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Der Mensch: Krone der Schöpfung oder Schrecken des Ökosystems?
Wie haben wir, Homo Sapiens, es geschafft, den Kampf der sechs menschlichen Spezies ums Überleben für uns zu entscheiden? Warum ließen unsere Vorfahren, die einst Jäger und Sammler waren, sich nieder, betrieben Ackerbau und gründeten Städte und Königreiche? Warum begannen wir, an Götter zu glauben, an Nationen, an Menschenrechte? Warum setzen wir Vertrauen in Geld, Bücher und Gesetze und unterwerfen uns der Bürokratie, Zeitplänen und dem Konsum? Und hat uns all dies im Lauf der Jahrtausende glücklicher gemacht?
Vor 100 000 Jahren war Homo sapiens noch ein unbedeutendes Tier, das unauffällig in einem abgelegenen Winkel des afrikanischen Kontinents lebte. Unsere Vorfahren teilten sich den Planeten mit mindestens fünf weiteren menschlichen Spezies, und die Rolle, die sie im Ökosystem spielten, war nicht größer als die von Gorillas, Libellen oder Quallen. Vor 70 000 Jahren dann vollzog sich ein mysteriöser und rascher Wandel mit dem Homo sapiens, und es war vor allem die Beschaffenheit seines Gehirns, die ihn zum Herren des Planeten und zum Schrecken des Ökosystems werden ließ. Bis heute hat sich diese Vorherrschaft stetig zugespitzt: Der Mensch hat die Fähigkeit zu schöpferischem und zu zerstörerischem Handeln wie kein anderes Lebewesen. Und die Menschheit steht jetzt an einem Punkt, an dem sie entscheiden muss, welchen Weg sie von hier aus gehen will.
Internationaler Bestseller – in knapp 40 Sprachen übersetzt
»Yuval Noah Harari schreibt präzise, klug – und vor allem so, dass man gar nicht aufhören will zu lesen. Dieses Buch lässt Hirne wachsen.« (ZEIT WISSEN)
»Geradezu meisterhaft versteht es Harari, grosse historische Ereignisse mit der Macht von Ideen zu verknüpfen.« (Neue Zürcher Zeitung am Sonntag, 27.10.2013)
Ausstattung: mit Abbildungen
Kundinnen und Kunden meinen
4.4/5.0
Bewertung
5/5
30.06.2026
Buch (Taschenbuch)
"Was wollen wir werden?“ - Vom Affen zum Gott – und was dann?
„Wir sind nicht die Krone der Schöpfung – wir sind eine Schafherde mit Atombomben.“
Stellen Sie sich vor, Sie könnten die gesamte Menschheitsgeschichte in einem einzigen Buch zusammenfassen – von den ersten aufrechten Affen in der Savanne bis zu den Cyborgs und KIs von morgen. Und stellen Sie sich vor, dieses Buch wäre nicht nur klug, sondern auch unterhaltsam, provokant und manchmal geradezu beunruhigend. Genau das gelingt Yuval Noah Harari in „Sapiens“. Der israelische Historiker nimmt uns mit auf eine atemberaubende Reise durch 70.000 Jahre Menschheitsgeschichte – und zeigt, dass fast alles, was wir über uns selbst zu wissen glauben, auf Mythen beruht.
Der Ersteindruck: Ein Historiker mit einer provokanten These
Harari beginnt nicht bei den Pyramiden oder den Römern, sondern bei der kognitiven Revolution. Seine Kernthese ist ebenso einfach wie revolutionär: Der Mensch verdankt seinen Aufstieg nicht etwa seiner Intelligenz oder seinen Werkzeugen – sondern seiner Fähigkeit, gemeinsame Mythen zu erfinden. Geld, Nationen, Religionen, Unternehmen: All das existiert nur in unserer kollektiven Fantasie. Und genau diese Fähigkeit, an Dinge zu glauben, die es gar nicht gibt, ermöglichte es uns, in großen Gruppen zusammenzuarbeiten und die Welt zu erobern. Diese These zieht sich wie ein roter Faden durch das gesamte Buch und macht es zu einem intellektuellen Abenteuer.
Inhaltliche Substanz: Fakten, die den Kopf verdrehen
Harari ist promovierter Historiker, aber er schreibt wie ein Geschichtenerzähler. Er verbindet Archäologie, Biologie, Ökonomie und Philosophie zu einem großen Ganzen. Besonders beeindruckt hat mich seine Fähigkeit, komplexe Zusammenhänge in einfache, einprägsame Bilder zu fassen: Der Löwenmensch aus der Stadel-Höhle wird zum Symbol für die Geburt der Religion, der Peugeot-Löwe zur Ikone der erfundenen Wirklichkeit, und die Bäckerei von Frau Back zum Lehrstück für die Funktionsweise des Kreditsystems.
Die provokanteste These ist für mich die der „Luxusfalle“ der Landwirtschaft. Harari zeigt, dass die Menschen nicht etwa ein besseres Leben suchten, als sie sesshaft wurden – sie tappten in eine Falle. Jede Generation machte kleine Verbesserungen, doch die Summe führte zu harter Arbeit, schlechterer Ernährung und Abhängigkeit. Der Weizen domestizierte den Menschen, nicht umgekehrt. Dieses Muster wiederholt sich bis heute: Wir erfinden Technologien, die uns das Leben erleichtern sollen, und werden dann von ihnen abhängig.
Die Schlussfrage des Buches ist vielleicht die wichtigste, die ein Historiker je gestellt hat: „Was wollen wir werden?“ – denn zum ersten Mal in der Geschichte sind wir in der Lage, unsere eigene Spezies neu zu programmieren. Gentechnik, Cyborgs, künstliche Intelligenz: Wir stehen am Scheideweg. Früher waren es Weizenfelder, heute sind es Algorithmen – und morgen vielleicht unsere eigene DNA.
Schreibstil und Struktur: Ein Pageturner der besonderen Art
Was dieses Buch von anderen Sachbüchern unterscheidet, ist sein flüssiger, fast erzählerischer Stil. Harari schreibt nicht wie ein Professor vom Katheder herab, sondern wie ein Guide, der uns durch die Galerie der Menschheitsgeschichte führt. Die Kapitel sind klar strukturiert, die Argumentation ist logisch und nachvollziehbar. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen – jede Seite brachte neue überraschende Einsichten.
Meine Lieblingsszene ist die Schilderung des Atombombentests in Alamogordo im Jahr 1945. Harari verbindet hier wissenschaftliche Präzision mit einer fast apokalyptischen Poesie: „Jetzt bin ich der Tod geworden, der Zerstörer der Welten“, zitiert er Oppenheimer aus der Bhagavad Gita. Dieser Moment markiert den Punkt, an dem der Mensch nicht mehr nur Geschichte macht, sondern sie auch beenden könnte.
Nutzwert: Eine Reise, die den Blick für immer verändert
Was bleibt nach dem Lesen? Ein Gefühl der Demut – und eine gehörige Portion Unbehagen. Harari zeigt, dass alles, was wir für selbstverständlich halten (Gleichheit, Freiheit, Fortschritt), auf fragilen Mythen beruht. Aber er zeigt auch, dass wir diese Mythen verändern können – wenn wir nur die richtigen Fragen stellen.
Fazit: Ein Meisterwerk der populären Wissenschaft
Mit drei Adjektiven würde ich dieses Buch beschreiben: provokant, augenöffnend, beunruhigend.
Es ist ein Buch, das man verschenken, diskutieren und immer wieder zur Hand nehmen möchte. Es eignet sich hervorragend für Lesekreise, da es unzählige Gesprächsanlässe bietet. Als Nachschlagewerk taugt es weniger – dafür fehlt die systematische Tiefe.
Zur Verfilmung: Die epische Erzählung und die visuellen Möglichkeiten – von Höhlenmalereien über die Industrialisierung bis zu Cyborg-Welten – würden sich hervorragend für eine Dokumentar-Serie (real oder animiert) eignen. Ich könnte mir gut eine mehrteilige Netflix-Produktion vorstellen, die Hararis Thesen mit beeindruckenden Bildern untermalt.
Bewertung: 5 von 5 Sternen
Was hat zum fünften Stern geführt? Die brillante Verbindung von Wissenschaft und Erzählkunst, die provokanten Thesen, die noch lange nachhallen, und die mutige Schlussfrage, die keine einfache Antwort zulässt. Ein Stern fehlt nicht – dieses Buch ist in seiner Kategorie nahezu perfekt.
Meine Frage an den Autor wäre:
„Wenn wir kurz davor stehen, unsere eigene Spezies zu übertreffen – was raten Sie der aktuellen Generation, um nicht in der Bedeutungslosigkeit zu versinken?“
Julia
5/5
26.04.2026
Spannendes Buch
Sehr interessant und gut geschrieben, ich war innerhalb von wenigen Stunden fertig. Der Autor analysiert treffend die Entwicklung der Menschheit. Sehr unterhaltsam und empfehlenswert!
Loneylife
aus Wien
5/5
22.02.2026
Buch (Taschenbuch)
Fantastisch.
Sicher Hararis bestes Buch, niemand erklärt Geschichte so unterhaltsam und dennoch präzise wie er. Ein absolutes Must-read für alle, die sich für die Menschheitsgeschichte interessieren!
Bewertung
5/5
20.02.2026
eBook (ePUB)
Unterhaltsame Lektüre, die auch zum Nachdenken anregt
Nachdem ich einige Bücher aus der Rubrik "Romane & Erzählungen" gelesen hatte, wechselte ich zu "Sachbücher". Dort befürchtete ich beim Durchsuchen der Titel, dass ich mich zu sehr in ein Thema einarbeiten müsste und mich dann Langweile oder Überforderung am Fertiglesen des Buches hindern würden. Anders bei Sapiens von Harari. Die Beschreibung und die Leseprobe überzeugten und faszinierten mich. - Ich finde Harari einen guten Erzähler, der aber dennoch faktenbasiert bleibt und seine Meinung klar und in sich logisch vorbringt. Ich gefällt das Buch sehr gut.
Bewertung
5/5
16.02.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Unglaubliches Buch
Harari erklärt die Geschichte unserer Spezies auf eine spannende und gut verständliche Art, und schafft es trotzdem den Horizont zu erweitern, anstatt es zu sehr zu vereinfachen. Von „Aha“-Momenten weil man Zusammenhänge versteht, die bisherige „Warum“-Fragen auflösen, über leichtes Schmunzeln, bis zu Momenten, in denen man als Leser eine Abneigung gegenüber der eigenen Spezies und ihrer Taten empfindet, bietet dieses Buch alles und löst beim Lesen eine breite Palette von Emotionen aus. Definitiv in den Top 3 Büchern die ich je gelesen habe, wenn nicht sogar das Beste. Sollte auf jeden Fall Pflichtlektüre im Geschichtsunterricht sein.
Die Bewertungen, die die Fachkenntnis des Autors infrage stellen, kann ich aufgrund seiner faktischen Fachkompetenz und Qualifikation absolut nicht nachvollziehen.
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