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Ich, die ich Männer nicht kannte Roman

189

24,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

2217

Einband

Gebundene Ausgabe

Book Tropes

Found Family + weitere

Erscheinungsdatum

14.03.2026

Verlag

Klett Cotta

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

20,8/13,2/2,5 cm

Gewicht

314 g

Farbe

Anthrazit / Altweiß

Auflage

7. DruckAuflage, 2026

Originaltitel

Moi Qui N’ai Pas Connu Les Hommes

Übersetzt von

Luca Homburg

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-608-96670-1

Warnhinweis

nicht erforderlich.

Beschreibung

Rezension

»Das Großartige an Jacqueline Harpmans existentieller Parabel ist: Sie lässt all diese Deutungsoptionen zu und ist offen für weitere.«Dina Netz, Deutschlandfunk, 23. April 2026 ("Deutschlandfunk")
»Mit ihrer kargen und zugleich zutiefst menschlichen Stimme zeigt Harpman, dass manchmal selbst in den extremsten Umständen doch ein Funke Menschlichkeit bestehen bleibt. Ein beklemmender, unvergesslicher Roman, der heute mehr zum Nachdenken anregt als je zuvor.«Lola Fröbe, ELLE, 12. April 2026 ("ELLE")
»[E]in uraltes Bewusstsein in mir hat sich aufs Herrlichste umarmt gefühlt. Wenn wir uns mit Haut und Haaren dem Hier und Jetzt hingeben, uns die Neugier aufs Leben bewahren, das Staunen, selbst für die kleinsten Dinge und Ereignisse, verwurzelt sich eine tiefe Freude und innere Zufriedenheit in uns, die uns trägt und erfüllt und keine Einsamkeit und Verlorenheit kennt.«Jeanette Hain, Die Zeit "Was wir lesen" Newsletter, 02. April 2026 ("Die Zeit Newsletter")
»ein Meisterwerk«Erwin Uhrmann, Die Presse am Sonntag, 15. März 2026 ("Die Presse am Sonntag")
»Der verspätete Erfolg von ›Ich, die ich Männer nicht kannte‹ ist vermutlich das Beste, was TikTok je angestoßen hat.«Marie-Luise Goldmann, Die Welt am Sonntag, 08. März 2026 ("Welt am Sonntag")
»Harpmans Buch kann als Variation von Margaret Atwoods „Der Report der Magd“ (ein Fall extremer patriarchalischer Gewalt) gelesen werden, als antifeministische Beschreibung dessen, wie Frauen Männer brauchen, um zu überleben, als Geschichte einer Gruppe von Überlebenden in einer postapokalyptischen Landschaft, als Bekräftigung der Notwendigkeit, seine Geschichte zu erzählen, […] schließlich als Echo der Auschwitz-Erfahrung der Autorin. Das Geniale an diesem Buch ist jedoch, dass es zwar mit all diesen möglichen Hintergründen spielt, aber voller Details ist, die jede dieser Lesarten zunichtemachen. Es gibt keine Erklärung dafür, was wirklich vorgefallen ist, nur die Beschreibung wachsender Verzweiflung und Einsamkeit.«Slavoj Žižek, Die Welt, 04. Februar 2026 ("Die Welt")
»›Ich, die ich Männer nicht kannte‹ ist ein Text über Männer und Frauen. Vor allem aber ist es ein beklemmender und faszinierender Text über das Menschsein.«Leander Berger, Neue Zürcher Zeitung am Sonntag, 28. Juni 2026 ("NZZ am Sonntag")
»›Ich, die ich Männer nicht kannte‹ ist verstörend und schön zugleich. Viele Fragen bleiben unbeantwortet. Eine Dystopie, die zum Nachdenken anregt, über das, was auch in unserer Gegenwart geschieht und vollkommen absurd und sinnlos ist.«Barbara Geschwinde, SWR Kultur, 30. März 2026 ("SWR Kultur")
»Ein Buch, das mit Margaret Atwoods ›Der Report der Magd‹ in einem Atemzug genannt wird.«Christoph Schröder, SWR Kultur, 29. Januar 2026 ("SWR Kultur")

Produktdetails

Verkaufsrang

2217

Einband

Gebundene Ausgabe

Book Tropes

  • Found Family
  • Dystopian
  • Survival

Erscheinungsdatum

14.03.2026

Verlag

Klett Cotta

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

20,8/13,2/2,5 cm

Gewicht

314 g

Farbe

Anthrazit / Altweiß

Auflage

7. DruckAuflage, 2026

Originaltitel

Moi Qui N’ai Pas Connu Les Hommes

Übersetzt von

Luca Homburg

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-608-96670-1

Herstelleradresse

Klett-Cotta Verlag
Rotebühlstr. 77
70178 Stuttgart
DE

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  • Sandra Piglet

    aus Leipzig

    5/5

    03.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    5 Sterne

    „Ich, die ich Männer nicht kannte“ ist eine außergewöhnliche feministische Dystopie, die im vergangenen Jahr auf BookTok eine beeindruckende Wiederentdeckung erlebt hat. Bereits 1995 erschienen, erzählt Jacqueline Harpman die Geschichte einer namenlosen Protagonistin, die gemeinsam mit neununddreißig weiteren Frauen in einem unterirdischen Gefängnis lebt. Tag und Nacht existieren nur durch künstliches Licht, der Alltag folgt einer monotonen Routine und außerhalb der Gefängnismauern scheint es keine greifbare Wirklichkeit zu geben. Gerade dieses minimalistische Setting erzeugt eine beklemmende Atmosphäre und einen enormen Sog, der mich das Buch kaum aus der Hand legen ließ. Besonders faszinierend fand ich jedoch nicht nur das Setting selbst, sondern auch die Art und Weise, wie Harpman erzählt. Der Roman verzichtet fast vollständig auf Erklärungen und nutzt bewusst Leerstellen. Die zahlreichen offenen Fragen entpuppen sich als zentrales erzählerisches Mittel. Statt die Welt vollständig zu erklären, zwingt Harpman ihre Leser*innen dazu, selbst Bedeutung zu konstruieren. Genau darin liegt für mich die besondere Stärke des Romans.Achtung Spoilerwarnung! Während des Lesens wollte ich unbedingt erfahren, warum die Frauen eingesperrt wurden, wer die Wärter wirklich sind, weshalb plötzlich alles zusammenbricht und in welcher Welt die Geschichte überhaupt spielt. Doch Jacqueline Harpman verweigert genau diese Antworten. Stattdessen entsteht ein Roman, der weniger als klassische Science-Fiction funktioniert, sondern vielmehr als philosophische Parabel über Identität, Erinnerung und Menschsein. Gerade weil die Geschichte keine eindeutigen Lösungen anbietet, hallt sie noch lange nach dem Lesen nach. Je mehr ich mich anschließend mit den verschiedenen Interpretationen und mit Harpmans Leben beschäftigte, desto deutlicher wurde für mich, dass diese Offenheit kein erzählerischer Makel, sondern eine bewusste Entscheidung sein muss. Die fehlenden Erklärungen lenken den Blick weg vom „Was ist passiert?“ und hin zu den eigentlichen Fragen des Romans: Wie entsteht Identität ohne gesellschaftliche Prägung? Was bedeutet Freiheit für einen Menschen, der sie nie kennengelernt hat? Und wodurch wird Menschlichkeit überhaupt definiert? Besonders spannend finde ich außerdem die feministische Dimension des Romans. Obwohl Männer titelgebend sind, kommt im gesamten Buch kein einziger Mann selbst zu Wort. Männlichkeit bleibt eine bloße Erzählung, eine Erinnerung anderer Frauen, während die namenlose Erzählerin ihre Vorstellung von der Welt ausschließlich aus Beobachtung der weiblichen Figuren heraus entwickelt. Dadurch hinterfragt Harpman nicht nur Geschlechterrollen, sondern auch, wie Wissen, Erinnerung und Identität überhaupt entstehen, vor allem in einer Welt, die nicht durch ein Patriarchat geprägt ist. Anfangs war ich frustriert über die vielen unbeantworteten Fragen. Heute würde ich sagen, dass genau diese Offenheit „Ich, die ich Männer nicht kannte“ zu einem der faszinierendsten Romane macht, die ich in den letzten Jahren gelesen habe. Es ist eines dieser Bücher, das nicht mit dem Umblättern der letzten Seite endet, sondern erst danach seine eigentliche Wirkung entfaltet. Der Drang es direkt nochmal zu lesen ist unheimlich groß, weil man glaubt, dann zwischen den Zeilen doch noch eine Antwort zu finden.

  • schmoekerstunde

    5/5

    26.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine Frau ohne Vergangenheit begibt sich auf die Suche nach Freiheit, Identität und Menschlichkeit.

    Die Erstveröffentlichung dieses Romans erschien 1995 und liegt jetzt in einer Neuauflage vor. Ein Buch, das mich auf eine Weise berührt hat, mit der ich nicht gerechnet hatte – und das mich erst beim zweiten Lesen vollends für sich gewinnen konnte. Die Geschichte lebt nicht von einer rasanten Handlung oder überraschenden Wendungen, sondern von ihrer stillen, beinahe beklemmenden Atmosphäre. Besonders beeindruckt hat mich die namenlose Protagonistin. Ohne Erinnerungen an ein früheres Leben wächst sie in einer fremden Welt auf und begegnet ihr mit kindlicher Neugier, zugleich aber mit einer bemerkenswerten Klarheit. Ihre Perspektive wirft Fragen auf, die weit über die Handlung hinausreichen: Was bedeutet Freiheit? Was macht einen Menschen aus? Welche Rolle spielen Erinnerungen, Sprache und die Nähe zu anderen? Kaum eine Szene hat mich so tief berührt wie der Augenblick, in dem die Protagonistin sich zum ersten Mal selbst im Spiegel betrachtet und darin eine alte Frau erkennt. In diesem stillen Moment verdichtet sich die ganze Tragik ihres Lebens – ich hatte Tränen in den Augen. Auch die Sprache trägt wesentlich zur Wirkung des Romans bei. Sie ist klar und reduziert, kein Satz wirkt überladen. Ich, die ich Männer nicht kannte ist für mich weit mehr als eine Dystopie. Es ist ein stiller, tiefgründiger Roman über Einsamkeit, Menschlichkeit und die Suche nach einem Platz in der Welt. Empfehlen würde ich dieses Buch allen, die ruhige, philosophische Literatur schätzen und bereit sind, sich auf einen Roman einzulassen, der nicht jede Frage beantwortet.

  • Christin

    aus Berlin

    5/5

    02.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine Dystopie, die viele Fragen auslöst

    Die Geschichte wird auf der Perspektive der Ich-Erzählerin erzählt. Ihren Namen erfahren wir während des gesamten Buches nicht- und das nicht ohne Grund. Allein schon dieser Punkt im Buch ließ mich immer wieder über die Frage nachdenken: „Was macht das Menschsein aus?“ - Lasst euch aber gesagt sein, es gab noch sooo viele Stellen mehr die mir unendliche Fragen in den Kopf schießen ließen. Alles beginnt in einem Käfig unter der Erde, in dem 39 Frauen und unsere Ich-Erzählerin- die zu Beginn der Geschichte noch ein kleines Mädchen ist- gefangen gehalten und von Männern als Wärter bewacht werden. So wie ich mir beim Lesen unzählige Fragen gestellt habe, tut dies auch die Ich-Erzählerin im Laufe der Geschichte. Sie ist neugierig, wissbegierig und möchte Antworten auf all die Dinge finden, die sie nicht kennt, nicht versteht, sich nicht erklären kann. Nachdem den Frauen durch einen unerklärlichen Zufall die Flucht aus dem Käfig gelingt, stellt sich die Frage: „Wird nun alles besser?“ und „Was hält das Leben über der Erde für uns bereit?“ Die Ich-Erzählerin hat mich trotz ihrer eigenen Art sehr berührt, ebenso wie ihre Freundschaften und Beziehungen, die sie im Laufe ihres Lebens entwickelt, zulässt und eingeht. Sie lebt in einer Welt, die ihr so vieles nie gezeigt und ermöglicht hat und dennoch begegnet sie dem Leben mit einer bewundernswerten Offenheit und einem unstillbaren Drang, die Welt zu verstehen.

  • Bewertung

    aus Alpthal

    5/5

    01.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    einfach lesenswert sehr vergleichbar mit die Wand

    Jacqueline Harpman hat mit diesem Buch einen absoluten Volltreffer gelandet und ich muss sagen, ich kann die Begeisterung nur teilen. Vor Jahren habe ich „die Wand“ gelesen und war wie vor den Kopf geschlagen, was hatte ich da gelesen, warum hatte es mich so tief berührt? So tief, dass ich noch Tage und Wochen darüber nachgedacht habe. Bei diesem Buch ist es genauso. Es ist kein schreiender Thriller, kein super moderner Science-Fiction-Roman und doch fesselt den Leser dieses Werk mehr als jeder Pageturner. Ich kann kaum beschreiben, was es ist. Es ist ein Gefühl das transportiert wird, eine Vision, eine Idee, die tief einsickert und mich mit der Frage, was wäre wenn, zurückgelassen hat. Wo befinden wir uns? Man weiß es nicht, denn die Personen wissen es auch nicht. Warum sind die Frauen in dem Käfig gelandet und warum können sie plötzlich wieder raus. Ich glaube, was dieses Buch so stark macht, ist die Möglichkeit, dass es passieren könnte, denn seien wir mal ehrlich nach Corona, werde ich nie wieder sagen, das gibt es nicht, oder das lässt doch keiner mit sich machen. Spätestens als alle willig zur Impfung gingen und einen Wirkstoff, der unmöglich getestet sein konnte, sich haben infizieren lassen, ist doch nichts mehr abwegig. Was lernen wir aus diesen Büchern und was will die Autorin uns sagen. Diese Frage müssen wir uns alle selber stellen und können wir nur jeder für sich beantworten, für mich ist eines klar. Aufgeben ist keine Option und Dinge einfach so hinzunehmen ebenfalls nicht. Das Wichtigste jedoch ist, anders zu sein, nicht als einen Makel anzusehen, sondern vielleicht ist das Anders sein genau das gewisse Etwas, was uns unterscheidet, den Unterschied macht uns überleben lässt. Eine absolute Leseempfehlung

  • Bewertung

    5/5

    01.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Einfach toll!

    Ich wusste durch Booktok schon von Angang an, dass das Ende offen bleibt, daher habe ich nie eine Auflösung erwartet. Ich fands einfach super, habs als Hörbuch gehört, die Stimme war so klar und angenehm. Die Geschichte ist etwas skurill, aber auch sehr erhellend.

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