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Oroppa Roman

5

26,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

13600

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

17.02.2026

Verlag

Carl Hanser

Seitenzahl

352

Maße (L/B/H)

20,7/13,2/2,7 cm

Gewicht

442 g

Farbe

Messing / Bordeaux

Auflage

1

Übersetzt von

Stefanie Ochel

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-446-28474-6

Beschreibung

Rezension

»Ein so packendes wie virtuoses Stück Literatur.« Stefan Michalzik, Frankfurter Rundschau, 24.03.26
»Wenn die neue europäische – oder besser: ›oroppäische‹ – Literatur so aussieht, dann bitte mehr davon!« Mladen Gladic, Welt am Sonntag, Literarische Welt, 08.03.26
»Safae el Khannoussi ist ein widerspenstiger literarischer Wurf gelungen.« Timo Posselt, Neue Zürcher Zeitung, 18.05.26
»Ein unbändiger, aberwitziger Roman.« Jörg Magenau, rbb, radio3, 16.02.26
»›Oroppa‹ sprengt Grenzen und begeistert durch seinen rauschhaften Sog.« Dagmar Kaindl, Buchkultur, Februar 2026
»Safae el Khannoussis Roman ist wild und widerspenstig. Eine Entdeckung im deutschsprachigen Raum.« Martin Ebel, Tages-Anzeiger, 17.02.26
»Safae el Khannoussi führt uns weit über die Grenzen Europas hinaus in eine Erzählung migrantischer Erfahrungen hinein. Gleichzeitig webt sie die marokkanische Geschichte geschickt und humorvoll ein.« Sonja Dawson, Der Spiegel, 06.03.26

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Verkaufsrang

13600

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

17.02.2026

Verlag

Carl Hanser

Seitenzahl

352

Maße (L/B/H)

20,7/13,2/2,7 cm

Gewicht

442 g

Farbe

Messing / Bordeaux

Auflage

1

Übersetzt von

Stefanie Ochel

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-446-28474-6

Herstelleradresse

Carl Hanser Verlag
Vilshofener Straße 10
81679 München
DE

Email: info@hanser.de

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  • Eva

    5/5

    23.06.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Mit Oroppa beginnt eine neue europäische Geschichtsschreibung

    Oroppa ist ein gefährlicher Ort. Es ist bunt, wild wie ein Dschungel, unberechenbar, spröde, zwielichtig und voller unerwarteter Abgründe oder aufragender Felswände. Es ist viel größer als Europa. Oroppa ist die lautmalerische arabische Beschreibung für Europa. Es benennt einen Ort und bezieht die Distanz mit ein, aus der Safae el Khannoussi einen Blick auf den Kontinent wagt. In Oroppa wird die marokkanische Geschichte ein Teil der europäischen Erzählung, stellvertretend für eine Geschichtsschreibung, die Kapitel über Migration, Flucht, Diaspora, Exil und Widerspruch aushält. Die Handlung ist schwer zu fassen, sie entzieht sich einer logischen Stringenz. Die Künstlerin Salomé Abergel ist kurz vor der Eröffnung ihrer wichtigsten Ausstellung verschwunden. Sie wurde 1957 geboren, als Tochter einer jüdischen marokkanischen Familie. Jetzt, 2010 begeben sich mehrere Figuren auf die Suche nach ihr: die jüdische Galeristin Hannah Melger, Salmas Sohn Irad, der Gastronom Hbib Lebyad. Im zweiten Teil der Handlung rekapituliert Yousuf Slaoui, Folterknecht in den Jahren unter Hassan II, wie Marxisten, Kommunisten, Linke, Intellektuelle, Studenten und weitere Gruppen verschleppt und brutal gefoltert wurden. Ein Opfer war Salomé, die im Gefängnis ihren Sohn bekam. In ihren Bildern stellt sie sich ihrem Trauma. Der Roman quillt über vor Figuren, Geschichten, Nebenschauplätzen, Schauplätzen, Stimmungen. Safae el Khannoussi gelingt der Transfer der Handlung in die Form, sie öffnet Erzählräume, widerspricht den Gesetzen der Logik, erprobt neue Strukturen. Sie erfindet das 21. Arrondisement als fiktiven Stadtteil von Amsterdam, den Bezirk der Ausgestoßenen, der Ausgegrenzten, der Migrant*innen. Allgegenwärtig protestiert er gegen die Selbstsicherheit des alten Kontinents, der von Angst regiert wird. Mutig wagt Safae el Khannoussi, Althergebrachtes neu zu denken, mit den Geschichten der Ungesehenen anzureichern, führt gesellschaftliche Ordnungen und Zuschreibungen wie Herkunft, Religion und Status ad absurdum. Oroppa ist aberwitzig, kritisch, überbordend, lässt Worte leuchten, gibt Sprachlosen eine Stimme, spielt mit Narrativen, Normen. Ein zurecht preisgekrönter, großer europäischer Roman.

  • MarieOn

    5/5

    17.02.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Außerordentliche Erzählkunst

    Salomé Abergel liegt in dem Bett, in Hbibs Haus, die Arme erhoben und schreit. Es sieht aus, als würde sie den Sensemann persönlich würgen. Eigentlich müsste sie längst tot sein. Sie wiegt nur noch vierzig Kilo, der eine Lungenflügel ist zusammengefallen, der andere kämpft mit einem Bakterium. Aber dieses Schreien. Hind stolpert mit ihrem Koffer und einem Beutel die Rivierenburt entlang, high wie drei Piloten. Sie war eine halbe Stunde zu spät und Hbib Lebyard war nirgends zu sehen. An der Haustür steckte der Schlüssel, so ein Glück, aber er ließ sich nicht drehen. Er hatte ihr das Haus einer Freundin angeboten, einer Künstlerin, Salomé Abergel. Hild arbeitete schon eine Weile in seiner Imbissbude. Zuerst war sie skeptisch, auch weil das Bewohnen sie nichts kostete. Sie sollte bloß ein bisschen sauber machen, die Blumen gießen und den Keller meiden. Hind wollte unbedingt aus dem Dachgeschoss bei Coy Mudden raus, die ihr einen Gott nahebringen wollte, der keine Nordafrikaner mochte und so nahm sie das Angebot an. Nachdem sie eine Weile am Türschloss rumgefummelt hatte, trat sie doch in das Innere des großen alten Backsteinhauses ein und spürte direkt Beklemmungen. Nach den knarzenden Flurdielen stieß sie auf ein riesiges Bücherregal und dicke Vorhänge, die jedes Licht absorbierten. Auf dem Couchtisch eine Hand aus Glas, die sich ihr fordernd entgegenstreckte. Das Hauptschlafzimmer sah aus, als sei es gerade verlassen worden. Papiere und Kleidung auf dem Boden verteilt. Sie wird bald Hbib anrufen müssen und ein paar Fragen klären. Fazit: Safae El Khannoussi schleift mich in ihrem mehrfach ausgezeichneten Romandebüt in rasantem Tempo durch unterschiedliche Szenerien. Gleich einem Puppenspieler hält sie mehrere Fäden in der Hand, die sie bis zum Ende souverän übers Parkett führt, das ist schon große Kunst. Sie lässt mich eine Menge Menschen kennenlernen, die allesamt richtig gut gezeichnet sind. Die Geschichte ist düster, führt mich in die Folterkeller Marokkos, der späten 70-er-Jahre, nach Paris und Amsterdam. Da ist die jüdisch-marokkanische Malerin Salomé, auf der Flucht vor einer zweifelhaften Galeristin, ihr Sohn, der im marokkanischen Gefängnis zur Welt kam und sich für einen großen Abstand zur Mutter entschieden hat. Salomés ehemaliger Folterknecht, sucht sie kurz vor seinem Tod persönlich auf. Da sind die „sieben Schläfer“, die sich regelmäßig im Rainblow City, dem Coffeeshop, im orangefarbenen Schein zweier lebensgroßer Lavalampen treffen. Was wie ein Mystery-Roman beginnt, entpuppt sich zu einer Odyssee, ähnlich des Films „Short Cuts“ von Robert Altman, in dem ich blitzartige Eingebungen erhalte, die zum Ende hin miteinander verbunden werden und Sinn ergeben. Die Autorin schreibt über die Auswirkungen des Postkolonialismus, Europa als Auffanglager traumatisierter und mehr oder weniger gescheiterter Existenzen. Darüber, wie es sich anfühlt, jahrelang ohne Papiere leben zu müssen, also keine nachweisbare Identität zu haben. Ich muss gestehen, dass die Geschichte mich herausgefordert hat, weil mir lange nicht klar wurde, wohin die Reise geht. Wer allerdings in der Lage ist, das Gelesene wie ein Puzzle zusammenzusetzen, der wird mit einer außerordentlichen Erzählkunst belohnt, die etwas mitzuteilen hat.

  • nathalielamieux

    4/5

    17.02.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Europa durch die Augen seiner Randgestalten

    Ich habe "Oroppa" von Safae El Khanussi gern gelesen, obwohl mir der erzählerische Aufbau einiges abverlangt hat. Der Roman entfaltet sich nicht linear, sondern in vielen versetzten Blickwinkeln, die sich zu einem vielstimmigen Bild von Europa und seinen Randzonen zusammensetzen – das ist anspruchsvoll, aber sprachlich faszinierend. Im Zentrum steht die geheimnisvolle Salomé Abergel, eine jüdisch-marokkanische Künstlerin und ehemalige politische Aktivistin, die auf dem Höhepunkt ihres Ruhms plötzlich verschwindet. Nach ihrem Verschwinden gerät ihr Umfeld in Bewegung: Ein loser Kreis von Außenseiter*innen – Menschen mit unterschiedlichsten Migrationsgeschichten – macht sich auf die Suche nach ihr und begegnet dabei eigenen Sehnsüchten, Verzweiflungen und Fragmenten ihrer Vergangenheit. Ihre Wege führen von Amsterdam über Paris bis nach Tunis, Casablanca und darüber hinaus, während die Erinnerungen von Salomé und den Suchenden ein Geflecht aus Geschichten weben, das mehr erahnt als erklärt. Die Stärke des Buches liegt in dieser polyphonen, kaleidoskopischen Erzähltechnik: Erinnerungen, Anekdoten und Perspektiven überlagern sich, das Erzählen selbst wird zum Thema. Das kann anstrengend sein, weil man sich ständig neu orientieren muss, aber es macht das Lesen auch zu einem intensiven Erlebnis. Was mich besonders beeindruckt hat, ist die Sprache: Sie ist kraftvoll, sinnlich, manchmal überraschend humorvoll, dann wieder scharf in der Analyse von Macht, Identität und Migration. El Khanussi schafft starke Bilder und Figuren, die trotz oder gerade wegen ihrer Brüchigkeit lebendig bleiben. Hervorragend übersetzt von @trabslatoese Stefanie Ochel. Oroppa ist kein einfaches Buch, doch gerade in seiner Form liegt seine Kraft – ein Roman, der Europa durch die Augen seiner Randgestalten sieht und dabei eine Literaturform findet, die genauso viel erzählt, wie sie offenlässt.

  • begine

    aus Lemwerder

    4/5

    17.02.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Europa

    Oropa, ist ein europäischer Roman der Schriftstellerin Safae el Khannoussi . Die jüdisch marokkanische Künstlerin Salome, verschwindet. Viele Personen gehen auf die Suche nach ihr. Am Anfang konnte ich den vielen verschiedenen Themen nicht richtig folgen. Nach einer Zeit habe ich mich eingelesen. Allerdings gelang mir das erst beim dritten Versuch, hat sich dann doch gelohnt. In dem Roman gibt es politische Abgründe. Es gibt Fantasien und echte Themen. Der Schreibstil ist flott. Es ist ein faszinierendes Leseerlebnis.

  • Nicoles Bücherwelt

    4/5

    17.02.2026

    eBook (ePUB)

    Ein besonderer Roman - facettenreich und außergewöhnlich

    OROPPA (Arabisch für „Europa“) ist der Debütroman von Autorin und Dozentin Safae el Khanoussi und erzählt eine bewegende Geschichte mit vielen Facetten. Im Mittelpunkt steht die jüdisch-marokkanische Künstlerin Salomé Abergel, die plötzlich spurlos verschwindet. Ein loser Kreis von unterschiedlichen Personen geht dem mysteriösen Verschwinden der Künstlerin auf den Grund. Die Spuren führen an verschiedenste Orte: Beginnend in Salomés verlassenem Haus in Amsterdam geht es nach Paris, Tunis und Casablanca – und dabei wird bei einigen der Personen, die ihre ganz eigenen Migrationsgeschichten haben, einiges aufgerüttelt. Neben Wut und Traurigkeit aber auch Sehnsüchte und Hoffnung. Auf den unterschiedlichen Lebenswegen, die in Vergangenheit und Gegenwart führen, wird vieles sichtbar – auch über manche Grenzen hinaus. Die Handlung hält einige Überraschungen bereit und ist vom Stil her anders als erwartet. Nach einem rätselhaften Prolog der neugierig macht, geht es zunächst nach Amsterdam, wo die verschwundene Salomé – bei einigen auch unter dem Namen Salma bekannt- gelebt hat. Im Schatten ihres verlassenen Hauses lernen wir die ersten von vielen Charakteren kennen. Und plötzlich finden wir Leserinnen und Leser uns in einem Strudel von verschiedensten Lebensgeschichten wieder, die von Amsterdam nach Paris und von Tunis bis nach Casablanca führen. Einige Figuren spielen hier eine zentrale Rolle und tauchen immer wieder auf, andere werden nur gestreift. So besonders und speziell wie die Geschichte selbst, ist auch der Schreibstil: Es gibt öfter lange und verschachtelte Sätze, dann wird es wieder kurz und knapp, gleichzeitig wird alles bildgewaltig und ausdrucksstark beschrieben. Anfangs etwas verworren, entwickelt sich die etwas chaotisch wirkende Geschichte zu einem sehr interessanten Roman. Auch wenn Salomés Leben und ihr plötzliches Verschwinden im Mittelpunkt stehen, lernt man sie zunächst durch die vielen Charaktere kennen. Diese könnten unterschiedlicher nicht sein und jede der Figuren hat eine eigene, schicksalshafte Geschichte. Ab und an hatte ich die Befürchtung, den Überblick zu verlieren, doch dann gab es immer wieder dünne Fäden, die zeigen, wie alles irgendwie miteinander verbunden ist. Mal über größere Umwege, mal sehr nah. Man muss sich auf das Buch und den besonderen Stil einlassen – doch ich fand es auf besondere Weise packend. Mal etwas schillernd und poetisch, dann wieder dramatisch und berührend, hin zu Situationen, die ernster sind, nachdenklich stimmen und Schreckliches aufzeigen. Mein Fazit: Ein besonderer Roman, der einige Überraschungen bereithält – facettenreich, bewegend und außergewöhnlich. Von einem mysteriösen Verschwinden und vielen Charakteren, von unterschiedlichsten Orten und besonderen Lebensgeschichten – zunächst etwas verworren, werden nach und nach Verbindungen sichtbar. Mal leicht poetisch, entrückt und bewegend, dann wieder nachdenklich stimmend, ernst und erschütternd. Die Handlung ist durch die unzähligen Charaktere manchmal etwas wirr und komplex, doch insgesamt ist es ein lesenswertes und sehr eindrucksvolles Buch.

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