Produktbild: Grüne Welle

Grüne Welle

107

21,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

40421

Erscheinungsdatum

25.02.2026

Verlag

Diogenes eBooks

Seitenzahl

208 (Printausgabe)

Dateigröße

758 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783257616132

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

Dieses eBook können Sie uneingeschränkt auf allen Geräten der tolino Familie, allen sonstigen eReadern und am PC lesen. Das eBook ist nicht kopiergeschützt und kann ein personalisiertes Wasserzeichen enthalten. Weitere Hinweise zum Lesen von eBooks mit einem personalisierten Wasserzeichen finden Sie unter Hilfe/Downloads.

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Ja

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Verkaufsrang

40421

Erscheinungsdatum

25.02.2026

Verlag

Diogenes eBooks

Seitenzahl

208 (Printausgabe)

Dateigröße

758 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783257616132

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  • Anna.Lysis

    5/5

    22.04.2026

    eBook (ePUB)

    Scheinbar ziellos

    Nach einem Kinobesuch mit der Freundin fährt die Frau los. Eine Umleitung zwingt sie, den gewohnten Weg zu verlassen. Plötzlich findet sie sich auf einer unbekannten Straße. Sie fährt immer weiter und nimmt sich vor, an der nächsten roten Ampel zu wenden. In "Grüne Welle" beschreibt Esther Schüttpelz wie die Frau scheinbar ziellos durch die Nacht fährt, sich dabei immer weiter von ihrem Mann entfernt und gleichzeitig sich selbst immer näher kommt. Die Figuren bleiben namenlos, ebenso die Orte. Gerade diese Reduktion verleiht dem Roman eine starke Allgemeingültigkeit. Die Frau steht für viele andere Frauen an einem beliebigen Ort - für Frauen, die in einer Beziehung leben, aus der sie sich lösen müssten. Der Stil ist eindringlich und zugleich distanziert. In der dritten Person erzählt, wirkt der Roman über weite Strecken wie ein inneres Selbstgespräch, das sich während der Fahrt immer weiter verdichtet. Diese konsequent durchgehaltene Perspektive erzeugt eine Sogwirkung, die lange nachhallt. Mich hat diese stille, konzentrierte Erzählweise sehr beeindruckt. „Grüne Welle“ ist ein dichter Roman über Bewegung, Stillstand und das vorsichtige Ausloten von Möglichkeiten.

  • Bewertung

    3/5

    04.03.2026

    eBook (ePUB)

    Irrfahrt

    Das Cover hat mich sofort angesprochen und mich neugierig gemacht. Es unterstreicht den Buchtitel und ich finde es sehr passend. Nach einem Kinobesuch mit ihrer Freundin fährt die, im folgenden als Frau bezeichnete Protagonistin, statt direkt nach Hause, einfach einen anderen Weg, aus der Stadt heraus, scheinbar ohne Sinn und ohne Ziel. Man gewinnt beim Lesen den Eindruck, als bräuchte sie diese Fahrt und diese Zeit, um ihr Leben, das sie nicht glücklich macht, zu reflektieren. Sie fährt immer weiter und ich habe bei der Frau ein leichtes Prickeln verspürt, fantasierend, wie es wohl wäre, wenn sie einfach nicht in ihr altes Leben zurückkehren würde. Die 2. Ebene in diesem Buch bildet die Handlung des Ehemanns der Frau und deren Freundin, die sich, jeder auf seine Art Gedanken machen, wo die Frau abgeblieben ist. Etwas ungewöhnlich ist die Anonymität der Personen, die namentlich nicht in Erscheinung treten. Ausnahme ist der Vornamen der Frau, der eine zeitlang ab ca. Mitte des Buches genannt wird. Andererseits fällt so die Konzentration auf die Handlung. Die Handlungsstränge sind für mich nicht fertig geschrieben und bieten viel Raum für eigene Interpretationen. Das Ende ist auf einmal da, wenn man nicht unbedingt damit rechnet. Dadurch hat mich das Buch etwas unzufrieden zurückgelassen. Aber dennoch und trotz einiger Längen im Zwischenteil, hat sich für mich ein Sog entwickelt und ich wollte es unbedingt zu Ende gelesen. Wer gerne in etwas Ungewohntes eintaucht und vieles zwischen den Zeilen den eigenen Gedanken überlassen möchte, der ist bei diesem Buch gut aufgehoben. Fazit: Interessant zu lesen, weil es seinen ganz eigenen Stil hat, aber leider am Ende etwas flach.

  • Bewertung

    aus Hamburg

    5/5

    13.05.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Genug Sympathie für den Teufel?

    Der Roman von Esther Schüttpelz erzählt von einer Frau, die sich einmal im Monat mit ihrer einzigen Freundin im Kino trifft. Danach fährt sie in ihrem alten Golf Kombi mit Rolling-Stones-Aufkleber, defektem Blinker und Türen, die sich nicht mehr richtig verschließen lassen, zu ihrem Mann nach Hause. An diesem Abend jedoch zwingt eine Umleitung sie durch die Straßen ihrer früheren Kunststudentinnenzeit. Sie verfährt sich, will an der nächsten roten Ampel wenden – doch alle Ampeln stehen auf Grün. Was folgt, ist eine scheinbar ziellose Fahrt durch die Nacht, getragen von einem inneren Monolog. Schüttpelz verzichtet fast vollständig auf Namen und reduziert das Personal auf ein Minimum. Statt Handlung dominiert Reflexion: über das Leben der Protagonistin als Ehefrau eines erfolgreichen Anwalts und über ihre künstlerische Entwicklung. Dabei entsteht ein konstant unterschwellig bedrohliches Gefühl. Ein Einschnitt erfolgt im Morgengrauen durch einen Rehunfall – wie vieles in diesem Roman von symbolischer Bedeutung. Später nimmt sie zwei Anhalterinnen mit, eher aus Überrumpelung als aus freier Entscheidung. Als sie nach ihrem Namen gefragt wird, nennt sie sich spontan „Amy“, inspiriert von einem Song von Amy Winehouse. Mit diesem Namen verändert sich auch ihr Verhalten: Sie wirkt offener, interessierter, beinahe befreit. Erst als eine der jungen Frauen ihre Fassade durchdringt, bricht diese Rolle zusammen – und die Protagonistin flieht. Zentrales Thema des Romans ist Gewalt in Beziehungen, insbesondere in ihrer subtilen, schwer greifbaren Form. Explizit benannt wird die physische Gewalt erst auf Seite 49; bis dahin bleibt sie eine Ahnung. So ergeht es auch der Freundin der Protagonistin: Sie spürt, dass etwas nicht stimmt, begegnet dem Ehemann, der nach außen charmant und kontrolliert wirkt, und gerät dennoch kurz in seinen Bann. Gerade darin liegt die Stärke des Buches: Es zeigt, wie geschickt toxische Dynamiken verborgen werden und wie schleichend Manipulation das Selbstvertrauen der Betroffenen untergräbt, bis ihnen die Kraft zur Flucht fehlt. Schüttpelz arbeitet stark mit Symbolen. Nahezu jedes Detail ist bedeutungstragend, besonders die im Radio gespielten Songs. Der Rolling-Stones-Aufkleber zu Beginn findet seine Entsprechung am Ende in „Sympathy for the Devil“ – ein möglicher Wendepunkt, an dem die Protagonistin erkennen könnte, dass ihre „Sympathie“ für den Teufel ein Ende haben muss. „Großartig“ trifft es, auch wenn das Buch keine leichte Lektüre ist. Die präzise, durchdachte Sprache verlangt Aufmerksamkeit, belohnt diese jedoch auf jeder Seite. Die Namenlosigkeit der Figuren unterstreicht dabei die eigentliche Aussage: Diese Geschichte könnte jede treffen.

  • Kwinsu

    aus Salzburg

    5/5

    22.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Fahr um dein Leben!

    Es gibt Bücher, die begeistern mich. Weil sie eingänglich geschrieben sind, einen besonderen Schreibstil vorweisen, eine berührende und / oder mitreißende Geschichte erzählen, die nachhallen. Und dann gibt es Bücher wie "Grüne Welle", die ich so feiere, dass ich am liebsten jede/r ein Exemplar in die Hand drücken und sagen möchte: Du musst das lesen! Im Mittelpunkt steht eine Frau, später wird sie sich Amy nennen, die im Auto fährt. Und fährt. Und fährt. Und sich denkt: wenn die nächste Ampel auf rot schaltet, kehre ich um. Doch es kommt keine rote Ampel, dafür aber immer mehr die Gedanken an ihr Leben, das so wie es ist, nicht gut ist. Ihr Mann ist herrisch, bestimmt über sie, schränkt sie ein, ja, eigentlich sperrt er sie ein. Nur einmal im Monat darf sie mit ihrer Freundin ins Kino gehen, muss aber gleich danach wieder heim kommen. Die Frau ist nur mehr ein Schatten ihrer selbst, nein, eigentlich ist sie gar nicht mehr sie, ihre Träume, ihre Pläne, alles vergessen, der Mann hat sie fest im Griff. Warum also nicht einmal planlos durch die Nacht düsen, die Gedanken schweifen lassen? Das Reh vor ihrem Auto wollte es anders und bringt eine Begegnung mit zwei Tramperinnen mit sich. Im Gespräch mit ihnen erinnert sich die Frau wieder an sich selbst, an ihre Kunst, an das selbstbestimmte Leben, dass sie einmal hatte. Wie genial Ester Schüttpelz sich an das Thema häusliche Gewalt annähert, ohne belehrend, zu offensichtlich oder zu plakativ zu sein, zeigt sich vor allem an der Wahnsinnssprache. Sie setzt unterschiedliche Stilmittel ein um die Universalität des Themas häusliche Gewalt aufzuzeigen: die Frau bleibt lange nur die Frau; nur kurz, als sie die vertiefenden Gespräche mit den Tramperinnen führt und für einen Augenblick zu sich selbst zurück findet, wird sie wieder Amy - eine eigenständige Person, ein Mensch mit Talenten, Träumen und Hoffnungen. Im Schutze der Anonymität ist sie das unsichtbare Opfer, Gefangen in einem Käfig, der beherrscht wird von dem Mann, der sie als Besitz ansieht. Außerdem nutzt die Autorin Symbolik als starkes Element der übertragenen Situationsbeobachtung. Der plötzliche Stopp, den sie durch das Reh einlegen muss, steht der rasanten, unaufhaltsamen Autofahrt, die eigentlich eine Flucht ist, diametral entgegen, bringt sie jedoch in weiterer Folge für einen kurzen Moment zur Rückbesinnung auf sich selbst. Das Reh ist tot, wie sie selbst, doch sie will es noch nicht ganz gehen lassen. Die Gewalt, die die Frau in allen Facetten erleben muss, wird nie so wirklich direkt beschrieben, aber feine Andeutungen lassen eine/n beim Lesen wissen, wie der Hase läuft. Ihre - mittlerweile einzige - Freundin, weiß nichts, vermutet aber viel, hat das richtige Gespür und droht Gefahr sich vom Mann täuschen zu lassen. Und die Frau selbst - bis zum Schluss wissen wir nicht, ob sie die Kraft aufwenden wird können, um sich zu befreien. "Grüne Welle" betört mit einer Tiefgründigkeit, einer distanzierten Sprache und der Intensität der gefühlten Berührung, die sich oft in Form von Beklemmung und Atemlosigkeit Luft schafft. Für mich ist der Roman definitiv ein Jahreshighlight, mit dem ich mich noch des Öfteren beschäftigen werde.

  • Bewertung

    5/5

    06.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Authentisches Portrait einer Generation

    Esther Schüttpelz ist mit „Grüne Welle“ ein bemerkenswert ehrliches und unaufgeregtes Debüt gelungen. Der Roman fängt das Lebensgefühl junger Erwachsener ein, die zwischen Zukunftsfragen, Beziehungsdynamiken und der Suche nach dem eigenen Platz in der Welt feststecken. Besonders hervorzuheben ist Schüttpelz’ präzise Beobachtungsgabe. Sie verzichtet auf dramatische Übersteigerungen und findet stattdessen in den kleinen, alltäglichen Momenten eine tiefe Wahrheit. Ihr Schreibstil ist klar, modern und von einer angenehmen Melancholie durchzogen, die nie ins Kitschige abgleitet. Man begleitet die Protagonistin gern durch ihre Gedankenwelt, weil sie nahbar und menschlich wirkt. Fazit: Ein kluges, leises Buch über das Erwachsenwerden und die Zwischentöne des Lebens. Für Leser, die authentische Gegenwartsliteratur ohne Pathos schätzen, ist dieser Roman eine absolut lohnenswerte Entdeckung.

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