Tanja Fornaro ist Regisseurin und Sprecherin und versteht es auf großartige Weise, aus historischen Stoffen Zeit- und Hörreisen zu machen. Sie hat von Miriam Georg bereits mehrere Hörbücher bei argon gelesen, die eine große Hörer:innenschaft begeistern.
Die Vergangenheit unserer Mütter, die Zukunft unserer Töchter: der neue große Roman von Bestsellerautorin Miriam Georg (Elbleuchten).
Laura hat ihre Großmutter Änne oft von dem Gefühl des Sommers in Schlesien erzählen hören. Über die Menschen in ihrer Vergangenheit jedoch wollte Änne nie sprechen. Als ihre Großmutter schwer erkrankt, scheint es Laura auf einmal zu spät für all die Fragen, die jahrzehntelang unausgesprochen geblieben sind. Dann macht sie eine Entdeckung, die ein ganz neues Licht auf das Leben der Frau wirft, die ihr so vertraut war. Laura begibt sich auf die Suche nach dem ehemaligen Gutshof ihrer Familie - und stößt nicht nur auf Wahrheiten, die ihr Bild von Änne erschüttern, sondern auch auf weitere Fragen, die noch tiefer in die Vergangenheit führen. Fragen, deren Antworten alles verändern könnten.
Emotional, modern, generationsübergreifend: ein Hörbuch, das zum Nachdenken und zum Gespräch anregt.
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Diese Geschichte wird im Gedächtnis bleiben!
Alexandra Richter aus Bühlertal am 07.06.2026
Bewertungsnummer: 3160550
Bewertet: Hörbuch-Download
Nun war das Buch “Die Verlorene” das dritte aus der Feder von Miriam Georg, welches ich, innerhalb weniger Tage (ca. 500 Seiten) – mit unter bis in die Nacht hinein, mit großer Begeisterung las und hörte. Die Nordwind Saga (Im Nordwind und Im Nordlicht) hatte mir schon so super gut gefallen. Allerdings diese Geschichte “Die Verlorene” war – in der Qualität der Sprache wirklich perfekt – in der Spannung wie ein Krimi – der Inhalt wurde aus Vergangenheit und Zukunft in zwei Zeitebenen verfasst – es hat mich emotional auf einer Achterbahn mitgerissen und die Kriegszeit (Zweiter Weltkrieg) mit einer fiktiven durchdachten Geschichte so zu umschmücken, ist der Autorin wahrhaftig gelungen. Die Stichpunkte im Schnelldurchgang waren, Geschwisterliebe, Krieg, Ängste, Verluste in menschlicher und finanzieller Hinsicht und so viele mehr. Ich hatte im Prolog etwas Schwierigkeiten, diesen mir im Gedächtnis zu behalten, aber gegen Ende war er, im Geiste wortwörtlich, mir wieder eingefallen. Was auch mal anders war, es gibt im Grunde kein Happy End. Eher ein Anlass zum Nachdenken! Ich würde sie auch als Schullektüre wärmstens empfehlen. Mein Fazit lautet, man sollte diese Geschichte unbedingt Lesen oder Hören. Ich habe beides zusammen wieder gemacht. Einige Textstellen sind so wichtig, das sie nicht in Vergessenheit geraten sollten, sondern uns daran erinnern, welche Vergangenheit unsere Vorfahren schon erleben mußten. Meine absolute Lese- bzw. Hörempfehlung.
Zusatz zum Hörbuch:
Mein Highlight Hörbuch 2026, kommt noch was besseres?
Der Autorin Miriam Georg ist hier ein Meisterwerk in der historischen Literatur durch und durch gelungen. Meine ausführlichere Buchbesprechung findet ihr hier auf dem Buchblog im Menü unter Rezensionen. Die Sprecherin Tanja Fornaro hat diese sensible historische Geschichte warm und spannend dem Hörer nahe gebracht. Ich konnte nicht aufhören ihr zuzuhören. Ich wurde eigentlich in jeder weiteren Textzeile weiter in das Geschehen mitgerissen. Diesmal habe ich das Hörbuch als Hardware in der Hand gehalten. Aber man kann es bei Audible runterladen und sofort anhören. Es erschien 2025 bei Argon Verlag. Es heißt in der Beschreibung, es sei eine ungekürzte Ausgabe, diese ich leider nicht bestätigen kann. Ich habe im Buch einige Textstellen lesen können, die nicht im Hörbuch mit aufgenommen wurden. Die Hörbuchzeit beträgt ca. 15 Stunden auf zwei CD`s.
Vergangenheit endet nicht mit dem Tod
Bewertung aus Quickborn am 11.09.2025
Bewertungsnummer: 2593301
Bewertet: Hörbuch-Download
Ich habe zuerst den Roman angefangen und beiseite gelegt, weil ich keinen Zugang fand, Dann habe ich das Hörbuch bekommen und bin von Null neu gestartet. Ich habe dann abwechselnd gelesen und gehört. Nun bin ich total überwältigt von diesem Roman, der eine Familiengeschichte erzählt, die gleich drei Frauengenerationen umfasst. Denn die Männer, die dazu gehören, sind bis auf einen nicht mehr da. Nur Laura, die Jüngste, hat ihren Jonathan und ist gerade von ihm glücklich schwanger. Laura ist die Enkelin von Änne, der Oma, die aus Schlesien stammte und kürzlich nach Erhalt eines geheimnisvollen Pakets mit einem Bild darin von einem Hocker stürzte und aus dem Koma nicht mehr erwachte. Ellen, die Tochter, ist konsterniert, Laura packt der Entdeckergeist. Zwischen beiden ist immer eine gewisse Spannung, Ellen scheint an manchen Enthüllungen nicht sehr interessiert.
Miriam Georg erzählt die Geschichte von Änne, die auf einen Bauernhof in Schlesien in der Nähe von Oppeln aufwuchs. Sie hatte eine Zwillingsschwester Luise, und die Erlebnisse der beiden insbesondere in den Kriegsjahren werden so bildhaft erzählt, dass es eine Freude ist, die gleichzeitig zu Tränen rührt. Was am Ende des Kriegs und danach geschieht, will ich hier nicht berichten, es ist einerseits nichts Außergewöhnliches, andererseits für die Nachkommen von immenser Wichtigkeit. Dass der Zweite Weltkrieg, Flucht und Vertreibung zu den schwärzesten Kapitels der jüngeren deutschen Geschichte gehören, das weiß man, wenn man sich wie ich für diese Zeit interessiert.
Da ich selbst gern "Ahnenforschung" betreibe, kann ich mich gut in Laura hineinversetzen, die alle Zeichen der Vergangenheit unbedingt deuten will. In Schlesien wird sie manches finden, das sie nie vermutet hat.
Die Sprecherin Tanja Fornaro hat aus diesem Roman ein Hörbuch gemacht, dass nicht nur wie ein Hörspiel zu genießen war, sondern ein Kopfkino in Gang gesetzt hat, wie ich es selten erlebte.
Fazit: Die Vergangenheit reicht in die Zukunft, sie ist wichtig für das Begreifen der Gegenwart. Ich empfehle dieses Hörbuch genauso wie das Buch.
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