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Kaleb Erdmann

1. Die Ausweichschule

Die Ausweichschule Vom Gewinner des LitCologne-Debütpreises 2024

Gesprochen von
123

18,99 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Verkaufsrang

4648

Gesprochen von

Pascal Houdus

Spieldauer

6 Stunden und 23 Minuten

Abo-Fähigkeit

Nein

Erscheinungsdatum

31.07.2025

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

21

Verlag

Hörbuch Hamburg

Sprache

Deutsch

EAN

9783844943979

Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie Hörbücher innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Hörbuch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Hören durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um Hörbücher zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei einem tolino-Buchhändler haben.

Verkaufsrang

4648

Gesprochen von

Pascal Houdus

Spieldauer

6 Stunden und 23 Minuten

Abo-Fähigkeit

Nein

Erscheinungsdatum

31.07.2025

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

21

Verlag

Hörbuch Hamburg

Sprache

Deutsch

EAN

9783844943979

Herstelleradresse

Hörbuch Hamburg HHV GmbH
Völckersstr. 18
22765 Hamburg
Deutschland
Email: info@hoerbuch-hamburg.de
Url: www.hoerbuch-hamburg.de
Telephone: +49 40 89720780
Fax: +49 40 897207810

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  • soulcritique

    5/5

    10.08.2025

    Hörbuch-Download

    Zeitgeschichte, die zum Nachdenken anregt, gepaart mit Skurrilität

    Ich habe jetzt auch mein zweites autobiografisches Hörbuch in meinem Regal: "Die Ausweichschule". In seinem Roman stellt Kaleb Erdmann die Frage, ob man aus einer Tragödie Kunst machen darf. Er hat aus der Sicht einer dritten Person und eines Dramatikers seine Erlebnisse mit dem Amoklauf von Erfurt und die Zeit danach in Rückblenden verarbeitet. Auch die Verarbeitung ist dabei. Die Frage ist ja, wo die Kunst aufhört und wie man als Künstler mit dem Amoklauf umgeht. Das betrifft ja nicht nur einen selbst. Pascal Houdus spricht den Roman und kann die Stimmung des Protagonisten gut rüberbringen. In den getriebenen Zeiten ist er beim Lesen schneller, als in den Zeiten mit Zweifel, Rückblenden oder dem Alltag des Protagonisten. Die Schriftsprache des Autors ist gewählt und nicht in einfacher Sprache gehalten. Manche Details sind skurril, aber auch hart an der Grenze. Ein Beispiel ist, wie ein Schweindarm erst im Kühlschrank des Protagonisten und am Ende als Kunstobjekt für eine gute Freundin seiner Partnerin endet. Diese kleinen Ausflüge in den Alltag werden immer wieder von der Frage überschattet, ob ein einzelner Künstler sich über die Mehrheit einer Tragödie stellen darf und das für seine Kunst vermarkten kann. Kaleb Erdmann hat selbst erlebt, wie damals in Erfurt ein Amoklauf stattfand. Er war damals in der fünften Klasse. Wenn er von seinen Erinnerungen erzählt und davon, wie er die Tat erlebt hat, ist das schon ambivalent. Vor allem, weil der Begriff "Ausweichschule" ein fester Begriff ist. Es sind kurze Momente, die mich als Hörer nachdenklich machen. Einerseits wird der Protagonist immer als rohes Ei angefasst. Andererseits erzählt er gerne von der Zeit, aber sein Gegenüber weiß nie, wie er mit ihm umgehen soll. Ich kann das gut nachvollziehen. Viele haben es nicht leicht, wenn sie Schicksalsschläge oder Erkrankungen treffen. Auch der Weg danach ist spannend und wie Personen mit der Verarbeitung umgehen. Und es ist interessant zu sehen, welche Entwicklungen es in der Krisenintervention seit damals gibt. Ich habe das Gefühl, dass vieles von damals wieder hochkommt. Ich denke, das war mir damals gar nicht so bewusst. Es hinterlässt ein Gefühl und den Wunsch, darüber zu diskutieren. Vor allem das Ende hat bei mir Gänsehaut ausgelöst, weil es so aktuell war und die letzten Sätze so krass waren. Hier ist mein Fazit: Ein Roman, der voll im Trend liegt, und eine Hommage an die Kunst. Es wird eine Zeitreise unternommen, die zum Teil mit Ecken und Kanten, manisch, neurotisch, ambivalent und immer respektvoll ist. Eine Zeitreise, über die man immer viel reden kann, und man fragt sich oft, was man selbst in der Situation machen würde. Das Buch ist echt klasse für Buchbesprechungen, Diskussionen und Ethikgrundfragen.

  • V

    aus München

    5/5

    19.06.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Schwere Kost

    Schwere Kost, beruhend auf den wahren Begebenheiten, die der Autor selbst miterlebte und in diesem Buch zumindest teilweise verarbeitete. Ein starkes Buch und vollkommen zu Recht für den Deutschen Buchpreis nominiert.

  • Bewertung

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    03.06.2026

    eBook (ePUB 3)

    Außergewöhnlich und lesenswert

    Ein autofiktionaler Roman über den Amoklauf am Erfurter Gutenberg-Gymnasium im Jahr 2002 – kann das gelingen? Erdmanns Erzähler hat den Amoklauf als elfjähriger Fünftklässler erlebt und wirft die Frage auf, ob er sich an das reale Geschehen erinnert oder ob es ihm so oft erzählt wurde, dass er es zu seinen eigenen Erinnerungen macht. Ein sehr interessanter Aspekt, der auch beim Gespräch mit einem ehemaligen Mitschüler zum Tragen kommt. Lange hat der Autor nach einer Form gesucht, um die Geschichte schreiben zu können. Er hat einen sehr eigenen Schreibstil. So werden die Zeitebenen nicht nur zwischen Vergangenheit und Gegenwart gewechselt, auch die Gegenwart verläuft nicht chronologisch, was nicht immer sofort deutlich wird. Erdmann vermischt Realität mit Fiktion und befragt immer wieder sein elfjähriges Ich, findet aber nicht immer Antworten. Dieser Schreibstil passt hervorragend zum Herantasten an die Erinnerungen und die Verarbeitung daran. Um die Eingangsfrage aufzunehmen: es ist gelungen und zwar ausnehmend gut. Der Roman stand völlig zurecht auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises. Fazit: ein außergewöhnlicher und sehr lesenswerter Roman

  • Juti

    aus HD

    5/5

    23.01.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Juti

    Erstaunliches Buch Der Wunsch, alle Bücher der Shortlist zu lesen, hat mich schon zu so mancher Niete geführt. Auch hier dachte ich, wieder so ein ernstes Thema, eigentlich gar keine Lust zu lesen. Aber recht bald merkst du, es wird gar nicht so traurig, da der Autor auch die Metaebene einbezieht, schreibt, wie er schreibt. So fährt er nach Bamberg zum Theater, um sich ein Stück über den Amoklauf in Erfurt anzusehen, das das Hauptthema des Buches ist und hofft, dass es „sicher witzig wird“, merkt aber das witzig nicht passend, aber der Dramatiker wünscht „viel Spaß“ als Antwort, was er kommentiert mit: „wir waren also quitt.“(28) Selbstverständlich liest Erdmann alles über den Amoklauf. Auch den dreihunderteinundsiebzig Seiten langen Abschlussbericht. Ein Kapitel heißt: „Chronologische Zeittafel der bekannt gewordenen, sei 1999 bis zum Tatbeginn eingetretenen Geschehnisse und Entwicklungen im Leben des Robert Steinhäuser“ „Das klingt wie ein Romantitel aus dem deutschen Barock“ ist der passende Kommentar. (47) Zurück im Theater behauptet die Pädagogin, „Handysignale würden die Signale der Bühnentechnik stören“, was er als absurde Behauptung bezeichnet, die jedoch von niemanden hinterfragt wird. (58) Auf Seite 121 folgt ganz überraschend das „Literaturverzeichnis“ mit allen Büchern über Verbrechen: „Ich knall euch ab“ von Morton Rhue, „kaltblütig“ von Capote, „Atemschaukel“ von Hertha Müller, „Dann schlaf auch du“ von Leila Slimani, „Der Widersacher“ und „Alles ist wahr“ von Emmanuel Carrere, „Für heute reicht’s“ von Ines Geipel. Danach gibt es schon Längen. Den Abschnitt über das Fleisch habe ich nicht verstanden und auch das Ende plätschert ein wenig aus, wobei der Epilog mit dem Amoklauf an der Uni in Prag, der in Deutschland kaum wahrgenommen wurde, wieder spannend ist. In der Wertung für den Deutschen Buchpreis gefiel es mir besser als der Preisträger. Deswegen trotz der Mängel 5 Sterne.

  • Bewertung

    aus Heyerode

    5/5

    04.01.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Hervorragend geschrieben

    2002 - es bricht der letzte Tag der Abiprüfungen am Erfurter Gutenberggymnaskum an. Plötzlich ist allerdings nichts mehr wie vorher. Es fallen Schüsse. Der Autor des Buches war damals 11 Jahre, erlebt diesen schrecklichen Amoklauf mit und wird nicht zur Zeuge dessen, sondern vielmehr auch der Hilflosigkeit mit dieser schrecklichen Tat zurechtzukommen und diese irgendwie zu verarbeiten. Die Art, wie Erdmann jetzt - lange nach der Tat - mit dieser umgeht - sie literarisch verarbeitet - ist für meine Begriffe besonders - und besonders gelungen. Leseprobe: ======== Ich stehe nackt in einer vresifften ICE-Toilette und versuche, auf einem Bein hüpfend, mir frische Socken anzuziehen, ohne mit den nackten Füßen den klebrigen Boden zu berühren. ... In der Ich-Schreibweise geschrieben fühlt man sich direkt involviert und kann sich perfekt eindenken.

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