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Die Lebensentscheidung Novelle | »Das ist große und klare Prosa – ohne Allüren, souverän erzählt, mit einem wunderbaren Rhythmus« FAZ

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

7723

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

18.02.2026

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

158

Maße (L/B/H)

20,2/12,9/2,3 cm

Gewicht

304 g

Farbe

Tabak / Seidengrau

Auflage

3

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-43274-7

Beschreibung

Rezension

»Robert Menasse hält die europäische Idee auf literarische Weise wach, so gibt sie wenigstens noch brillanten Erzählstoff her.« ("Berliner Zeitung")
»[ Die Lebensentscheidung ] ist ein radikales Buch, gerade weil es im Ton lässig gehalten ist und das beschriebene Szenario ohne Exzentrik, Abenteuer oder sonstige dramaturgische Volten auskommt. ... [G]roße Literatur.« ("DIE ZEIT")
»Die Schulden mögen noch so erdrückend, eine Erkrankung noch so fatal, das Leben noch so verkorkst sein – den Eltern, in Sonderheit der Mutter zuzumuten, den Leichnam des eigenen Sohnes in Empfang zu nehmen, ist vielleicht das größte intergenerationale Tabu ... Robert Menasse nun konfrontiert die Hauptfigur seiner neuen Novelle Die Lebensentscheidung mit diesem Gedankengang. Dass und wie er es tut, zeugt von einer schriftstellerischen und intellektuellen Größe ...« ("DIE WELT")
»Für alle, die verstehen wollen, wie persönliche Schicksale und große Politik miteinander verwoben sind, und die einen tieferen Einblick in die Herausforderungen des europäischen Projekts gewinnen möchten, ist Die Lebensentscheidung eine unverzichtbare Lektüre.« ("Frankfurter Rundschau")
»Robert Menasse, der grosse schreibende Europäer, hat sich mit dieser witzigen, sanften, tollkühnen Novelle selbst übertroffen.« ("NZZ am Sonntag")
»Robert Menasse erzählt in Die Lebensentscheidung eine brillant verknappte Geschichte über Abschied und Tod, Familie und die EU.« ("Neue Zürcher Zeitung")
»Das ist eine kluge, ebenso zarte wie gnadenlose Novelle über eine Lebensentscheidung, die man gar nicht treffen kann – die tritt sozusagen das Leben letztlich selbst.« ("Bunte")
»Menasse treibt ein virtuoses Spiel mit der Gattung Novelle ...« ("Republik")
»[Menasses] soeben erschienene Novelle Die Lebensentscheidung zeigt auf engstem Raum die Qualitäten dieses genuinen Erzähler ...« ("Philosophie Magazin")
»Lebensnäher kann Literatur kaum sein.« ("Darmstädter Echo")

Produktdetails

Verkaufsrang

7723

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

18.02.2026

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

158

Maße (L/B/H)

20,2/12,9/2,3 cm

Gewicht

304 g

Farbe

Tabak / Seidengrau

Auflage

3

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-43274-7

Herstelleradresse

Suhrkamp Verlag
Torstraße 44
10119 Berlin
DE

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Die Lebensentscheidung als Todeserklärung

Clara am 01.03.2026

Bewertungsnummer: 3062320

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Der dritte Teil, den Robert Menasse über die Existenz der Europäischen Union schreibt, ist leider ein trister, dunkler Teil. So, wie der Protagonist der Novelle, Herr Franz Fiala, hätten sich auch viele EU-Bürger*innen gewünscht, dass das Projekt eines gemeinsamen Europa ein konstruktives Miteinander der vielen so unterschiedlichen Staaten werden würde. Herr Fiala und auch sein Leidensgenosse Herr Schimmelpfennig, sind frustriert vom Vorgehen in den EU-Gremien und von ihrem Arbeitsleben. Sie wollen beide kein Karriereobjekt mit zwei, drei, vier, fünf oder mehr Fenstern in ihrem Arbeitsraum (was den Aufstieg in der Hierarchie entspricht) sein. Herr Fiala entscheidet sich, den Dienst zu quittieren und in den vorzeitigen Ruhestand zu gehen. Doch wo soll er dann bleiben? Wo und wie soll er leben? (Herrn Fiala geht es da wohl wie vielen, die in die Pension, also in den Rückzug gehen oder gehen müssen). Seine Zerrissenheit, möglicherweise Oberflächligkeit und Glücklosigkeit werden deutlich sichtbar. Von seiner Erkrankung ahnt er da noch nichts. Die Beziehung zur Jugendfreundin in Wien, die mit dem 2CV durch die Gegend fährt, ist für ihn am ehesten hilfreich, vertrauensvoll und unterstützend. Das enge Band zu Mutter ist nach wie vor aufrecht. Ihre Erwartungen sind in ihm noch immer tief verankert. Franz Fiala konnte sich trotz Studium und Aufstieg persönlich nicht wirklich ent-wickeln. Als er mit der Diagnose einer unheilbaren Krebserkrankung konfrontiert wird, gilt sein Denken nur noch der Mutter. Er versucht, seine Krankheit und den nahen Tod vor ihr zu verheimlichen. Dies ist natürlich ein aussichtsloses Unterfangen. Eine vielschichtige und sehr berührende Lektüre.

Die Lebensentscheidung als Todeserklärung

Clara am 01.03.2026
Bewertungsnummer: 3062320
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Der dritte Teil, den Robert Menasse über die Existenz der Europäischen Union schreibt, ist leider ein trister, dunkler Teil. So, wie der Protagonist der Novelle, Herr Franz Fiala, hätten sich auch viele EU-Bürger*innen gewünscht, dass das Projekt eines gemeinsamen Europa ein konstruktives Miteinander der vielen so unterschiedlichen Staaten werden würde. Herr Fiala und auch sein Leidensgenosse Herr Schimmelpfennig, sind frustriert vom Vorgehen in den EU-Gremien und von ihrem Arbeitsleben. Sie wollen beide kein Karriereobjekt mit zwei, drei, vier, fünf oder mehr Fenstern in ihrem Arbeitsraum (was den Aufstieg in der Hierarchie entspricht) sein. Herr Fiala entscheidet sich, den Dienst zu quittieren und in den vorzeitigen Ruhestand zu gehen. Doch wo soll er dann bleiben? Wo und wie soll er leben? (Herrn Fiala geht es da wohl wie vielen, die in die Pension, also in den Rückzug gehen oder gehen müssen). Seine Zerrissenheit, möglicherweise Oberflächligkeit und Glücklosigkeit werden deutlich sichtbar. Von seiner Erkrankung ahnt er da noch nichts. Die Beziehung zur Jugendfreundin in Wien, die mit dem 2CV durch die Gegend fährt, ist für ihn am ehesten hilfreich, vertrauensvoll und unterstützend. Das enge Band zu Mutter ist nach wie vor aufrecht. Ihre Erwartungen sind in ihm noch immer tief verankert. Franz Fiala konnte sich trotz Studium und Aufstieg persönlich nicht wirklich ent-wickeln. Als er mit der Diagnose einer unheilbaren Krebserkrankung konfrontiert wird, gilt sein Denken nur noch der Mutter. Er versucht, seine Krankheit und den nahen Tod vor ihr zu verheimlichen. Dies ist natürlich ein aussichtsloses Unterfangen. Eine vielschichtige und sehr berührende Lektüre.

gefällig

Bewertung aus Thun im Kanton Bern am 22.05.2026

Bewertungsnummer: 3146026

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Das ist ein schönes Buch, das ich mit grossem Interesse und ohne den Hauch von Langeweile gelesen habe. Dem Lebensweg des alternden Protagonisten und seinen Gedanken zu folgen - was für ein Vergnügen, besonders wenn der Leser ungefähr im selben Alter steckt. Da lassen sich viele Aspekte der Geschichte spiegeln und auf die eigene Existenz übertragen. Dadurch gewinnt das Buch an Spannung und Interesse. Aber zwei Schwachpunkte meine ich trotz allen Lobes entdeckt zu haben: Zum einen ist das Buch thematisch ein Potpourri aus verschiedenen Themen, die nicht unbedingt zusammenspielen. Zum anderen fehlen im Thema des Todes Fragen zur Existenz, Fragen zur Bedeutung des Todes, Fragen zur Religion oder zum Weiterleben nach dem Tod usw. Der Autor behandelt das Thema Tod als wäre es ein Stück bürokratisches Bewältigungs-Problem. Damit will er vielleicht etwas zum Ausdruck bringen, Aber ich bezweifle, dass es möglich ist, beim bevorstehenden Tot „Existentielles“ derart auszuklammern, wie es in dieser Geschichte geschieht.

gefällig

Bewertung aus Thun im Kanton Bern am 22.05.2026
Bewertungsnummer: 3146026
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Das ist ein schönes Buch, das ich mit grossem Interesse und ohne den Hauch von Langeweile gelesen habe. Dem Lebensweg des alternden Protagonisten und seinen Gedanken zu folgen - was für ein Vergnügen, besonders wenn der Leser ungefähr im selben Alter steckt. Da lassen sich viele Aspekte der Geschichte spiegeln und auf die eigene Existenz übertragen. Dadurch gewinnt das Buch an Spannung und Interesse. Aber zwei Schwachpunkte meine ich trotz allen Lobes entdeckt zu haben: Zum einen ist das Buch thematisch ein Potpourri aus verschiedenen Themen, die nicht unbedingt zusammenspielen. Zum anderen fehlen im Thema des Todes Fragen zur Existenz, Fragen zur Bedeutung des Todes, Fragen zur Religion oder zum Weiterleben nach dem Tod usw. Der Autor behandelt das Thema Tod als wäre es ein Stück bürokratisches Bewältigungs-Problem. Damit will er vielleicht etwas zum Ausdruck bringen, Aber ich bezweifle, dass es möglich ist, beim bevorstehenden Tot „Existentielles“ derart auszuklammern, wie es in dieser Geschichte geschieht.

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Die Lebensentscheidung

von Robert Menasse

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