Was passiert, wenn eine gefühlsresistente Spitzenmanagerin ein Achtsamkeitstraining bei einem Coach absolvieren muss, der selbst in einer Sinnkrise steckt? Maxim Leos rasend komischer und tief berührender Roman über die Jagd nach dem Glück und die mitunter schwer zu findende Leichtigkeit des Seins.
Marlene Buchholz soll Vorstandsvorsitzende des Aviola -Konzerns werden. Ihre Kollegen sind sich einig, dass sie fachlich hochkompetent ist – aber menschlich eine ziemliche Katastrophe. Weshalb sie zum Coaching in ein Brandenburger Schloss geschickt wird – zu Alex Grow, dem berühmten Seelenflüsterer.
Was niemand weiß: Seine Academy steht kurz vor dem Bankrott und Alex hat selbst mit Panikattacken zu kämpfen. Marlene ist seine letzte Hoffnung, denn im Erfolgsfall winkt ein Großauftrag der Aviola . Doch die Klientin bleibt skeptisch und verschlossen – bis ein verletztes Wildschwein, ein schüchterner Hausmeister und ein dreizehnjähriges Mädchen auftauchen, die sie erahnen lassen, was im Leben wirklich zählt.
Einatmen. Ausatmen. – ein humorvoller Roman über Achtsamkeit, Sinnsuche und die überraschenden Begegnungen, die uns verändern.
Kundinnen und Kunden meinen
4.1/5.0
Mirjam
5/5
09.06.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Achtsamkeitsvibes mit Humor und Alltagstauglichkeit
Bei dem Buch handelt es sich um einen humorvollen und warmherzigen Roman über Achtsamkeit, Selbstfindung und die Frage, wie man ein erfülltes Leben führt. Erzählt wird die Geschichte einer gefühlsresistenten Spitzenmanagerin, die von ihrem Arbeitgeber zu einem Achtsamkeitstraining verdonnert wird. Ihr Coach steckt jedoch selbst in einer Sinnkrise. Aus dieser Konstellation entsteht eine charmante, oft komische und zugleich berührende Geschichte über das Loslassen, Neuorientieren und das Wiederentdecken des eigenen Lebensrhythmus.
Besonders gut gefallen haben mir die lebendigen und nahbaren Figuren, der leichte Erzählton und die Mischung aus Witz und emotionaler Tiefe. Die Protagonistin Marlene Buchholz entwickelt sich im Laufe des Romans weiter, mit realistischem und lebensnahem Ausgang, ohne konstruiertem Ende.
shizu_reads
5/5
14.05.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Überraschender Mix
Marlene soll beruflich die Karriereleiter weiter hinaufsteigen. Davor wartet allerdings noch eine letzte Hürde: ein Achtsamkeitsseminar bei Alex, einem berühmten Guru, der selbst gerade in einem ziemlichen Tief steckt.
Allein diese Ausgangslage klang für mich nach einer perfekten Basis für einen unterhaltsamen Roman. Ich war mir allerdings nicht sicher, ob die Geschichte eher ernst oder humorvoll werden würde.
Letztendlich habe ich tatsächlich beides bekommen – und überraschenderweise funktioniert diese Mischung wirklich gut. Der Autor schafft es, Humor und ernstere Themen sehr ausgewogen miteinander zu verbinden, ohne dabei etwas ins Lächerliche zu ziehen oder den Witz zu übertreiben. Dadurch entsteht ein stimmiges Gesamtbild mit viel Wärme und Charme.
Auch die beiden Hauptfiguren harmonieren wunderbar miteinander. Sie helfen sich gegenseitig dabei, ihren eigenen Weg zu finden, und nehmen einen gleichzeitig mit auf eine kleine Reise durch das Thema Achtsamkeit.
Besonders gefallen hat mir, wie ruhig und unaufdringlich das Buch seine Botschaften vermittelt. Es zeigt, dass Achtsamkeit nicht unbedingt große Retreats oder perfekte Bedingungen braucht, sondern oft in kleinen Momenten, Begegnungen oder alltäglichen Dingen steckt.
Ich habe das Buch wirklich sehr gern gelesen und schon lange nicht mehr so viel markiert wie hier. Der angenehme Schreibstil, die gelungene Mischung aus Humor und Ernsthaftigkeit sowie die leisen Botschaften haben das Lesen für mich besonders gemacht.
Leo
aus Aalen
5/5
12.05.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
mit viel Atem, Klug!
Sie stehen Beide an einem Scheideweg im Leben und die Richtung ist klar. Marlene ist Managerin und eilt von Erfolg zu Erfolg und soll den höchsten Posten im Unternehmen bekommen, aber ihr Chef möchte, dass sie erst ein Achtsamkeitsseminar in einem Brandenburger Schloss besuchen. Hier soll sie runter fahren, zu sich finden und vor allem die richtige Richtung einschlagen. Alex Grow hat sich als Seelenflüsterer einen großen Namen gemacht und Marlenes Chef bittet ihn nicht nur im Hilfe, sondern er bietet ihm auch Hilfe. Denn um Alex Geschäft sieht es nicht ganz so rosig aus, wie es scheint. Der Flüsterer kann vielen Helfen, aber sich selbst nicht, da ist eine Blockade und die Finanzen machen auch Probleme. Der Marsch ist vorgegeben, Marlene soll fit gemacht werden für den Posten und dann gelingt ihr Job und dann bekommt Alex Unterstützung und seine Sicherheit. Klingt vernünftig, logisch, aber das Leben ist rasant, hat Kurven und Kanten und die Schatten der Vergangenheit sind lang. Luft holen, atmen.
Maxim Leo hat ein einen genialen Roman geschrieben. Selbstfindung, Verzweiflung, Leer, Stille und der Wunsch nach mehr und Halt. Bei jedem äußert es sich anders und doch will jeder irgendwann und irgendwie ankommen und einfach ausatmen, nachdem man lange Luft geholt hat. Komisch, spannend, tiefgründig und mit viel Atem. Klug!
Jessy1968
aus Antdorf
5/5
11.05.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein warmherziges Buch über Achtsamkeit, Humor und Selbstfindung
Schon das Cover dieses Buches hat mich sofort verzaubert – es ist einfach wunderschön und der Titel deutet bereits an, dass Achtsamkeit eine große Rolle spielen wird. Genau dieses Thema hat meine Aufmerksamkeit direkt auf sich gezogen.
Marlene war mir von der ersten Seite an sympathisch. Ihre Perspektive nimmt einen sofort mit, und besonders spannend fand ich die Idee, dass selbst ein Achtsamkeitstherapeut nicht frei von Sorgen und Ängsten ist. Das wirkt unglaublich authentisch und macht die Geschichte umso lesenswerter.
Da die Kapitel abwechselnd aus der Sicht von Marlene und Alex erzählt werden, entsteht ein fließender „Kulissenwechsel“, der den Lesefluss nicht bremst, sondern bereichert. Beide Figuren stehen vor derselben Frage: Was ist mir im Leben wirklich wichtig?
Auf ihrem Weg dorthin entstehen viele amüsante, warmherzige und berührende Situationen, die mich immer wieder zum Schmunzeln gebracht haben. Die Charaktere sind liebevoll gezeichnet, zugänglich und wachsen einem schnell ans Herz.
Für mich ist es eine dieser Geschichten, die einen von Anfang an packen und nicht mehr loslassen. Ich wollte das Buch kaum aus der Hand legen. Gleichzeitig regt es dazu an, selbst darüber nachzudenken, was man im eigenen Leben als wirklich bedeutend empfindet.
Besonders gelungen finde ich das Ende, das bewusst ein wenig offen bleibt. Dadurch wirkt die Geschichte realistisch und bleibt noch lange nach dem Lesen im Kopf.
Für mich ist dieses Buch ein wunderbares Geschenk – nicht nur für Menschen, die sich in einer ähnlichen Lebenssituation wie Marlene und Alex befinden. Es gehört zu den schönsten Büchern, die ich bisher gelesen habe.
Eine klare Leseempfehlung von mir.
connys_kleinebuecherwelt
5/5
09.05.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Einfach lesens- bzw. hörenswert
Meine Meinung:
Ich habe sehr lange gebraucht die geeigneten Worte für meine Rezension zu finden, da dieses Buch für mich etwas ganz besonderes war. Noch einmal vielen lieben Dank an meine liebe Kris für diese wundervolle Empfehlung und ich kann diese einfach nur weitergeben.
Mit „Einatmen. Ausatmen.“ gelingt dem Autor ein bemerkenswert fein austarierter Roman, der auf kluge Weise Humor, Gesellschaftskritik, emotionale Tiefe und eine überraschend zarte Menschlichkeit miteinander verbindet. Als Hörbuch entfaltet die Geschichte sogar noch mehr Wirkung, weil sie nicht nur von ihrem pointierten Text lebt, sondern durch die eindrucksvolle Interpretation von der Sprecherin eine zusätzliche Ebene von Charakter, Stimmung und Intensität gewinnt.
Im Zentrum steht Marlene Buchholz, eine hochkompetente, ehrgeizige Managerin, die beruflich nahezu alles erreicht hat, menschlich jedoch als unterkühlt, distanziert und unnahbar gilt. Um ihre Karriere an die Spitze eines Konzerns zu sichern, wird sie in ein Coaching geschickt, ausgerechnet zu Alex Grow, einem gefeierten Achtsamkeitsguru, der selbst kurz davorsteht, an seinem Leben zu zerbrechen. Diese Ausgangslage klingt zunächst wie die Vorlage für eine klassische Satire auf Selbstoptimierung, Coaching-Kultur und Management-Floskeln. Doch der Autor macht daraus etwas deutlich Größeres.
Er erzählt von Menschen, die funktionieren, aber nicht leben. Von Figuren, die in Rollen erstarrt sind und erst durch Risse in ihrer Fassade wieder fühlen lernen. Gerade darin liegt die große Stärke dieses Romans. Hinter seiner humorvollen Oberfläche verbirgt sich eine erstaunlich präzise Beobachtung moderner Existenz, die Rastlosigkeit, das permanente Leistungsdenken und die stille Sehnsucht nach Echtheit, Nähe und innerer Ruhe.
Der Autor schreibt mit leichter Hand, aber nie oberflächlich. Seine Sprache ist pointiert, trocken, oft herrlich ironisch und gleichzeitig von großer Wärme getragen. Besonders gelungen sind die skurrilen Nebenfiguren, ein verletztes Wildschwein, ein scheuer Hausmeister, ein kluges junges Mädchen, die niemals bloße Kuriositäten bleiben, sondern als stille Katalysatoren für Veränderung wirken. Sie bringen Erdung in die Welt aus Ego, Status und Selbstinszenierung.
Was das Hörbuch jedoch besonders herausragend macht, ist die Sprecherin. Sie liest nicht einfach, sie spielt mit Stimme, Tempo und Nuance. Ihre Interpretation verleiht Marlene eine faszinierende Ambivalenz zwischen Härte und Verletzlichkeit, zwischen Sarkasmus und unterdrückter Sehnsucht. Auch Alex Grow erhält durch ihre Lesung genau jene Mischung aus Charisma, Überforderung und leiser Verzweiflung, die ihn glaubwürdig macht. Die Sprecherin besitzt das seltene Talent, Humor trocken zu setzen, emotionale Szenen aber niemals pathetisch werden zu lassen. Dadurch bleibt die Geschichte jederzeit authentisch.
Bemerkenswert ist zudem, wie unaufdringlich philosophisch dieses Hörbuch ist. Es schreit seine Botschaft nicht hinaus. Es erklärt nicht belehrend, wie man leben sollte. Stattdessen stellt es leise Fragen wie: Wann haben wir verlernt zu atmen?, Wann wurde Funktionieren wichtiger als Fühlen?, Und woran merken wir eigentlich, dass wir unser eigenes Leben führen und nicht bloß ein perfekt organisiertes Ersatzleben? Diese Fragen hallen immer noch in mir nach.
Fazit:
„Einatmen. Ausatmen.“ ist deshalb weit mehr als unterhaltsame Gegenwartsliteratur. Es ist eine kluge, sehr witzige und zugleich berührende Geschichte über Orientierungslosigkeit in einer Welt, die ständig vorgibt, Antworten zu haben. Über Einsamkeit mitten im Erfolg. Über die Sehnsucht, wieder bei sich selbst anzukommen. Und darüber, dass Veränderung oft dort beginnt, wo Kontrolle endet. Ein warmherziges, klarsichtiges und ausgesprochen intelligentes Hörbuch, das gleichzeitig amüsiert, bewegt und nachdenklich macht. Der Autor beweist sein Gespür für Figuren und gesellschaftliche Zwischentöne, während die Sprecherin dem Ganzen mit ihrer herausragenden Lesung eine eindringliche Stimme verleiht. Ein Hörbuch, das nicht laut beeindrucken will, und gerade deshalb lange im Kopf und Herzen bleibt. Vielen lieben Dank an den Verlag sowie den Autor für diese wirklich wundervollen und auch sehr emotionalen Hörstunden. Hiermit vergebe ich 5 von 5 Sternen.
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