Bei einer Jagd in den Wäldern von Schloss Chambord kommt Claude de Murot, Vorsitzender einer altehrwürdigen Jagdgesellschaft, ums Leben. Während Commissaire Charlotte Maigret von einem Unfall ausgeht, wittert Baron Philippe ein Verbrechen. Denn de Murot stand nicht nur wegen der umstrittenen Hetzjagd in der Kritik, auch mit Familie und Jagdkollegen war er zerstritten. Philippes Nachforschungen führen ihn tief in die Adelsgesellschaft und zu geheimnisvollen Spuren Leonardo da Vincis - bis er selbst zum Gejagten wird.
Kundinnen und Kunden meinen
4.7/5.0
Ilses Lesetipps
aus Wien
5/5
27.07.2026
Buch (Taschenbuch)
Mörderjagd
„Verrat an der Loire“ von Catherine Duval (2026 erschienen) ist ein Wohlfühlkrimi mit französischem Flair, bereits der dritte Fall, in dem Baron Philippe ermittelt.
Das Titelbild, es zeigt Schloss Chambord, hat mich sofort angesprochen, erinnerte es mich doch an meine Reise zu den Loire-Schlössern. Der Schreibstil ist flüssig, locker und bildhaft. Das französische Ambiente wird nicht nur durch landschaftliche Schilderungen und Kulinarik vermittelt, sondern insbesondere bestechen die gut dosierten und mit dem Fall harmonisch verwobenen historischen Informationen rund um das Schloss, architektonische Besonderheiten, die Verbindung zu Leonardo da Vinci, über die Tatwaffe und last but not least auch die Thematik Jagdgepflogenheiten in Frankreich. Sehr angenehm fand ich auch die Kartenskizze mit den wichtigsten Loireschlössern. Die Handlung spielt im Wesentlichen auf Schloss Chambord und Umgebung.
Obwohl ich die Vorgängerbände nicht kannte, bin ich problemlos in die Geschichte hineingekommen. Es gibt immer wieder kurze Hinweise auf die früheren Fälle und das Vorleben des Ermittlers. Nichtsdestotrotz möchte ich die beiden Bände nachlesen.
Philippe du Préssis, Baron de Beaumarchais, der zwölfte Duc de Cotignac, ist Inhaber der Agence des Affaires Délicates, einer Agentur für unangenehme Angelegenheiten. Als ein weitschichtiger Verwandter, der Vicomte de Murot, bei einem Jagdunfall ums Leben kommt, wittert Philippes Tante einen Mordfall und beauftragt ihn mit der Aufklärung. Kurz davor gab es einen weiteren seltsamen Unfall. Ein Jogger verblutete, nachdem er von einem Hund angefallen worden ist. Angeblich von einem Jagdhund. Philippe vermutet einen Zusammenhang, während Commissaire Charlotte Maigret von Unfällen ausgeht. So nach und nach findet Philippe Hinweise, Motive für die Morde und es kristallisieren sich Verdächtige heraus. Je näher er dem Täter kommt, desto gefährlicher wird die Jagd – im wahrsten Sinne des Wortes - für Philippe. Ein dramatisches Finale – eine unerwartete Lösung.
Mir gefiel die Figur des Baron Philippe. Ein sympathischer Adeliger, ein bisschen spleenig, mit Stärken und Schwächen, gebildet, ein Genießer, aber kein kräftestrotzender Held, trotz mancher Ängste dennoch zielstrebig und tatkräftig, wenn es darauf ankommt. In Sachen Liebe hat er so seine Probleme – da fühlt er sich zu zwei sehr verschiedenartigen Frauen hingezogen. Es wird interessant, für welche er sich letztlich entscheiden wird.
Mir hat der Krimi sehr gut gefallen. Ein interessanter Fall mit Spannungsmomenten, sympathischen Protagonisten, reichlich Wissenswertem und ansprechendem französischem Ambiente. Ich freue mit schon auf den nächsten Fall. Von mir gibt es eine Leseempfehlung mit 5 Sternen.
krimi_wahnsinn
aus Lilienthal
5/5
15.07.2026
Buch (Taschenbuch)
Wieder ein absoluter Must-Read!
Inhalt: In den Wäldern von Schloss Chambord kommt es regelmäßig zu Jagden. Ausgerechnet bei der letzten Jagd wird der Vorstand der Jagdgesellschaft, Claude de Murot, tödlich verletzt. Alle gehen von einem schrecklichen Unfall aus. Baron Philippe wittert allerdings ein Verbrechen. De Murot stand nicht nur wegen seiner umstrittenen Hetzjagd in der Kritik, auch mit seiner Familie soll er zerstritten gewesen sein. Zusammen mit Commissaire Charlotte Maigret begibt sich Philippe auf Spurensuche. Dank seiner Kontakte können die beiden fast mühelos in der Adelsgesellschaft ermitteln. Allerdings erhält Philippe auch Warnungen, die ihn dazu bringen sollen, die Ermittlungen einzustellen. Noch ahnt er nicht, dass er selbst zum Gejagten wird.
Meinung: Das Cover mag ich auch hier wieder richtig gerne. Es passt auch perfekt zu den beiden Vorgängern der Serie. Ich bin wieder sehr gut ins Buch gestartet und habe mich vom leichten Schreibstil und dem wunderschönen Setting leiten lassen. Viel zu schnell war ich am Ende des Buches angelangt. Baron Philippe fand ich in diesem Buch wieder sehr sympathisch und auch Charlotte wird mir mit jedem Teil nahbarer. Das Buch hat gleich zu Anfang schon eine sehr gute Dynamik. Der Fall kommt ins Rollen und man kann wunderbar miträtseln. Den Täter habe ich schon recht früh im Auge gehabt, aber das Ende hielt trotzdem noch sehr viel Spannung bereit. Besonders interessant fand ich auch den Einblick in die Jagd. Lange Rede, kurzes Fazit: Ein Muss für alle Fans des französischen Krimis.
Astrid
aus Frankfurt
5/5
05.07.2026
Buch (Taschenbuch)
Mordwaffe mit Geschichte
Baron Philippe´s Tante Aude ist nicht davon überzeugt, dass Claude de Murot wirklich Opfer eines Jagdunfalls geworden ist. Auch Philippe geht immer mehr von einem Verbrechen aus. Aber wie soll er Commissaire Charlotte Maigret davon überzeugen die Ermittlungen in diese Richtung aufzunehmen? Denn Murot war nicht wirklich beliebt. Selbst in seiner Familie gab es zahlreiche Querelen. Es gab also Etliche die einen Grund gehabt hätten ihn aus dem Weg zu räumen. Ist der Täter oder die Täterin vielleicht sogar in der eigenen Familie zu finden? Denn die Witwe hinterlässt alles andere als einen trauernden Eindruck und der Sohn ist auch ein äußerst merkwürdiger Zeitgenosse. Und welche Verbindung gibt es zu dem tot gebissenen Jogger? Oder war dessen Tod einfach nur ein unglücklicher Zufall?
Eine äußerst spannende Reise in die wunderschöne Landschaft an der Loire mit seinen berühmten Schlössern. Der lockere, flüssige und humorvolle Schreibstil hat mich sofort gepackt und direkt in die Geschichte eintauchen lassen. Besonders die ständigen Sticheleien zwischen Philippe und der Commissaire geben dem Ganzen eine humorvolle Note. Baron Philippe, etwas egozentrisch mit diversen Phobien, aber herzallerliebst, der sich während seiner Nachforschungen ständig zwischen zwei attraktiven Frauen hin und her gerissen fühlt. Parallel zu Philippes Ermittlungen bekommen wir Leser zusätzlich auch noch einen sehr interessanten, geschichtlichen Einblick in die Entstehung div. Waffen und Schlachten.
Für mich eine durch und durch gelungene Geschichte und ich freue mich auf weitere, spannende Fälle mit Baron Philippe.
Carmen R.
aus München
5/5
27.06.2026
Buch (Taschenbuch)
Unterhaltsamer Cozy Crime
Das war mal ein Krimi der besonderen Art, den ich hier lesen konnte.
Der Vorsitzende einer Jagdgesellschaft kommt während einer Jagd zu Tode.
Die Commissaire Charlotte Maigret glaubt, dass es sich um einen Unfall handelt, doch Baron Philippe sieht das anders, da der Vorsitzende durch sein Tun einige Feinde hat und auch im familiären Kreis und auch unter den Jägern zerstritten war.
Bei den privaten Ermittlungen des Barons stößt dieser auf Ungereimtheiten im Hochadel und auf einige Geheimnisse. Aber dabei gerät er bald selbst in Gefahr.
Es ist tatsächlich der erste Band dieser Reihe, den ich gelesen habe, ich denke aber, dass die anderen beiden Bände genauso spannend sind.
Schon allein das wundervolle Cover verrät, dass wir uns hier beim Lesen in Adelskreisen befinden. Das macht es wirklich spannend und außergewöhnlich.
Es war spannend zu lesen, was sich für Geheimnisse aufgetan haben. Dass ist auch in Adelskreisen schwarze Schafe gibt, ist ja durchaus bekannt.
Ich war noch nie an der Loire, doch dieses Buch hat mir vermittelt, wie wundervoll es dort sein muss. Dazu hat vor allem der bildliche Schreibstil der Autorin beigetragen. Eine Reise an die Loire scheint sich wirklich zu lohnen.
Ich hatte es hier mit einem Cozy Crime zu tun, bei dem auch der Humor nicht zu kurz gekommen ist.
Ich finde gut, dass auch Bezug zu Künstlern genommen wird. Hier ist es Leonardo da Vinci.
Ich hatte eine wirklich unterhaltsame Lesezeit und gebe für diesen sehr gelungenen Cozy Crime eine klare Leseempfehlung ab.
Sandra Hennig
aus Frankfurt
5/5
31.05.2026
Buch (Taschenbuch)
Ein toller dritter Band
Dies ist der dritte Band der Loire-Reihe und ich bin sehr neugierig in das Buch gestartet :
Catherine Duvals Bücher zeichnen sich durch ihren Schreibstil aus, flüssig und authentisch und so packend, dass man sich direkt in der Geschichte wiederfindet.
Auch in diesem Band lässt die Autorin ihre Hauptfigur, Philippe du Pléssis, wieder ermitteln – dieses Mal geht es um einen vermeintlichen Jagdunfall, der, wie sollte es anders sein, natürlich kein Unfall war – das hat unser Ermittler Philippe mit seiner feinen Spürnase schnell herausgefunden.
Die Figuren, die die Autorin aufzeigt, sind allesamt realistisch dargestellt, so dass das Buch bzw. die Geschichte sehr lebendig dargestellt wird. Ganz schnell ist man in diesem Krimi drin und ermittelt mit. Fesselnd konstruiert, ist der Fall schlüssig und bis zum Ende hin spannend, hier kommt auf jeden Fall keine Langeweile auf !
Die Örtlichkeiten Des Loiretal hat Catherine Duval wundervoll beschrieben – man merkt der Autorin ihre Liebe zu dem Gebiet einfach an. Bildhaft sind ihre Beschreibungen, so dass man zu jeder Szene auch ein passendes Bild vor Augen hat.
Für mich ein absolut gelungener dritter Band um Privatdetektiv Philippe du Pléssis, der mit Spannung, witzigen Figuren und absolut wunderschöner Kulisse besticht.
Eine klare Kauf- und Leseempfehlung für dieses tolle Buch !
Das Buch *Verrat an der Loire* von Catherine Duval ist am 08. April 2026 beim Gmeiner-Verlag erschienen.
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