Norbert Scheuer, geboren 1951, veröffentlichte u.a. die Romane ›Die Sprache der Vögel‹ (2015, für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert) und ›Winterbienen‹ (2019) – ein Buch, das auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises stand, zum Bestseller avancierte und in viele Sprachen übersetzt wurde. Zuletzt bekam er den Wilhelm-Raabe-Preis 2019, den Evangelischen Buchpreis 2020 und 2023 den Rainer-Malkowski-Preis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste verliehen. Er lebt als freier Schriftsteller in der Eifel.
Ein Stausee soll vergrößert und ein Ferienpark errichtet werden: Vor diesem Hintergrund wird ein fantastischer Reigen abenteuerlicher Geschichten erzählt, deren Kristallisationspunkt die Cafeteria eines Supermarktes in Kall, einem imaginären, aber doch realen Städtchen ist. Es geht um die erste Liebe zwischen Nina und Paul, den Liebesverrat von Sophia und Eugen und eine späte, glückverheißende Leidenschaft zwischen Herrn Vallentin und Isabell. Daneben begegnet den Hörern in dramatisch-poetischen Episoden die Wirkkraft menschlicher Schwächen und enttäuschter Hoffnungen, und wir erfahren, welche Folgen Betrug, Intrigen und das Streben nach Bereicherung freisetzen können.
Die Grauköpfe, eine Gruppe alter Männer, versuchen von ihrem Stammplatz in der Cafeteria aus hinter all die Geheimnisse des Alltags im "Urftland" zu kommen und die verborge- nen Mechanismen dieses Universums zu begreifen. Aber auch sie sind verstrickt und können den wahren Grund der Dinge nicht erkennen. Aber wir vielleicht?
Raffiniert und spannend, suggestiv und poetisch erzählt Norbert Scheuer in seinem neuen Roman vom Glück des Alltags, unerfüllten und erfüllten Sehnsüchten, von einer Welt verschollener Dinge und ihrer großen und kleinen Geheimnisse.