Produktbild: Mutabor
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Mutabor Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

07.07.2022

Illustriert von

Erasmus Scheuer

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

192

Maße (L/B/H)

20,5/12,7/2,1 cm

Gewicht

303 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710001913374

Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

07.07.2022

Illustriert von

Erasmus Scheuer

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

192

Maße (L/B/H)

20,5/12,7/2,1 cm

Gewicht

303 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710001913374

Herstelleradresse

C.H. Beck
Wilhelmstrasse 9
80801 München
DE

Email: produktsicherheit@beck.de

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  • Bewertung

    5/5

    15.11.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Düstere Heimat

    Norbert Scheuer erzählt in seinem neuen Roman die traurige Geschichte einer jungen und sonderbaren Frau in seinem Dorf Kall. Ihre Herkunft wird ihr von der Dorfbevölkerjng verschwiegen. Sie wächst bei einer Grossmutter auf, die sie misshandelt. Deren Mann, der Grossvater also unternimmt mit der kleinen Nina Ausfahrten im rostigen alten Opel Kapitän, Ziel ist Byzanz. Er schwärmt von der fernen Welt und ihren mythischen Störchen. Die Sehnsucht nach der Ferne lässt die junge Frau die Realität aushalten. Sie trägt Zeitungen aus. Sie hilft in der örtlichen Kneipe eines Griechen aus. Ziel ist es auszubrechen aus der dörflichen Enge von Kall, dafür spart sie. Sie gilt im Dorf als zurück geblieben und offensichtlich psychisch angeschlagen ob der Vorfälle ihrer Jugend, sie ritzt sich. Von der Frau, die sie als Amtsvormund betreuen soll, wird sie sexuell genötigt und sie wird an einem Dorffest von einer Gruppe gleichaltriger Burschen vergewaltigt. Nina ist eine absolute Aussenseiterin und erfährt wenig Zuwendung. Einzig der Sozialarbeiter Ignaz, dessen Frau und die pensionierte Lehrerin Sophia zeigen Interesse an der tumben Nina. Diese entwickelt sich zur belesenen Frau und hört nicht auf Fragen zu stellen. Dann ist da noch der schöne Paul, den sie für unerreichbar hält. Ihm widerfährt Schlimmes im Einsatz in Afghanistan, und unsere verliebte Heldin kümmert und sorgt sich um ihn. Doch als er nach der ersten Liebesnacht entdeckt, dass Nina ein Muttermal hat, schwant ihm das Rätsel ihrer Herkunft. Scheuer schafft einen Dorfkosmos voller Andeutungen, seine Figuren sind vom Leben gezeichnete Leute, kein Schwarz-Weiss-Schema sondern viele graue Schattierungen die der unbarmherzigen Natur ausgeliefert sind. Scheuers Erzähltemprament ist von gemächlicher Art, sein verstörender Plot wird mit präzisen Beobachtungen seiner Umgebung und seiner Heimat richtig plastisch geschildert und entwickelt einen poetischen und erzählerischen Sog, dem man sich nicht entziehen kann. Ergänzt wird das Buch mit Zeichnungen und Vergleichen der Dorfdramen mit der griechischen Myhologie auf Bierdeckeln.

  • Bewertung

    5/5

    16.09.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die junge, elternlose Nina Plisson...

    Die junge, elternlose Nina Plisson weiß nicht was aus ihrer Mutter geworden ist und wer ihr Vater ist. Keiner aus ihrer Heimatstadt Kall gibt Antwort - sie sucht selbst Schönheit, Traurigkeit, Zuhause und Abgründe des Lebens.

  • MarcoL

    aus Füssen

    5/5

    13.07.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wieder ein großer, poetischer Roman des Autors!

    Norbert Scheuer entführt uns auch in seinem neuesten Roman wieder in das kleine Städtchen Kall in der Eifel. Es ist ein Ort, in welchem man glauben könnte, dass ein jeder jeden kennt und absolut nichts im Geheimen liegt. Und es hat tatsächlich den Anschein, als würden die „Grauköpfe“, welche sich regelmäßig in der Cafeteria treffen, alles wissen, alles sehen, alles hören. Allerdings halten sie sich dennoch mit Informationen und Gesprächsbereitschaft bedeckt, wenn es um die Frage der Eltern von Nina geht. Nina wächst elternlos auf. Ihr größter Wunsch ist es, mehr über ihre Eltern zu erfahren, doch ihre Suche scheint erfolglos und frustrierend zu sein. Sie kann nur mit spärlichen Fakten, was ihre Eltern anbelangt, aufwarten. Und die Grauköpfe sind stumm. Ebenso Sophia, eine pensionierte Lehrerin, welche sich Nina angenommen hat, weiß wohl mehr, aber auch ihre Lippen bleiben versiegelt. Und dabei war es Sofia, welche Nina einen Halt im Leben gab, sie aus der Einsamkeit und sozialer Verwahrlosung geholt hat. Doch auch Sofia scheint ihre Geheimnisse zu haben … und eine schleichende Demenz macht alles nicht einfacher. So wächst Nina auf, im Ort ansässig und nirgendwo zugehörig, widerspenstig. Mehr als einmal schaffte es ihr Sozialbetreuer mit Müh' und Not, sie vor einem Heim zu bewahren. Sie jobt bei dem Griechen Evros, dessen bekritzelte Bierdeckel mit Texten aus der Mythologie sie in ihren Bann ziehen – und so bilden sie eine Brücke zwischen Realität, Traum- und Märchenwelt. Nina hat es trotz allen Bemühungen schwer, Anschluss zu finden. Auch ihre vergebliche Liebe zu Paul Arimond verkompliziert die Sache noch mehr. Norbert Scheuer schafft es, den Leser durch dieses Labyrinth aus vergangenen Tagen und Personen der Gegenwart zu schleusen. Seine Protagonist:Innen sind wie so oft Außenseiter, aber mehr als authentisch. Sie sind greifbar, wie auf einer Theaterbühne, und bleiben dennoch unberührbar weit entfernt, alle auf der Suche nach einer Geborgenheit und ihren Platz im Tohuwabohu des täglichen Seins. Allein der Sprachstil voller Poesie ist ein Genuss, der einen jede Seite wie eine zarte Praline kosten lässt. Zusätzlich zu den spannenden Seiten regen Illustrationen von Erasmus Scheuer die Fantasie der Leser:Innen an und machen das Buch zu einem ganz besonderen literarischen Werk.

  • MarcoL

    aus Füssen

    5/5

    13.07.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wieder ein großer, poetischer…

    Wieder ein großer, poetischer Roman des Autors! Norbert Scheuer entführt uns auch in seinem neuesten Roman wieder in das kleine Städtchen Kall in der Eifel. Es ist ein Ort, in welchem man glauben könnte, dass ein jeder jeden kennt und absolut nichts im Geheimen liegt. Und es hat tatsächlich den Anschein, als würden die „Grauköpfe“, welche sich regelmäßig in der Cafeteria treffen, alles wissen, alles sehen, alles hören. Allerdings halten sie sich dennoch mit Informationen und Gesprächsbereitschaft bedeckt, wenn es um die Frage der Eltern von Nina geht. Nina wächst elternlos auf. Ihr größter Wunsch ist es, mehr über ihre Eltern zu erfahren, doch ihre Suche scheint erfolglos und frustrierend zu sein. Sie kann nur mit spärlichen Fakten, was ihre Eltern anbelangt, aufwarten. Und die Grauköpfe sind stumm. Ebenso Sophia, eine pensionierte Lehrerin, welche sich Nina angenommen hat, weiß wohl mehr, aber auch ihre Lippen bleiben versiegelt. Und dabei war es Sofia, welche Nina einen Halt im Leben gab, sie aus der Einsamkeit und sozialer Verwahrlosung geholt hat. Doch auch Sofia scheint ihre Geheimnisse zu haben … und eine schleichende Demenz macht alles nicht einfacher. So wächst Nina auf, im Ort ansässig und nirgendwo zugehörig, widerspenstig. Mehr als einmal schaffte es ihr Sozialbetreuer mit Müh' und Not, sie vor einem Heim zu bewahren. Sie jobt bei dem Griechen Evros, dessen bekritzelte Bierdeckel mit Texten aus der Mythologie sie in ihren Bann ziehen – und so bilden sie eine Brücke zwischen Realität, Traum- und Märchenwelt. Nina hat es trotz allen Bemühungen schwer, Anschluss zu finden. Auch ihre vergebliche Liebe zu Paul Arimond verkompliziert die Sache noch mehr. Norbert Scheuer schafft es, den Leser durch dieses Labyrinth aus vergangenen Tagen und Personen der Gegenwart zu schleusen. Seine Protagonist:Innen sind wie so oft Außenseiter, aber mehr als authentisch. Sie sind greifbar, wie auf einer Theaterbühne, und bleiben dennoch unberührbar weit entfernt, alle auf der Suche nach einer Geborgenheit und ihren Platz im Tohuwabohu des täglichen Seins. Allein der Sprachstil voller Poesie ist ein Genuss, der einen jede Seite wie eine zarte Praline kosten lässt. Zusätzlich zu den spannenden Seiten regen Illustrationen von Erasmus Scheuer die Fantasie der Leser:Innen an und machen das Buch zu einem ganz besonderen literarischen Werk.

  • Bewertung

    aus Marburg

    4/5

    04.08.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die Geschichte der Nina Plisson

    Nach "Peehs Liebe" und "Winterbienen" ist "Mutabor" inzwischen das dritte Buch, das ich von Norbert Scheuer gelesen habe. Wie bei allen seinen Büchern spielt die Geschichte in Kall in der Nordeifel, eine Gemeinde, in der sich die unterschiedlichsten Gestalten tummeln. Man trifft sogar alte Bekannte aus Vorgängerromanen wieder wie Paul Arimond, der bereits im Roman "Die Sprache der Vögel" seinen Auftritt hatte. In ihn ist die junge Nina Plisson, Hauptprotagonistin des vorliegenden Bandes, unsterblich verliebt, doch leider interessiert er sich nicht für sie - jedenfalls nicht zu Beginn. Dann ist da noch der griechische Gastwirt Evros, der mit den verbliebenen zwei Daumen seiner Hände rätselhafte Göttergeschichten auf Bierdeckel schreibt, die Grauköpfe, die in der Cafeteria des Supermarkts täglich den neuesten Klatsch austauschen oder Ninas alte Lehrerin Sophia, die dem Mädchen das Schreiben beibringt, nachdem diese sich jahrelang nur in Klecksen (wunderbar illustriert von Norbet Scheuers Sohn Erasmus) ausdrücken konnte. Nina kann sich nur noch dunkel an ihre Mutter erinnern und ihr Vater ist ihr gänzlich unbekannt. Keiner will ihr Näheres sagen, Schweigen umhüllt den Verbleib ihrer Mutter. In seiner gewohnt poetischen Sprache erzählt Scheuer von Vernachlässigung, Missbrauch, Untreue, Betrug und all den dunklen Geheimnissen, von denen in Kleinstädten wie Kall nur hinter vorgehaltener Hand getuschelt wird. Nina ist sich jedenfalls sicher, dass ihr die Grauköpfe niemals etwas erzählen werden und dass sie alles selbst herausfinden muss. Als Leser(in) begleitet man das Mädchen auf ihrer Suche nach Antworten, rätselt wie sie über das zerkratzte Gesicht des Reiters auf dem Foto in Evros' Gaststätte oder den Verbleib der Mutter und ist am Ende des Romans um ein paar Antworten reicher. Mir hat der Roman wieder gut gefallen, auch wenn ich manche Botschaften wie etwa die Geschichten auf den Bierdeckeln schon sehr kryptisch fand und immer noch ein paar unbeantwortete Fragen habe. Am besten ich lese das Büchlein gleich noch einmal. Ich bin mir sicher, dass die Antworten dort irgendwo stecken müssen.

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