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Die späten Tage Über das Altwerden und eine späte große Liebe 

11

24,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

25080

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

11.11.2025

Verlag

Rowohlt

Seitenzahl

288

Maße (L/B/H)

20,4/12,9/2,8 cm

Gewicht

340 g

Farbe

Lichtgrau

Auflage

5. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-498-00334-0

Beschreibung

Rezension

Das ist der eigentliche Zauber dieses Buches, dass es nichts beschönigt und trotzdem schön ist. Das Leben hört nicht auf, lebendig zu sein, nur weil es dem Ende zugeht, es verändert nur seine Töne, und Natscha Wodin hört sie alle. ("Bayern 2 "Büchermagazin"")
Außergewöhnlich und stark! ("RBB, radio 3")
Natascha Wodin erzählt hinreißend über eine letzte Liebe. Dieses Buch ist ein Alterswerk, radikal, aber nicht bitter. (...) Eine große Selbstbeobachterin erzählt darin die Leidenschaften des Daseins von ihrem Ende her. ("Die Zeit")
Natascha Wodin hat ein Buch voller großer Gefühle geschrieben, ohne jemals sentimental zu werden (... Sie) erlaubt uns mit „Die späten Tage“ einen tiefen Einblick in die Gefühlswelt einer alternden, einer liebenden Frau. Schonungslos, berührend, herzergreifend. ("MDR "Buch der Woche"")
Wodin fasziniert mit subtilen Beziehungsschilderungen, mit der unnachgiebigen Genauigkeit, mit der sie den leiblichen Schmerz, Verfall, das nahende Zu-Ende-Gehen darstellt. ("Münchner Merkur")
Ihren existenziellen Fragen nach Lebenssinn, Selbstbestimmtheit und Würde kann man nicht ausweichen. Durch die Verdichtung und nüchterne Sprache entsteht eine poetische Kraft, die einen ganz eigenen Sog entfaltet. Wer sich darauf einlässt, wird das Buch nicht so schnell vergessen können. ("NDR Info "Neue Bücher"")
Das ist der eigentliche Zauber dieses Buches: dass es nichts beschönigt und trotzdem schön ist. ("SWR 2 "Lesenswert"")

Produktdetails

Verkaufsrang

25080

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

11.11.2025

Verlag

Rowohlt

Seitenzahl

288

Maße (L/B/H)

20,4/12,9/2,8 cm

Gewicht

340 g

Farbe

Lichtgrau

Auflage

5. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-498-00334-0

Herstelleradresse

Rowohlt Verlag GmbH
Kirchenallee 19
20099 Hamburg
DE

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  • Kaffeeelse

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    06.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Was bedeuten diese späten Tage für uns?!?!

    Mein erstes Buch von Natascha Wodin war „Der Fluss und das Meer“. Und genau dieses Buch ließ mich aufhorchen. Denn diese Autorin kann schreiben, ihre Schreibe bewegt und berührt. Nach solch einer Lektüre will ich natürlich mehr. Und dieses Mehr kam mit „Die späten Tage“. Ein Buch übers Älterwerden. Wenn man nicht mehr ganz so taufrisch ist, gewinnt solch ein Buch an Bedeutung. Denn einiges kennt man schon, anderes wieder wartet noch auf seine Zeit. Und so liest sich dieses „Die späten Tage“ doch recht schnell weg. „Die späten Tage“ ist ein Blick auf Natascha Wodin, ein Blick auf ihr Leben, ein Blick auf das Altwerden. Und dieses ganze Konglomerat ist liebevoll und empathisch geschrieben. Ich liebe ihre Schreibe, ihre Sichten, ihre Gedanken. Natascha Wodin, am 8. Dezember 25 wurde sie 80 Jahre, blickt in ihrem im November 25 erschienenen Buch ehrlich auf ihr Jetzt und auf ihr Gestern, beschäftigt sich mit ihrem Alterungsprozess und mit dem Danach, welches ja irgendwann auf uns alle wartet, denn dieses Leben überleben schafft ja bekanntlich niemand. Und doch wird genau dieses Thema, unser Sterben, ja meist irgendwie ausgeblendet. Ich arbeite im Krankenhaus und ja, in unserem Berufsalltag ist der Tod kein Thema, dem man dort ausweichen kann. In der Psychiatrie ist es noch einmal anders, dort kommt der Suizid noch dazu. Auch etwas mit dem man klarkommen muss. Denn gerade psychiatrisch Erkrankte kommen oft wieder und ja, man baut Bindungen auf, ob man will oder nicht. Denn unser menschliches Empfinden kann man ja nicht mit dem Einloggen auf Arbeit ablegen. Will man ja auch nicht! Ich auf gar keinen Fall und meine Kolleginnen auch nicht. Doch auch das Älterwerden und die damit verbundenen Unannehmlichkeiten werden meist weggeschoben und nicht betrachtet. Warum eigentlich? Weil es weh tut?! Nun wir schreiben sehr viel über die Liebe!?!? Diese kann ja auch sehr schmerzhaft sein. Wird aber dennoch betrachtet. Immer und immer wieder. Meiner Meinung bedarf aber auch der Blick auf das Alter einer genaueren Betrachtung. Denn da passiert so einiges. Und völlig unbedarft dort hinzukommen. Nun ja. Meines Erachtens sollte ein anderer Umgang mit diesem doch recht einschneidenden Prozess in unserer Gesellschaft Einzug halten. Wir werden älter, haben also länger etwas vom sogenannten Altwerden. Völlig ahnungslos da hinein schlittern. Nun ja, das wirkt auf mich etwas blauäugig. Denn nur wenn ich mich weigere mich mit etwas auseinanderzusetzen, heißt dies ja dann nicht, dass ich davon verschont bleibe.  „Die späten Tage“ ist auf jeden Fall ein Buch, welches ungeschönt und ehrlich auf dieses Älterwerden und das daran anschließende Gehen schaut. Ein empathisches Buch! Ein berührendes Buch! Ein Tipp! Was bedeutet es alt zu werden, alt zu sein? Natascha Wodin beschreibt gnadenlos, wie es ihr geht, was die Alterungsprozesse mit ihr gemacht haben. Daraus kann man Schlüsse ziehen. Denn ein Wissen über das Kommende lässt vielleicht ein Gegensteuern zu. Der unausweichliche Muskelabbau und die damit einhergehende schwindende Kraft sind sicher nichts Schönes. Doch ist man dem hilflos ausgeliefert oder hat man vielleicht doch über Bewegungstherapie, angepasste Übungen eine Möglichkeit da etwas zu verbessern, sich sein Leben schöner zu gestalten. Ebenso wie ein Überdenken der Ernährung, des Flüssigkeitshaushaltes hier durchaus hilfreich sein kann. Es gibt hier sicher noch mehr, was man tun kann.  Nur eines hilft sicher nicht, den Kopf in den Sand stecken. Die Lektüre von „Die späten Tage“ ist empathisch berührend, aber ebenso höchst informativ. Denn dieses Älterwerden ist ein Thema, mit dem wir uns beschäftigen müssen! Lesetipp und Leseempfehlung!

  • Bewertung

    aus Villach

    5/5

    25.02.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein unglaublich berührendes, unter die Haut gehendes Buch über das hohe Alter

    Natascha Wodin beschreibt ihr Leben als hochbetagte 80-jährige Frau. Mit Friedrich findet sie ihre späte Liebe, obwohl trotz des reifen Alters der beiden das Zusammenleben nicht immer einfach ist. Die Jahre haben Prägungen hinterlassen, die nicht mehr zu ändern sind. Natascha Wodin beschreibt ihr hohes Alter, von außen betrachtet, wie man es sich wünschen würde: sie ist gesund, fit im Kopf, führt eine Partnerschaft, kann noch schreiben, Autofahren und sich selbst versorgen. Welcher Kraftaufwand jedoch dahintersteckt, den Alltag zu bewältigen, wie viel Überwindung das Leben und welchen Stress es kostet, wenn abseits der täglichen Routinen Aufgaben zu bewältigen sind, wird hier sehr sensibel und berührend beschrieben: Der Schlaf ist nicht mehr tief, zum Spazierengehen benötigt man Stöcke (eventuell bald einen Rollator), die Angst vorm Sterben ist präsent, wie soll man da längerfristige Pläne schmieden. Immer steht die Frage im Raum, wird sie Friedrich heute zum letzten Mal umarmen, wird er oder sie morgen noch leben? Der Tod begleitet ständig ihre Gedanken und es ist unerträglich für sie, dem Tod so nahe zu sein. Und trotzdem hofft sie, dass der Tod sie nicht heimsuchen wird, obwohl bis jetzt alle Menschen, die geboren wurde, auch gestorben sind. Sie schreibt vom großen Irrtum, dass man im Alter keine Angst mehr vom Tod hat oder dass man bereit und einverstanden wäre zu sterben. Ein unglaublich berührendes, unter die Haut gehendes Buch über das hohe Alter. Natascha Wodin gelingt es zu zeigen, wie schwer es ist alt zu sein, trotz guter Gesundheit, Und was es heißt, sich mit der Endlichkeit auseinanderzusetzen. Uneingeschränkte Empfehlung

  • CK

    aus Raum Stuttgart

    5/5

    08.01.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die Beständigkeit der Liebe:…

    Die Beständigkeit der Liebe: Lebenskluges Buch über das Altwerden Seit ich Natascha Wodins berührendes Buch „Sie kam aus Mariupol“ gelesen hatte, bin ich ein großer Fan dieser Autorin und habe mich daher sehr über diese Neuveröffentlichung gefreut. In „Die späten Tage“ schrebit sie sehr ehrlich, poetisch und unbeschönigt über das Älterwerden und das unausweichliche Sterben. „Ich glaube, dass niemand weiß, wie man alt wird. Niemand hat uns das gesagt, niemand hat uns darauf vorbereitet. Alle werden vom Alter überrumpelt und sind ratlos, auf einem fremden, unergründlichen Gelände, von dem man nicht weiß, ob es Wirklichkeit ist oder ein Traum. Man weiß nur, dass man aus diesem Alptraum nie mehr erwachen wird.“ Aber es geht auch um ihre späte Liebe zu einem Mann namens Friedrich, über ihre nicht immer einfache Beziehung und um widersprüchliche Gefühle. „Ich weiß nicht, wie es möglich ist, dass Friedrich sich einst in dieses Haus verlaufen hat. Und ich weiß auch nicht, wie es möglich ist, dass ich mich hierher verlaufen habe. Weil ich nicht wusste, wohin ich sonst gehen sollte? Weil Friedrich meine einzige Möglichkeit war? Im Grunde ist es nichts Neues für mich, was ich jetzt erlebe. Es war immer schon so bei mir. Ich war immer in der Fremde, ich konnte nie bleiben und nie gehen so sehr ich es auch wollte.“ Natascha Wodin blickt auf ihr bisheriges Leben zurück; die Texte sind eine gelungene Mischung aus Erinnerungen, Rückblicken sowie aktuellen Beobachtungen. Und auch, wenn ich noch längst nicht im Alter der Autorin (sie ist gerade 80 geworden) bin, haben mich viele ihrer Worte zum Nachdenken gebracht. „Die gegenständliche Welt ist nicht für alte Menschen gemacht, der Alltag in dieser Welt wird zu einer ständigen Überforderung, zum Dauerstress, zu einer Leistung, die man nicht mehr erbringen kann. Und damit verbunden ist die Scham darüber, dass man es nicht mehr kann, dass man es immer weniger kann, weil man immer schwächer, hilfloser und konfuser wird. Ich erinnere mich noch gut daran, wie ich alte Menschen in meinen jungen Jahren wahrgenommen habe. Ich fühlte etwas zwischen Grauen, Mitleid, Verständnislosigkeit und Aversion bei ihrem Anblick, und ich hielt es für ausgeschlossen, dass ich irgendwann genauso werden würde wie sie. Jetzt fühlen und denken junge Menschen genau dasselbe von mir, wenn sie mich sehen.“ Niemand denkt gerne über den eigenen Tod nach, wie auch die Autorin klug erkannt hat: „Bisher sind alle Menschen, die geboren wurden, gestorben. Zum jetzigen Zeitpunkt sollen über acht Milliarden Menschen auf der Erde leben. Sie werden ebenfalls alle sterben. Ich auch? Manchmal denke ich immer noch, nein, das wird mir nicht passieren, irgendwie werde ich davonkommen, das ist mir doch bis jetzt immer gelungen. Warum können wir alle nicht glauben, dass wir sterben müssen? Weil der Gedanke unerträglich ist oder weil uns ein natürlicher Instinkt sagt, dass es den Tod nicht gibt?“ Natascha Wodins Worte haben mich oft tief berührt: „Ich kann kein neues Leben mehr anfangen, dazu ist es zu spät, ich kann nur noch bleiben, wo ich bin und mich in der Beständigkeit der Liebe üben.“ Das Buch mag keine „leichte Kost“ sein, aber ich habe jede Seite genossen. So klug und vielschichtig - und hoffentlich noch nicht das letzte Werk dieser großartigen Schriftstellerin! Vielen Dank an den argon Hörbuch-Verlag und an NetGalley für das Rezensionsexemplar! Martina Gedeck liest wirklich grandios; fast könnte man vergessen, dass sie nicht über ihr eigenes Leben spricht. - Nur leider sind Hörbücher einfach nichts für mich; ich brauche das geschriebene Wort von meinen Augen. Daher habe ich mir gleich darauf das Buch noch selbst gekauft. So gefiel mir „Die späten Tage“ noch viel besser und ich vergebe 5 Sterne und eine unbedingte Leseempfehlung für dieses kluge Buch!

  • Bewertung

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    08.01.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die Beständigkeit der Liebe: Lebenskluges Buch über das Altwerden

    Seit ich Natascha Wodins berührendes Buch „Sie kam aus Mariupol“ gelesen hatte, bin ich ein großer Fan dieser Autorin und habe mich daher sehr über diese Neuveröffentlichung gefreut.   In „Die späten Tage“ schrebit sie sehr ehrlich, poetisch und unbeschönigt über das Älterwerden und das unausweichliche Sterben.   „Ich glaube, dass niemand weiß, wie man alt wird. Niemand hat uns das gesagt, niemand hat uns darauf vorbereitet. Alle werden vom Alter überrumpelt und sind ratlos, auf einem fremden, unergründlichen Gelände, von dem man nicht weiß, ob es Wirklichkeit ist oder ein Traum. Man weiß nur, dass man aus diesem Alptraum nie mehr erwachen wird.“   Aber es geht auch um ihre späte Liebe zu einem Mann namens Friedrich, über ihre nicht immer einfache Beziehung und um widersprüchliche Gefühle.   „Ich weiß nicht, wie es möglich ist, dass Friedrich sich einst in dieses Haus verlaufen hat. Und ich weiß auch nicht, wie es möglich ist, dass ich mich hierher verlaufen habe. Weil ich nicht wusste, wohin ich sonst gehen sollte? Weil Friedrich meine einzige Möglichkeit war? Im Grunde ist es nichts Neues für mich, was ich jetzt erlebe. Es war immer schon so bei mir. Ich war immer in der Fremde, ich konnte nie bleiben und nie gehen so sehr ich es auch wollte.“   Natascha Wodin blickt auf ihr bisheriges Leben zurück; die Texte sind eine gelungene Mischung aus Erinnerungen, Rückblicken sowie aktuellen Beobachtungen. Und auch, wenn ich noch längst nicht im Alter der Autorin (sie ist gerade 80 geworden) bin, haben mich viele ihrer Worte zum Nachdenken gebracht.   „Die gegenständliche Welt ist nicht für alte Menschen gemacht, der Alltag in dieser Welt wird zu einer ständigen Überforderung, zum Dauerstress, zu einer Leistung, die man nicht mehr erbringen kann. Und damit verbunden ist die Scham darüber, dass man es nicht mehr kann, dass man es immer weniger kann, weil man immer schwächer, hilfloser und konfuser wird. Ich erinnere mich noch gut daran, wie ich alte Menschen in meinen jungen Jahren wahrgenommen habe. Ich fühlte etwas zwischen Grauen, Mitleid, Verständnislosigkeit und Aversion bei ihrem Anblick, und ich hielt es für ausgeschlossen, dass ich irgendwann genauso werden würde wie sie. Jetzt fühlen und denken junge Menschen genau dasselbe von mir, wenn sie mich sehen.“   Niemand denkt gerne über den eigenen Tod nach, wie auch die Autorin klug erkannt hat: „Bisher sind alle Menschen, die geboren wurden, gestorben. Zum jetzigen Zeitpunkt sollen über acht Milliarden Menschen auf der Erde leben. Sie werden ebenfalls alle sterben. Ich auch? Manchmal denke ich immer noch, nein, das wird mir nicht passieren, irgendwie werde ich davonkommen, das ist mir doch bis jetzt immer gelungen. Warum können wir alle nicht glauben, dass wir sterben müssen? Weil der Gedanke unerträglich ist oder weil uns ein natürlicher Instinkt sagt, dass es den Tod nicht gibt?“   Natascha Wodins Worte haben mich oft tief berührt:   „Ich kann kein neues Leben mehr anfangen, dazu ist es zu spät, ich kann nur noch bleiben, wo ich bin und mich in der Beständigkeit der Liebe üben.“   Das Buch mag keine „leichte Kost“ sein, aber ich habe jede Seite genossen. So klug und  vielschichtig - und hoffentlich noch nicht das letzte Werk dieser großartigen Schriftstellerin!   Vielen Dank an den argon Hörbuch-Verlag und an NetGalley für das Rezensionsexemplar! Martina Gedeck liest wirklich grandios; fast könnte man vergessen, dass sie nicht über ihr eigenes Leben spricht. - Nur leider sind Hörbücher einfach nichts für mich; ich brauche das geschriebene Wort von meinen Augen.   Daher habe ich mir gleich darauf das Buch noch selbst gekauft. So gefiel mir „Die späten Tage“ noch viel besser und ich vergebe 5 Sterne und eine unbedingte Leseempfehlung für dieses kluge Buch!

  • gst

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    21.12.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Gedanken einer alten Frau

    Pünktlich zu ihrem 80sten Geburtstag hat der Rowohlt-Verlag Natascha Wodins neuesten Roman herausgebracht. Darin erzählt die Autorin aus ihrem Leben. Hautnah können wir LeserInnen ihre Sorgen und Nöte über das Alter und das sich nähernde Lebensende miterleben. Dabei erfahren wir viel über ihre bewegte Vergangenheit, in der sie gereist ist und gelebt hat. Besonders emotional beschreibt sie ihre jetzige Liebe zu einem um einige Jahre älteren Mann, die sie folgendermaßen definiert: Sie ist das Einzige, was zählt, alles andere ist vergeblich. Sie ist mehr als ein schönes Gefühl; sie erfordert Anstrengung und Freiheit. Nataschas Wodins Erinnerungen sind innig, aber sie leidet immer wieder unter ihrer Lebenssattheit, die für mich erschreckend war. Da ich selbst schon über 70 bin, sind mir viele ihrer Gedanken vertraut. Gerne ziehe ich aus den Schilderungen ihres Lebens meine Schlüsse und halte mir ständig vor Augen, wie wichtig tägliche Bewegung ist, um nicht in die körperliche Starre und Schwäche zu fallen, unter der sie zunehmend leidet. Gefallen haben mir ihre Erinnerungen an alte Freundschaften mit Schriftstellern. Außerdem erfuhr ich so manches Neues aus der alten Sowjetunion. Da mir das Werk als Hörbuch aus dem Argon-Verlag vorlag, möchte ich unbedingt noch Martina Gedeck erwähnen. Achteinhalb Stunden dauert ihre gefühlvolle Lesung, die mir die Schriftstellerin Natascha Wodin, die 2017 für ihren Roman „Sie kam aus Mariupol“ mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet wurde, sehr nah gebracht hat. Fazit: 5 Sterne für diesen in poetischer Sprache verfassten Roman, der wohl am ehesten ältere Personen anspricht. Junge Leute könnten damit überfordert sein.

Kundinnen und Kunden meinen

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