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Carolin ist 26 - und ihre große Liebe gerade gestorben. Wirklich gestorben, nicht nur im übertragenen Sinne tot. In ihrer Trauer muss sie sich nun mit ihrem spießigen Exfreund um ein nicht gerade kleines Erbe streiten. Kein Wunder also, dass Caro sich erstmals in ihrem Leben betrinkt, zu einer Therapeutin geht und ein kleines Vermögen für Schuhe ausgibt. Und sich von Idioten umzingelt fühlt. Zum Glück ist Carolin in ihren schwärzesten Stunden nicht allein. Ihre besorgte Familie und ein ausgestopfter Foxterrier mit Namen "Nummer zweihundertdreiundvierzig" helfen ihr bei einem Neuanfang ...
Kundinnen und Kunden meinen
3.1/5.0
Natalie
5/5
28.03.2021
Buch (Taschenbuch)
Perfect Book
Eine Geschichte über Trauer und Neubeginn, Liebe und Freundschaft, in die man sich einfach nur hinein fallen lassen kann. Das perfekte Buch zum Abschalten und Lachen zugleich.
KimVi
aus Niedersachsen
4/5
21.01.2020
Buch (Taschenbuch)
Die sechsundzwanzigjährige…
Die sechsundzwanzigjährige Carolin Schütz ist ganz überraschend Witwe geworden. Ihr Ehemann Karl war ihre große Liebe und deshalb stürzt sie nach seinem Tod in ein tiefes Loch. Die Aussicht auf ein beachtliches Erbe interessiert Carolin auch nicht wirklich, da sie sich dafür mit der geldgierigen Verwandtschaft ihres verstorbenen Mannes auseinandersetzen muss. Dass Leo, der Sohn des Verstorbenen, ihr ehemaliger Liebhaber ist, macht den Vorgang auch nicht angenehmer. Trotz begnadeter Künste im Mandolinenspiel, einem erschreckend hohen IQ, der Beherrschung von zahlreichen Fremdsprachen und unglaublichen Kopfrechenfähigkeiten konnte sie bisher keine Anerkennung im angeheirateten Familienkreis aus Oer-Erkenschwick sammeln. Deshalb kriecht sie auch bei ihrer Schwester Mimi in der Insektensiedlung unter. Dort versucht sie ihre Trauer zu verarbeiten. Da sie das Gefühl hat, von Idioten umgeben zu sein, droht sie dem Alkohol zu verfallen. Aus diesem Tiefpunkt kann sie nur eine absolut unfähige Therapeutin, ein Apotheker mit einem Faible für lila Nagellack, eine Schwester die nicht ausspricht, dass sie schwanger ist, ein dreister Erbschleicher und ein ausgestopfter Foxterrier befreien. Die Erzählung ist in der Ich-Form, aus der Sicht der trauernden Carolin, geschrieben. Obwohl sie gerade an einem Tiefpunkt in ihrem Leben angelangt ist, macht sich im Buch keine traurige Atmosphäre breit. Im Gegenteil, selbst bei diesem eher düsteren Thema, gelingt es der Autorin ihren leichten, humorvollen und bissigen Schreibstil zu verwenden, ohne dabei Carolins Schicksal ins Lächerliche zu ziehen. Man kann mühelos in die Gedanken der jungen Witwe eintauchen. Da diese einen IQ von 158 vorweisen kann, erhält man mal eine ganz andere Sicht auf die Dinge und ist natürlich fast komplett von Idioten umgeben, die merkwürdige Fragen stellen und nicht immer logisch handeln. Sarkastisch betrachtet sie das Geschehen um sich herum und tritt dabei schon mal ins Fettnäpfchen oder gar in einen übelst riechenden Hundehaufen. Im Laufe der Erzählung trifft Carolin auf die unterschiedlichsten Persönlichkeiten, die natürlich alle nur ihr Bestes wollen. Für den einen bedeutet das den Anspruch auf ein großes Mietshaus, eine Villa im Grünen, eine Girandole in vergoldeter Bronze oder etwa eine antike Schnupftabaksdose mit Schildplatteinsatz und Perlmuttdekor. Für andere steht auch einfach nur Carolins Seelenheil im Vordergrund. Die Erlebnisse mit der wohlerzogenen und äußerst empfindlichen Verwandtschaft aus Oer-Erkenschwick, altbekannten Gesichtern aus der Insektensiedlung, hartnäckigen Erbschleichern, streitsüchtigen Nachbarn, gepflegten Apothekern, total unfähigen Therapeuten und einer Schwester, die nicht aussprechen will, dass sie schwanger ist, dürften für so manchen Schmunzler oder lauten Lachanfall verantwortlich sein. Da Carolin vorübergehend bei ihrer Schwester Mimi in der Insektensiedlung wohnt und diese Siedlung ja zum Revier der Mütter-Mafia gehört, läuft man gelegentlich den Charakteren aus dieser Bücherserie über den Weg. Zwar finde ich diesen Roman nicht ganz so humorvoll wie die anderen Bücher der Autorin, aber das dürfte wohl auch am Thema liegen. Denn bei einer trauernden Witwe kann man schließlich nicht einen Witz nach dem anderen abliefern. Diese Gratwanderung ist Kerstin Gier aber trotzdem fabelhaft gelungen. Denn die Hauptprotagonistin hat trotz schwerem Verlust, nichts von ihrem Humor und ihrer Kratzbürstigkeit eingebüßt. Allen Fans der Mütter-Mafia kann ich dieses Buch wärmstens empfehlen, da es zwar keine direkte Fortsetzung der Reihe ist, aber trotzdem ein Wiedersehen mit bekannten Charakteren aus der Insektensiedlung ermöglicht. Natürlich muss man diese Art von Humor mögen um das Buch zu geniessen. Aber wenn man sich darauf einlässt, kann man einfach abschalten und ein paar humorvolle und amüsante Stunden damit verbringen.
Bewertung
aus Neuengönna
4/5
01.05.2013
eBook (ePUB)
Kurzweilig und spannend
Nette Alltagsgeschichte spannend und witzig verpackt. Es liest sich gut und flüssig. Enthalten sind auch bekannte Zitate bekannter Persönlichkeiten als Überschrift für die folgenden Kapitel.
Kristin Brelage
aus Lingen
4/5
09.04.2011
eBook (ePUB)
Typisch Kerstin Gier!
Dieses Buch ist wieder einmal typisch Kerstin Gier.
Denn man weiß genau, dass bei ihren Büchern kein Auge trocken bleibt.
Spritzig und witzig geschrieben begeistern ihre Bücher immer wieder aufs Neue!
Leselilly
aus Wegberg
3/5
03.02.2025
Buch (Taschenbuch)
zu langwierig
Kerstin Giers Roman "In Wahrheit wird viel mehr gelogen" hat mich leider etwas enttäuscht. Die Geschichte dreht sich um die Protagonistin Carolin, die nach dem Tod ihres Ehemanns in eine tiefe Depression verfällt und sich in Therapie begibt. Diese Thematik ist zwar sehr ernst und berührend, doch die Umsetzung ließ für mich zu wünschen übrig.
Der Erbstreit mit den Hinterbliebenen und die Beziehung zu ihrem "schwulen" Freund bringen zwar einige interessante Aspekte in die Handlung, jedoch empfand ich die Erzählweise als zäh. Ich hatte gehofft, dass Carolin schneller aus ihrer Trauer und Depression herausfindet, doch leider geschieht dies erst auf den letzten 20 Seiten des Buches. Diese lange Phase des Leidens und der inneren Kämpfe hat die Geschichte für mich etwas in die Länge gezogen und ich hätte mir gewünscht, dass die Entwicklung der Protagonistin dynamischer verläuft.
Insgesamt bietet das Buch einige tiefgründige Momente und behandelt wichtige Themen, doch die langsame Erzählweise und die späte Wendung in Carolins Heilungsprozess haben meinen Lesegenuss stark beeinträchtigt. Vielleicht ist es für Leser, die sich intensiver mit Trauerbewältigung auseinandersetzen möchten, dennoch eine lohnenswerte Lektüre.
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