"Ich schreibe für alle, die das Gefühl haben, dass es mehr im Leben geben muss. Dieses Buch erzählt davon, wie man auf der Suche nach Liebe und Glück verloren gehen kann. Und wie man aus dieser Verlorenheit wieder zurückfindet." Elizabeth Gilbert
Im Jahr 2000 lernt Elizabeth Rayya kennen. Erst sind sie Freundinnen, dann Seelenverwandte. Die beiden werden ein Paar, leben ihre einzigartige Liebe. Aber sie sind auch zwei Süchtige auf Kollisionskurs in Richtung Katastrophe - und müssen nach einer verheerenden Diagnose den gemeinsamen Weg des Abschieds gehen.
All the Way to the River ist eine existenzielle Offenbarung, eine bahnbrechende Erzählung von Liebe, Sucht und unermesslichem Verlust - sowie von der unbedingten Sehnsucht nach Befreiung und Heilung. Wie in Eat Pray Love erzählt die Nr. 1-Spiegel-Bestseller-Autorin Elizabeth Gilbert zutiefst persönlich und dabei bewegend universell ihre vielleicht wichtigste Geschichte und davon, was im Leben wirklich zählt.
Kundinnen und Kunden meinen
4.0/5.0
J Glo
5/5
19.11.2025
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Engaging, personal, and poetic
Paradoxically and simultaneously easy and hard to read. Finished in a few days. Read a few by Gilbert now and they're all beautifully written but with unique character. Definitely recommend.
Hoelzchen
aus Bad Oldesloe
4/5
06.11.2025
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Schonungslose Geständnisse
Der Name Elizabeth Gilbert war mir bislang nicht geläufig, doch der Hinweis auf „Eat, Pray, Love“ erweckte mein Interesse, denn ich kenne den Film. Wie gut, dass auch in der deutschen Übersetzung der Originaltitel übernommen wurde. Denn er ist der Schlüsselsatz und sagt soviel aus. Ich habe mich für die knapp 11stündige Hörbuchfassung entschieden, eingelesen von Cathleen Gawlich. Ein Hörbuch steht und fällt mit der Stimme und diese hier hätte nicht passender sein können. Der Roman ist ein autobiographisches Werk der Autorin. Schonungslos lässt sie uns an ihrem Leben der letzten Jahrzehnte teilhaben. Anfang der 2000er Jahre lernt sie Raya kennen, aus Freundschaft wird Liebe. Die beiden werden ein Paar. Raya hat viele Päckchen zu tragen, war sie doch viele Jahre Drogensüchtig. Und auch Liz gesteht uns ihre Sucht nach Sex und Liebe. Die beiden bilden eine Symbiose und lassen es sich die nächsten Jahre gut gehen. Liz ist durch ihren Romanerfolg finanziell gut aufgestellt und die beiden genießen das Leben. Doch dann schlägt das Schicksal zu. Raya erkrankt unheilbar an Krebs. Natürlich bleibt Liz an ihrer Seite, muss aber erkennen, an ihre Grenzen zu kommen. Nach Rayas Tod begibt sich Liz in professionelle Hände, um ihre Sucht nach Sex und Liebe zu bekämpfen. Das ist kein leichter Weg, doch die verbleibenden Jahre will sie gut verbringen, dass ist sie Raya schuldig und sie hofft ein Wiedersehen am Fluss. Der Roman ist schon sehr speziell und man sollte wissen, auf was man sich einlässt. Es ist eine Liebesgeschichte der besonderen Art und oft verliert Gilbert den roten Faden und Leser- und Hörerschaft haben Mühe zu folgen. Die Autorin öffnet ihr tiefstes Inneres für uns, dafür verdient sie Respekt und Anerkennung. Zu keiner Zeit scheut sie der Selbstreflexion. Oft wird es sehr spirituell, was mir persönlich dann zu viel war. Gerade in der Mitte hat die Geschichte ihre Längen und ich musste mich zwingen dabeizubleiben. Anfang und Ende konnten mich überzeugen. Fazit: Ein Roman, der nicht in jeder Stimmung gelesen oder gehört werden kann, aber dennoch empfehlenswert ist.
Rei Shimura
4/5
29.10.2025
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Ungefiltert und ungeschönt: Eine Reise durch Verlust und Abhängigkeit
Ich weiß noch, dass mich „Eat, Pray, Love“ sehr beeindruckt und berührt hat, was auf jedem Fall meinem damaligen Alter und meiner Lebenssituation geschuldet war. Ich möchte damit nicht behaupten, dass es kein gutes Buch ist, aber ein weiterer Leseversuch einige Jahre später wurde recht schnell abgebrochen. „Das Ja-Wort“, das damals als Fortsetzung zu Gilberts Welterfolg angepriesen wurde, habe ich auch noch gelesen und sehr interessant gefunden, es konnte mich aber nicht mehr so begeistern. Danach war die Autorin von meiner Bildfläche verschwunden.
Bis jetzt wieder ein autobiographisches Werk erschienen ist und irgendetwas in mir schrie, dass ich es unbedingt lesen/hören muss. Also gab ich der Stimme nach, begann mit dem Hörbuch und wenige Zeit später habe ich es abgebrochen und erst einmal etwas anderes gehört. Ganz vergessen konnte ich das Buch aber nicht und gab Elizabeth Gilbert noch eine Chance.
Autobiographische Bücher zu bewerten, empfinde ich immer als besonders schwierig. Wäre dies eine fiktionale Geschichte würde ich der Autorin vorwerfen, dass die Geschichte übertrieben ist, die Charaktere phasenweise unglaubwürdig und der Handlungsverlauf unrealistisch. Doch dies ist eine wahre Geschichte oder zumindest entspricht sie Elizabeth Gilberts Wahrheit. Rayya Elias kann sich ja leider nicht mehr zu den Geschehnissen äußern.
Gewisse Passagen des Buches haben auf mich sehr unstrukturiert und chaotisch gewirkt, andere Teile erzählt die Autorin dann aber wieder chronologisch. Gespickt ist all das dann noch mit Gedichten und kleine lyrische Texte, welche zwischen den verschiedenen Kapiteln eingestreut sind. Bei mir erweckte all dies oft das Gefühl, als würde ich im Tagebuch der Autorin lesen. Viele der Aussagen und Berichte sind roh, unausgegoren, brutal, aber ehrlich. Elizabeth Gilbert beschönigt nichts, sie gibt sogar zu, dass sie daran gedacht hat ihr geliebten Partnerin das Leben zu nehmen. Ihre Überforderung mit der Gesamtsituation aus Abhängigkeit, Co-Abhängigkeit, Drogen, Alkohol, Krankheit und Pflege war für mich wirklich spürbar.
Das Spiritualität in Elizabeth Gilberts Leben eine große Rolle spielt, sollte den Leser: innen von „Eat, Pray, Love“ bereits bekannt sein. Daher ist es wenig verwunderlich, dass diese Themen einen großen Raum in dieser Geschichte einnehmen. So berichtet Gilbert an vielen Stellen, dass sie Zwiegespräche mit Gott geführt hat und er ihr den richtigen Weg gewiesen hat. Dies möchte ich eigentlich gar nicht weiter diskutieren, denn dies ist einfach eine Frage des Glaubens. Bedenklich fand ich aber an vielen Stellen, dass dieses Göttliche als Erklärung für so vieles herangezogen wird. Gott wollte es so, Gott hat einen Plan, Gott hat mich auf den richtigen Weg geführt.
Äußerst spannend fand ich die Widersprüchlichkeit und wie zwiegespalten Elizabeth Gilbert über Rayya, ihre jeweiligen Süchte und ihr Zusammenleben schreibt. Man merkt das Gilbert probiert die Vergangenheit mit einem offenen und ehrlichen Auge zu betrachten und zu beschreiben, an vielen Stellen wirkt sie reflektiert und dann wieder völlig verblendet.
Cathlen Gawlich ist die Stimme hinter dem Hörbuch und hat meiner Meinung nach eine hervorragende Arbeit abgeliefert. Ihre Stimme passt einfach perfekt zum dem Buch und es war ein angenehmes Erlebnis ihrer Stimme zu lauschen.
Dieses Buch ist definitiv keine leichte Lektüre und möglicherweise ist es nicht einmal gutgeschrieben. Dennoch hat es mich berührt, aufgewühlt und zum Nachdenken angeregt. Elizabeth Gilbert nimmt sich kein Blatt vor den Mund und stellt sich selbst an den Pranger. Allein dafür ziehe ich meinen imaginären Hut vor ihr.
Bewertung
4/5
26.09.2025
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Sucht
Das Buch "All the Way to the River" der erfolgreichen Schriftstellerin Elisabeth Gilbert ist als Hörbuch im Argon Hörbuchverlag erschienen und wird von Cathlen Gawlich gesprochen. (Buch: S. Fischer Verlag; deutsche Übersetzung von Britt Somann-Jung). Das Cover erinnert an einen ungezähmten Fluss, der immer wilder wird. Cover und Titel wurden mit viel Bedacht gewählt.
Elisabeth Gilbert schildert in ihrem Buch die Geschichte von zwei Suchtabhängigen; die Geschichte ihrer eigenen Sucht und die Sucht von Rayya Elias. Die beiden Frauen begegnen sich im Jahr 2000. Lange Zeit sind sie nur befreundet. Erst als Rayya erfährt, dass sie sehr krank ist und bald sterben wird, outet sich Elisabeth, gesteht ihre Liebe zu Rayya und trennt sich von ihrem zweiten Ehemann. Die beiden führen ein exzessives Leben und verletzen sich gegenseitig, bis alles eskaliert. Erst durch die Hilfe einer Freundin von Rayya gelingt es, dass sie wieder zueinander finden und den letzten Weg gemeinsam gehen können. Elisabeth findet in der Zeit des Abschieds, in der Zeit der Trauer und in der anschließenden Zeit, in der sie sich ihrem eigenen Suchtproblem stellt, Zuspruch von Gott.
Dieses Buch war eine große Herausforderung für die Schriftstellerin, die so offen über ihre Sucht und über ihr Coming-out schreibt. Dieses Buch ist aber auch für den Hörer/Leser eine Herausforderung, der man sich stellen sollte. Mit der Stimme und dem Ausdruck von Cathlen Gawlich wurde für das Hörbuch eine gute Wahl getroffen.
ancla_books4life
aus Schwerte
5/5
02.02.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein Must-Read!
**** Mein Eindruck ****
Bei diesem Buch ist mir vor allem die Sprache der Autorin aufgefallen. Die Wortwahl ist präzise, die Übergänge zwischen Dialogen und Erzählung fließend, immer wieder begleitet von warmen Worten – Momenten, die klein, aber umso besonderer wirken. Genau diese Sprache trägt die Geschichte: Das Leben ist besonders, wenn wir es besonders machen.
Das Buch behandelt Themen wie Sucht, Co-Abhängigkeit und autobiografische Erfahrungen auf erschütternde, ehrliche und ausdrucksstarke Weise. Es zeigt die engsten Freundschaften und Beziehungsgeflechte, verschobene Grenzen und Pseudorealitäten. Es ist einfach: wow. Krass. Wow. Schockierend, schmerzhaft und gleichzeitig Augen öffnend. Es zwingt einen, zu erkennen, zu handeln – oder Teil der Dunkelheit zu sein. Die Autorin nimmt kein Blatt vor den Mund und zeigt die dunkelsten, ehrlichsten Gedanken ungeschönt. Es geht um Liebe und Zerstörung, um Rohheit, Ungefiltertes und kraftvolle Emotionen. Zwischen Versteckspiel und Wahrheit verwebt das Buch zahlreiche Kontraste und schafft so eine Geschichte, die gleichermaßen erschüttert, berührt und nachhallt.
**** Empfehlung? ****
Für Leser*innen, die intensive, ehrliche und kraftvoll erzählte Geschichten schätzen. Wer sich auf rohe Gefühle, ungeschönte Realität und die Abgründe menschlicher Beziehungen einlassen möchte, findet hier ein Buch, das lange nachwirkt und beeindruckt.
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