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Petra Hucke

1. Unterwasserblau

Unterwasserblau Roman

Gesprochen von
23

14,39 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Gesprochen von

Eva-Maria Damasko

Spieldauer

6 Stunden und 20 Minuten

Abo-Fähigkeit

Nein

Erscheinungsdatum

12.03.2026

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

38

Verlag

Julia Eisele Verlag

Sprache

Deutsch

EAN

4069829190411

Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie Hörbücher innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Hörbuch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Hören durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um Hörbücher zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei einem tolino-Buchhändler haben.

Gesprochen von

Eva-Maria Damasko

Spieldauer

6 Stunden und 20 Minuten

Abo-Fähigkeit

Nein

Erscheinungsdatum

12.03.2026

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

38

Verlag

Julia Eisele Verlag

Sprache

Deutsch

EAN

4069829190411

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  • mimitatis_buecherkiste

    aus Krefeld

    5/5

    04.06.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wunderbarer Roman

    »Wann wurden wir mehr als das, was unsere Eltern aus uns gemacht haben?« (Seite 252) - Mitten in einen Kurzurlaub mit ihrer Schwiegerfamilie erreicht Jessica ein Anruf ihrer älteren Halbschwester Sandra, ihr Vater sei gestorben. Auf dem Weg zur Beerdigung fängt Jessica an, gedanklich in die Vergangenheit zu reisen, zurück ins Elternhaus, das voller Schweigen gefüllt war und ist, wo sie sich immer unsichtbar glaubte, damals als Kind. - »Das Treppenhaus hallte mit jedem Schritt und roch nach Gemüsesuppe. Vielleicht saß weiter oben ein einsames Mädchen auf den Stufen und wartete darauf, dass seine Mutter mit Schweißgeruch in den Klamotten und der Unzufriedenheit der Welt im Gesicht nach Hause kam.« (Seite 159) - Die Ich-Erzählerin Jessica ist ein spezieller Mensch, schüchtern und voller Ängste marschiert sie durch die Welt, versteckt sich hinter ihrem Mann und verschließt die Augen vor fast jedem Problem. Erst der Tod des Vaters bringt etwas ins Rollen, das sie wohl am meisten überrascht und mich als Leserin gleich mit. In schöner Sprache lässt Petra Hucke ihre Figur in der Vergangenheit schwelgen, die plötzlich anders erscheint, als bisher gedacht. Erste zaghafte Versuche folgen, aus alten Mustern auszubrechen, bis der Wille erwächst, auch die Gegenwart zu ändern, bevor es zu spät ist. Ein leises Buch, das zum Lachen und Weinen einlädt, aber auch amüsiert und nachdenklich macht. Ein toller Roman über Familie und Liebe sowie die eigene Kraft, die in uns ist.

  • Bewertung

    5/5

    11.05.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Im Beziehungsgeflecht

    Ich verfolge die Veröffentlichungen der Autorin Petra Hucke schon länger. Meiner Ansicht nach ist ihr mit "Unterwasserblau" ein echtes Meisterwerk gelungen. Die Schilderung komplexer Persönlichkeiten und verworrener Familiendynamiken ist nicht nur präzise und fein beobachtet, sondern auch mitreißend erzählt, sodass ich mit jedem weiteren Kapitel das Buch kaum noch aus den Händen legen konnte. Hucke liefert uns keine glatt gebügelten Figuren und einfachen Antworten, sondern mutet uns Widersprüchlichkeiten und schroffe Charaktere zu - gerade darum liebe ich dieses Buch und freue mich schon auf die nächste Veröffentlichung!

  • otegami

    aus Lichtenfels

    5/5

    26.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    So viele Missverständnisse

    Unterschiedlicher hätten die Familien, von denen Jessica und ‚Ingwer‘ (in Leipzig wohnend) abstammen, nicht sein können! Ingwers umfangreiche Sippe lernen wir gleich auf den ersten Seiten bei einem Kurzurlaub im Spreewald anlässlich des 75. Geburtstages von Oma Linde (und 10. Hochzeitstag der beiden) kennen. Durch ihre Tradition, jedes ihrer 20 gemeinsamen Jahre Revue passieren zu lassen, blicken wir bei einer Paddeltour auf den Wasserwegen auch auf die Highlights jedes dieser Jahre. Beim Campen sind nicht nur seine Eltern, sondern auch seine Brüder ‚Grizzly‘, Holger und Martin und deren Kinder dabei. Es liest sich herrlich idyllisch: alle haben viel Humor (die Kreativität bezüglich der Spitznamen fällt auf) und gehen liebevoll miteinander um. Auch die Neffen und Nichte Lisi sind gerne mit dem kinderlosen Paar zusammen. Jessica fühlt sich sehr, sehr wohl in diesem Kreis. Aber Hallo, was ist da zwischen Jessica und Holger? Warum mag sie nicht, wenn er den Arm um sie legt? ‚Da ist doch was faul im Staate Dänemark‘, ging es mir durch den Kopf. Und dann kommt am 2. Tag im Spreewald der unerwartete Anruf von Jessis Halbschwester Sandra, dass Vater gestorben ist. Ingwer begleitet Jessi zur Beerdigung und anschließenden Trauerfeier in Herten im Ruhrgebiet und wir können gut nachvollziehen, warum sie nur den notwendigsten Kontakt zu ihrer Familie aufrechterhalten hatte. Genörgel, Gemecker und Missgunst von der Mutter (z.B. ‚Jessi bringt den Tod“) und viel Distanz von Sandra. Ein Blick in Jessis Kindheit und Jugend zeigt sehr deutlich, woher ihr mangelndes Selbstbewusstsein und ihre Schüchternheit rühren. Sehr stark fand ich die diversen Dialoge im Buch: ob es die interessanten mit dem fünf-jährigen Neffen Lennox (das ‚Bärtierchen‘ und ‚Experte fürs Universum‘) über Wale und Kieselalgen (das berufliche Spezialgebiet von Jessica) ging, den erhellenden mit Schwager Holger, außerdem den klärenden mit Ingwer, den verständnisvollen mit Schwiegermutter Linde und nicht zu vergessen: den Missverständnis-ausräumenden mit Sandra – jeden fand ich sehr eindrucksvoll auf seine Art! Wir erfahren, wie stark die Verbindung zwischen Zwillingen ist und wie Jessica schon ihr ganzes Leben ihre Zwillingsschwester Annika (gestorben mit 1 ½ Jahren) vermisst. Begeistert haben mich die unterschiedlichen Charaktere, z.B. auch Scarlett in Leipzig mit deren Zwillingsbruder Steffen, Brigitte, die Reiseleiterin, und viele mehr! Ich war von der ersten Seite an bis zur letzten gefesselt und begeistert auch von wunderschönen Sätzen: „Aus der Bäckerei taumelten Wespen mit Pflaumenkuchen im Bart“ oder „Wann wurden wir mehr als das, was unsere Eltern aus uns gemacht hatten.“ Für Leser, die - wie ich - ein Faible für Psychologie und Beziehungspsychologie haben, ist dieses Buch eindeutig ein Leckerbissen! Von mir bekommt es fünf Sterne! (Ich hätte ihm gerne mehr gegeben!)

  • hasirasi2

    aus Dresden

    5/5

    13.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Der einsamste Wal der Welt

    „Allein geboren wurde ich nicht. Aber allein gelassen.“ (S. 93) Jessica fühlt sich schon ihr ganzes Leben fehl am Platz, von ihrer Mutter und ihrer Halbschwester ungeliebt. Auch ihr Vater ist distanziert, war aber früher derjenige, der sich am meisten um sie gekümmert hat. Die Familie ihres Mannes Ingwer, mit dem sie seit 20 Jahren verheiratet ist, ist da ganz anders: eng verbunden, symbiotisch, verbringen sie jede freie Minute zusammen, fahren sogar gemeinsam in den Urlaub. Danach hat sie sich früher immer gesehnt. Doch dann kommt der Anruf: Ihr Vater ist gestorben, ihre letzte Verbindung zu ihrem alten Leben. Auf dem Friedhof wird sie nicht nur mit diesem Verlust konfrontiert, sondern auch dem Grab ihrer Zwillingsschwester, die mit 1,5 Jahren starb. Und mit dem Vorwurf ihrer Mutter, Jessica trage die Schuld daran. Genau wie jetzt am Tod ihres Vater, dessen Herzprobleme während eines Telefonats mit ihr begannen. Petra Hucke hat es mir mit „Unterwasserblau“ nicht leicht gemacht. Der direkte, ungeschönte und stellenweise lakonische Erzählstil, durchzogen von Rückblenden in Jessicas Kindheit, ließ die Handlung oft wie eine lose Aneinanderreihung von Episoden wirken. Und doch hat mich das Buch zunehmend in seinen Bann gezogen – und schließlich mit einem echten Wow-Gefühl zurückgelassen. Jessica ist wurzel- und haltlos, klammert sich an Ingwer und dessen Familie. Aber ein kleiner Teil von ihr rebelliert. Doch ein Teil von ihr rebelliert. Heimlich bricht sie immer wieder aus ihrer scheinbar perfekten Ehe aus und bringt diese damit – bewusst oder unbewusst – in Gefahr. Sie weiß genau, dass es falsch ist, und kann dennoch nicht damit aufhören. Genauso wenig wie mit den unzähligen Selfies, die sie macht: Tausende Bilder ihres Gesichts, in denen sie nach Spuren ihrer Zwillingsschwester sucht, und stattdessen immer wieder ihre Mutter erkennt, die sie doch längst hinter sich lassen wollte. Denn in ihrer Erinnerung ist ihre Kindheit von Lieblosigkeit und Kälte geprägt. Ihre ältere Halbschwester zog früh aus und ließ sie allein zurück. Ihre Mutter stritt ständig mit ihrem Vater und machte Jessica für den Tod der Schwester verantwortlich. Schon damals fühlte sie sich wie der einsamste Wal der Welt – ein Bild aus einem Kinderbuch, das sie nie losgelassen hat. Und nun holt sie diese Vergangenheit wieder ein. Ihre Mutter braucht Hilfe, weigert sich jedoch, diese anzunehmen. Und Jessica fühlt sich, anders als ihre Halbschwester, nicht verantwortlich. Sie hat mit ihrem alten Leben abgeschlossen. Oder versucht es zumindest. Denn je mehr sie sich abgrenzt, desto deutlicher wird, dass die Vergangenheit noch lange nicht abgeschlossen ist. Ein eindringliches Porträt einer innerlich Getriebenen, die alles zerdenkt und doch nichts festhalten kann, auf der Suche nach Identität, Zugehörigkeit und einem Gefühl von Ganzheit. Ein Roman über die Brüchigkeit von Erinnerungen und die Frage, wie sehr uns unsere Herkunft bestimmt.

  • hasirasi2

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    13.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Der einsamste Wal der Welt

    „Allein geboren wurde ich nicht. Aber allein gelassen.“ (S. 93) Jessica fühlt sich schon ihr ganzes Leben fehl am Platz, von ihrer Mutter und ihrer Halbschwester ungeliebt. Auch ihr Vater ist distanziert, war aber früher derjenige, der sich am meisten um sie gekümmert hat. Die Familie ihres Mannes Ingwer, mit dem sie seit 20 Jahren verheiratet ist, ist da ganz anders: eng verbunden, symbiotisch, verbringen sie jede freie Minute zusammen, fahren sogar gemeinsam in den Urlaub. Danach hat sie sich früher immer gesehnt. Doch dann kommt der Anruf: Ihr Vater ist gestorben, ihre letzte Verbindung zu ihrem alten Leben. Auf dem Friedhof wird sie nicht nur mit diesem Verlust konfrontiert, sondern auch dem Grab ihrer Zwillingsschwester, die mit 1,5 Jahren starb. Und mit dem Vorwurf ihrer Mutter, Jessica trage die Schuld daran. Genau wie jetzt am Tod ihres Vater, dessen Herzprobleme während eines Telefonats mit ihr begannen.   Petra Hucke hat es mir mit „Unterwasserblau“ nicht leicht gemacht. Der direkte, ungeschönte und stellenweise lakonische Erzählstil, durchzogen von Rückblenden in Jessicas Kindheit, ließ die Handlung oft wie eine lose Aneinanderreihung von Episoden wirken. Und doch hat mich das Buch zunehmend in seinen Bann gezogen – und schließlich mit einem echten Wow-Gefühl zurückgelassen.   Jessica ist wurzel- und haltlos, klammert sich an Ingwer und dessen Familie. Aber ein kleiner Teil von ihr rebelliert. Doch ein Teil von ihr rebelliert. Heimlich bricht sie immer wieder aus ihrer scheinbar perfekten Ehe aus und bringt diese damit – bewusst oder unbewusst – in Gefahr. Sie weiß genau, dass es falsch ist, und kann dennoch nicht damit aufhören. Genauso wenig wie mit den unzähligen Selfies, die sie macht: Tausende Bilder ihres Gesichts, in denen sie nach Spuren ihrer Zwillingsschwester sucht, und stattdessen immer wieder ihre Mutter erkennt, die sie doch längst hinter sich lassen wollte. Denn in ihrer Erinnerung ist ihre Kindheit von Lieblosigkeit und Kälte geprägt. Ihre ältere Halbschwester zog früh aus und ließ sie allein zurück. Ihre Mutter stritt ständig mit ihrem Vater und machte Jessica für den Tod der Schwester verantwortlich. Schon damals fühlte sie sich wie der einsamste Wal der Welt – ein Bild aus einem Kinderbuch, das sie nie losgelassen hat. Und nun holt sie diese Vergangenheit wieder ein. Ihre Mutter braucht Hilfe, weigert sich jedoch, diese anzunehmen. Und Jessica fühlt sich, anders als ihre Halbschwester, nicht verantwortlich. Sie hat mit ihrem alten Leben abgeschlossen. Oder versucht es zumindest. Denn je mehr sie sich abgrenzt, desto deutlicher wird, dass die Vergangenheit noch lange nicht abgeschlossen ist.   Ein eindringliches Porträt einer innerlich Getriebenen, die alles zerdenkt und doch nichts festhalten kann, auf der Suche nach Identität, Zugehörigkeit und einem Gefühl von Ganzheit. Ein Roman über die Brüchigkeit von Erinnerungen und die Frage, wie sehr uns unsere Herkunft bestimmt.

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