Bei einer Jagd in den Wäldern von Schloss Chambord kommt Claude de Murot, Vorsitzender einer altehrwürdigen Jagdgesellschaft, ums Leben. Während Commissaire Charlotte Maigret von einem Unfall ausgeht, wittert Baron Philippe ein Verbrechen. Denn de Murot stand nicht nur wegen der umstrittenen Hetzjagd in der Kritik, auch mit Familie und Jagdkollegen war er zerstritten. Philippes Nachforschungen führen ihn tief in die Adelsgesellschaft und zu geheimnisvollen Spuren Leonardo da Vincis - bis er selbst zum Gejagten wird.
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4.7/5.0
Bellis-Perennis
aus Wien
4/5
01.05.2026
eBook (ePUB 3)
Wild West an der Loire?
Im dritten Fall für Baron Philippe du Pléssis, den adeligen Privatdetektiv von eigener Gnade, steht der tödliche Jagdunfall von Claude de Murot im Mittelpunkt. Der Tote ist nicht unbedingt sehr beliebt, Weder bei der altehrwürdigen Jagdgesellschaft, noch bei den Nachbarn, die gegen die Hetzjagd sind und auch innerhalb der Familie weint man ihm, so scheint es, nur Krokodilstränen nach. Philippes Tante Aude ist überzeugt, dass hier jemand nachgeholfen hat, zumal Claud mit einem regelrechten Blattschuss aus einer ungewöhnliche Waffe erschossen worden ist. Die Tatwaffe, eine alte Winchester aus dem Besitz des Toten ist verschwunden.
Noch ist völlig unklar, wie der tote Jogger da ins Bild passt, der von einem großen Hund getötet worden ist. Blöderweise gibt es zu den Bisswunden kein passendes Maul, obwohl die Jagdgesellschaft über Dutzende Hunde verfügt.
Also begibt sich unser doch etwas schnöseliger Baron auf die Suche nach Täter und Motiv. Leider ist bei keinem der Toten ein offensichtliches Fremdverschulden zu entdecken, weshalb Philippe einige Mühe hat, Madame le Commissaire Charlotte Maigret, davon zu überzeugen, polizeiliche Ermittlungen anzustellen. Erst als er seine eigenen adeligen Quellen anzapft, und Charlotte Zahlen, Daten und Fakten vorweist, ist sie bereit, den Polizeiapparat in Gang zu setzen.
Welche Rolle spielt eigentlich der Sohn des Toten, der ein besonders schrulliges Exemplar ist? Einerseits sammelt er Käfer und andererseits baut er Leonardo da Vinics Maschinen nach. Ein Blick auf die Ahnentafel im Schloss sowie in das italienische Adelsverzeichnis, eröffnen Philippe eine neue Sicht auf die Ereignisse.
Bei der zum Gedächtnis an Claude de Murot veranstalteten Jagd, eskaliert die Situation ...
Meine Meinung:
Schmunzeln musste ich diesmal über Philippes Angst vor Hunden bzw. seine Abscheu der Jagd im Allgemeinen und der Hetzjagd im Besonderen. Er ist also auch nicht ganz perfekt. Tante Aude ist da schon von anderem Schrot und Korn. Sie erklärt ihm kurzerhand worauf es bei der Jagd ankommt. Tante Aude ist weiterhin mein liebster Charakter in dieser Reihe. Ich kann sie mir sehr gut in der schwarzen Uniform der Jagdgesellschaft mit der Winchester in der Hand, wie weiland Annie Oakly (1860-1926), vorstellen und nehme ihr die skurrile Lebensweise gerne ab.
Unser Baron ist wieder leicht überheblich und gibt in den unmöglichsten Situationen sein Detailwissen über den französischen Adel zum Besten. Damit liegt er im Widerspruch zu Charlotte, die aus einer Arbeiterfamilie stammt und mit dem überkanditelten Getue der Adeligen wenig anfangen kann. Zudem scheint er sich auf amouröse Abwege zu begeben. Winzerin Florence oder Madame le Commissaire Charlotte - das ist hier die Frage.
Catherine Duval spricht das kontroversielle Thema Jagd und Hetzjagd an. Obwohl verboten, finden sie immer noch statt. Der eine oder andere französische Politiker frönt diesem elitären Hobby.
Fazit:
Dieser dritte Fall hat mir besser als der vorherige gefallen, weshalb es diesmal 4 Sterne gibt.
Sylvia B.
aus Fredersdorf-Vogelsdorf
4/5
13.04.2026
eBook (ePUB 3)
… wilder Westen an der Loire
Verrat an der Loire von Catherine Duval
Mich haben zum wiederholten Mal das Cover und die Beschreibung neugierig auf die Geschichte gemacht. Und so tauche ich voller Erwartung in den 3. Band unserer Autorin ein. Während der 1. Band recht holprig geschrieben war und vor allem die Recherche zum Loire- Tal fehlte punktete der 2. Band mit geschichtlichen Verbindungen zum 17. Jahrhundert und den ehemaligen Bewohnerinnen auf Schloss Chenonceau.
Im Mittelpunkt unser heutigen Geschichte steht der tödliche Jagdunfall von Claude de Murot,dem Vorsitzenden einer altehrwürdigen Jagdgesellschaft. Dieser stand nicht nur wegen der umstrittenen Hetzjagd in der Kritik, auch mit Familie und Jagdkollegen war er zerstritten.
Baron Philippe du Pléssis forscht im Auftrag seiner Tante Aude nach, denn es gab noch einen zweiten Jagdunfall. Das findet unser selbst ernannter Privatdetektiv recht verdächtig...
Gemeinsam mit Kommissarin Charlotte Maigret beleuchten sie die Details.
Unser Baron ist wieder überheblich , doch in den unmöglichsten Situationen gibt er sein Detailwissen zum Besten. Seine Ermittlungen zeigen mehr Fortschritte als die der Polizei, hat er doch viele Kontakte...
Welche Geheimnisse verbergen sich in den Wäldern von Schloss Chambord?
Kommt mit und folgt geheimnisvollen Spuren Leonardo da Vincis bei seinen Nachforschungen..
Ilses Lesetipps
aus Wien
5/5
27.07.2026
Buch (Taschenbuch)
Mörderjagd
„Verrat an der Loire“ von Catherine Duval (2026 erschienen) ist ein Wohlfühlkrimi mit französischem Flair, bereits der dritte Fall, in dem Baron Philippe ermittelt.
Das Titelbild, es zeigt Schloss Chambord, hat mich sofort angesprochen, erinnerte es mich doch an meine Reise zu den Loire-Schlössern. Der Schreibstil ist flüssig, locker und bildhaft. Das französische Ambiente wird nicht nur durch landschaftliche Schilderungen und Kulinarik vermittelt, sondern insbesondere bestechen die gut dosierten und mit dem Fall harmonisch verwobenen historischen Informationen rund um das Schloss, architektonische Besonderheiten, die Verbindung zu Leonardo da Vinci, über die Tatwaffe und last but not least auch die Thematik Jagdgepflogenheiten in Frankreich. Sehr angenehm fand ich auch die Kartenskizze mit den wichtigsten Loireschlössern. Die Handlung spielt im Wesentlichen auf Schloss Chambord und Umgebung.
Obwohl ich die Vorgängerbände nicht kannte, bin ich problemlos in die Geschichte hineingekommen. Es gibt immer wieder kurze Hinweise auf die früheren Fälle und das Vorleben des Ermittlers. Nichtsdestotrotz möchte ich die beiden Bände nachlesen.
Philippe du Préssis, Baron de Beaumarchais, der zwölfte Duc de Cotignac, ist Inhaber der Agence des Affaires Délicates, einer Agentur für unangenehme Angelegenheiten. Als ein weitschichtiger Verwandter, der Vicomte de Murot, bei einem Jagdunfall ums Leben kommt, wittert Philippes Tante einen Mordfall und beauftragt ihn mit der Aufklärung. Kurz davor gab es einen weiteren seltsamen Unfall. Ein Jogger verblutete, nachdem er von einem Hund angefallen worden ist. Angeblich von einem Jagdhund. Philippe vermutet einen Zusammenhang, während Commissaire Charlotte Maigret von Unfällen ausgeht. So nach und nach findet Philippe Hinweise, Motive für die Morde und es kristallisieren sich Verdächtige heraus. Je näher er dem Täter kommt, desto gefährlicher wird die Jagd – im wahrsten Sinne des Wortes - für Philippe. Ein dramatisches Finale – eine unerwartete Lösung.
Mir gefiel die Figur des Baron Philippe. Ein sympathischer Adeliger, ein bisschen spleenig, mit Stärken und Schwächen, gebildet, ein Genießer, aber kein kräftestrotzender Held, trotz mancher Ängste dennoch zielstrebig und tatkräftig, wenn es darauf ankommt. In Sachen Liebe hat er so seine Probleme – da fühlt er sich zu zwei sehr verschiedenartigen Frauen hingezogen. Es wird interessant, für welche er sich letztlich entscheiden wird.
Mir hat der Krimi sehr gut gefallen. Ein interessanter Fall mit Spannungsmomenten, sympathischen Protagonisten, reichlich Wissenswertem und ansprechendem französischem Ambiente. Ich freue mit schon auf den nächsten Fall. Von mir gibt es eine Leseempfehlung mit 5 Sternen.
krimi_wahnsinn
aus Lilienthal
5/5
15.07.2026
Buch (Taschenbuch)
Wieder ein absoluter Must-Read!
Inhalt: In den Wäldern von Schloss Chambord kommt es regelmäßig zu Jagden. Ausgerechnet bei der letzten Jagd wird der Vorstand der Jagdgesellschaft, Claude de Murot, tödlich verletzt. Alle gehen von einem schrecklichen Unfall aus. Baron Philippe wittert allerdings ein Verbrechen. De Murot stand nicht nur wegen seiner umstrittenen Hetzjagd in der Kritik, auch mit seiner Familie soll er zerstritten gewesen sein. Zusammen mit Commissaire Charlotte Maigret begibt sich Philippe auf Spurensuche. Dank seiner Kontakte können die beiden fast mühelos in der Adelsgesellschaft ermitteln. Allerdings erhält Philippe auch Warnungen, die ihn dazu bringen sollen, die Ermittlungen einzustellen. Noch ahnt er nicht, dass er selbst zum Gejagten wird.
Meinung: Das Cover mag ich auch hier wieder richtig gerne. Es passt auch perfekt zu den beiden Vorgängern der Serie. Ich bin wieder sehr gut ins Buch gestartet und habe mich vom leichten Schreibstil und dem wunderschönen Setting leiten lassen. Viel zu schnell war ich am Ende des Buches angelangt. Baron Philippe fand ich in diesem Buch wieder sehr sympathisch und auch Charlotte wird mir mit jedem Teil nahbarer. Das Buch hat gleich zu Anfang schon eine sehr gute Dynamik. Der Fall kommt ins Rollen und man kann wunderbar miträtseln. Den Täter habe ich schon recht früh im Auge gehabt, aber das Ende hielt trotzdem noch sehr viel Spannung bereit. Besonders interessant fand ich auch den Einblick in die Jagd. Lange Rede, kurzes Fazit: Ein Muss für alle Fans des französischen Krimis.
Astrid
aus Frankfurt
5/5
05.07.2026
Buch (Taschenbuch)
Mordwaffe mit Geschichte
Baron Philippe´s Tante Aude ist nicht davon überzeugt, dass Claude de Murot wirklich Opfer eines Jagdunfalls geworden ist. Auch Philippe geht immer mehr von einem Verbrechen aus. Aber wie soll er Commissaire Charlotte Maigret davon überzeugen die Ermittlungen in diese Richtung aufzunehmen? Denn Murot war nicht wirklich beliebt. Selbst in seiner Familie gab es zahlreiche Querelen. Es gab also Etliche die einen Grund gehabt hätten ihn aus dem Weg zu räumen. Ist der Täter oder die Täterin vielleicht sogar in der eigenen Familie zu finden? Denn die Witwe hinterlässt alles andere als einen trauernden Eindruck und der Sohn ist auch ein äußerst merkwürdiger Zeitgenosse. Und welche Verbindung gibt es zu dem tot gebissenen Jogger? Oder war dessen Tod einfach nur ein unglücklicher Zufall?
Eine äußerst spannende Reise in die wunderschöne Landschaft an der Loire mit seinen berühmten Schlössern. Der lockere, flüssige und humorvolle Schreibstil hat mich sofort gepackt und direkt in die Geschichte eintauchen lassen. Besonders die ständigen Sticheleien zwischen Philippe und der Commissaire geben dem Ganzen eine humorvolle Note. Baron Philippe, etwas egozentrisch mit diversen Phobien, aber herzallerliebst, der sich während seiner Nachforschungen ständig zwischen zwei attraktiven Frauen hin und her gerissen fühlt. Parallel zu Philippes Ermittlungen bekommen wir Leser zusätzlich auch noch einen sehr interessanten, geschichtlichen Einblick in die Entstehung div. Waffen und Schlachten.
Für mich eine durch und durch gelungene Geschichte und ich freue mich auf weitere, spannende Fälle mit Baron Philippe.
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