Sara Pütter flieht vor einer Vergangenheit, die sie zu ersticken droht: Trauer, Armut, enttäuschte Erwartungen. Nach dem Abschluss ihres Studiums bricht sie auf – in die ungezähmte Wildnis
British Columbias.
Gemeinsam mit zwei Jägern durchquert sie zerklüftete Berglandschaften, rudert über glasklare Seen und taucht ein in eine ursprüngliche Welt, die ihren eigenen Gesetzen folgt.
Die Natur ist atemberaubend – und unberechenbar. Doch nicht nur die Elemente fordern sie heraus: Auch das Miteinander wird zur Zerreißprobe. Verwundbarkeit verlangt Vertrauen, Nähe Risiko. Sara kämpft gegen Hunger, Erschöpfung – und gegen die Dämonen ihrer Kindheit.
Und während sie sich in der Weite der Natur verliert, macht sie sich bereit für das größte Abenteuer: ihr Leben.
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beeindruckend
Anja Koenig aus Marktheidenfeld am 03.04.2026
Bewertungsnummer: 3098874
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
ein beeindruckendes buch über einen weg durch kanadas wildnis um zu sich selbst zu finden. die härte und kälte in der einsamkeit die sara hier an der seite von jack und nate erfährt ist sehr tief und ergreifend, doch gerade diese herausforderungen helfen ihr zu klarheit und mut. sie ist über sich hinausgewachsen, hat sich gefahren und ängsten gestellt, hat gelernt mit wut und zweifeln umzugehen und ist daran gewachsen. auch die begebenheiten, die landschaft, die tiere waren sehr schön beschrieben und die illustrationen sind wunderschön und bereichern das buch. für mich eine absolute leseempfehlung.
Distanz, Überwindung, Mut
Marielle_liest am 26.03.2026
Bewertungsnummer: 3090318
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Sara ist Anfang 20, als sie die Wildnis von British Columbia betritt. Für knapp zwei Monate ist sie zuhause zwischen Feuerstelle, glitzernden Seen, Geröllhängen, eiskalten Flüssen und Hunger. Zwischen Wölfen, Grizzlys, Schwarzbären, Elchen, Einsamkeit und dem ersten Schnee in den Weiten Kanadas - nur mit dem Allernötigsten ausgerüstet. Sie ist der Natur ausgeliefert - und den Männern.
Die Handlung ist autobiografisch.
Schon nach den ersten Kapiteln habe ich gespürt, dass mir dieses Buch etwas sagen wird. Es trifft eine ganz empfindliche Stelle, die wahrscheinlich jede Frau irgendwo trägt. Und es ist so wohltuend, dass dieses Buch genau das zwischen den Zeilen herausschreit, was mich immer und immer wieder so schmerzt.
Beginnen möchte ich trotzdem mit den Naturbeschreibungen, die von so unvorstellbarer Schönheit erzählen, aber auch von den tiefsten Abgründen und die widrigsten Umständen, die das Leben in der Wildnis mit sich bringen. Es geht um Trophäenjagd, um den Eingriff des Menschen, um Macht über die Natur, die wir an uns gerissen haben.
Es geht aber auch um die Macht, die sich Männer genommen haben, um Frauen zu benutzen, zu beherrschen, zu erniedrigen. Und es geht um die ganz große Frage:
Ist eine Frau selbst schuld, wenn sie sich in scheinbar gefährliche Situationen begibt? Ist sie mitverantwortlich, wenn Männer dann Grenzen überschreiten? Wenn sie Zeichen falsch deuten, wenn sie Freundlichkeit mit Flirten verwechseln?
Ich bin so beeindruckt, wie mutig Sara ist. Dass sie sich nichts verbieten lässt, „nur“ weil sie eine Frau ist. Dass sie genau das tut, was sie für richtig hält. Denn! Es ist nicht unsere Schuld. Schuld sind allein die Täter, die übergriffig sind, die sich nehmen, was sie wollen, die missbrauchen, die ihre Macht ausnutzen. Wir sind nicht schuld!
Lest dieses Buch, falls ihr Lust habt auf eine Mischung aus Feminismus und gnadenloser Wildnis, aus Abhängigkeit und Selbstbestimmung, und auf eine ganz persönliche Reise. Riesige Empfehlung!
TW: Tōten von Tieren
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