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Die Stimmen des Yucumã Roman | Ein Buch wie eine Naturgewalt

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Sehr gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

14.04.2025

Verlag

Insel

Seitenzahl

261

Maße (L/B/H)

20,5/13/2,8 cm

Gewicht

360 g

Auflage

1

Originaltitel

Água turva

Übersetzt von

Nicolai Schweder-Schreiner

Sprache

Deutsch

EAN

2710000823711

Beschreibung

Rezension

»Indem sie die Geschichte von drei starken Frauen und deren beinahe mystischer Verbindung zu einem Wald, seinen Tieren und dem Wissen seines Volkes erzählt, gelingt Morgana Kretzmann eine beeindruckende literarische Ökokritik.« ("Folha de S. Paulo")
»Der Naturschutz ist hier das Rohmaterial für eine kraftvolle und mehrstimmige Erzählung, deren Konflikte sich von Seite zu Seite mehr zuspitzen.« ("Pensar")
»Lesenswert ist der Roman Die Stimmen des Yucuma vor allem, weil die Autorin die Probleme und ökologischen Konflikte in einer brasilianischen Grenzregion realistisch schildert. Außerdem wirft sie einen schonungslosen Blick auf korrupte Netzwerke und die schamlose Bereicherung von Politikern.« ("SWR")

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Sehr gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

14.04.2025

Verlag

Insel

Seitenzahl

261

Maße (L/B/H)

20,5/13/2,8 cm

Gewicht

360 g

Auflage

1

Originaltitel

Água turva

Übersetzt von

Nicolai Schweder-Schreiner

Sprache

Deutsch

EAN

2710000823711

Herstelleradresse

Insel Verlag GmbH
Torstraße 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de

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  • Bewertung

    5/5

    10.06.2025

    eBook (ePUB)

    Ein Öko-Thriller

    Ein Öko-Thriller, der in einem realen Schutzgebiet spielt. Eine spannende Handlung zwischen Wirklichkeit und Fiktion mit interessanten Protagonisten Das Buch ist eine rasche und angenehme Lektüre, die zudem äußerst wichtige Themen für das heutige Brasilien aufgreift Die Autorin schafft eine einzigartige Geschichte, indem sie den Umweltkonflikt um den Bau eines Wasserkraftwerks an der Grenze zwischen Brasilien und Argentinien verarbeitet. Zum Beispiel die Erhaltung der Natur und den politischen Druck wegen der Abholzung der Wälder. Ich kann dieses Buch mit seiner rasanten Handlung nur empfehlen Es hat mir gut gefallen

  • begine

    aus Lemwerder

    5/5

    01.05.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Brasilianische Familie

    Die Stimme des Yukomã ist ein stimmungsvoller Roman der brasilianischen Schriftstellerin Morgana Kretzmann. Es ist eine beeindruckende Literatur. Mit großartige Landschaftsschilderung. Es geht um den Erhalt des Tunvo . Nationalpark. Drei Frauen, die eigentlich keine Freunde sind, tun sich zusammen. Olga hat bei ihrer Arbeit Dokumente gefunden, das korrupte Politiker, den Park vernichten wollen. Sie schickt das an eine überregionale Zeitung. Sie ist da in Lebensgefahr. Die Autorin versteht es gut die Dramatik ins Bild zu setzen. Nebenbei lässt sie die Flora und Fauna des Parks gut erkennen. Ich wurde von der Autorin in das Geschehen gezogen. Es ist ein wunderbares Buch, das ich gerne empfehlen kann.

  • kaffeeelse

    aus D

    4/5

    25.08.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Naturschutz und Magischer…

    Naturschutz und Magischer Realismus Die menschliche Gier, menschliche Ränke, Korruption, Naturschutz, Familienfehden, Familiengeheimnisse, etwas Magischer Realismus und starke weibliche Charaktere bringt die brasilianische Autorin Morgana Kretzmann in ihrem spannenden Roman „Die Stimmen des Yucumã“ unter. Angesiedelt ist der Roman im real existierenden Turvo-Nationalpark (Parque Estadual do Turvo) in Brasilien, im Bundesstaat Rio Grande do Sul. Und auch der Kampf gegen den Stausee hat reale Hintergründe, 2015 wurde vom Gericht gegen das vom IBAMA (Brasilianisches Institut für Umwelt und erneuerbare natürliche Ressourcen) genehmigte Staudammprojekt eine Unterlassungsverfügung erreicht, da der Staudamm Teile des Turvo-Parks überflutet hätte und damit erreichten Naturschutz zunichte gemacht hätte. Dies zum Hintergrund des Buchs. Denn mit diesem Wissen wird die Handlung des Romans irgendwie greifbarer. Denn menschliche Gier, menschliche Gewinnsucht und eine real existierende Korruption sind sicher an vielen Orten der Welt bemerkbar, so auch in Brasilien. Von 2011 bis 2016 war Dilma Rousseff Präsidentin des Landes. Und auch ihre Zeit war gespickt mit Korruption, Gewalt gegenüber Protesten im eigenen Land und einer sinkenden Wirtschaftsleistung, wie auch bei Vorgängern und Nachfolgern zu beobachten ist. Aber Veränderungen brauchen Zeit, dies sollte man nicht vergessen. Und altbekannte Strukturen verändern sich auch nicht von heute auf morgen. In diese Realität baut Morgana Kretzmann ihre Figuren ein. Es gibt Familien, Familien mit dunklen Geheimnissen, miteinander verfehdete Familien, wobei sich die Gründe für diese Fehden nach und nach aufklären, und es gibt starke weibliche Charaktere, die Parkrangerin Chaya, ihre Cousine Preta, die Anführerin der Pies Rubros, eine Gruppe von Jäger*innen und Schmuggler*innen und Olga, einerseits eine Assistentin eines Kongressabgeordneten, andererseits auch eine Journalistin. Die drei Frauen kennen sich von früh an, waren befreundet, sind aber durch gewisse Ereignisse in der Vergangenheit miteinander in einen Clinch geraten. Jetzt geht es allerdings um den Schutz des Parks und seiner Tiere, unter ihnen auch der Jaguar, übrigens ein verehrtes Wesen der Indigenen, der auch eine gewisse Stimme im Buch bekommt und auch um das Vermächtnis eines Urahnen von Chaya und Preta, dem Vermächtnis von Sarampião. Jetzt steht dies im Vordergrund und nicht die Rivalitäten der Frauen. In den Mythen um den Wasserfall Yucumã sind indigene Spuren enthalten und auch in der Denke der Protas findet man so einiges uraltes. Eine gewisse Portion Magischer Realismus im Text zollt den einstigen Herren des Landes ebenso einen gewissen Respekt. Das hat mir sehr gefallen. Dass es weibliche Helden gibt, hat mir auch sehr gefallen, vielleicht deutet dies auf eine Veränderung des bisher von mir eher in Brasilien vermuteten Machismo hin. Vielleicht. Nicht gefallen hat mir teilweise die Art der erzählten Geschichte. Manchmal erinnerte sie mich leider an eine Telenovela, dann wieder ist sie spannend und mitreißend. Durch dieses Wechselnde im Erzählten kommt auch meine 4 Punkte Bewertung zustande. Wäre dieses etwas Seifige nicht gewesen, wäre das Erzählte an manchen Stellen etwas realer gewesen, dann wäre „Die Stimmen des Yucumã“ ein 5 Sterne Buch für mich geworden. Denn diese Thematik, klar mit so einer Thematik hat man mich recht schnell auf seiner Seite. Naturschutz, Magischer Realismus, indigene Einflüsse, starke weibliche Charaktere und eine anklagende Gesellschaftskritik, dies hat mir sehr gefallen. Nur das Stil des Erzählten hat mich leider nicht völlig überzeugen können. Leider! Denn dieses Buch wollte ich als ein 5 Sterne Buch abfeiern können.

  • Kaffeeelse

    Thalia Book Circle Community

    4/5

    25.08.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Naturschutz und Magischer Realismus

    Die menschliche Gier, menschliche Ränke, Korruption, Naturschutz, Familienfehden, Familiengeheimnisse, etwas Magischer Realismus und starke weibliche Charaktere bringt die brasilianische Autorin Morgana Kretzmann in ihrem spannenden Roman „Die Stimmen des Yucumã“ unter.  Angesiedelt ist der Roman im real existierenden Turvo-Nationalpark (Parque Estadual do Turvo) in Brasilien, im Bundesstaat Rio Grande do Sul. Und auch der Kampf gegen den Stausee hat reale Hintergründe, 2015 wurde vom Gericht gegen das vom IBAMA (Brasilianisches Institut für Umwelt und erneuerbare natürliche Ressourcen) genehmigte Staudammprojekt eine Unterlassungsverfügung erreicht, da der Staudamm Teile des Turvo-Parks überflutet hätte und damit erreichten Naturschutz zunichte gemacht hätte. Dies zum Hintergrund des Buchs. Denn mit diesem Wissen wird die Handlung des Romans irgendwie greifbarer. Denn menschliche Gier, menschliche Gewinnsucht und eine real existierende Korruption sind sicher an vielen Orten der Welt bemerkbar, so auch in Brasilien. Von 2011 bis 2016 war Dilma Rousseff Präsidentin des Landes. Und auch ihre Zeit war gespickt mit Korruption, Gewalt gegenüber Protesten im eigenen Land und einer sinkenden Wirtschaftsleistung, wie auch bei Vorgängern und Nachfolgern zu beobachten ist. Aber Veränderungen brauchen Zeit, dies sollte man nicht vergessen. Und altbekannte Strukturen verändern sich auch nicht von heute auf morgen.  In diese Realität baut Morgana Kretzmann ihre Figuren ein. Es gibt Familien, Familien mit dunklen Geheimnissen, miteinander verfehdete Familien, wobei sich die Gründe für diese Fehden nach und nach aufklären, und es gibt starke weibliche Charaktere, die Parkrangerin Chaya, ihre Cousine Preta, die Anführerin der Pies Rubros, eine Gruppe von Jäger*innen und Schmuggler*innen und Olga, einerseits eine Assistentin eines Kongressabgeordneten, andererseits auch eine Journalistin. Die drei Frauen kennen sich von früh an, waren befreundet, sind aber durch gewisse Ereignisse in der Vergangenheit miteinander in einen Clinch geraten. Jetzt geht es allerdings um den Schutz des Parks und seiner Tiere, unter ihnen auch der Jaguar, übrigens ein verehrtes Wesen der Indigenen, der auch eine gewisse Stimme im Buch bekommt und auch um das Vermächtnis eines Urahnen von Chaya und Preta, dem Vermächtnis von Sarampião. Jetzt steht dies im Vordergrund und nicht die Rivalitäten der Frauen. In den Mythen um den Wasserfall Yucumã sind indigene Spuren enthalten und auch in der Denke der Protas findet man so einiges uraltes. Eine gewisse Portion Magischer Realismus im Text zollt den einstigen Herren des Landes ebenso einen gewissen Respekt. Das hat mir sehr gefallen. Dass es weibliche Helden gibt, hat mir auch sehr gefallen, vielleicht deutet dies auf eine Veränderung des bisher von mir eher in Brasilien vermuteten Machismo hin. Vielleicht. Nicht gefallen hat mir teilweise die Art der erzählten Geschichte. Manchmal erinnerte sie mich leider an eine Telenovela, dann wieder ist sie spannend und mitreißend. Durch dieses Wechselnde im Erzählten kommt auch meine 4 Punkte Bewertung zustande. Wäre dieses etwas Seifige nicht gewesen, wäre das Erzählte an manchen Stellen etwas realer gewesen, dann wäre „Die Stimmen des Yucumã“ ein 5 Sterne Buch für mich geworden. Denn diese Thematik, klar mit so einer Thematik hat man mich recht schnell auf seiner Seite. Naturschutz, Magischer Realismus, indigene Einflüsse, starke weibliche Charaktere und eine anklagende Gesellschaftskritik, dies hat mir sehr gefallen. Nur das Stil des Erzählten hat mich leider nicht völlig überzeugen können. Leider! Denn dieses Buch wollte ich als ein 5 Sterne Buch abfeiern können.

  • Im_Lesehimmel

    aus Berlin

    4/5

    02.07.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein sehr authentischer Roman

    Dieser Roman schildert die bedrückende Realität der systematischen Zerstörung der Natur unter dem Vorwand von Fortschritt, Arbeitsplätzen und wirtschaftlichem Aufschwung. In kurzen Kapiteln und auf mehreren Zeitebenen zeigt der Roman eindrücklich, wie perfide Umweltzerstörung heute oft legitimiert wird und wie gefährlich der Kampf dagegen ist. Die Autorin hat durch typische Protagonisten den verschiedenen Vertretern, die an dieser Zerstörung teilhaben oder davon betroffen sind, eine deutliche Stimme gegeben. Dadurch ist ihr sehr gut gelungen. aufzuzeigen, dass auch persönliche Fehden beigelegt werden müssen, wenn man den Kampf um Gerechtigkeit und gegen Korruption, Gier und Machtmissbrauch gewinnen möchte. Die Beziehungen zwischen den drei Frauen und ihren Familien spielen dabei eine zentrale Rolle, um ihre Handlungen und Entwicklungen herzuleiten und Widersprüche deutlich zu machen. Dabei lässt sie auch übersinnliche Elemente der indigenen Kultur einfließen und macht an vielen Stellen die Widersprüchlichkeit zwischen der traditionellen Lebensweise und den kommerziellen Ansprüchen deutlich. Das Familiengeflecht habe ich durchaus als herausfordernd empfunden, aber das Personenverzeichnis am Anfang des Buches hat mir geholfen, den Überblick zu behalten. Ein unsympathischer Abgeordneter mit übergriffigem Verhalten und sein Assistent sind machen die patriarchalen Strukturen und die Missachtung jeglicher Grenzen deutlich. Der Erzählstil wirkte auf mich zwar distanziert und abgehackt, aber hier habe ich mich gefragt, ob es eventuell an der Übersetzung liegt und, ob der Roman in der Originalsprache anders wirkt. Die Geschichte hat bei mir trotzdem viele Emotionen hervorgerufen, da es beklemmend authentisch ist und ich dadurch die Hilflosigkeit und Wut gespürt habe, die auch die Menschen vor Ort empfinden müssen. Ein durchweg wichtiges und kraftvolles Buch, welches eindringlich zeigt, wie viel Mut es erfordert, für die Umwelt und für Gerechtigkeit einzutreten.

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