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David Szalay

1. Was nicht gesagt werden kann

Was nicht gesagt werden kann

Gesprochen von
10

20,99 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Verkaufsrang

1657

Gesprochen von

Julian Mehne

Spieldauer

9 Stunden und 16 Minuten

Abo-Fähigkeit

Nein

Erscheinungsdatum

18.02.2026

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

14

Verlag

Hörbuch Hamburg

Übersetzt von

Henning Ahrens

Sprache

Deutsch

EAN

9783844946765

Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie Hörbücher innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Hörbuch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Hören durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um Hörbücher zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei einem tolino-Buchhändler haben.

Verkaufsrang

1657

Gesprochen von

Julian Mehne

Spieldauer

9 Stunden und 16 Minuten

Abo-Fähigkeit

Nein

Erscheinungsdatum

18.02.2026

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

14

Verlag

Hörbuch Hamburg

Übersetzt von

Henning Ahrens

Sprache

Deutsch

EAN

9783844946765

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  • Boockpicker

    Book Circle Community

    5/5

    28.02.2026

    eBook (ePUB 3)

    Verloren im Leben

    Istvan lebt mit seiner Mutter in einem Plattenbau in Ungarn, kann sich zu nichts entscheiden und wirkt recht verloren. Dann beginnt er eine Beziehung mit einer Nachbarin, erschlägt versehentlich deren Mann und geht nach dem Gefängnis zur Armee, von wo er nach einem Nahosteinsatz traumatisiert zurückkehrt. In London beginnt er als Türsteher und wird durch mancherlei Zufälle Privatchauffeur eines stinkreichen Industriellen. Mit dessen Frau beginnt er ein Verhältnis, partizipiert am immensen Reichtum, heiratet sie, startet ambitionierte Bauprojekte – bis alles in sich zusammenfällt. Schicksal? Ist das Leben so? Er würde antworten: «ist schon okay». Der Roman erzählt ein ganzes Leben in all seiner Unverständlichkeit, mit Abgründen und Sehnsüchten, mit groben Fehlern und gelungenen Momenten. Die ewige Suche nach Liebe und Anerkennung und die Unmöglichkeit, wirklich irgendwo anzukommen spiegelt sich in den Söhnen der Industriellenfrau: auch sie sind wortkarg, verschlossen und finden trotz oder wegen all des Reichtums nicht wirklich ins Leben. Was Istvan lebt – oder was ihm widerfährt, ist es Schicksal? Welche Entscheidungen hatte er selbst in der Hand, und wo wurde für ihn entschieden, liess er sich treiben? Eine ungewöhnliche Lebensgeschichte mit vielen Stolpersteinen und Fragen, die man ehrlicherweise selbst auch nicht einfach so beantworten könnte, mit Entscheidungen und Zufällen, deren Konsequenzen sich erst später zeigen. Weil die Charaktere so menschlich und einfühlsam gezeichnet sind, lassen sich die aufscheinenden Fragen nicht so leicht beiseiteschieben. Die in weiten Teilen karge Sprache erzeugt ein Schweben im Ungewissen. Ein Buch und ein Leben, das einen in seiner abgrundtiefen Normalität nicht so schnell loslässt.

  • Bewertung

    5/5

    12.01.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ziellos durchs Leben treiben

    David Szalays Roman – im englischen Original Flesh – ist eine schonungslos ehrliche, von jedem Beiwerk befreite, minimalistische Prosa. Es handelt sich um einen Anti-Bildungsroman über das Dahintreiben eines Mannes, dessen Leben – mangels eigener Motivation und Selbstkenntnis – von momentanen Begierden sowie von den Entscheidungen anderer bestimmt wird, vor allem jener Frauen, mit denen er intime Beziehungen eingeht. Der Roman spricht mit unverhüllter Direktheit über Sexualität, über die Lust des Fleisches und des Körpers und über deren prägende Bedeutung für den Lebenslauf des Protagonisten. Zugleich thematisiert er die Kompromisse und Anpassungen, die menschliche Beziehungen durchziehen. Szalays Roman ist ein anregender Text, der lange nachhallt und seine Leserinnen und Leser zur Selbstbefragung herausfordert.

  • MarieOn

    5/5

    01.12.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Außergewöhnliche Erzählung über Männlichkeit

    István ist mit seiner Mutter in eine andere Stadt gezogen. In der Schule ist der schüchterne Fünfzehnjährige mit dem Verhaltenskodex der Jugendlichen unvertraut. Ein anderer Außenseiter schließt sich ihm an. Sie reden viel über Sex. Der unfreiwillige Freund hat ein Mädchen gefunden, mit dem er es macht. Er überredet sie, es auch mit István zu machen. Sie besuchen sie. István ist mit ihr allein in ihrem Zimmer, kriegt kaum ein Wort heraus. Er muss unverrichteter Dinge wieder gehen. Sie findet ihn nicht sexy, erfährt er. Er sei noch nicht so weit. Sein Freund hängt jetzt lieber mit anderen ab. Die Nachbarin braucht Hilfe beim Einkauf. Seine Mutter sagt zu. István geht mit ihr zum Supermarkt, sie sprechen kein Wort. Er trägt ihr die Sachen hoch und folgt ihr in die Küche. Sie bietet ihm etwas Süßes an und obwohl er sich unwohl fühlt, setzt er sich an ihren Tisch und isst. Er spürt, dass sie Zuneigung für ihn empfindet. Er fühlt nichts für die alte Frau, die älter ist als seine Mutter. Sie fragt, ob sie ihn küssen darf. Er weiß nicht, was er sagen soll. Ihre Lippen berühren seine ganz sanft. Dann bittet sie ihn zu gehen. István stellt sich vor, wie sie nackt aussieht. Die Vorstellung erregt ihn. Er kann kaum erwarten, dass sie wieder einkaufen gehen. Wieder bietet sie ihm eine Süßigkeit an, wieder küsst sie ihn, diesmal mit Zunge. Beim nächsten mal darf er in ihrem Wohnzimmer auf der Couch sitzen. István hilft ihrem Mann in seinem Schrebergarten, um neben der Schule ein bisschen Geld zu verdienen. Nach einigen Monaten beendet die Nachbarin die Liebschaft. István ist ihr zu nahe gekommen, behauptete, dass er sie liebe. Er steigert sich in ihre Ablehnung hinein, lauert ihr im Hausflur auf. Sie geht ihm aus dem Weg und dann hält er es nicht mehr aus. Er klingelt am späten Abend bei ihr. Ihr Mann öffnet. István sagt, dass er sie sprechen will. Der Mann sagt, dass er verschwinden soll. Es kommt zu einem Handgemenge, der Mann stürzt die Treppe herunter und stirbt. Fazit: David Szalay, der diesjährige Booker Prize Gewinner, hat das Leben eines Mannes gezeichnet. Der Ungar István wächst vaterlos bei seiner Mutter auf. Der tragische Unfall des Nachbarn führt ihn in die Jugendstrafanstalt. Danach ist er auf dem Arbeitsmarkt chancenlos und geht zur Armee. Der Irakeinsatz beschert ihm eine posttraumatische Belastungsstörung. István geht von Ungarn nach London und erarbeitet sich ein komfortables Leben. Die Geschichte ist ganz einfach geschrieben, der Klang ist lakonisch und ruhig. Die Lebensumstände sind prekär. Ich habe bisher nie einem Autor zugehört, der seinem Charakter so konsequent treu bleibt. István trifft selbst keine Entscheidungen, das machen immer andere für ihn. Er selbst treibt augenscheinlich willenlos durch sein Leben. Frauen sind für ihn beliebig, sie stoßen ihm zu und umgarnen oder überreden ihn. Zwei bis dreimal in seinem Leben zeigt er aggressives Verhalten, sonst ist er erstaunlich kontrolliert. Die Dialoge sind ermüdend wortkarg und emotionslos. Das Wort okay ist sein treuster Begleiter. Dennoch ist er empathisch, kann mit seinem Gegenüber mitfühlen. Er macht freiwillig Sport, rettet zweimal aus eigener Überzeugung einem Menschen das Leben, aber ansonsten bleibt er von sich selbst entfremdet. Und obwohl dieser Mensch so bewegungsunfähig ist, hat mich die Geschichte gefesselt. Ich wollte nach jeder Seite wissen, wie es weitergeht. Mir ist nicht wirklich klar, was die übergeordnete Botschaft ist oder ob es die überhaupt gibt. Am ehesten verstehe ich, dass István keine männlichen Vorbilder hatte und ganz ungünstig durch Frauen geprägt wurde. Dadurch fehlt ihm die Fähigkeit, seinen eigenen Mann zu stehen. Er scheint ein Bild verkörpern zu wollen, an dem er sich festhalten kann, wie an einer Krücke, das aber leer, körperlos bleibt und das ist gar keine Seltenheit. Eine außerordentliche Erzählung über Männlichkeit, die mich bewegt hat.

  • Nele33

    5/5

    23.11.2025

    eBook (ePUB 3)

    beeindruckendes Buch

    David Szalay hat mit seinem Buch "Was nicht gesagt kann" zu Recht den Booker Preis 2025 gewonnen. Der Autor beschreibt in klaren Worten das Leben vom Ungarn István ab seinem 15. Lebensjahr. Die Plattenbausiedlung, in der István mit seiner Mutter lebt, wird direkt zu Beginn äußerst stark beschrieben. Die Trostlosigkeit seines Lebens fließt förmlich durch die Seiten. Dies ändert sich, als er mit einer wesentlich älteren Nachbarin in Kontakt kommt und daraus eine Affäre entsteht. Da hatte ich kurz Bedenken, ob der Autor sich nun nur noch auf die sexuellen Praktiken dieses ungleichen Paares fokussiert, doch diese Angst war unbegründet. Sie gehörte einfach irgendwie zu István`s Entwicklung dazu. Durch einen wirklich dummen Zufall kommt es zu einer Auseinandersetzung mit dem Ehemann der Nachbarin, bei dem dieser verstirbt. István`s weiterer Lebenslauf scheint mit seiner Verurteilung und dem Leben im Jugendgefängnis besiegelt. Im folgenden Kapitel gibt es in der Geschichte einen Zeitsprung, wie noch einige Male in deren Verlauf. Mich hat der Schreibstil des Autors wieder beeindruckt, die Distanz und gleichzeitige Nähe, die er damit schaffen kann, sucht seinesgleichen in der Literatur. Seine Art zu erzählen hat mich ganz nah an das Leben von István mit all seinen Höhen und Tiefen, Glücksmomenten, Schuldfragen und Einstellungen teilhaben lassen.

  • Christopher Bahn

    Book Circle Community

    5/5

    30.09.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wortlose Jugend

    Ein Jugendlicher zieht in eine ungarische Plattenbausiedlung und macht dort seine ersten Erfahrungen mit Frauen, neuen Freunden und dem ungewohnten Schulalltag. Besonders gut gefallen hat mir die Kargheit der Sprache, die der Sprachlosigkeit der Jugendlichen entspricht. Die Grammatik des Buches ist also gleich dem Inhalt. Eine spannende Lektüre für Jugendliche und alle, die sich an diese Zeit erinnern können. Sehr empfehlenswert.

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