Produktbild: Die Lebensentscheidung

Die Lebensentscheidung Novelle | »Das ist große und klare Prosa - ohne Allüren, souverän erzählt, mit einem wunderbaren Rhythmus« FAZ

5

18,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

12874

Erscheinungsdatum

18.02.2026

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

158 (Printausgabe)

Dateigröße

1895 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783518786352

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

Dieses eBook können Sie uneingeschränkt auf allen Geräten der tolino Familie, allen sonstigen eReadern und am PC lesen. Das eBook ist nicht kopiergeschützt und kann ein personalisiertes Wasserzeichen enthalten. Weitere Hinweise zum Lesen von eBooks mit einem personalisierten Wasserzeichen finden Sie unter Hilfe/Downloads.

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Ja

Mit Family Sharing können Sie eBooks innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Buch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Lesen durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um eBooks zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei Thalia oder einem anderen tolino-Buchhändler haben. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Family-Sharing.

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Ja

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt
  • alle Texte können angepasst werden

Verkaufsrang

12874

Erscheinungsdatum

18.02.2026

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

158 (Printausgabe)

Dateigröße

1895 KB

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Sprache

Deutsch

EAN

9783518786352

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Lebenswettlauf statt EU-Bürokratie

Bewertung aus Speyer am 27.02.2026

Bewertungsnummer: 3059857

Bewertet: eBook (ePUB)

Bereits die Lektüre des Klappentextes von Robert Menasses „Die Lebensentscheidung“ weckt unweigerlich Erinnerungen an Kafkas Texte. Kommt es so? Franz Fiala ist Beamter – mit Haut und Haar. Sein Sujet: Entwicklung des Programms zum Green-Deal der EU-Kommission. Doch davon ist er inzwischen ziemlich genervt, nicht wegen des Themas an sich, sondern wegen der von seiner Arbeit gezeitigten Ergebnissen (quasi keine), und kündigt. In dieser ohnehin „krawallig-tristen“ Stimmung fährt er zu seiner Mutter, die Geburtstag hat (es könnte der letzte sein), ist über ihren Zustand geschockt und entscheidet, ihr seine Zeit zu schenken. Doch während er noch glaubt, seine größte Sorge sei es, seine Mutter über seine Kündigung zu täuschen, wird bei ihm Krebs mit kurzer Lebensprognose diagnostiziert. Wird es ihm gelingen, seine Mutter zu überleben, um ihr das Leid zu ersparen? Wo beginnt man bei diesem Buch mit seiner Meinung? Vielleicht am einfachsten beim Genre: Ist es eine Novelle? Jain, zumindest nicht im „klassischen“ Sinne: Ja, in Franz‘ Kündigung könnte man zwar als das überraschende Moment sehen, aber letztlich kann das in der Gesamtanlage und von der Tragweiter her ja nur die Krebsdiagnose sein. Die kommt aber recht spät in der Handlung. Figuren bzw. Handlung: Franz und sein Dasein weisen definitiv kafkaeske Elemente auf (seine Resignation wegen der überbordenden Bürokratie, deren Teil er ist; die Gesamtanlage mit dem „Lebenswettlauf“ zwischen Mutter und Sohn; irgendwie auch Franz‘ Motive bzw. Kampf, zu überleben), aber wieder auch nicht, denn Menasse schreibt weniger deprimierend, sondern eher tragikomisch mit trockenem Humor. Womit wir beim Schreibstil wären: Die Geschichte liest sich nicht nur ihrer Kürze, sondern auch des lockeren Schreibstils wegen sehr schnell. Allerdings war mir der Stil streckenweise doch zu einfach (zahlreiche sehr kurze bis Ein-Wort-„Sätze“). Gesamterlebnis: Menasse bzw. „Die Lebensentscheidung“ konfrontiert seine Leserschaft auf erstaunlich leichtfüßige Art mit unangenehmen Themen: Was ist wichtig, entscheidet man wirklich selbst darüber, welches Leben man führt? Existentielle Fragen … 4,5 Sterne, die trotz des Schreibstils aufgerundet werden, weil der Text mich überraschen konnte (Wer hätte gedacht, dass man EU-Politik und den Sinn des Lebens in einem so schmalen Büchlein verquicken könnte?).

Lebenswettlauf statt EU-Bürokratie

Bewertung aus Speyer am 27.02.2026
Bewertungsnummer: 3059857
Bewertet: eBook (ePUB)

Bereits die Lektüre des Klappentextes von Robert Menasses „Die Lebensentscheidung“ weckt unweigerlich Erinnerungen an Kafkas Texte. Kommt es so? Franz Fiala ist Beamter – mit Haut und Haar. Sein Sujet: Entwicklung des Programms zum Green-Deal der EU-Kommission. Doch davon ist er inzwischen ziemlich genervt, nicht wegen des Themas an sich, sondern wegen der von seiner Arbeit gezeitigten Ergebnissen (quasi keine), und kündigt. In dieser ohnehin „krawallig-tristen“ Stimmung fährt er zu seiner Mutter, die Geburtstag hat (es könnte der letzte sein), ist über ihren Zustand geschockt und entscheidet, ihr seine Zeit zu schenken. Doch während er noch glaubt, seine größte Sorge sei es, seine Mutter über seine Kündigung zu täuschen, wird bei ihm Krebs mit kurzer Lebensprognose diagnostiziert. Wird es ihm gelingen, seine Mutter zu überleben, um ihr das Leid zu ersparen? Wo beginnt man bei diesem Buch mit seiner Meinung? Vielleicht am einfachsten beim Genre: Ist es eine Novelle? Jain, zumindest nicht im „klassischen“ Sinne: Ja, in Franz‘ Kündigung könnte man zwar als das überraschende Moment sehen, aber letztlich kann das in der Gesamtanlage und von der Tragweiter her ja nur die Krebsdiagnose sein. Die kommt aber recht spät in der Handlung. Figuren bzw. Handlung: Franz und sein Dasein weisen definitiv kafkaeske Elemente auf (seine Resignation wegen der überbordenden Bürokratie, deren Teil er ist; die Gesamtanlage mit dem „Lebenswettlauf“ zwischen Mutter und Sohn; irgendwie auch Franz‘ Motive bzw. Kampf, zu überleben), aber wieder auch nicht, denn Menasse schreibt weniger deprimierend, sondern eher tragikomisch mit trockenem Humor. Womit wir beim Schreibstil wären: Die Geschichte liest sich nicht nur ihrer Kürze, sondern auch des lockeren Schreibstils wegen sehr schnell. Allerdings war mir der Stil streckenweise doch zu einfach (zahlreiche sehr kurze bis Ein-Wort-„Sätze“). Gesamterlebnis: Menasse bzw. „Die Lebensentscheidung“ konfrontiert seine Leserschaft auf erstaunlich leichtfüßige Art mit unangenehmen Themen: Was ist wichtig, entscheidet man wirklich selbst darüber, welches Leben man führt? Existentielle Fragen … 4,5 Sterne, die trotz des Schreibstils aufgerundet werden, weil der Text mich überraschen konnte (Wer hätte gedacht, dass man EU-Politik und den Sinn des Lebens in einem so schmalen Büchlein verquicken könnte?).

Die Lebensentscheidung als Todeserklärung

Clara am 01.03.2026

Bewertungsnummer: 3062320

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Der dritte Teil, den Robert Menasse über die Existenz der Europäischen Union schreibt, ist leider ein trister, dunkler Teil. So, wie der Protagonist der Novelle, Herr Franz Fiala, hätten sich auch viele EU-Bürger*innen gewünscht, dass das Projekt eines gemeinsamen Europa ein konstruktives Miteinander der vielen so unterschiedlichen Staaten werden würde. Herr Fiala und auch sein Leidensgenosse Herr Schimmelpfennig, sind frustriert vom Vorgehen in den EU-Gremien und von ihrem Arbeitsleben. Sie wollen beide kein Karriereobjekt mit zwei, drei, vier, fünf oder mehr Fenstern in ihrem Arbeitsraum (was den Aufstieg in der Hierarchie entspricht) sein. Herr Fiala entscheidet sich, den Dienst zu quittieren und in den vorzeitigen Ruhestand zu gehen. Doch wo soll er dann bleiben? Wo und wie soll er leben? (Herrn Fiala geht es da wohl wie vielen, die in die Pension, also in den Rückzug gehen oder gehen müssen). Seine Zerrissenheit, möglicherweise Oberflächligkeit und Glücklosigkeit werden deutlich sichtbar. Von seiner Erkrankung ahnt er da noch nichts. Die Beziehung zur Jugendfreundin in Wien, die mit dem 2CV durch die Gegend fährt, ist für ihn am ehesten hilfreich, vertrauensvoll und unterstützend. Das enge Band zu Mutter ist nach wie vor aufrecht. Ihre Erwartungen sind in ihm noch immer tief verankert. Franz Fiala konnte sich trotz Studium und Aufstieg persönlich nicht wirklich ent-wickeln. Als er mit der Diagnose einer unheilbaren Krebserkrankung konfrontiert wird, gilt sein Denken nur noch der Mutter. Er versucht, seine Krankheit und den nahen Tod vor ihr zu verheimlichen. Dies ist natürlich ein aussichtsloses Unterfangen. Eine vielschichtige und sehr berührende Lektüre.

Die Lebensentscheidung als Todeserklärung

Clara am 01.03.2026
Bewertungsnummer: 3062320
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Der dritte Teil, den Robert Menasse über die Existenz der Europäischen Union schreibt, ist leider ein trister, dunkler Teil. So, wie der Protagonist der Novelle, Herr Franz Fiala, hätten sich auch viele EU-Bürger*innen gewünscht, dass das Projekt eines gemeinsamen Europa ein konstruktives Miteinander der vielen so unterschiedlichen Staaten werden würde. Herr Fiala und auch sein Leidensgenosse Herr Schimmelpfennig, sind frustriert vom Vorgehen in den EU-Gremien und von ihrem Arbeitsleben. Sie wollen beide kein Karriereobjekt mit zwei, drei, vier, fünf oder mehr Fenstern in ihrem Arbeitsraum (was den Aufstieg in der Hierarchie entspricht) sein. Herr Fiala entscheidet sich, den Dienst zu quittieren und in den vorzeitigen Ruhestand zu gehen. Doch wo soll er dann bleiben? Wo und wie soll er leben? (Herrn Fiala geht es da wohl wie vielen, die in die Pension, also in den Rückzug gehen oder gehen müssen). Seine Zerrissenheit, möglicherweise Oberflächligkeit und Glücklosigkeit werden deutlich sichtbar. Von seiner Erkrankung ahnt er da noch nichts. Die Beziehung zur Jugendfreundin in Wien, die mit dem 2CV durch die Gegend fährt, ist für ihn am ehesten hilfreich, vertrauensvoll und unterstützend. Das enge Band zu Mutter ist nach wie vor aufrecht. Ihre Erwartungen sind in ihm noch immer tief verankert. Franz Fiala konnte sich trotz Studium und Aufstieg persönlich nicht wirklich ent-wickeln. Als er mit der Diagnose einer unheilbaren Krebserkrankung konfrontiert wird, gilt sein Denken nur noch der Mutter. Er versucht, seine Krankheit und den nahen Tod vor ihr zu verheimlichen. Dies ist natürlich ein aussichtsloses Unterfangen. Eine vielschichtige und sehr berührende Lektüre.

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Die Lebensentscheidung

von Robert Menasse

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