Eine kleine Philosophie zum Überleben Zu leben ist das eine, tatsächlich gelebt zu haben jedoch etwas ganz anderes
12-
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Sprache:Deutsch
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
04.06.2025
Verlag
TreditionSeitenzahl
331
Maße (L/B/H)
21/14,8/2,1 cm
Gewicht
483 g
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-384-52252-8
Auf die Welt gekommen, muss ein Mensch zuallererst Wurzeln schlagen, damit aus dem Keimling ein Baum werden kann. In der ersten Lebensphase ist es wichtig, dass der Keimling gut gewässert, gepflegt und auch beschützt wird. Es ist die Phase der Unselbständigkeit, in der man auf ein funktionierendes familiäres Umfeld angewiesen ist. Bis der Keimling so stark geworden ist, dass er eigenhändig sein erstes Bauelement herstellen kann, dauert es ein paar Jahre. In welcher Reihenfolge dann die weiteren Bauelemente folgen, hängt von der persönlichen Entwicklung ab. Wichtig ist jedoch, dass die Elemente sauber und stabil aufeinandersitzen, sonst fällt der Baum um, bevor er Früchte trägt. Das Gute daran ist, dass man während des gesamten Lebens immer wieder nachbessern kann und so seinen Lebensbaum stützen kann, falls er in Schieflage gerät. Die Reihen- und Zeitabfolge hingegen, wann die Grundbausteine genutzt werden, ist individuell und somit bei jedem Menschen unterschiedlich.
Ein selbstbestimmtes Leben zu führen, war schon immer eine große Herausforderung. In unserer zunehmend globalisierten und digitalisierten Welt ist es jedoch noch schwerer geworden. Statt selbstbestimmt zu leben, werden wir gelebt. Und das, mit fatalen Folgen nicht nur für den Einzelnen, sondern für die gesamte Gesellschaft. Kein Wunder also, dass in den letzten zehn Jahren Psychopharmaka den Alkohol als Gesellschaftsdroge Nummer Eins abgelöst haben. Gelebt zu werden ist nämlich nur schwer erträglich und hinterlässt sowohl körperliche als auch seelische Spuren. Die Betäubung der Seele mittels Tabletten ist jedoch ein gefährliches Unterfangen, da sie nicht zur Lösung der Probleme führt, sondern auf Dauer einen Teufelskreis in Gang setzt, aus dem ein Entrinnen mit fortschreitender Zeit immer schwerer wird.
Burnout und Depression, heißen die neuen Volkskrankheiten. Geplagt von Angstzuständen, verselbständigt sich bei den Betroffenen das Unterbewusstsein. Die Gedanken werden unkontrollierbar, jagen durch den Kopf und drehen sich immer wieder im Kreis. Wenn dieses ständige Kreisen im Kopf zur Normalität wird, dann ist es mitunter schwierig, die richtige Ausfahrt aus dem Kreisverkehr zu finden. Dann schlägt die Stunde der Psychopharmaka, die zwar auch nicht helfen, die richtige Ausfahrt zu finden, aber alles so verlangsamen, dass man glaubt, wieder gerade auszufahren, obwohl man sich noch immer im Kreisverkehr befindet. Im wahrsten Sinne des Wortes ein Teufelskreis.
Mit unserem Buch zeigen wir Wege aus dem unheimlichen Kreisverkehr, die keine Nebenwirkungen haben.
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