Commissario Grauner hat es getan. Er hat mit seiner Frau Alba tatsächlich eine Weltreise unternommen, während Tochter Sara die Calm Alm zu einem Urlaubsresort umbauen ließ. Nach seiner Rückkehr will Grauner es alles erst einmal ruhiger angehen lassen, doch es kommt anders.
Ein tödliches Unglück beim Skiweltcup im Grödental. Der junge Lokalmatador stürzt. Schnell stellt sich heraus: Er wurde von einer Gewehrkugel getroffen. Auf einem Jägerstand finden die Ermittler erste Spuren, die zum Täter führen könnten: Im Hotelzimmer des Toten sind Bargeldbündel zu einer Pyramide gestapelt.
Commissario Grauner, Saltapepe und Co. tauchen ein in die Welt des Wintertourismus und Alpinsports. Es ist ein Milliardengeschäft, bei dem skrupellose Hoteliers, Liftbetreiber, Geschäftsleute, Sponsoren und Sportfunktionäre mitmischen. Grauner muss selbst auf die steilen und eisigen Pisten, um in diesem Fall dem Bösen auf die Spur zu kommen.
Kundinnen und Kunden meinen
4.7/5.0
scouter
aus Unna
5/5
14.06.2026
Buch (Taschenbuch)
Ein Kunstschuss
Der junge Skirennläufer Phil Ungerer aus dem Grödner Tal, stürzt bei einem Skirennen auf der Saslong vor den Augen von mehreren tausend Menschen. Es ist allerdings kein Sturz, sondern er wurde mitten in den Kopf geschossen. Ein wahrer Kunstschuss. Commissario Grauner und sein Tema ermitteln, doch sie finden keinen Zugriff. Gerade der Commissario findet nach einer langen Weltreise mit seiner Frau, keinen richtigen Zugriff zu seiner Arbeit. Doch die Öffentlichkeit will wissen, wer der Mörder ist. Also übernehmen Saltapepe und seine Frau Tappeiner den Hauptteil der Ermittlungen. Aber auch Grauner hat ein sehr großes Anliegen den Fall zu lösen, will er doch in Frühpension.
Der Südtirol Krimi „Am Hang des Todes“ von Lenz Koppenstätter spielt in einem sehr öffentlichkeitswirksamen Business, dem Skirennsport. Das Titelbild zeigt einen Blick auf die wolkenverhangenen Dolomiten und auf der ersten Seite im Buch, noch vor dem Prolog, weist eine Karte der Dolomiten auf den Ort des Geschehens hin. Die Polizisten sind die bekannte, die in dieser Reihe spielen, der Commissario Grauner, der aber auch halb Bauer auf seinem Hof ist, und Saltapepe und Tappeiner, die verheiratet sind. Mir gefällt die Beschreibung von Grauner sehr gut, der mit sich ringt, was seine Zukunft betrifft. Der Fall spielt in einem Business, dass die Region kennzeichnet Skisport und so auch für sie ökonomische Seite der Region wichtig ist. Gerade hier geschieht ein Mord und dann noch ein wahrhaftes Kunststück an einem der Ihren. Leicht sind die Ermittlungen nicht, weil sie auch in viele verschiedene Richtungen ermitteln müssen. Die Story ist absolut nachvollziehbar und der Prolog ist in diesem Krimi sehr wichtig, aber auch sehr kryptisch. Die Sprache, die der Autor benutzt, ist sehr bildhaft und die Handlung zieht an meinem inneren Auge, wie ein Film vorbei in den ich eintauchen kann. Die Spannung ist sehr gut aufgebaut und weist in viele verschiedene Richtungen, bis sie am Ende zu einem Ergebnis zusammengeführt werden.
Ich mag diese regionalen Krimis und gerade aus Südtirol, da ich diese Region mag, aber auch im Winter schon dort zum Skifahren war und so mir einige Ecken sehr bekannt sind. Ich kann den Krimi sehr gut empfehlen.
Ele
aus xxx
5/5
15.02.2026
eBook (ePUB 3)
Auge um Auge
Am Hang des Todes, Krimi von Lenz Koppelstätter, 240 Seiten, Kiepenheuer & Witsch
Commissario Grauner ermittelt, sein 11. Fall
Commissario Grauner, war mit seiner Frau Alba auf Weltreise und er kommt ganz verändert zurück, gelassener und entspannter. Währenddessen hat seine Tochter Sara die Alm zu einem Urlaubsresort umbauen lassen. Doch kaum zuhause, überschlagen sich die Ereignisse. Bei einem Weltcup-Skirennen im Grödnertal, kommt der Lokalmatador zu Tode. Doch nicht durch einen unglücklichen Sturz. Nein, es wurde auf ihn geschossen. Grauner, Saltapepe und Tappeiner stürzen sich in die Ermittlungen.
Die im auktorialen Erzählstil geschriebene Geschichte erstreckt sich über einen Zeitraum vom 16.12., bis zum 19.12. Die einzelnen Tage sind mit einer Zeitangabe versehen und in Kapitel unterteilt, was mir sehr dabei geholfen hat, den Überblick zu behalten. Ein wortgewaltiger Krimi in einer mittunter düsteren Sprache, Buchtitel, Eigennamen und besondere Textstellen erscheinen kursiv gedruckt. Viele Dialoge – auch in italienischem Wortlaut, machen die Erzählung äußerst lebendig, Grauner flucht gerne italienisch. Am Anfang des Buches sind Karten und Links angegeben, mit denen man das Kartenmaterial auch auf der Homepage des Verlages finden kann. Flüssig und sehr bildhaft geschrieben, das befeuert die Lesegeschwindigkeit. die Landschaft prägt den Charakter der handelnden Figuren. Jede der Personen ist mir schon lange vertraut und doch entwickeln sie sich weiter, zeigen immer wieder Seiten die ich an ihnen noch nicht kenne. Der Plot hat mich von der ersten Zeile an gepackt, ich wollte nur noch wissen wie es weitergeht. Perspektivenwechsel, ungeahnte Wendungen und ein verblüffendes Ende, machen die Südtirol-Krimis für mich zu einem Highlight. Ganz kurz kam mir zur Lösung ein Anfangsverdacht, der sich am Ende als richtig herausstellte. Doch der Autor hat es tatsächlich geschafft, dass ich zuerst gründlich davon abgekommen bin.
Die Figuren sind so lebensecht, ich habe den Verdacht, dass es heimliche Bekannte des Autors sein könnten. Grauner z.B. vermag es auch im 11. Band noch mich zu verblüffen, die Weltreise mit seiner Alba hat ihn so verändert, zum Besseren, sehr sympathisch finde ich. Saltapepe überrascht mich auch in jeder Folge wieder, er ist ein Südtiroler geworden, so gut es nur für einen Neapolitaner möglich ist. Ein toller Ermittler ist er schon länger und auch Tappeiner war erneut kompetent und tough. Was für eine tolle Truppe, selbst Staatsanwalt Belli hat sich zu seinem Vorteil entpuppt. Und wieder sieht es aus, als ob es der letzte Fall für Grauner gewesen sein könnte, ich hoffe es nicht. Und wenn, dann wäre es schön wenn Saltapepe/Tappeiner in seinem Sinne weitermachen würden. Ohne die Krimis aus Südtirol, die mich immer wieder an Urlaubsorte/-Plätze erinnern, würde mir etwas fehlen. Dieses Mal war es der Langkofel, mir so vertraut, ich habe es genossen.
Der Fall war tragisch, emotional wie alle Koppelstätter-Krimis und es könnte ganz genau so passiert sein. Authentisch und glaubhaft. Die Lektüre rundherum eine Freude. Und wieder habe ich das Gefühl, es könnte der beste Band aus der Reihe gewesen sein. Dafür von mir 5 Sterne. Eine Empfehlung an alle, die spannende, nachvollziehbare Krimis mit Lokalkolorit mögen. Obwohl die Bände auch einzeln gelesen werden könnten. Meine Empfehlung - ganz von vorne beginnen.
Bewertung
Thalia Book Circle Community
5/5
03.02.2026
Buch (Taschenbuch)
Bin begeistert
Am Hang des Todes von Lenz Koppelstätter ist bereits Band 11 und konnte mich wieder eimal von Anfang bis Ende begeistern. Commissario Grauner hat mit seiner Frau Alba endlich eine Weltreise unternommen. Dort entscheidet er sich nach seiner Rückkehr alles deutlich ruhiger zu gestalten. Das ist aber leichter gesagt als getan, denn im Gnödental passiert ein Unglück beim Skiweltcup und das endet tödlich. Wieso aber wurde der junge Lokalmatador erschossen? Also habe ich Grauner, Saltapepe und Co. bei den Ermittlungen unterstützt.
Man merkt, Grauner wird älter, hadert ein wenig mit sich und der Welt, aber auch das macht ihn nur noch sympathischer. Ich mag seinen etwas grummeligen und nachdenklichen Charakter. Koppelstätter hat einen lebendigen Commissario geschaffen, mit dem ich gut zurecht komme. Auch sein Team scheint sich in seiner Abwesenheit weiter entwickelt zu haben, was ja durchaus normal erscheint. Das Setting, ist Südtirol, man kann es sich anfangs auf dem Kartenmaterial anschauen. Eigentlich bin ich eher der Meertyp, hier ist jedoch die Atmosphäre so gut gegeben, dass ich an manchen Stellen echt Lust bekommen habe mich selbst einmal auf Skier auf die Piste zu begeben. Die Ermittlungen sind gemächlich, allerdings zu keiner Zeit langatmig. Es ergibt sich so nach und nach ein stimmiges Bild mit einer für mich überraschenden Auflösung.
Ein Krimi, der mich von Anfang bis Ende begeistern konnte.
Hornita
aus Augsburg
5/5
30.01.2026
Buch (Taschenbuch)
Spannend, authentisch, realistisch
Der elfte Fall für Commissario Grauner beginnt spannend und es macht Spaß, Grauner und sein sympathisches Team bei den Ermittlungen zu begleiten. Die Charaktere gefallen mir sehr gut, sie sind mit ihren charmanten, kleinen Eigenheiten sehr glaubhaft und realitätsnah. Besonders gut gefallen hat mir, dass der Autor sehr ausgewogen in der Darstellung der Ermittlungsschritte ist. Eindeutige Dinge werden nicht langgezogen, sondern schnell und klar dargestellt und da wo es Aufwand und Nachforschungen braucht, da wird dann auch richtig ermittelt. Auch der Fall ist realistisch und es zeichnet ihn aus, dass er zum Setting passt, weil er nicht überall auf der Welt so passieren könnte. Ich habe noch nicht alle Bücher aus dieser Reihe gelesen, aber für mich scheint es das Ziel es Autors zu sein, für die Region Südtirol typische Fälle zu schildern. Das ist genau das, was ich von einem Regionenkrimi erwarte. Lenz Koppelstätter verbindet aktuelle, zeitgenössische Themen mit dem Setting in einer traditionsbewussten Region. Das Ganze hat Charme und ist sehr atmosphärisch. In diesem Fall ist die Spannungskurve gut gelungen, mir hat das Buch großen Spaß gemacht. Der Schreibstil ist einwandfrei und ich kann diesen Fall und auch die ganze Reihe empfehlen.
Gertie G.
aus Wien
5/5
20.01.2026
eBook (ePUB 3)
Abfahrt in den Tod
Commissario Grauner hat es wirklich getan: Um seine Ehe zu retten, hat er mit seiner Frau Alba eine mehrmonatige Weltreise unternommen, die seine Sicht auf die Welt im allgemeinen und auf jene hier in der Heimat Südtirol verändert hat. Noch völlig unter den Reiseeindrücken will er es bis zu seiner Pensionierung etwas ruhiger angehen, zudem muss er sich wieder erst wieder zurechtfinden, hat doch seine Tochter die Calm Alm in ein besonderes Urlaubsdomizil umbauen lassen.
Allerdings wird s nichts mit dem langsamen Wiedereinstieg in den Beruf, denn der Schiweltcup gastiert in Gröden und der junge Lokalmatador Philipp Ungerer stürzt bei seiner Fahrt über die knapp 3,5 Kilometer lange Saslongpiste. Dass auch arrivierte Rennläufer bei ihrem wilden Ritt über die Kamelbuckel stürzen, ist nicht ungewöhnlich. Außergewöhnlich ist diesmal, dass Ungerer nicht mehr aufsteht, weil er in voller Fahrt erschossen worden ist. Erste Spuren führen zu einem Hochstand und zu einem ungewöhnlichen Kaliber der Schusswaffe, die wegen der großen Distanz zwischen Opfer und Schützen eine Präzisionswaffe sein muss.
Recht bald entdecken Ispettore Claudio Saltapepe und Silvia Tappeiner, dass der Tote Teil eines lange schwärenden Streit zwischen seiner Familie und jener seines besten Freundes Armin Waldsteiner, war. Und just dieser Armin ist seit Monaten verschwunden. Zufall? Doch was hat es mit den 250.000 Euro, die neben einem begonnenen Kündigungsschreiben im Hotelzimmer des Toten liegen, auf sich?
„Jetzt hat er ihn also umgebracht!“
Tappeiner schaute überrascht: „Er? Wer er? Wer hat ihn umgebracht?“
„Na, der Rummel. Dieser Zirkus. Das ist doch alles viel zu viel für so einen Jungen aus den Bergen. Glauben Sie mir das! Das alles, das Chaos, das ist zu viel für uns.“
Das Team um Grauner hat es nicht ganz leicht mit ihm, der ja schon seit je her als eigenbrötlerisch gilt. Es scheint, die Weltreise hat ihn in andere Sphären katapultiert, denn er zitiert regelmäßig den Philosophen Sophokles. Doch dann scheint er wieder ganz der Alte zu sein und ermittelt auf den steilen eisigen Pisten, um diesen komplexen Fall zu lösen, der noch einen dramatischen Schwenk in die Vergangenheit birgt.
Und wie schon in den letzten beiden Krimis, liebäugelt Grauner mit dem Ruhestand, trifft eine Entscheidung und ...
Meine Meinung:
Commissario Grauner, Saltapepe und Tappeiner tauchen gemeinsam mit dem Team der Kriminaltechnik in das Milliardengeschäft des alpinen Schisports ein, in dem skrupellose Sportfunktionäre junge Talente rücksichtslos verheizen und Sponsoren, Hoteliers. Liftbetreiber und andere Geschäftsleute viel Geld daran verdienen. Nicht zu vergessen die Sensationsgier der Zuschauer vor Ort oder jener Millionen Fans an den Bildschirmen, die ihre Favoriten anfeuern und jubeln, wenn ein Fahrer einer anderen Nation stürzt.
Autor Lenz Koppelsteiner spricht hier mehrere heiße Eisen an: zum einen die Geldmaschine Schiweltcup, die wenig Rücksicht auf die Natur, die Einheimischen und die Sportler nimmt, und zum anderen das omnipräsente Thema Doping im Sport sowie Alkohol auf Schipisten, der jede Saison Tote und Schwerverletzte fordert.
Ob wir noch einen Band mit Commissario Grauner lesen werden? Ein letzten, 12. um das Dutzend voll zu machen? Und wird Ispettore Claudio Saltapepe, der fanatische Fußballfan aus Neapel, der der Liebe zu Silvia Tappeiner wegen nun auch Schi fahren und klettern geht, Grauners Nachfolge antreten?
Er wäre nicht der erste Ermittler, der sich aus eine bestehenden Reihe emanzipiert. Elisabeth Florin hat aus ihrer Meran-Krimi-Reihe, Ispettore Emenegger, den jungen Kollegen von Commissario Pavarotti als dessen Nachfolger entwickelt.
Ich schätze in der Vorschau 2027 werden wir Fans von Commissario Grauner wissen, wie es weiter geht. Bis dahin heißt es, sich in Geduld üben und die Monate mit dem neuen Fall für Gianna Pitti überbrücken.
Fazit:
Gerne gebe ich diesem komplexen Krimi, der im Umfeld des Schiweltcups spielt, 5 Sterne und eine Leseempfehlung.
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