Natascha Wodin, Autorin des Bestsellers Sie kam aus Mariupol und eine der großen Autorinnen der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur, erzählt in ihrem neuen Hörbuch berührend, ehrlich und poetisch vom Altwerden und einer späten großen Liebe. Es geht um widersprüchliche Gefühle, um Nähe und Fremdsein in einer Beziehung und um die Gedanken an den näher rückenden Tod, den Schmerz des unaufhaltsamen Abschieds. Was bedeutet es, wenn man sich in hohem Alter noch einmal verliebt? Wenn nicht mehr viel Zeit füreinander bleibt und man sich eigentlich schon im Alleinsein eingerichtet hat? In Natascha Wodins neuem Hörbuch wagt die Erzählerin den Versuch, die Liebe über die Einsamkeit siegen zu lassen, ein letztmögliches Lebensexperiment, in dem sich die Fragen nach Liebe und Tod mit existenzieller Dringlichkeit stellen und die Mühen des Alters zum Alltag gehören. Die Geschichte des Paares ist der rote Faden im Text, ein Gewebe aus Erinnerungen, Reflexionen, Beobachtungen - aufgezeichnet an einem mecklenburgischen See mit Blick auf das Wasser und den gegenüberliegenden Horizont.
Kundinnen und Kunden meinen
4.5/5.0
11 Bewertungen
5 Sterne
4 Sterne
3 Sterne
2 Sterne
(0)
1 Sterne
(0)
Dieser Roman hat mich tief berührt
Lesenswert aus Bielefeld am 08.12.2025
Bewertungsnummer: 2673023
Bewertet: Hörbuch-Download
Natascha Wodin hat selbst gerade ihren 80sten Geburtstag gefeiert. In ihrem neuen Roman "Die späten Tage" lässt sie uns am Leben einer 80-Jährigen teilhaben. Einer 80-Jährigen, die eine späte Liebe mit einem nur geringfügig älteren Mann verbindet.
Natascha Wodin erzählt uns in ihrem Roman aus ihrem Leben im Alter, wenn es an allen Stellen zwickt und zwackt. Sie beschreibt eindrücklich und in poetischer Sprache die Sorgen um ihren Lebensgefährten, sich selbst, den Tod. Kann sie ihre späte Liebe bis an sein Lebensende begleiten oder will sie lieber vor ihm sterben? Aber wer kümmert sich dann um ihn?
Der Einblick über ihr Leben mit ihrem Partner und die Beschwerden des Alters wird immer wieder durch (autobiografische) Rückblicke in Wodins Leben unterbrochen. Und sie ist immer noch mittendrin im Leben, auch wenn es beschwerlich geworden ist.
Die Vortragsweise von Martina Gedeck hat mich begeistert. Sie verleiht mit ihrer Stimme dem Roman zusätzliche Tiefe, obwohl der Roman selbst das eigentlich gar nicht nötig hat.
Der Roman ist schwer zu beschreiben, man muss es selbst lesen oder hören. Für mich war es ein wunderbares Erlebnis und ich würde sehr gerne mehr als 5 Sterne vergeben.
Was bedeuten diese späten Tage für uns?!?!
Kaffeeelse (Mitglied der Thalia Book Circle Community) am 06.04.2026
Bewertungsnummer: 3100886
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Mein erstes Buch von Natascha Wodin war „Der Fluss und das Meer“. Und genau dieses Buch ließ mich aufhorchen. Denn diese Autorin kann schreiben, ihre Schreibe bewegt und berührt. Nach solch einer Lektüre will ich natürlich mehr. Und dieses Mehr kam mit „Die späten Tage“.
Ein Buch übers Älterwerden. Wenn man nicht mehr ganz so taufrisch ist, gewinnt solch ein Buch an Bedeutung. Denn einiges kennt man schon, anderes wieder wartet noch auf seine Zeit. Und so liest sich dieses „Die späten Tage“ doch recht schnell weg. „Die späten Tage“ ist ein Blick auf Natascha Wodin, ein Blick auf ihr Leben, ein Blick auf das Altwerden. Und dieses ganze Konglomerat ist liebevoll und empathisch geschrieben. Ich liebe ihre Schreibe, ihre Sichten, ihre Gedanken. Natascha Wodin, am 8. Dezember 25 wurde sie 80 Jahre, blickt in ihrem im November 25 erschienenen Buch ehrlich auf ihr Jetzt und auf ihr Gestern, beschäftigt sich mit ihrem Alterungsprozess und mit dem Danach, welches ja irgendwann auf uns alle wartet, denn dieses Leben überleben schafft ja bekanntlich niemand. Und doch wird genau dieses Thema, unser Sterben, ja meist irgendwie ausgeblendet. Ich arbeite im Krankenhaus und ja, in unserem Berufsalltag ist der Tod kein Thema, dem man dort ausweichen kann. In der Psychiatrie ist es noch einmal anders, dort kommt der Suizid noch dazu. Auch etwas mit dem man klarkommen muss. Denn gerade psychiatrisch Erkrankte kommen oft wieder und ja, man baut Bindungen auf, ob man will oder nicht. Denn unser menschliches Empfinden kann man ja nicht mit dem Einloggen auf Arbeit ablegen. Will man ja auch nicht! Ich auf gar keinen Fall und meine Kolleginnen auch nicht. Doch auch das Älterwerden und die damit verbundenen Unannehmlichkeiten werden meist weggeschoben und nicht betrachtet. Warum eigentlich? Weil es weh tut?! Nun wir schreiben sehr viel über die Liebe!?!? Diese kann ja auch sehr schmerzhaft sein. Wird aber dennoch betrachtet. Immer und immer wieder. Meiner Meinung bedarf aber auch der Blick auf das Alter einer genaueren Betrachtung. Denn da passiert so einiges. Und völlig unbedarft dort hinzukommen. Nun ja. Meines Erachtens sollte ein anderer Umgang mit diesem doch recht einschneidenden Prozess in unserer Gesellschaft Einzug halten. Wir werden älter, haben also länger etwas vom sogenannten Altwerden. Völlig ahnungslos da hinein schlittern. Nun ja, das wirkt auf mich etwas blauäugig.
Denn nur wenn ich mich weigere mich mit etwas auseinanderzusetzen, heißt dies ja dann nicht, dass ich davon verschont bleibe.
„Die späten Tage“ ist auf jeden Fall ein Buch, welches ungeschönt und ehrlich auf dieses Älterwerden und das daran anschließende Gehen schaut. Ein empathisches Buch! Ein berührendes Buch! Ein Tipp!
Was bedeutet es alt zu werden, alt zu sein? Natascha Wodin beschreibt gnadenlos, wie es ihr geht, was die Alterungsprozesse mit ihr gemacht haben. Daraus kann man Schlüsse ziehen. Denn ein Wissen über das Kommende lässt vielleicht ein Gegensteuern zu. Der unausweichliche Muskelabbau und die damit einhergehende schwindende Kraft sind sicher nichts Schönes. Doch ist man dem hilflos ausgeliefert oder hat man vielleicht doch über Bewegungstherapie, angepasste Übungen eine Möglichkeit da etwas zu verbessern, sich sein Leben schöner zu gestalten. Ebenso wie ein Überdenken der Ernährung, des Flüssigkeitshaushaltes hier durchaus hilfreich sein kann. Es gibt hier sicher noch mehr, was man tun kann.
Nur eines hilft sicher nicht, den Kopf in den Sand stecken.
Die Lektüre von „Die späten Tage“ ist empathisch berührend, aber ebenso höchst informativ. Denn dieses Älterwerden ist ein Thema, mit dem wir uns beschäftigen müssen!
Lesetipp und Leseempfehlung!
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für dein Feedback
Wir nutzen dein Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte habe Verständnis, dass wir dir keine Rückmeldung geben können. Falls du Kontakt mit uns aufnehmen möchtest, kannst du dich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.