Produktbild: Zeit der Oligarchen

Zeit der Oligarchen Über Wissenschaft, Freiheit und Frieden

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10,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

42224

Erscheinungsdatum

18.11.2025

Verlag

Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG

Seitenzahl

96 (Printausgabe)

Dateigröße

1437 KB

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Science, Liberty and Peace

Übersetzt von

Jürgen Neubauer

Sprache

Deutsch

EAN

9783446287396

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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  • keine Vorlesefunktionen des Lesesystems deaktiviert

Verkaufsrang

42224

Erscheinungsdatum

18.11.2025

Verlag

Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG

Seitenzahl

96 (Printausgabe)

Dateigröße

1437 KB

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Science, Liberty and Peace

Übersetzt von

Jürgen Neubauer

Sprache

Deutsch

EAN

9783446287396

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  • Eternal-Hope

    aus Österreich

    5/5

    01.12.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Zeitlose Weisheit

    Aldous Huxley ist der Autor der bekannten Dystopie "Brave New World". Kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges hat er außerdem "Science, Liberty and Peace" verfasst, das über 80 Jahre lang verschollen war, nun wiedergefunden und in deutscher Sprache unter dem Titel "Zeit der Oligarchen" veröffentlicht wurde. Es ist von seinem Umfang her ein kurzes Werk mit nicht einmal 100 Seiten, doch inhaltlich ist es umso gehaltvoller und verblüffend in seiner Aktualität und Prägnanz, die auch in der heutigen Zeit sehr zum Nachdenken anregt. Jeder Satz in dem Buch ist bewusst gewählt und mit einer klaren Botschaft: es lohnt sich also, sich Zeit zu nehmen, um immer wieder kurz innezuhalten, um die philosophischen Gedanken und logischen Schlüsse, die der Autor daraus zieht, für sich wirken zu lassen. Hier ein paar Beispiele: "Stift und Stimme sind dem Schwert mindestens ebenbürtig, denn das Schwert gehorcht dem gesprochenen oder geschriebenen Wort." (S. 16) "Der Glaube an den universellen Fortschritt basiert auf dem Wunschdenken, dass etwas umsonst zu haben ist. Dahinter steht die Annahme, dass Gewinne auf einem Gebiet nicht mit Verlusten auf einem anderen bezahlt werden müssen." (S. 32) "Eine hochgradig organisierte und reglementierte Gesellschaft, deren Angehörige ein Minimum an persönlichen Eigenheiten aufweisen und deren kollektives Verhalten einem einzigen, von oben aufgezwungenen Rahmenplan gehorcht, gilt bei den Planern und sogar den Verplanten (so wirkungsvoll ist die Propaganda) als "wissenschaftlicher" und daher besser als eine Gesellschaft unabhängiger und selbstbestimmter Individuen, die in freiwilliger Kooperation zusammenarbeiten." (S. 34) "Ein moderner Krieg lässt sich außerdem nur führen, wenn eine Nation in der Lage ist, die gesamte Bevölkerung in einer militärischen und industriellen Generalmobilmachung einzuberufen. Das ist nur möglich, wenn die Bevölkerung weitgehend aus Entwurzelten und Besitzlosen besteht, die für ihren Lebensunterhalt auf den Staat und große private Arbeitgeber angewiesen sind." (S. 49) Diese Zitate zeigen auf, wie wichtig es ist, sich das eigene kritische Denken zu bewahren und insbesondere nicht zu glauben, dass die Mächtigen - ob in Politik, Wirtschaft oder Wissenschaft - unbedingt im Interesse der einzelnen Menschen handeln, sondern zu erkennen, wie diese ihre eigenen Ziele verfolgen, bei denen es meist um die Ausweitung ihrer Macht geht, auch auf Kosten des Friedens. Genauso wie auf andere Weise in "Brave New World" ruft Aldous Huxley auch hier in dieser kurzen Sammlung zeitloser Weisheiten dazu auf, wachsam zu bleiben und sich unermüdlich für das Gute in der Welt und den Frieden einzusetzen. Ein lesenswertes Buch, das den Test der Zeit bestens bestanden hat und heute genauso aktuell ist wie zur Zeit seiner Veröffentlichung - Leseempfehlung!

  • Bewertung

    aus Unna

    5/5

    30.11.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine sehr fortschrittliche Sichtweise

    Aldous Huxley, bekannt durch seinen Band „Brave New World“ beschreibt in diesem Band seine Sichtweise auf verschiedene politische Einstellungen und wie er sie wahrnimmt. Er erzählt über Politiker und Oligarchen, über Boy Gangster und was das mit den Regierungen zu tun hat. Ich bin immer wieder überrascht, wenn Aldous Huxley in seinem Buch“ Zeit der Oligarchen“ über seine Feststellungen berichtet, weil ich denke, das ist ja genau das, was ich heute auch wahrnehme. Doch Huxley lebt in der Zeit Anfang bis Mitte des 20. Jahrhunderts und hat schon einen klaren Blick, was sich dort abspielt und so wie es aussieht auch, wie es sich weiterentwickelt. Es sind in seiner Zeit vergleichbare Machtspiele der Mächtigen, wie in unserer Zeit. Ich fühle mich manchmal, wie in einer Zeitkapsel gefangen und ohnmächtig, wenn ich sehe, dass die Fehler aus der Vergangenheit heute genauso gemacht werden. Das stellte der Autor auch für seine Zeit fest, denn auch in der Zeit ist es wie in einer neverending Story der Ereignisse. Man könnte lakonisch feststellen, „the same Procedere as last year, the same procedere as every year“ Auch die Ohnmacht von weltweiten Vereinigungen, wie der UNO, die ja im Jahre 1945 erst gegründet wurde, um dafür zu sorgen, dass es ein Gleichgewicht in der Welt gibt, doch weit gefehlt. Das, was damals nicht gelang, gelingt heute schon gar nicht mehr. Ich bin schon entsetzt und begeistert, wie die Welt auf derartige Beschreibungen reagiert hat, nämlich gar nicht. Es beweist wieder einmal, dass Huxley seiner Zeit weit voraus war. Und ich bin begeistert über eine Schlussfolgerung, die er zieht, was das Wichtigste auf der Welt ist. Alle Menschen sollen genug zu essen haben. Ich glaube jeder kann selber beurteilen, wie weit wir davon entfernt sind. Ich fand es sehr lohnenswert diese Ansichten gelesen zu haben, für mich war es eine Bereicherung.

  • Bewertung

    aus Speyer

    5/5

    26.11.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Schöne neue Welt der Broligarchen

    Gehört man zur Generation derer, die mit Aldous Huxleys „Schöne neue Welt“ aufgewachsen sind, scheint das aus seiner Feder stammende 80 Jahre verschollene „Zeit der Oligarchen“ eine beinah zwingend aktuelle Lektüre. Zunächst sei kurz umrissen, worum dieses knapp 90 Seiten umfassende Essay kreist: Schon im Jahr 1946 als dieser Text ursprünglich veröffentlicht wurde, warnte Huxley davor, Macht zu konzentrieren und eine Kluft zwischen Regierung und Bevölkerung zu akzeptieren, insbesondere wenn die Regierung dank weitreichender Ermächtigungen und technischen Fortschritts schnell und entschlossen gegen ihre Bürger vorgehen kann. Gleichzeitig wirft der Autor die Frage auf, welche Werte Gesellschaften tragen und ob Wissenschaft sich von der Nutzung ihrer Ergebnisse zu unerwünschten Zwecken distanzieren kann. Ist es ein Zufall, Schicksal, eine „Laune der Natur“, dass dieses Essay jetzt auftaucht bzw. übersetzt wurde? Das ist an sich müßig, aber es kommt mit einer Treffsicherheit daher, die ihresgleichen sucht. Hätte Huxley unsere Zeiten und deren technische Fortschritte erlebt, er hätte vermutlich nicht weniger dringlich gewarnt. Wenn man bedenkt vor welchem Hintergrund der Text 1946 entstanden ist, wirkt manches zwar vielleicht althergebracht, aber man kann seine Einlassungen gut auf die heutige Zeit „transponieren“. Wo er von Propaganda spricht, sind auch wir damit konfrontiert – lediglich mit anderen Mitteln; wo er von Waffen spricht, sprächen wir von Waffensystemen, Drohnen und dergleichen; ja, selbst von Umsiedlungen, Aushungern und vielem anderen, was wir in heutigen Auseinandersetzungen weltweit beobachten, spricht er schon und welche Figuren im weltweiten Machtpoker er heutzutage vor Augen hätte, dürfte unschwer erkennbar sein … Obwohl der Text nicht gerade heutigem Sprachgebrauch entspricht und eine hohe Dichte aufweist, liest er sich flüssig – vielleicht ob der Faszination seiner inhaltlichen Modernität. Man fragt sich nach der Lektüre, ob Huxley eine Glaskugel hatte, die Menschheit letztlich doch nichts lernt oder einfach alles wieder vergisst. Diese Lektüreerkenntnis mag ernüchternd sein, ist aber auch ungemein erhellend. Lektüre dringlich empfohlen, vor allem jenen, die in den Monopolen der Datenmonopolisten keinerlei Gefahren erkennen wollen.

  • Bewertung

    4/5

    18.01.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Zeitlose Betrachtung

    Kurzkommentar: 80 Jahre später ist dieses Buch immer noch von erschreckender Aktualität. Obwohl sehr kurz (90 Seiten) regen die Ausführungen des weltbekannten Autors noch immer zum Nachdenken an. Auf jeden Fall lesenswert!

  • Bewertung

    4/5

    19.11.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Nahezu prophetische Gedanken

    "Fortschrittliche Technik hat die Mächtigen nicht nur gestärkt, indem sie ihnen mehr und wirkungsvollere Zwangsmittel and die Hand gegeben hat, sondern sie hat auch Überzeugungsmittel hervorgebracht, die denjenigen früherer Herrscher weit überlegen sind." Bereits 1946 hat der Philosoph und Autor Huxley diesen Essay auf Englisch (Science, Liberty and Peace) veröffentlicht. Nach 80 Jahren wurde er nun vom Hanser Verlag in deutscher Übersetzung herausgebracht. Schon auf den ersten Seiten wird deutlich: Huxleys Überlegungen haben fast schon etwas Prophetisches. Im Kern geht es dem britischen "Universalgelehrten", wie er schon zu Lebzeiten bezeichnet wurde, um eine Warnung vor der Zentralisierung von Macht. Huxley zu Folge ist es gefährlich, wenn zwischen einer Regierung (welcher Staatsform auch immer) und den Bürgern ein zu großes Machtgefälle entsteht. Etwa dadurch, dass der Staat deutlich schneller, effizienter und tödlicher auf Aufstände reagieren kann, wenn er das möchte. Ermöglicht hat das der wissenschaftliche Fortschritt. Wissenschaftler, die vorgeben, keinen Einfluss auf die weitere Verwendung ihrer Ergebnisse zu haben, unterstützen Oligarchien oder helfen, solche zu schaffen, so der Autor. Zwar mag einiges - etwa die starke Betonung der Angst vor einem starken Staat in Bezug auf die Kriegsproduktion - heute etwas merkwürdig klingen (an diesen Stellen schlagen die Erfahrungen des Zweiten Weltkrieges durch). Dennoch bekommt man beim Lesen an vielen Stellen Gänsehaut und fühlt sich an die Musks und Trumps dieser Welt erinnert. Huxleys Überlegungen sind in ihrer Konsequenz hochaktuell und man wünscht sich, auch einen Kommentar zur weltpolitischen Gegenwart vom Briten bekommen zu können.

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