die Gedanken und Gefühle der Mädchen. Die Atmosphäre des baskischen Sommers bringt etwas Leichtigkeit in die Story und rundet sie ab. Für mich ein großartiger Roman, der mich tief berührt hat. Mir liefen am Ende nur so die Tränen.
Insgesamt eine warmherzige und emotionale Familiengeschichte, die tief geht und im Herzen bleibt. Muss ich euch einfach empfehlen.
Silke - Buchgespür -
5/5
05.07.2026
eBook (ePUB 3)
Tiefgründiges Wiedersehen
Als ich gefühlt habe, dass ich nach Frankreich fahren kann, war bei meiner Bücherauswahl direkt klar, dieses Buch muss mit in den Koffer, weil ich es dort lesen kann, wo die Geschichte spielt. Aufgrund des Covers und des Titels habe ich mit einem Sommerroman gerechnet. Dass sich dahinter ein richtig emotionaler Hardliner verbirgt, habe ich nicht vermutet.
Emma und Agathe treffen sich nach fünf Jahren Funkstille im Haus ihrer Großmutter. Im Herzen tragen sie auch nach all den Jahren die Narben mütterlicher Gewalt in der Kindheit, psychische Erkrankungen und die Frage, wie sehr die Vergangenheit das eigene Leben bestimmt. Keine leichte Sommerlektüre, weshalb ich eine Übersetzung des Originaltitels besser gefunden hätte. „Ein schönes Leben“. Für mich passt dieser Titel besser, denn Sommer und Meer bilden nur die Kulisse des Romans. Agathe und Emma kämpfen auf ihre eigene Weise um ein „schönes“ Leben. Gleichzeitig steckt darin eine bittere Ironie, denn ihr bisheriges Leben war alles andere als schön.
Der Aufbau des Romans verlangt etwas Konzentration. Trotz der Kapitelüberschriften mit den Namen der Schwestern und den Datumsangaben musste ich immer wieder überlegen, in welcher Zeitebene ich mich gerade befinde, wer erzählt und welche Figur gerade in der Ich-Perspektive spricht oder bei wem der personalen Erzähler ist. Das hat meinen Lesefluss manchmal ausgebremst, das Leseerlebnis insgesamt aber nicht geschmälert..
Die Charaktere, auch die Nebenfiguren sind sehr tiefgründig gezeichnet. Die warmherzige Großmutter, aber auch die erschreckend glaubwürdige Mutter, die ihre Gewalt ständig rechtfertigt, haben mich tief bewegt. Auch die Darstellung psychischer Erkrankungen und ihrer Auswirkungen empfand ich als hervorragend recherchiert und bis ins Detail sehr authentisch dargestellt, was für betroffene Leser eventuell schwierig sein könnte.
Am Ende ließ mich der Roman bedrückt und traurig zurück, ich habe aber auch viel über die Wertschätzung des Lebens nachgedacht.
Caro1893
Thalia Book Circle Community
5/5
30.06.2026
eBook (ePUB 3)
Emotionaler als erwartet
Ich habe das Buch bereits vorgestern fertig gelesen und jetzt komme ich auch endlich dazu hier noch zum letzten Abschnitt meine Meinung kund zu tun. Puh, also der letzte Abschnitt war ja wirklich nochmal sehr emotional. Ich habe ehrlicherweise aber schon sowas in die Richtung befürchtet, als es immer mehr Andeutungen gab. Es wurde immer klarer, dass da was nicht stimmt und dass das, was Emma Agathe sagen will, nichts gutes ist. Dass sie das dann am Ende wirklich nicht überlebt ist mehr als tragisch und hat mich sehr mitgenommen. Vor allem, als ich an die Kinder gedacht habe. Ich habe selbst meine Mutter an Krebs verloren, war da aber zum Glück schon eine junge Erwachsene. Unvorstellbar, wie das für Kinder sein muss.
Was ich sehr schön finde, ist die Tatsache, dass Emmas Mann und Agathe wohl weiter Kontakt haben und sie so nun weiter Teil des Lebens der Kinder sein wird. Sie kann bestimmt dafür sorgen, dass die Erinnerung an ihre Schwester lebendig bleibt und so hat sie aus dem Schmerz das Beste gemacht.
Als Emma weg gefahren ist, hatte ich schon nicht mehr damit gerechnet, dass sie wirklich mit Agathe redet, aber ich bin froh, dass sie umgedreht ist und es ihr doch gesagt hat. Es war so schön zu lesen, wie die beiden Schwestern die Chance hatten, sich vorher anzunähern, ohne die drückende Last, dieses schlimmen Schicksals. Ich fand es sehr schön gewählt, dass Agathe es erst am Ende erfahren hat.
Ein trauriges Ende, dass aber irgendwie auch hoffnungsvoll ist und mich zwar traurig, aber nicht ganz am Boden zerstört zurückgelassen hat.
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