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Quallen haben keine Ohren Roman | Ein kraftvoll poetischer Tauchgang in die Welt der Gehörlosen

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Sehr gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

10.09.2023

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

221

Maße (L/B/H)

21,1/13,1/2,5 cm

Gewicht

388 g

Auflage

1

Originaltitel

Les méduses n'ont pas d'oreilles

Übersetzt von

Nicola Denis

Sprache

Deutsch

EAN

2710001505272

Beschreibung

Rezension

»Über all die Kapitel hinweg gelingt es der Autorin, die Leserinnen und Leser mit in Louises Unsicherheit zu ziehen. Ihre mentale Zerbrechlichkeit wird Seite um Seite greifbarer ...« ("NZZ am Sonntag")
»Die Französin Adele Rosenfeld ... gewährt in ihrem Debütroman einen tiefen Einblick ln die Gedankenwelt der Hörbehinderten, wie man ihn in dieser Eindringlichkeit wohl selten gelesen hat. Eindrucksvoll ...« ("Frankfurter Rundschau")
»Adèle Rosenfeld ... erzählt mit Feingefühl und Humor...« ("kurier.at")
»Anhand ihrer Erzählerin illustriert Adèle Rosenfeld meisterhaft, wie ein vermeintliches Handicap zur Bereicherung werden kann – zu etwas, das man hinzugewinnt, wenn etwas anderes verloren geht.« ("SR2 KulturRadio")
»In ihrem Debütroman, der von großer Zärtlichkeit zeugt, erschafft Adèle Rosenfeld ein Universum aus Träumen und Fantasie. Ein bewundernswerter literarischer Auftakt.« ("PAGE")
»Adèle Rosenfeld, selbst hörbeeinträchtigt, vermittelt mit Humor und großer sprachlicher Virtuosität die ungeahnten Schwierigkeiten dieser unsichtbaren Behinderung, die die Wahrnehmung der Welt grundlegend verändert – und hinterfragt damit unser Verhältnis zur Akzeptanz unserer Mitmenschen.« ("L’Obs")
»Ein sehr gelungener Debütroman, der uns in die Welt einer unsichtbaren Behinderung, der Taubheit, eintauchen lässt.« ("Cosmopolitan")
»Der Roman Quallen haben keine Ohren gibt einen tiefen authentischen Einblick in die Gedankenwelt der hörbehinderten Protagonistin.« ("lesen.bayern.de")
»Dieser Roman hat eine starke Zugkraft und Spannung.« ("nach Frankreich")

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Zustand

Sehr gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

10.09.2023

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

221

Maße (L/B/H)

21,1/13,1/2,5 cm

Gewicht

388 g

Auflage

1

Originaltitel

Les méduses n'ont pas d'oreilles

Übersetzt von

Nicola Denis

Sprache

Deutsch

EAN

2710001505272

Herstelleradresse

Suhrkamp Verlag
Torstraße 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de

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Wie fühlt es sich an gehörlos zu sein?

Bewertung am 22.01.2024

Bewertungsnummer: 2114296

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Vielleicht eine Frage die Sie sich auch schon einmal gestellt haben. In diesem Roman bekommen wir eine Antwort darauf. Mit der höreingeschränkte Protagonistin Louise sitzen wir zu Beginn der Handlung beim Arzt und bekommen mit wie dieser ihr eröffnet, dass sie bald komplett ihr Gehör verlieren wird. Louise konnte bis zu dem Zeitpunkt auf einem Ohr noch wenige Töne wahrnehmen. Und nun stellt sich ihr die Frage, ob sie mit den wenigen Klängen, die noch an ihr Ohr dringen, in der Alltagswelt zurechtkommt. Viele der Menschen in ihrem Umfeld legen ihr ans Herz ein Cochlea-Implantat in Erwägung zu ziehen. Doch Louise ist hin- und hergerissen. Eigentlich möchte sie ihr verbleibendes Gehör nicht durch das Implantat ersetzen, aber immer wieder kommt sie im Alltag an ihre Grenzen. Mit dem verbleibenden Rauschen auf ihrem rechten Ohr, taucht Louise immer wieder in eine Parallelwelt ab. Dort kann sie ihrer Fantasie freien Lauf lassen und so den Problemen ihres Alttags aus dem Weg gehen. Die Autorin liefert durch ihren verträumten und sehr bildlichen Schreibstil gute Einblicke in die Welt der Höreingeschränkten. Wir erfahren, was es heißt Arbeit, Liebe und Anerkennung in einer Welt zu finden, in der Kommunikation durch Gesagtes vorausgesetzt wird. Mich hat das Buch sehr bewegt, da die Autorin es schafft trotz der ernstenThemen dem ganzen einen liebenswürdigen Humor zu verleihen. Ich habe im Verlauf des Buches öfters schmunzeln müssen. Alles in allem hat das Buch mir während des Lesens viel Freude bereitet und ich kann es sehr empfehlen.

Wie fühlt es sich an gehörlos zu sein?

Bewertung am 22.01.2024
Bewertungsnummer: 2114296
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Vielleicht eine Frage die Sie sich auch schon einmal gestellt haben. In diesem Roman bekommen wir eine Antwort darauf. Mit der höreingeschränkte Protagonistin Louise sitzen wir zu Beginn der Handlung beim Arzt und bekommen mit wie dieser ihr eröffnet, dass sie bald komplett ihr Gehör verlieren wird. Louise konnte bis zu dem Zeitpunkt auf einem Ohr noch wenige Töne wahrnehmen. Und nun stellt sich ihr die Frage, ob sie mit den wenigen Klängen, die noch an ihr Ohr dringen, in der Alltagswelt zurechtkommt. Viele der Menschen in ihrem Umfeld legen ihr ans Herz ein Cochlea-Implantat in Erwägung zu ziehen. Doch Louise ist hin- und hergerissen. Eigentlich möchte sie ihr verbleibendes Gehör nicht durch das Implantat ersetzen, aber immer wieder kommt sie im Alltag an ihre Grenzen. Mit dem verbleibenden Rauschen auf ihrem rechten Ohr, taucht Louise immer wieder in eine Parallelwelt ab. Dort kann sie ihrer Fantasie freien Lauf lassen und so den Problemen ihres Alttags aus dem Weg gehen. Die Autorin liefert durch ihren verträumten und sehr bildlichen Schreibstil gute Einblicke in die Welt der Höreingeschränkten. Wir erfahren, was es heißt Arbeit, Liebe und Anerkennung in einer Welt zu finden, in der Kommunikation durch Gesagtes vorausgesetzt wird. Mich hat das Buch sehr bewegt, da die Autorin es schafft trotz der ernstenThemen dem ganzen einen liebenswürdigen Humor zu verleihen. Ich habe im Verlauf des Buches öfters schmunzeln müssen. Alles in allem hat das Buch mir während des Lesens viel Freude bereitet und ich kann es sehr empfehlen.

Passing von der hörenden Welt in eine andere

Bewertung am 19.11.2023

Bewertungsnummer: 2071766

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

»An der Kasse verstand ich "Bulgur" oder "Burur" . "Sie (), oder?", 1x sagte ich "ja", ohne zu verstehen, 2x sagte ich "nein", ohne zu verstehen, 3x sagte ich "ich weiß nicht", ohne zu verstehen. Die Stimmung wurde angespannter, ich zahlte und wir gingen verärgert auseinander, der Kassierer und ich.« |29 Louise weiß noch nicht, was sie will, was sie kann, wie sie sich sieht und wo sie hingehört. Bisher schaffte sie es, mit ihrem schlechten Gehör unter dem Radar zu bleiben. Doch nun entsteht Handlungsdruck, ihr Gehör droht ganz zu verschwinden. Fürs Erste zieht es Louise in poetisch aufgeladene Zwischenwelten. Sie beschäftigt sich dort mit dem Hören, mit der Stille, mit dem Licht und mit der Dunkelheit. Zwanghaft versammelt sie die sich verlierenden Töne in einem Klangherbarium. Ein Hund erscheint ihr und begleitet sie treu. Ein Soldat, leidenschaftlich vereinnahmend, nüchtern, operativ planend und schlussfolgernd, kommt ihr immer wieder. Etwas entfernter gesellt sich eine Botanikerin dazu, sie blickt verdächtig begehlich auf den Soldaten und er blickt zurück. Doch auch die Außenwelt dringt durch. Im Job wird Louise ins Untergeschoss beordert, ins Sterbeurkundenarchiv, das ist nicht die letzte Station ihrer Verdrängung. Ein Cochlea-Implantat steht im Raum. Es könnte ein neues Hören in anderer Qualität ermöglichen, doch ob es klappt oder nicht, ihr Restgehör müsste dafür sterben. Ihre Freundin lehnt das Implantat ab, denn sie braucht eine Komplizin in der Zwischenwelt. Louisas neuer Freund und ihre besitzergreifende Mutter möchten sie auf die Seite der Hörenden zerren, sie reden die Operation herbei. Begegnungen mit anderen Betroffenen wecken Hoffnungen, doch auch hier dockt sie nicht an, sie findet nur Differenzen um Differenzen. Das Passing eines Menschen von kaum wahrnehmbaren Beeinträchtigungen zur sichtbaren Schwerhörigkeit mit drohender Taubheit vollzieht die Protagonistin naiv schwebend zwischen allem und für sich. Wie die Welt mit ihr umgeht oder gerade dies versucht zu vermeiden, erschließt sich, ebenso die Möglichkeiten vom Verstecken, von Implantaten, Hilfsmitteln und Anpassungen, vom Eintreten in die Gebärdenwelt und dem Entgleiten in innere isolierte Traumwelten. Sprachlich driftet Rosenfelds Debüt von Prosa in fragmentarisch, von fragmentarisch in einen Berichtstil, vom nüchtern betrachtenden Berichtstil in eine fließend-überbordende Traumwelt mit von Synästhesie gespickter Ästhetik, vom Bewussten, ins Vorbewusste und bereit für den Abstieg in unbewusste Sphären. »Quallen haben keine Ohren« ist ein starkes Debüt, das auch in der sicherlich herausfordernden Übersetzung von Nicola Denis hervorragend funktioniert. Es stand auf der Shortlist des Prix Goncourt du Premier Roman und wurde 2022 ausgezeichnet mit dem Prix Fénéon.

Passing von der hörenden Welt in eine andere

Bewertung am 19.11.2023
Bewertungsnummer: 2071766
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

»An der Kasse verstand ich "Bulgur" oder "Burur" . "Sie (), oder?", 1x sagte ich "ja", ohne zu verstehen, 2x sagte ich "nein", ohne zu verstehen, 3x sagte ich "ich weiß nicht", ohne zu verstehen. Die Stimmung wurde angespannter, ich zahlte und wir gingen verärgert auseinander, der Kassierer und ich.« |29 Louise weiß noch nicht, was sie will, was sie kann, wie sie sich sieht und wo sie hingehört. Bisher schaffte sie es, mit ihrem schlechten Gehör unter dem Radar zu bleiben. Doch nun entsteht Handlungsdruck, ihr Gehör droht ganz zu verschwinden. Fürs Erste zieht es Louise in poetisch aufgeladene Zwischenwelten. Sie beschäftigt sich dort mit dem Hören, mit der Stille, mit dem Licht und mit der Dunkelheit. Zwanghaft versammelt sie die sich verlierenden Töne in einem Klangherbarium. Ein Hund erscheint ihr und begleitet sie treu. Ein Soldat, leidenschaftlich vereinnahmend, nüchtern, operativ planend und schlussfolgernd, kommt ihr immer wieder. Etwas entfernter gesellt sich eine Botanikerin dazu, sie blickt verdächtig begehlich auf den Soldaten und er blickt zurück. Doch auch die Außenwelt dringt durch. Im Job wird Louise ins Untergeschoss beordert, ins Sterbeurkundenarchiv, das ist nicht die letzte Station ihrer Verdrängung. Ein Cochlea-Implantat steht im Raum. Es könnte ein neues Hören in anderer Qualität ermöglichen, doch ob es klappt oder nicht, ihr Restgehör müsste dafür sterben. Ihre Freundin lehnt das Implantat ab, denn sie braucht eine Komplizin in der Zwischenwelt. Louisas neuer Freund und ihre besitzergreifende Mutter möchten sie auf die Seite der Hörenden zerren, sie reden die Operation herbei. Begegnungen mit anderen Betroffenen wecken Hoffnungen, doch auch hier dockt sie nicht an, sie findet nur Differenzen um Differenzen. Das Passing eines Menschen von kaum wahrnehmbaren Beeinträchtigungen zur sichtbaren Schwerhörigkeit mit drohender Taubheit vollzieht die Protagonistin naiv schwebend zwischen allem und für sich. Wie die Welt mit ihr umgeht oder gerade dies versucht zu vermeiden, erschließt sich, ebenso die Möglichkeiten vom Verstecken, von Implantaten, Hilfsmitteln und Anpassungen, vom Eintreten in die Gebärdenwelt und dem Entgleiten in innere isolierte Traumwelten. Sprachlich driftet Rosenfelds Debüt von Prosa in fragmentarisch, von fragmentarisch in einen Berichtstil, vom nüchtern betrachtenden Berichtstil in eine fließend-überbordende Traumwelt mit von Synästhesie gespickter Ästhetik, vom Bewussten, ins Vorbewusste und bereit für den Abstieg in unbewusste Sphären. »Quallen haben keine Ohren« ist ein starkes Debüt, das auch in der sicherlich herausfordernden Übersetzung von Nicola Denis hervorragend funktioniert. Es stand auf der Shortlist des Prix Goncourt du Premier Roman und wurde 2022 ausgezeichnet mit dem Prix Fénéon.

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Quallen haben keine Ohren

von Adèle Rosenfeld

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