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Es war einmal ein Land Warum sich der Osten von der Demokratie verabschiedet | SPIEGEL-Bestseller

3

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

6448

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

11.02.2026

Verlag

Aufbau

Seitenzahl

263

Maße (L/B/H)

20,9/13,4/2,6 cm

Gewicht

389 g

Farbe

Wollweiß / Marine

Auflage

3. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-351-04288-2

Beschreibung

Rezension

»›Es war einmal ein Land‹ ist der Titel eines echt guten Buches [...], nicht plakativ, nicht grell, nicht laut, sondern leise, voller Zwischentöne und deshalb so eindringlich.« Markus Lanz, ZDF ("ZDF Markus Lanz")
»Hensel gelingt etwas Erstaunliches: Ihr Buch ist ein Plädoyer für den Osten und eine Kritik. [...] Ein außerordentlich gelungenes Buch. Eine Befragung des Ostens.« Matthias Schmidt ("MDR")
»Eine scharfsinnige und persönliche Rekonstruktion des langen Weges nach rechts, die mit gängigen Klischees bricht.« ("Deutschlandfunk Kultur")
»Ein ebenso verstörendes wie erhellendes Buch mit ungemütlichen Antworten und Aussichten.« Oliver Pfohlmann ("Magazin zum Wochenende")
»›Es war einmal ein Land‹ ist ein ebenso verstörendes wie erhellendes Buch mit ungemütlichen Antworten und Aussichten« Oliver Pfohlmann ("SWR Kultur")
»ein anregendes, weil zum Streit einladendes Buch« Denis Scheck ("ARD druckfrisch")
»Gute Nebeneffekte des Buches sind diverse ›politische Bilanzen‹ der vergangenen 35 Jahre sowie eine hellsichtige Analyse der Kanzler-Amtszeiten von Kohl, Schröder und Merkel« ("SAX- Das Dresdener Stadtmagazin")
»Die Stimmung im Osten und dessen langer Weg nach rechts sind aber selten so präzise beschrieben worden wie hier.« ("Lübecker Nachrichten")
»Für mich war das eine gute Mischung aus persönlichen Beobachtungen, gesellschaftlicher Analyse und Hintergrundwissen.« ("Instagram")
»Hensel [...] ist eine analytische Beobachterin der bundesdeutschen Jahre seit 1989 aus Ostsicht.« Peter Unfried ("taz/Futurzwei")

Produktdetails

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6448

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

11.02.2026

Verlag

Aufbau

Seitenzahl

263

Maße (L/B/H)

20,9/13,4/2,6 cm

Gewicht

389 g

Farbe

Wollweiß / Marine

Auflage

3. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-351-04288-2

Herstelleradresse

Aufbau Verlage GmbH
Prinzenstraße 85
10969 Berlin
DE

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Zwischen Analyse und Wirklichkeit

Alrik Gerlach (Mitglied der Thalia Book Circle Community) am 10.03.2026

Bewertungsnummer: 3072064

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Man schlägt dieses Buch auf und merkt ziemlich schnell, dass es kein gemütlicher Lesestoff für zwischendurch ist. Hier geht es um große Fragen, um Enttäuschung, um Politik und um die Stimmung in einem Teil des Landes, der sich seit der Wende irgendwie nie ganz angekommen fühlt. Jana Hensel versucht zu erklären, warum viele Menschen in Ostdeutschland heute so skeptisch auf die Demokratie schauen. Dabei blickt sie zurück auf den großen Aufbruch nach der Wende, auf Hoffnungen, Erwartungen und auf das, was davon übrig geblieben ist. Beim Lesen hatte ich öfter diesen Gedanken im Kopf: Ja, das ist interessant, aber irgendwie greift es nicht immer ganz. Hensel schreibt klug und reflektiert, keine Frage. Man merkt, dass sie sich intensiv mit dem Thema beschäftigt hat und dass sie selbst Teil dieser Geschichte ist. Genau das macht viele Passagen stark, weil persönliche Erfahrungen und gesellschaftliche Beobachtungen zusammenkommen. Trotzdem hat mich das Buch nicht komplett gepackt. An manchen Stellen wirkt es eher wie eine lange Analyse als wie eine wirklich packende Erzählung. Ich hätte mir mehr konkrete Geschichten gewünscht, mehr Stimmen, mehr Leben zwischen all den Gedanken. Unterm Strich bleibt ein Buch, das wichtige Fragen stellt und zum Nachdenken anregt, aber nicht immer die Tiefe oder Kraft entwickelt, die man sich bei so einem großen Thema vielleicht erhofft. Interessant zu lesen ist es trotzdem, nur eben kein Titel, der einen komplett umhaut.

Zwischen Analyse und Wirklichkeit

Alrik Gerlach (Mitglied der Thalia Book Circle Community) am 10.03.2026
Bewertungsnummer: 3072064
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Man schlägt dieses Buch auf und merkt ziemlich schnell, dass es kein gemütlicher Lesestoff für zwischendurch ist. Hier geht es um große Fragen, um Enttäuschung, um Politik und um die Stimmung in einem Teil des Landes, der sich seit der Wende irgendwie nie ganz angekommen fühlt. Jana Hensel versucht zu erklären, warum viele Menschen in Ostdeutschland heute so skeptisch auf die Demokratie schauen. Dabei blickt sie zurück auf den großen Aufbruch nach der Wende, auf Hoffnungen, Erwartungen und auf das, was davon übrig geblieben ist. Beim Lesen hatte ich öfter diesen Gedanken im Kopf: Ja, das ist interessant, aber irgendwie greift es nicht immer ganz. Hensel schreibt klug und reflektiert, keine Frage. Man merkt, dass sie sich intensiv mit dem Thema beschäftigt hat und dass sie selbst Teil dieser Geschichte ist. Genau das macht viele Passagen stark, weil persönliche Erfahrungen und gesellschaftliche Beobachtungen zusammenkommen. Trotzdem hat mich das Buch nicht komplett gepackt. An manchen Stellen wirkt es eher wie eine lange Analyse als wie eine wirklich packende Erzählung. Ich hätte mir mehr konkrete Geschichten gewünscht, mehr Stimmen, mehr Leben zwischen all den Gedanken. Unterm Strich bleibt ein Buch, das wichtige Fragen stellt und zum Nachdenken anregt, aber nicht immer die Tiefe oder Kraft entwickelt, die man sich bei so einem großen Thema vielleicht erhofft. Interessant zu lesen ist es trotzdem, nur eben kein Titel, der einen komplett umhaut.

Leider enttäuscht

Bewertung am 08.03.2026

Bewertungsnummer: 3069242

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Durch einen Auftritt der Autorin bei Markus Lanz und den kecken Untertitel neugierig geworden, habe ich das Buch gekauft. Dass es 'im Osten' ausweislich der Wahlergebnisse seit längerem mehrheitlich eine Skepsis gegen die liberale Demokratie gibt bzw. darüber, bzw. was und wie sie 'liefert' (oder eben nicht), ist evident und ist oft der Elefant im Raum bei politischen Diskussionen: aus falscher Rücksichtnahme wird dieser Befund gern ausgeklammert. Insofern ist ein Buch wie dieses sehr notwendig. Doch Frau Hensels Erklärungsversuche greifen viel zu kurz. Die These, Hartz IV sei ein wesentlicher Kipppunkt gewesen, überzeugt mich nicht (allein schon durch die starke Fokussierung aufs Ökonomische). Die Autorin, Jahrgang 1976, ist eigentlich zu jung für eine umfassende DDR-Prägung. Und doch scheinen immer wieder sehr bekannte Narrative mit vielen Bezugnahmen auf die Zeit 'vor der Wende' durch. Sie verweist selbst darauf, dass das wiedervereinigte Deutschland nun fast so lange besteht, wie die DDR andauerte. Damit könnte die Zeit gekommen zu sein, auch einmal die Frage zu stellen: Ist Ostdeutschland tatsächlich immer noch ausschließlich Objekt? Sind die ostdeutschen Bundesländer in einem so föderalen Land nicht auch selbst Subjekt mit erheblicher eigener Handlungsmacht? Mit selbstbewussten und präsenten Akteuren (wo genau auch immer ihre Wiege stand)? Was hätten diese Länder (Landesregierungen, Parlamente...) möglicherweise anders machen können oder könnten sie auch jetzt noch zum Besseren verändern? Hat das (gesamte) Land ausreichend auf die Eigenverantwortung der Menschen gesetzt oder wäre es möglicherweise an der Zeit, den Blick nicht mehr nur ausschließlich auf 'die Politik' zu richten? Wenn zur Freiheit auch die Verantwortung gehört, sollte man diese Fragen zumindest stellen...

Leider enttäuscht

Bewertung am 08.03.2026
Bewertungsnummer: 3069242
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Durch einen Auftritt der Autorin bei Markus Lanz und den kecken Untertitel neugierig geworden, habe ich das Buch gekauft. Dass es 'im Osten' ausweislich der Wahlergebnisse seit längerem mehrheitlich eine Skepsis gegen die liberale Demokratie gibt bzw. darüber, bzw. was und wie sie 'liefert' (oder eben nicht), ist evident und ist oft der Elefant im Raum bei politischen Diskussionen: aus falscher Rücksichtnahme wird dieser Befund gern ausgeklammert. Insofern ist ein Buch wie dieses sehr notwendig. Doch Frau Hensels Erklärungsversuche greifen viel zu kurz. Die These, Hartz IV sei ein wesentlicher Kipppunkt gewesen, überzeugt mich nicht (allein schon durch die starke Fokussierung aufs Ökonomische). Die Autorin, Jahrgang 1976, ist eigentlich zu jung für eine umfassende DDR-Prägung. Und doch scheinen immer wieder sehr bekannte Narrative mit vielen Bezugnahmen auf die Zeit 'vor der Wende' durch. Sie verweist selbst darauf, dass das wiedervereinigte Deutschland nun fast so lange besteht, wie die DDR andauerte. Damit könnte die Zeit gekommen zu sein, auch einmal die Frage zu stellen: Ist Ostdeutschland tatsächlich immer noch ausschließlich Objekt? Sind die ostdeutschen Bundesländer in einem so föderalen Land nicht auch selbst Subjekt mit erheblicher eigener Handlungsmacht? Mit selbstbewussten und präsenten Akteuren (wo genau auch immer ihre Wiege stand)? Was hätten diese Länder (Landesregierungen, Parlamente...) möglicherweise anders machen können oder könnten sie auch jetzt noch zum Besseren verändern? Hat das (gesamte) Land ausreichend auf die Eigenverantwortung der Menschen gesetzt oder wäre es möglicherweise an der Zeit, den Blick nicht mehr nur ausschließlich auf 'die Politik' zu richten? Wenn zur Freiheit auch die Verantwortung gehört, sollte man diese Fragen zumindest stellen...

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von Jana Hensel

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