Produktbild: Ich geh jetzt los und bring mich um

Ich geh jetzt los und bring mich um Ein endgültiger Entschluss mit überraschenden Folgen — Roman

14

24,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

5901

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

01.07.2026

Verlag

Hoffmann Und Campe

Seitenzahl

160

Maße (L/B/H)

20,6/12,7/1,8 cm

Gewicht

250 g

Farbe

Mauve

Auflage

1

Übersetzt von

Karin Betz

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-455-02116-5

Beschreibung

Rezension

»Ein sehr verdienter Verlag wie Hoffmann und Campe kämpft auf jeder Seite mit unserem Unwissen … Eine wunderbare Autorin.  Ein befreiendes Buch.« ("Schweizer Radio")
»Was für ein verwegener, radikaler Text – so körperlich, dass man bei jeder Zeile mitfiebert.« ("Daniela Dröscher")
»Ein komödiantisches Kammerspiel voller sprachwitziger Dialoge.« ("Deutschlandfunk Büchermarkt")
»Erzählt existenziell und dennoch leichtfüssig von einer Hausfrau, die sich abrackert und gleichzeitig von ihrer Familie verachtet wird.« ("SRF Literaturclub")
»Eine Autorin, die ich schon seit Langem verehre.« ("SRF Literaturclub")
»Fang Fang erzählt es auf eine Weise, dass wir wirklich mitfiebern bis zur letzten Seite.« ("rbb radio 3")
»Trocken präzise und zugleich einfühlsam erzählt. Handelt von Schicksal, Klassenverhältnissen und patriarchalen Strukturen.« ("Missy Magazin")

Produktdetails

Verkaufsrang

5901

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

01.07.2026

Verlag

Hoffmann Und Campe

Seitenzahl

160

Maße (L/B/H)

20,6/12,7/1,8 cm

Gewicht

250 g

Farbe

Mauve

Auflage

1

Übersetzt von

Karin Betz

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-455-02116-5

Herstelleradresse

Hoffmann und Campe Verlag
Harvestehuder Weg 42
20149 Hamburg
DE

Email: buchhaltung@vah-jager.de

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  • ancla_books4life

    aus Schwerte

    5/5

    04.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein eindringliches Mahnmal gegen das Wegschauen

    **** Mein Eindruck **** Dieses Buch ist unfassbar intelligent und voller Einfühlungsvermögen. Es zeigt auf drastische Weise, wie wir wegschauen, das Gute als selbstverständlich hinnehmen und Menschen so lange ausnutzen, bis sie kaum noch Kraft haben. Selbst der Gedanke an den Tod wird hier erschütternd entlarvt: Morgen wird diese Person schon wieder für alle funktionieren müssen. In der klassischen Rollenverteilung ist das die Ehefrau, Mutter und Schwiegertochter. Für mich fühlte sich diese Geschichte jedoch viel universeller an. Ich spürte in jeder Zeile den Konflikt, den viele von uns kennen oder beobachten: fehlende Wertschätzung dort, wo sie am wichtigsten wäre. In der Familie kaum gesehen, außerhalb unersetzlich und geschätzt. Gebraucht, aber nicht wirklich wahrgenommen. Doch was nützen Anerkennung und Lob von außen, wenn eines verloren geht – der Blick auf sich selbst und die eigenen Bedürfnisse? Der Gedanke an den geplanten Suizid besitzt eine enorme Tragweite. Das Buch fragt nicht nur, wie verzweifelt ein Mensch sein muss, um diesen Weg als letzten Ausweg zu sehen, sondern auch, wie sehr ein Umfeld jemanden über Jahre missachten und kleinhalten kann, bis genau dieser Gedanke entsteht. Dann müsst ihr eben ohne mich zurechtkommen. Diese Wucht trifft tief. Gerade deshalb empfand ich das Buch als ein gelungenes Mahnmal dafür, Menschen nicht als selbstverständlich zu betrachten. Wer immer funktioniert, wird oft am wenigsten gesehen. Genau dieses Gefühl bringt die Geschichte eindrucksvoll auf den Punkt. Besonders nachhallend war für mich dieses Zitat: „Je mehr man liest, umso mehr bekommt man den Eindruck, dass alle guten Menschen längst tot sind. Jetzt, wo ich Ihnen begegnet bin, weiß ich, dass es noch gute Menschen gibt auf der Welt, wir sind nur zu blind, um sie wahrzunehmen.“ Genau darin liegt für mich die Stärke dieses Buches. Es prangert nicht nur an, sondern fordert dazu auf, genauer hinzusehen, Verantwortung zu übernehmen und Menschen in ihrem Wert wahrzunehmen, solange sie da sind. Eindringlich, laut, voller Gefühl und zugleich literarisch außergewöhnlich erzählt. Das Ende ist eine schwerwiegende Erkenntnis, die lange nachhallt. **** Empfehlung? ****
 Eine Herzensempfehlung für alle, die Literatur lieben, die gesellschaftliche Missstände sichtbar macht und dabei tief unter die Haut geht. Dieses Buch bleibt – nicht nur im Kopf, sondern vor allem im Herzen.

  • SimoneF

    5/5

    01.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    radikal direkt, beklemmend und berührend

    Fang Fang hat mich schon mit „Glänzende Aussichten“ begeistert, so dass ich „Ich geh jetzt los und bring mich um“ unbedingt lesen wollte. He Hanqing lebt in Wuhan im Haus ihrer Schwiegereltern, zusammen mit ihrem Mann und der Schwägerin. Ihr Sohn ist bereits erwachsen und studiert. Als Schwiegertochter ist sie ganz selbstverständlich für den gesamten Haushalt zuständig, die Familie behandelt sie von oben herab. Ihre eigenen Bedürfnisse zählen nichts, selbst beim Toilettengang muss sie anderen Familienmitgliedern Vorrang gewähren. Hanqings Verzweiflung wächst, und als die Demütigungen immer mehr werden, reift ein Entschluss in ihr. Fang Fang schreibt klar, nüchtern und radikal direkt über eine patriarchal und hierarchisch geprägte Gesellschaft, in der das Individuum nichts zählt und ein Mensch nur nach seinem Nutzwert bemessen wird. In 160 Seiten packt Fang Fang die Auswirkungen der Kultur-Revolution, strukturelle ökonomische Probleme und Kritik an einer Gesellschaft, in der Frauen eine sozialen Kälte entgegenschlägt, die einen beim Lesen frösteln lässt. Ich fand es spannend, Hanqings Gefühle und Gedanken zu folgen, die ihren Zwiespalt sichtbar machen: Sie ist gefangen zwischen den Wunsch, der familiären Ausbeutung zu entkommen, und ihrer Verwurzelung in den gesellschaftlichen Normen und traditionellen Erwartungen, die an sie gestellt werden. Ein von Anfang bis Ende großartiger Roman, der sehr nachdenklich macht.

  • Frankenfrosch

    5/5

    01.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Care-Arbeit

    Fang Fangs Bücher berühren mich immer zutiefst, so intensiv beschreibt sie Frauenschicksale in China. Nicht die der 'modernen' Chinesin, sondern der einfachen Frauen, die noch im traditionellen Mustern verhaftet sind und womöglich noch die Kulturrevolution am eigenem Leib gespürt haben. Genau um eine solche Frau geht es in ihrem neuen Roman Ich gehe jetzt los und bring mich um'. He Hanqing ist jemand, die sich kümmert. Um ihre Schwiegereltern, um ihre Schwägerin, um ihre Mann. Sie ist für ihre Freundin da, hat verschiedene Putzstellen und wenn man sie braucht, hilft sie in der Nachbarschaft. Doch wo ist sie? Der Gedanke lässt sie nicht los und als sie bemerkt, dass sie nur noch Dienerin ist, will sie nicht mehr. Es ist nicht nur diese Unsichtbarkeit von Hanqing, die mich sehr berührte, sondern wieder einmal die klare, prägnante Sprache Fang Fangs. Sie beschreibt, ohne zu beschönigen, trifft den richtigen Ton, ohne in Sentimentalität zu verfallen und trifft damit genau ins Herz. Wieder ein lohnenswerte Buch von einer begnadeten Autorin.

  • Miro76

    aus Wels

    4/5

    01.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine unsichtbare Frau

    He Hanqing lebt im Elternhaus ihres Mannes. Der Sohn ist zum studieren ausgezogen und Hanqin kümmert sich um alle Belange der Familie. Sie ist zuständig für den Haushalt, die Versorgung der Schwiegereltern und ebenso fürs Geldverdienen, denn ihr Mann widmet sich nur mehr der Kunstschnitzerei, seit er seine Arbeit in der Werkstatt verloren hat. Hanqing führt ein äußert beschwerliches Leben, geprägt von mühevoller Arbeit und keiner Sekunde für sich. Sie ist außerdem eine liebevolle Person, die sich um die älteren Nachbarn kümmert, von denen sie immerhin auch mal ein gutes Wort bekommt. Von ihrer Familie wird sie nämlich nur ausgeschimpft und ist nie gut genug. Ihr wurde keine Bildung zuteil, aber sie meistert ihren Alltag mit Bauernschläue und ist sich dessen bewusst, dass auch dieses Wissen seinen Wert hat. Doch irgendwann wird es He Hanqin zuviel und sie geht los, um sich umzubringen. Dieser Ausbruch aus ihrem Alltag birgt Überraschendes und endet, wie er enden sollte. Fang Fang widmet sich auch in diesem Buch den Schwierigkeiten eines Frauenlebens im traditionellen China. Ihre Protagonistin ist keine stille und ruhige Frau und doch lebt sie ein unsichtbares Leben, denn ihr wird ihr Wert abgesprochen. Für mich, als Europäerin, ist es schwierig, diesen Kulturkreis zu verstehen und vor allem zu mögen, denn die Bücher der Autorin sind nie einfache Kost. Da fühlt man sich gleich Hunderte Jahre zurückversetzt. Feminismus und Emanzipation scheinen dystopisch weit entfernt. Diese Buch ist wahrscheinlich nicht das Stärkste von Fang Fang, aber auch auch dieses zeigt auf, wie einsam eine Frau im Familienverband sein kann, wenn sie keine Wertschätzung erfährt.

  • Jürg K.

    4/5

    04.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Beklemmende Frauengeschichte

    Man nennt sie unsichtbar, doch Hanqing fühlt jede Berührung der Welt wie einen Stich. Seit der Hochzeit ist ihr Leben ein endloser Kreislauf aus Kochen, Putzen, Waschen ein Dienst, der keinen Namen trägt. Ihre Bedürfnisse sind unsichtbar wie die Staubkörner, die sie jeden Morgen vom Regal wischt, selbst der Gang zur Toilette wird zur Unterbrechung, zur Erlaubnis, die sie nie bekommt. Was mich an ihrer Geschichte so trifft, ist nicht nur die Arbeit, sondern die stille Demütigung. Das Gefühl, nur noch eine kostenlose Haushaltshilfe zu sein, ein Schatten im eigenen zuhause. Die vielen Aufgaben sind das eine, die fehlende Wertschätzung sind das andere. Bin ich denn für niemanden mehr als eine kostenlose Haushaltshilfe? Die Wucht, mit der Hanqing diese Frage ins Bewusstsein drängt, lässt sie einen folgenschweren Entschluss treffen, der überraschende Folgen hat. Ein Schritt, der das Gleichgewicht kippt und Folgen nach sich zieht, die niemand vorhersehen konnte. Es ist die Geschichte einer Frau, die lernt, dass Würde kein Geschenk ist, sondern etwas, das man sich zurückerobern muss. Mich bewegt an ihr vor allem die Mischung aus Verletzlichkeit und Entschlossenheit. Hanqing zeigt, wie eng Unterdrückung und Liebe manchmal verwoben sind und wie befreiend es sein kann, die eigene Stimme wiederzufinden, auch wenn der Preis hoch ist.

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