Deutliche Gebrauchsspuren z.B. Notizen. Könnte ein Mängelexemplar sein, aber voll funktionsfähig und lesbar. Die gelieferte Auflage und das Cover können ggf. abweichen.
Eine aufstrebende Reporterin, ein ungeklärter Mordfall und eine schottische Insel voller Geheimnisse
Als die junge Journalistin Rebecca Connolly von Roddie Drummonds Rückkehr auf die Insel Stoirm erfährt, wittert sie eine Geschichte: Fünfzehn Jahre sind vergangen, seitdem Drummond wegen des Mordes an seiner Geliebten unter Anklage stand. Aufgrund mangelnder Beweise endete das Verfahren damals mit einem Freispruch. Roddie verließ die eingeschworene Inselgemeinschaft und verschwand. Nun kehrt er für die Beerdigung seiner Mutter zurück – und reißt damit alte Wunden wieder auf.
Rebecca schließt sich mit einem befreundeten Fotografen zusammen, um dem Geheimnis des ungeklärten Mordfalls auf den Grund zu gehen. Die mysteriösen letzten Worte der Verstorbenen führen sie nach Thunder Bay, ein abgelegener Ort an der Westküste der Insel, an dem sich den Überlieferungen nach die Seelen der Toten zur Überfahrt ins Jenseits versammeln. Doch ihre Nachforschungen bleiben nicht unbemerkt, und schon bald bringt sich Rebecca damit selbst in Gefahr …
Die Rebecca-Connolly-Reihe:
Band 1: Die Toten von Thunder Bay
Band 2: Das Grab in den Highlands
Band 3: Das Unrecht von Inverness
Alle Bände sind eigenständige Fälle und können unabhängig voneinander gelesen werden.
Kundinnen und Kunden meinen
4.3/5.0
Lesezauber_Zeilenreise
aus Eggenstein-Leopoldshafen
5/5
17.09.2023
eBook (ePUB)
Hoch atmosphärisch und extrem…
Hoch atmosphärisch und extrem fesselnd Rebecca mag ihren Job, steckt aber irgendwie fest und große Storys sind nicht zu wittern. Als ihr der Kollege und Fotograf Chaz von der Rückkehr eines mutmaßlichen Mörders auf die Insel Stoirm erzählt ist für Rebecca klar: da muss sie hin. Nicht nur, um eine möglicherweise Bombenstory zu bekommen, sondern auch aus persönlichen Gründen. Ihr geliebter und viel zu früh verstorbener Vater ist auf Stoirm geboren und aufgewachsen, hat die Insel als junger Erwachsener jedoch verlassen, ihr für immer den Rücken gekehrt und sich über diese Zeit hartnäckig ausgeschwiegen. Selbst Rebeccas Mutter gegenüber. Rebecca versucht also, zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen. Eigentlich sogar drei, denn irgendwie ist der Trip nach Stoirm auch eine Flucht vor ihrem Ex-Freund, der sie nicht loslassen möchte. Auf Stoirm angekommen muss sie schnell erfahren, dass die Bewohner sich ihr gegenüber nicht öffnen wollen. Zu tief sitzen die Schrecken des Mordes an der jungen Frau Mhairi vor 15 Jahren noch immer. Und außerdem scheint es ein Motto zu geben: was auf der Insel passiert, bleibt auf der Insel. Rebecca muss also alle Hebel in Bewegung setzen, wenn Sie etwas herausfinden möchte. Dabei werden ihr Steine in den Weg gelegt, sie wird sogar bedroht und zum Verschwinden aufgefordert. Was ist damals wirklich geschehen? Ist Roddie der Mörder von Mhairi, wie jeder auf der Insel glaubt? Die Geschichte beginnt damit, dass wir Mhairis letzte Gedanken lesen, bevor sie stirbt. Das katapultiert mich direkt hinein in diese extrem atmosphärische Story. Danach lerne ich Rebecca kennen, erfahre etwas mehr über sie und reise schon mit ihr zusammen nach Stoirm. Und jetzt geht es erst so richtig los. Wie der Autor es schafft, Setting und Story zu erzählen, ist schlicht brillant. Packend, mit klaren Worten und vielen Details legt er nach und nach Puzzleteile aus, die sich am Ende zu einem ganzen Bild fügen. Dabei spüre ich fast körperlich das unwirtliche Wetter auf der Insel und die abweisende Haltung der Inselbewohner Rebecca gegenüber. Irgendwie scheint jede der Familien Dreck am Stecken oder doch zumindest ein dunkles Geheimnis zu haben. Sei es Gewalt gegen die Ehefrau, Ehebruch, Drogengeschäfte oder sonstige üble Dinge. Wunderbar gelungen finde ich die Rückblicke in die Zeit vor 15 Jahren, die ich immer dann zu lesen bekomme, wenn Rebecca es geschafft hat, einen der Insulaner zu überzeugen, mit ihr zu sprechen. Dadurch bekomme ich immer mehr Hinweise, werde aber auch schön auf falsche Fährten gelockt. Bis zum Ende weiß ich nicht, was wirklich geschehen ist. Die Auflösung ist dann aber nachvollziehbar und hat Hand und Fuß. Die Beschreibungen einzelner Szenen setzen mir teils zu, weil sie so greifbar, klar und ungeschönt sind. Alle beteiligten Figuren lösen Emotionen in mir aus, positive, negative, mitleidige, wütende. Die Ermittlungen von Rebecca (auch die über die eigene Familie) sind spannend und mitreißend. Selten hat mich ein Buch so sehr in den Bann gezogen, mich so miterleben lassen, wie es hier der Fall war. Ganz großes (Kopf-)Kino und für mich einer der besten Krimis, die ich seit langem gelesen habe. 5/5 Sterne. Es gibt noch zwei weitere Bände dieser Reihe, die ich mir sicher auch noch zulegen werde in der Hoffnung, damit ebenfalls so ein emotionales, mitreißendes Leseerlebnis zu erhalten.
Lesezauber_Zeilenreise
aus Eggenstein-Leopoldshafen
5/5
17.09.2023
eBook (ePUB)
Hoch atmosphärisch und extrem fesselnd
Rebecca mag ihren Job, steckt aber irgendwie fest und große Storys sind nicht zu wittern. Als ihr der Kollege und Fotograf Chaz von der Rückkehr eines mutmaßlichen Mörders auf die Insel Stoirm erzählt ist für Rebecca klar: da muss sie hin. Nicht nur, um eine möglicherweise Bombenstory zu bekommen, sondern auch aus persönlichen Gründen. Ihr geliebter und viel zu früh verstorbener Vater ist auf Stoirm geboren und aufgewachsen, hat die Insel als junger Erwachsener jedoch verlassen, ihr für immer den Rücken gekehrt und sich über diese Zeit hartnäckig ausgeschwiegen. Selbst Rebeccas Mutter gegenüber. Rebecca versucht also, zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen. Eigentlich sogar drei, denn irgendwie ist der Trip nach Stoirm auch eine Flucht vor ihrem Ex-Freund, der sie nicht loslassen möchte. Auf Stoirm angekommen muss sie schnell erfahren, dass die Bewohner sich ihr gegenüber nicht öffnen wollen. Zu tief sitzen die Schrecken des Mordes an der jungen Frau Mhairi vor 15 Jahren noch immer. Und außerdem scheint es ein Motto zu geben: was auf der Insel passiert, bleibt auf der Insel. Rebecca muss also alle Hebel in Bewegung setzen, wenn Sie etwas herausfinden möchte. Dabei werden ihr Steine in den Weg gelegt, sie wird sogar bedroht und zum Verschwinden aufgefordert. Was ist damals wirklich geschehen? Ist Roddie der Mörder von Mhairi, wie jeder auf der Insel glaubt?
Die Geschichte beginnt damit, dass wir Mhairis letzte Gedanken lesen, bevor sie stirbt. Das katapultiert mich direkt hinein in diese extrem atmosphärische Story. Danach lerne ich Rebecca kennen, erfahre etwas mehr über sie und reise schon mit ihr zusammen nach Stoirm. Und jetzt geht es erst so richtig los. Wie der Autor es schafft, Setting und Story zu erzählen, ist schlicht brillant. Packend, mit klaren Worten und vielen Details legt er nach und nach Puzzleteile aus, die sich am Ende zu einem ganzen Bild fügen. Dabei spüre ich fast körperlich das unwirtliche Wetter auf der Insel und die abweisende Haltung der Inselbewohner Rebecca gegenüber. Irgendwie scheint jede der Familien Dreck am Stecken oder doch zumindest ein dunkles Geheimnis zu haben. Sei es Gewalt gegen die Ehefrau, Ehebruch, Drogengeschäfte oder sonstige üble Dinge. Wunderbar gelungen finde ich die Rückblicke in die Zeit vor 15 Jahren, die ich immer dann zu lesen bekomme, wenn Rebecca es geschafft hat, einen der Insulaner zu überzeugen, mit ihr zu sprechen. Dadurch bekomme ich immer mehr Hinweise, werde aber auch schön auf falsche Fährten gelockt. Bis zum Ende weiß ich nicht, was wirklich geschehen ist. Die Auflösung ist dann aber nachvollziehbar und hat Hand und Fuß. Die Beschreibungen einzelner Szenen setzen mir teils zu, weil sie so greifbar, klar und ungeschönt sind. Alle beteiligten Figuren lösen Emotionen in mir aus, positive, negative, mitleidige, wütende. Die Ermittlungen von Rebecca (auch die über die eigene Familie) sind spannend und mitreißend. Selten hat mich ein Buch so sehr in den Bann gezogen, mich so miterleben lassen, wie es hier der Fall war. Ganz großes (Kopf-)Kino und für mich einer der besten Krimis, die ich seit langem gelesen habe. 5/5 Sterne.
Es gibt noch zwei weitere Bände dieser Reihe, die ich mir sicher auch noch zulegen werde in der Hoffnung, damit ebenfalls so ein emotionales, mitreißendes Leseerlebnis zu erhalten.
Sharon Baker
aus Mönchengladbach
5/5
11.09.2021
Buch (Taschenbuch)
Lesesog ist hier Programm!
Rebecca Connolly ist Journalistin bei einer schottischen Tageszeitung, dort macht jeder alles, um das Pensum für die Leser zu erfüllen. Somit ist keine Zeit für einzelne Geschichten oder groß Zeit für Recherchen in besonderen Fällen, eine Auszeichnung ist hier nicht zu holen. Aber Rebecca will mehr und als ihr Kontakt von der Insel Stoirm von Roddie Drummond erzählt, wittert sie ihre Chance von einer ganz großen Story. Vor 15 Jahren soll Roddie seine Geliebte ermordet haben, aber aus Mangel an Beweisen wurde er freigesprochen, nun kehrt er auf die Insel zurück und Rebecca will ihm auf dem Zahn fühlen. Aber nicht nur das treibt sie auf die Insel, sondern auch ihr Vater kommt von dort und hatte nie über die Zeit dort gesprochen. Sie will nun ihrer Vergangenheit auf den Grund gehen und dabei noch einen Mord aufklären. Übernimmt sich Rebecca da nicht etwas? Wird sich die eingeschworene Gemeinschaft überhaupt zum Gespräch bereit erklären? Und ist Roddie ein Mörder?
Als ich damals die Herbstvorschauen der Verlage studierte, ist mir dieser Krimi direkt ins Auge gefallen und das bei so vielen Reihen und Thriller, das will schon was heißen. Denn hier ist mal Schottland mit seiner Landschaft im Vordergrund und es ist keine Polizeiarbeit, sondern eine Journalistin, die ermittelt und das fand ich spannend. Dazu stehe ich ja auf kleine verschworene Gemeinschaften, die voller Geheimnisse sind und sich nicht für Fremde öffnen wollen, somit sind die Voraussetzungen bestens und ob mir der Auftakt zur Rebecca Connolly Reihe gefallen hat, erzähle ich euch nun.
Rebecca Connolly ist jung, ehrgeizig, dynamisch und modern und sie will mehr als nur immer wieder über die Kleinstadtanliegen zu schreiben. Aber ihre Arbeit ist auch eine Flucht aus ihrem Privatleben, denn sie kämpft immer noch mit ihrem eigenen Verlust und mit ihren Ex-Freund, der sich ständig um sie sorgt und der Beziehung noch eine Chance geben möchte. Dazu vermisst sie unendlich ihren Vater, der ihr ein und alles war, ein Polizist, denn viele mochten und der viel zu früh gehen musste. Der aber nie über seine Herkunft und seine ersten 18 Lebensjahren gesprochen hatte, so wurde Rebecca natürlich hellhörig, als sie das Gerücht über Roddie Drummond hörte. Ihr Plan war klar, direkt zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen, über ihre Vergangenheit etwas herausbekommen und eine mega Story liefern, denn es ist einiges los auf der Insel. Und so starten wir auf eine Insel, die denn Stürmen trotzt, ihre Bewohner mit Geheimnissen heimsucht und Rebecca einiges abverlangt.
Douglas Skelton schafft eine unglaublich fesselnde Atmosphäre und einen ziemlichen Lesesog. Er lässt zu Beginn seiner Geschichte die letzten Atemzüge und Gedanken des Mordopfers uns zuteilwerden und allein da sind schon einige versteckte Hinweise enthalten, die einem beim weiteren lesen, immer wieder einfallen und dem Versuch, dem Ganzen einen Ton zu geben, immer wieder in die Irre führen. Geschickt spielt der Autor so mit uns Lesern und auch seine Art wie die Geschichte aufgebaut ist, hat mir richtig gut gefallen. Erst wenn nämlich Rebecca jemanden für ein Interview gefunden hat, bekommen wir eine Rückblende in die Vergangenheit und versuchen so der Wahrheit auf die Spur zu kommen. Aber nicht nur der Mord ist hier Programm, nein, es gibt so viele kleine Flächenbrände, die durch den Besuch von Roddie Drummond nur wieder mehr hervortreten und zum Inferno auszubrechen drohen. So lernt man viele Figuren kennen, viele Schicksale und ihre Probleme, und man ist ständig mit neuen Ereignissen konfrontiert, was diesen Fall unglaublich vielschichtig macht.
Der Autor hat einen verdammt guten Plot gewählt, der Entwicklung zu folgen ist richtig aufregend, die Landschaftsbeschreibungen lassen Schottland mit seiner wilden Ursprünglichkeit erblühen und das ständige Aye, lässt mein Highlander-Herz höherschlagen. Ich bin voll in diesem Krimi hineingefallen, hatte fesselnde Lesestunden und bin extrem angetan von dieser Art vom Fall. Normalerweise bin ich nicht so ein Fan von Journalisten und diese ganze Berichterstattung finde ich alles andere als informativ, gerade in der jetzigen Zeit frage ich mich, ob diese überhaupt wirklich objektiv ist und da ist doch so ein Blick über die Schulter eines Schreiberlings ganz angenehm und spiegelt manche Eindrücke vom richtigen Leben wieder. So hat diese Geschichte auch noch etwas, was real und authentisch wird und das Ende fand ich richtig gut gewählt. Für mich war das nicht der letzte Fall von Rebecca Connolly und ich stimme Ian Rankin zu, es ist Zeit, diesen Autor kennenzulernen.
Die Toten von Thunderbay ist ein ganz gelungener Reihenauftakt, der einen nicht loslässt bis zur letzten Seite. Atmosphärisch, spannend und ein wahrer Lesesog ist hier Programm.
Stanze
aus Heute hier, morgen dort
4/5
18.11.2025
Hörbuch-Download
Jedenfalls nicht "cosy"
Das Buch ist gut geschrieben und gut gelesen. Vorsicht! Es wird häusliche Gewalt sehr drastisch dargestellt. Überhaupt ist die Spannung in diesem Buch eher der Angst geschuldet, dass sympathischen Charakteren etwas sehr Schlimmes passieren könnte. Aber die Charaktere werden immerhin vielschichtig beschrieben, was bei Krimis selten der Fall ist. Die Landschaft und das Meer werden auch gut beschrieben. Was mich gestört hat, ist erstens, dass vieles im Dunkeln bleibt und zweitens erinnerte es mich an die Regionalzeitung, die ich abonniert habe. Was in einer ganzen Region an einem Tag passiert, passiert auf der kleinen fiktiven Insel Stroim (der Name ist vielleicht an das heutzutage unbewohnte Stroma (Sròmaigh) angelehnt) ebenfalls an nur einem Tag. Das kommt mir unwahrscheinlich vor. Ich fand es heftig und ich bin literarisch einiges gewohnt. So wie die Verletzungen beschrieben werden, hätte ich auch mit mehr Todesfällen gerechnet. Man kann außerdem meiner Meinung nach Fußtritte nicht so gut dosieren, dass es nicht zu Knochenbrüchen beziehungsweise Organschäden kommt. Es wird aber gut beschrieben, wie es kommt, dass Frauen so ein schlechtes Selbstwertgefühl haben, dass sie mit prügelnden Ehemännern zusammenbleiben. Sie hatten am Anfang ein schlechtes Selbstwertgefühl und der Ehemann tut alles dafür, dass die Frauen sich noch wertloser fühlen. Ein prügelnder Mann ändert sich nicht, egal was er sagt und egal wie die Frau sich benimmt. Man kann ihn nur verlassen, und zwar möglichst schnell.
Bewertung
aus Rüti ZH
4/5
05.11.2025
Hörbuch-Download
Gute Unterhaltung
Es freut mich jedes Mal wenn ich einen Krimi finde, der nicht durch blutige Detailbeschreibung die Zeilen füllt. Die Charaktere sind interessant und der Hintergrund real. Ein bisschen mehr Humor wäre angenehm aber offenbar keine schottische Eigenschaft.
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