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Das Wesen des Lebens Roman

97

15,00 €

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

23959

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

27.08.2025

Abbildungen

1 schwarzweisse -Abbildungen

Verlag

Fischer Taschenbuch Verlag

Seitenzahl

320

Maße (L/B/H)

18,9/12,4/2,5 cm

Gewicht

259 g

Farbe

Beige

Auflage

2. Auflage

Originaltitel

Elolliset

Übersetzt von

Maximilian Murmann

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-596-71272-4

Beschreibung

Rezension

[...] halb Abenteuerroman [...] und halb wirklich sehr interessantes Sachbuch, eine Wundertüte, viele Details, gute Figuren ("eat.read.sleep-Podcast")
Dieses Debüt entfaltet einen wundersamen Sog und hat meinen Blick auf die Welt verändert. ("emotion")
[...] ein Glücksfall. [...] eine lebendige, faszinierende Geschichte über rastlose Forscher, obsessive Sammler und Naturliebhaber [...]. ("mare")
Ein bitteres Kapitel Wissenschaftsgeschichte, lehrreich als Roman erzählt. ("BRIGITTE")
Diese Geschichte einer friedlichen, unförmigen Seekuh bereichert und fasziniert. ("NDR Kultur")
Anhand dieses merkwürdigen unbekannten Lebewesens erzählt Iida Turpeinen auf unheimlich mitreißende Weise nicht nur die Entwicklung der Naturforschung, sondern auch von der Erschütterung ganzer Weltbilder ("rbb")
[...] ein Roman, der durch seine wissenschaftliche Tiefe und historische Genauigkeit besticht [...]. ("Ruhr Nachrichten")

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Verkaufsrang

23959

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

27.08.2025

Abbildungen

1 schwarzweisse -Abbildungen

Verlag

Fischer Taschenbuch Verlag

Seitenzahl

320

Maße (L/B/H)

18,9/12,4/2,5 cm

Gewicht

259 g

Farbe

Beige

Auflage

2. Auflage

Originaltitel

Elolliset

Übersetzt von

Maximilian Murmann

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-596-71272-4

Herstelleradresse

FISCHER Taschenbuch
Hedderichstr. 114
60596 Frankfurt
DE

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    5/5

    25.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die Welt neu sehen

    Wer gerne durch Naturkundemuseen streift und sich fragt, wie es dieses Skelett oder jenes Präparat sorgfältig aufgearbeitet in die Vitrine geschafft hat, welchen Weg es hinter sich gebracht oder welche Geschichte es zu erzählen hat, wird dieses Buch lieben. Ein solches Exponat, das Skelett der Stellerschen Seekuh, verbindet die Protagonisten der 200 Jahre umspannenden Handlung, von Kamtschatka über Alaska bis ins Helsinki der 50er Jahre. Die dort beheimatete Autorin Iida Turpeinen hat mit „Das Wesen des Lebens“ einen intensiven, sorgsam recherchierten Roman vorgelegt, der bildet, unterhält und aufwühlt. Im ersten Teil, der in einem eher berichtenden, wissenschaftlich-distanzierten Stil abgefasst ist, steht der deutsche Arzt und Naturforscher Georg Wilhelm Steller im Mittelpunkt. Er hat es auf abenteuerlichen Wegen bis nach Russland gebracht und wird Teil von Kapitän Vitus Berings Zweiter Kamtschatka-Expedition. Hier, wo das menschengemachte Artensterben seinen Anfang nimmt,m geht es vor allem um die großen ethischen Fragen: ein unstillbarer Wissensdurst und Entdeckerdrang versus brutaler Zerstörung von Lebensräumen und der „Objekte“ des Interesses. Als Berings Truppe auf einer Insel strandet, werden dort unbekannte, für nordische Gewässer überraschend große Manatis gesichtet. Steller erkennt den wissenschaftlichen Wert der massigen Tiere, doch er muss -wie der Lesende auch- ohnmächtig zusehen, wie die Mannschaft die sanften und wohlschmeckenden Riesen dahinmetzelt. Nach unsäglichen Strapazen verlässt Steller die Insel schließlich nur mit seinen Notizen und Zeichnungen, um der Welt von diesem Wesen zu berichten, das seinen Namen tragen, aber innerhalb weniger Jahre ausgerottet sein wird. Das einzig erhaltene Skelett der Stellerschen Seekuh beflügelt die im 19. Jahrhundert verbreitete Sammelleidenschaft für „Exotisches“ und geht als Prestigeobjekt durch verschiedene Hände, bis es schließlich Mitte des vergangenen Jahrhunderts seinen Platz im Naturkundemuseum von Helsinki findet. Damit verbunden lernen wir die restaurierenden Wissenschaftler und Künstler, fördernde Politiker und vor allem ihre interessanten und engagierten Frauen und Assistentinnen kennen, denen Iida Turpeinen hier gebührenden Respekt zollt. Ihre Geschichten auch des Liebens und Leidens, des Erkennens und Zweifelns, sind spannend und sprachlich geschmeidiger, mit mehr Sympathie für die handelnden Figuren erzählt. Was die großen Themen angeht, entwirft Iida Turpeinen keine fiktiven Szenarien. Die brutale Ausbeutung ressourcenreicher Lebensräume durch eigens gegründete Handelskompanien, die ungeheuerliche Herablassung, mit der Kolonisten den abseits gelegenen Zivilisationen ihre Vorstellung von Kultur aufzwingen, das Abschlachten gewinnbringender Tiere, alles ist bis aufs letzte Robbenfell belegt. Als Lesende bewegt man sich durch ein Wechselbad der Gefühle, von Abscheu und Wut über Resignation angesichts all des Verlorenen hin zu Hoffnung und - was die Autorin am intensivsten weckt- einer unglaublichen Freude angesichts der Schönheit unserer Welt und des Lebens und dem Wunsch, ganz genau hinzusehen.

  • AnneE

    5/5

    14.09.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wie wir über Leben und Vergänglichkeit nachdenken

    In "Das Wesen des Lebens" verfolgt Turpeinen mehrere Erzählstränge über drei Jahrhunderte hinweg. Ausgangspunkt ist die Stellersche Seekuh – ein Tier, das entdeckt wurde und dessen Geschichte später tragisch endet. Parallel begleiten wir Menschen wie Wissenschaftler:innen, Künstler:innen und Alltagsleute, deren Leben und Denken durch diese Entdeckung und ihre Folgen beeinflusst werden. Es geht um das Verlangen nach Erkenntnis und Verständnis, um die Macht der Naturwissenschaft, aber auch um Verlust, Vergänglichkeit und die Verantwortung des Menschen gegenüber der Umwelt. Was mich besonders berührt hat Die verschiedenen Erzählebenen: Ich mochte sehr, wie Turpeinen durch die Zeitsprünge zeigt, wie sich Einstellungen zu Natur, Wissenschaft und Leben verändert haben, und wie manche Fragen, Gedanken oder Probleme trotzdem wiederkehren. Die Balance zwischen Wissenschaft und emotionaler Tiefe: Es sind nicht nur Daten, Fakten und historische Ereignisse, sondern auch persönliche Geschichten, Zweifel, Hoffnungen. Das macht es nicht theoretisch oder kalt, sondern lebendig und nachdenklich. Die Verbindung zur Gegenwart: Obwohl ein Teil historisch und wissenschaftlich angelegt ist, spürt man, wie relevant die Thematiken für unseren heutigen Alltag sind – Artensterben, menschlicher Einfluss auf Natur, ethische Fragen. Das regt zum Reflektieren an. Fazit Das Wesen des Lebens ist ein sehr gelungenes Buch, das mehr will, als zu unterhalten: Es fordert heraus, öffnet Blickwinkel, lässt einen nicht so leicht wieder los. Für alle, die Geschichten mögen, bei denen Wissenschaft, Geschichte und Menschlichkeit ineinander greifen – und die bereit sind, über Leben, Verantwortung und Vergänglichkeit nachzudenken – ist es eine starke Empfehlung.

  • Bewertung

    5/5

    29.11.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Das Ende eines sanften Riesens

    Ein exzellent recherchierter historischer Roman über die Entdeckung und Erforschung von Lebewesen und das vom Menschen verursachte Aussterben der Stellerschen Seekuh! Den wechselnden Protagonist:innen kommt man nicht allzu nah - oder anders gesagt: Die Stellersche Seekuh übernimmt hier in gewisser Weise die Hauptrolle und der Leser wirft immer nur einen kurzen, zaghaften Blick in das Leben verschiedenster Menschen, genau zu dem Zeitpunkt, in dem sie mit diesem besonderen Wesen in Berührung kommen. Besonders gelungen ist meiner Meinung nach auch der außergewöhnliche Stil, durch den sich der Roman spielerisch an der Grenze zwischen literarischer Erzählung und Sachliteratur bewegt und für ein informatives und gleichzeitig spannendes Leseerlebnis sorgt. Eindringlich werden hier das Artensterben und das Verhältnis von Mensch und Natur beleuchtet. Angesichts der Tatsache, dass seit diesem Jahr sogar der Igel auf der Liste der bedrohten Arten steht, erscheint diese Thematik aktueller denn je.

  • Bewertung

    aus Bielefeld

    5/5

    17.11.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    romanhaftes Sachbuch

    Die Stellersche Seekuh, deren Geschichte sich durch die gesamte Handlung zieht, wurde erstmals 1741 vom deutschen Naturforscher Georg Wilhelm Steller entdeckt, als er mit Vitus Bering auf Entdeckungsfahrten ging. Das entbehrungsreiche Leben der Seeleute auf See und der Überlebenskampf der Schiffbrüchigen wird eindrucksvoll geschildert und wie die zutraulichen Tiere, die erstmals auf Menschen trafen dort abgeschlachtet wurden. Teils war es zum Überleben der Seeleute notwendig, teils geschah es aus reiner Lust am Töten. Zu späteren Zeiten, als Russland Alaska besiedelte, wurde die Seekuh erneut gesichtet und diesmal machten sich Forscher über dieses große, zutrauliche Tier her. Um sie zu studieren wurden sie getötet. Heute gilt sie als ausgestorben. Über Generationen hinweg wird erzählt, was mit den Zeichnungen und Skeletten dieses mächtigen Meeresbewohners geschah. Dabei werden die Menschen, die einen Bezug dazu hatten, mit ihrer Lebensgeschichte in die Handlung eingebunden. Ein hochinteressantes wissenschaftliches Sachbuch in Romanform. Eine Pflichtlektüre für den Artenschutz.

  • Bewertung

    aus Olching

    5/5

    08.11.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die Vermessung der Seekuh

    Das Wesen des Lebens schafft etwas Besonderes: Vor allem der erste Teil des Buches ist fast schon ein Abenteuerroman, der teilweise unglaublich spannend ist, gleichzeitig aber extrem ruhig erzählt wird. Der Fokus liegt nämlich nicht auf den abenteuerlichen Geschehnissen, sondern vielmehr auf den Forschungen Georg Wilhelm Stellers im Jahr 1741. Diese Forschungen bilden auch den Rahmen des Buches. Statt einer Vermessung der Welt, wie es sie bei Daniel Kehlmann gibt, haben wir hier die Vermessung der Seekuh. Wir begleiten eine Stellersche Seekuh beziehungsweise deren Überreste über einen Zeitraum von mehr als 250 Jahren. Nach Stellers Arbeiten gilt die Seekuh lange als verschollen. Erst 125 Jahre später begegnen wir ihr wieder, diesmal nicht in Kamtschatka, sondern in Alaska, das zum damaligen Zeit noch russisch war. Hier stehen nun erstmals zwei Frauen im Mittelpunkt des Geschehens, die Frau des Gouverneurs von Alaska sowie dessen an Fallsucht leidende Schwester Constance. Beide durchleben vor Ort widrige Umstände, was sie einander jedoch nicht näher bringt. Constance beteiligt sich an der weiteren Erforschung des mittlerweile ausgestorbenen Tieres. Der nächste Zeitsprung beträgt lediglich zwei Jahre, die geographische Distanz ist jedoch noch größer: nun wird in Helsinki ein Exemplar der Seekuh ausgestellt und wieder muss sich eine Frau in einer männerdominierten Welt durchsetzen. Im letzten Teil schließlich, im Jahr 1950, schwenkt der Fokus ein wenig weg von der Seekuh hin zu anderen bereits ausgestorbenen Arten wie dem Riesenalk und zum Tier- und Artenschutz allgemein. Dem eingangs erwähnten ruhigen Ton bleibt das Buch durchweg treu. Dennoch wird es nie langweilig und hält immer wieder interessante Aspekte bereit. So hatte ich von der Stellerschen Seekuh im Gegensatz zum Riesenalk noch nie etwas gehört und war vor allem überrascht, dass ihr Lebensraum sich im Polarmeer befand und nicht in (sub-)tropischen Gewässern, wie der der noch lebenden Artverwandten. Erstaunlich fand ich auch die Einstellung der damaligen Zeit, nach der das Aussterben einer Art als unmöglich, ja gar als Blasphemie galt, da es einem göttlichen Plan widersprach. Man ging vielmehr davon aus, dass sich die entsprechende Art an einen unbekannten, eventuell sogar unterirdischen Ort zurückgezogen habe. Für mich war Das Wesen des Lebens eine tolle, sehr bereichernde Lektüre, von der mir vieles in Erinnerung bleibt, nicht zuletzt die außergewöhnliche Danksagung. Ich habe nur einen winzigen Kritikpunkt: Ich hätte gerne eine Karte im Buch gehabt, einfach um die Geschichte noch besser nachvollziehen zu können.

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