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Beklaute Frauen Denkerinnen, Forscherinnen, Pionierinnen: Die unsichtbaren Heldinnen der Geschichte - DER SPIEGEL- & BOOKTOK-BESTSELLER

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Sehr gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

28.02.2024

Abbildungen

schwarz-weiss Illustrationen

Verlag

Penguin

Seitenzahl

416

Maße (L/B/H)

22/14/4,2 cm

Gewicht

560 g

Sprache

Deutsch

EAN

2710000710585

Beschreibung

Rezension

»Ein Buch, das ob der himmelschreienden Ungerechtigkeit in dieser Welt extrem wütend macht – und das ist gut so.« ("Denis Scheck, Potsdamer Neueste Nachrichten")
»Ein ausgesprochen interessantes Buch, bei dessen Lektüre man sich fragen kann, warum die eine oder andere Fehlentscheidung der Vergangenheit nicht längst gerade gerückt wurde.« ("NDR Kultur")
»Ein unterhaltsames Buch, das den Blick auf Geschichte verändert.« ("Table.Media, Constanze Baumann")
»Ein großer Wurf. Ein Kompendium, das zu weiteren Debatten einlädt.« ("nd.DerTag")
»Lesenswert.« ("Welt am Sonntag")
»Ein gut leserlicher Einstieg für alle, die eine feministisch aufgeklärte Lesart unserer Geschichte kennenlernen wollen und definitiv empfehlenswert.« ("Rhein-Neckar-Zeitung")

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Sehr gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

28.02.2024

Abbildungen

schwarz-weiss Illustrationen

Verlag

Penguin

Seitenzahl

416

Maße (L/B/H)

22/14/4,2 cm

Gewicht

560 g

Sprache

Deutsch

EAN

2710000710585

Herstelleradresse

Penguin Verlag
Neumarkter Straße 28
81673 München
DE

Email: produktsicherheit@penguinrandomhouse.de

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  • Lissi_Filibuster

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    28.06.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Schockierend, aber leider so wahr! Große Leseempfehlung!

    Genau wegen Buchempfehlungen zu Büchern wie “Beklaute Frauen” von Leonie Schöler liebe ich meine Buchcommunities. Ohne den Beitrag einer lieben anderen Leserin wäre ich wohl noch einige Male an dem Buch vorbeigegangen. Aber es jetzt zu lesen, war für mich genau richtig, denn nachdem mich eines meiner letzten Bücher ein wenig schockiert über die Rolle der Protagonistin zurückgelassen hat, brauchte ich ein Buch, das auf eine andere Art aufwühlt. Leonie Schöler hat es geschafft, dass ich mich einen ganzen Tag lang mit den Leben verschiedener Frauen befasst habe, die für ihre Leistungen nie die verdiente Anerkennung erhalten haben. Die hinter ihren Ehemännern verschwanden, von Kollegen hintergangen wurden oder von den männlichen Geschichtsschreibern bewusst ausgelassen wurden. “Beklaute Frauen” prangert dabei nicht nur einzelne Männer an, die Frauen ausgenutzt haben, sondern das Patriarchat als solches, das dazu führt, dass Frauen noch immer nicht für ihre Leistungen gewürdigt werden und dass ihnen zusätzlich noch Steine in den Weg gelegt werden. Die historischen Begebenheiten und Hintergründe werden dabei sehr verständlich erklärt. Auch wenn man bisher keine große Ahnung von Physik, Chemie, Kunstgeschichte, Literatur oder Geschichte hat, kann man Leonie Schölers Ausführungen wunderbar folgen. Jede hier ausgewählte Geschichte hat mich dabei auf eine andere Weise bewegt, schockiert und zum Nachdenken gebracht, denn die Bezüge zu unserer heutigen Gesellschaft sind offensichtlich und werden von der Autorin im letzten Kapitel noch einmal ganz klar vor Augen geführt. Für mich war es gerade genau die richtige Lektüre, denn sie zeigt, dass es so viele starke Frauen in unserer Welt gibt.

  • Bewertung

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    19.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Man möchte schreien

    Leonie Schölers Buch über beklaute Frauen ist nun als Taschenbuch erschienen und damit günstiger und besser zugänglich. Sie schreibt darin nicht über Taschendiebstähle, sondern geht ein viel brisanteres Thema in unserer Gesellschaft an. Frauen kommen in der Geschichte jahrhundertelang kaum vor. Ihre Leistungen in Kunst und Wissenschaft werden nicht gewürdigt, sondern sogar explizit von Männern gestohlen und als ihre eigenen Erkenntnisse ausgegeben. Besonders gravierend fand ich den Fall von Rosalind Franklin, die die Struktur der DNS entschlüsselte, aber Watson/Krick stahlen ihre Erkenntnisse aus ihrem Labor und heimsten Preise und Ruhm und den Nobelpreis ein, ohne sie mit einem Wort zu würdigen. Aber auch Namen wie Lise Meitner oder Clara Immerwahr sind heute fast vergessen, in der Literatur gehen sie als “Assistentinnen” berühmter weißer Männer durch, obwohl sie einen großen Teil der Forschungen erledigten. In der Kunst sollen Frauen die gutaussehende “Muse” spielen, aber nicht eigenständig künstlerisch arbeiten. Zum Glück entdeckt man heute - zwar langsam - die Frauen, die im Schatten standen, aber viele sind weitestgehend unbekannt. Es ist ein Verdienst von Schöler, dass sie einige dieser Frauen ans Licht holt. Dabei gibt es noch viel mehr davon, z.B. in der Musik Klara Schumann oder Florence Price, die als erste farbige Komponistin gilt und deren Qualität man erst jetzt lange nach ihrem Tod entdeckt. Das Buch gibt viele neue Erkenntnisse und wichtige Denkanstöße und lädt zur Diskussion ein. Ein wichtiges Buch nicht nur für Frauen!

  • Bewertung

    5/5

    24.01.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine leidenschaftliche Empfehlung für dieses starke Buch!

    In dem Buch „Beklaute Frauen“ nimmt uns die Historikerin Leonie Schöler mit auf eine Reise durch die letzten zwei Jahrhunderte europäischer Geschichte und rückt all jene Frauen ins Licht, deren Leistungen und Erkenntnisse allzu oft ignoriert, ausgelöscht oder Männern zugeschrieben wurden. Anhand zahlreicher Biografien zeigt Schöler, wie Denkerinnen, Forscherinnen, Künstlerinnen und Autorinnen Einfluss auf Politik, Wissenschaft, Kultur und Gesellschaft genommen haben – und wie ihnen trotz aller Errungenschaften Anerkennung und Sichtbarkeit verwehrt blieben. Dabei wird schnell klar, dass sich diese strukturelle Benachteiligung quer durch alle Bereiche zieht: Wissenschaftlerinnen, deren Entdeckungen von männlichen Kollegen beansprucht wurden, Autorinnen hinter Pseudonymen und Künstlerinnen im Schatten ihrer Ehemänner. Viele der einzelnen Schicksale waren mir bereits bekannt. Was dieses Buch jedoch auszeichnet, ist, dass Schöler innerhalb der vielgestaltigen Einzelschicksale das Verbindende sucht – den roten Faden, der aus dem persönlichen Leben beklauter Frauen eine Systemfrage macht. Denn es ist eben keine Randdiskussion oder bloße „Frauengeschichte“, die hier behandelt wird, sondern eine Thematik, die uns alle betrifft. Im Schlusswort wirft die Autorin einen mutigen Blick auf Gegenwart und Zukunft und fragt, wie viele beklaute Frauen wir noch entdecken werden. Sehr gut gefallen hat mir die persönliche Note. Das Buch ist trotz umfangreicher Recherche und großen Tiefgangs keine nüchterne wissenschaftliche Abhandlung. Wir lernen Schölers Motivation und ihren persönlichen Blick auf Geschichte kennen. Das spiegelt sich auch in einer verständlichen, lockeren und oftmals unterhaltsamen Sprache wider. So verbindet das Buch, ausgestattet mit zahlreichen Abbildungen und informativen Infokästen, auf 416 Seiten wissenschaftliche Tiefe mit erzählerischer Kraft.

  • Bewertung

    5/5

    27.10.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein kluges und spannendes Buch

    „Besprechen wir die Welt immer noch aus der Sicht weißer, christlicher, cis-heterosexueller Männer?“ Auf sehr unterhaltsame und informative Weise beschreibt Leonie Schöler in ihrem Buch, wie Frauen von berühmten Männern ihres geistigen Eigentums beraubt wurden oder wie Frauen im Laufe der Geschichte einfach „vergessen“ wurden. Ihre Einordnung im historischen Kontext ist spannend geschrieben, sehr genau recherchiert und belegt, von der französischen Revolution bis heute, wie schwer es für Frauen war und ist, akzeptiert und „gesehen“ zu werden. Sämtliche antifeministische Bestrebungen, dienen dem Zweck, um ein „Feindbild“ zu entwickeln und das Patriarchat mit seinen Vorteilen für die Männer zu bewahren und Frauen ihre von Männern definierte Rolle vor allem als Ehefrau und Mutter zuzuweisen. Es ist ein systemisches Problem, das die Autorin aufdeckt und benennt, das Patriarchat, insbesondere weiße Männer aus bürgerlichen Schichten, schützt sich selbst, indem sie Frauen draußen halten. Das gilt durchaus auch für Frauen mit akademischer Bildung. Die Ehe ist dann oft das Ende ihrer wissenschaftlichen Karriere, es sei denn sie arbeitet fleißig im Hintergrund – für ihren Mann. Jenny Marx arbeitet als unbezahlte Sekretärin für ihren Mann Karl, bald auch die Töchter, vor allem Eleanor, die der Vater stark an sich bindet. Die Liste der Wissenschaftler*innen und Künstler*innen ist lang: Lucia Moholy, Fotografin wie ihr Mann Laszlo Moholy-Nagy, fotografiert für die Bauhaus-Bücher und wird nicht erwähnt, Walter Gropius eignet sich die Negative an, stellt ihre Bilder erfolgreich in New York aus, ohne ihren Namen zu nennen. Bertold Brecht, der gern Mitarbeiterinnen zu Geliebten macht, Arbeits- und Liebesbeziehung vermischt, ohne Elisabeth Hauptmann wäre die „Dreigroschenoper“ sicher nicht zustande gekommen, aber auch Margarete Steffin oder Ruth Berlau haben wichtigen Einfluss auf das künstlerische Schaffen Brechts gehabt. Pablo Picasso ist bekannt dafür, dass seine Geliebte auch seine „Muse“ war. Interessant ist auch, dass ein Nobelpreis nachweislich für gestohlene Daten und Ergebnisse an einen Mann, Watson vergeben wird, der es später sogar in seiner Biographie zugibt, dass er sich Forschungs- und Laborergebnisse von Rosalind Franklin angeeignet hat. Lise Meitner, berühmte Wissenschaftlerin muss aus Deutschland fliehen, weil sie Jüdin ist, ihr Forschungspartner Otto Hahn bekommt 1944 den Nobelpreis für Chemie verliehen. Jocelyn Bell Burnell wird bei dem Nobelpreis für Physik übergangen, stattdessen bekommt ihn ihr Doktorvater Tony Hewish. Olympische Disziplinen wurden von gemischtgeschlechtlich zu getrenntgeschlechtlich geändert, sofern eine Frau Siegerin war (Skeet:1992), bestimmte Sportarten waren für Frauen verboten. Frauen veröffentlichen ihre Bücher unter männlichem Pseudonym, damit es verkauft werden kann, der Buchmarkt und auch der Buchkritikmarkt, das Verlagswesen sind nach wie vor männlich dominiert. Frauen werden auch in der Geschichtsschreibung vergessen, z.B. die Antifaschistinnen in Spanien gegen Franco. Frauen kämpfen als Soldatinnen, aber Vergewaltigung und andere Formen sexueller Gewalt als Mittel der Kriegsführung werden immer noch von Männern praktiziert. Das sind nur einige der zahlreichen Beispiele. Ein positives Beispiel stärkt die Hoffnung für mehr Sichtbarkeit, auch im Sinne einer neu erstarkten „Erinnerungskultur“: die Widerstandskämpferin Noor Inayat Khan in England. Die Autorin setzt sich sehr analytisch und differenziert sich mit den Frauenrechtsbewegungen der verschiedenen Generationen auseinander, Selbstbestimmungsrecht, Geschlechtsidentität, Intersektionalität, sind wichtige Themen, die im Laufe der historischen Entwicklung auch neu betrachtet werden müssen. Ein wirklich kluges, spannendes Buch.

  • LaLi

    5/5

    25.10.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Blick in die Geschichte – ohne männerzentrierte Brille

    Es waren einmal die Männer, die jagten, und die Frauen, die sammelten. Mit einem ähnlichen Satz beginnt das Buch und mit genau diesem Mythos räumt die Autorin sofort auf. Sie erklärt, dass unsere Vorfahr:innen nach neueren Erkenntnissen viel eher nach Können gehandelt haben als nach Geschlecht. Trotzdem hält sich dieses Rollenbild hartnäckig. Es prägt, wie wir denken, wie wir leben, wie wir erzählen. Die Autorin nimmt uns mit auf eine Reise durch die Geschichte (von der Französischen Revolution bis heute) und zeigt, wie Frauen immer wieder unsichtbar gemacht oder ihrer Errungenschaften beraubt wurden. Erfindungen, Kunstwerke, Durchbrüche … oft einfach Männern zugeschrieben oder unter den Teppich gekehrt. Ich fand’s beeindruckend, wie viel Wissen hier steckt. Dass sie immer wieder auch eigene Erfahrungen einbaut, macht das Ganze noch nahbarer. Meine Meinung: Diesen Satz hab ich schon so oft gehört: „Naja, die Welt wurde halt von Männern vorangebracht.“ Warum dieser Satz falsch ist, zeigt dieses Buch eindrucksvoll. Ganz besonders berührt hat mich die Ungerechtigkeit im Fall von Rosalind Franklin. Besonders, da James Watson in seiner Biografie offen beschreibt, dass er und Crick Zugang zu ihren Forschungsergebnissen hatten, ohne dass sie davon wusste oder dafür Anerkennung bekam. Außerdem schrieb er abwertend über sie. Toller Nobelpreisträger … Für mich war es eine emotionale Achterbahnfahrt: Geschichtliches Wissen – spannend und klug vermittelt Ungerechtigkeit – macht wütend, aber auch wach Aha-Momente – über Strukturen, die wir heute noch spüren Inspiration – durch den Mut und die Stärke der vorgestellten Frauen Mein Lieblingszitat: “Hinter jedem erfolgreichen Mann steht ein System, das ihn bestärkt; vor allen anderen steht ein System, das sie aufhält.” Ein Buch, das ich allen empfehlen möchte!

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