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Seerauchen

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

21.08.2025

Verlag

Dörlemann

Seitenzahl

352

Maße (L/B/H)

20,9/13/3,3 cm

Gewicht

486 g

Farbe

Mauve

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-03820-172-4

Beschreibung

Rezension

»Sabine Eschbach ist mit
Seerauchen
ein großer Wurf geglückt. Für ein literarisch so reifes Debüt braucht es einen langen Atem.«
Bettina Schulte / Badische Zeitung

»Ein wunderschön geschriebenes Debüt.«
Lutz Nagler / Nix ois Biacha

»Melancholisch, aber mit einem versöhnlichen, hoffnungsvollen Ende.«
BuchBesessen

»Kaum zu glauben: Es ist ihr erster Roman. Eine Sensation im doppelten Wortsinn.«
Sven Crefeld / Kreuzer

»Was für ein bewegendes Buch. […] Mit klarer Sprache lässt [Sabine Eschbach] uns an [Josefs] Gedanken- und Gefühlswelt teilnehmen.«
Instagram @ annas_bloggerwelt

»[
Seerauchen
] ist spannend, bewegend und unterhaltsam.«
Marion Decker / MarieOn

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

21.08.2025

Verlag

Dörlemann

Seitenzahl

352

Maße (L/B/H)

20,9/13/3,3 cm

Gewicht

486 g

Farbe

Mauve

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-03820-172-4

Herstelleradresse

Dörlemann Verlag AG
Neptunstr. 20
8032 Zürich
Schweiz
Email: verlag@doerlemann.ch
Url: www.doerlemann.ch
Telephone: +41 44 2510025
Fax: +41 44 2518909

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Einfühlsame, harte Kindheitsgeschichte in der NS-Zeit

Buch_im_Koffer aus Münster am 26.11.2025

Bewertungsnummer: 2663437

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

„Idiot“ ist das erste Wort, das er spricht und da ist er bereits sieben Jahre alt. Josef vom Leible-Hof, der dort am Rande des Dorfes am Ufer des Bodensees allein mit seiner Mutter Martha lebt. Viele Jahre schon müssen sie die Schimpfwörter und unflätigen Bemerkungen über den Jungen hinnehmen, der heute vermutlich mit Autismus diagnostiziert würde. Aber damals, in den 30er Jahren, waren andere Zeiten. Und so wächst Josef in einer Welt auf, die ihn nicht versteht; einer Welt, „deren Spielregeln er nicht begriff.“ Seine Mutter versucht, ihn nach besten Kräften zu unterstützen, ist aber selbst allein auf dem großen Hof, der nur wenig abwirft. Umso wertvoller ist das Wohlwollen, das Josef von Menschen im Dorf wie dem Lehrer oder dem Krämer erfährt. Als die Nazis im Dorf Einzug halten, spürt dann nach und nach Josef instinktiv, dass es für ihn anders, enger, bedrohlicher wird. „Sie waren 43 Kinder gewesen. Jetzt waren sie 36 Kinder, sechs Juden und ein Idiot.“ Sabine Eschbach schreibt auf wunderbar einfühlsame, zärtlich-raue Art über einen Jungen, dem Zahlen, Farben und Tiere näher sind als Menschen. Ihre Sprache ist so warm, ehrlich und herzlich, dass man mit ihren Figuren einfach mitfühlen muss. Und so fängt sie auch das beginnende Misstrauen im Dorf, das Aufkommen der Nazis, den Druck auf Josef, seine „Andersartigkeit“ und die Verfolgung seiner „Beschützer“, gekonnt ein und setzt dies sprachlich fesselnd und gleichzig sehr beklemmend um. Das Tempo wird ein anderes, die Bilder wechseln im Stil ähnlich den Veränderungen in der Dorfgemeinschaft und in Josefs Welt. Dieser Roman ist hart, einfach weil das Leben hart zu Josef und Martha ist. Und doch gibt es auch so viele wunderschöne, kleine zarte Momente, in denen ich unweigerlich lächeln musste… Großartig und eine Geschichte, die lange nachhallt!

Einfühlsame, harte Kindheitsgeschichte in der NS-Zeit

Buch_im_Koffer aus Münster am 26.11.2025
Bewertungsnummer: 2663437
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

„Idiot“ ist das erste Wort, das er spricht und da ist er bereits sieben Jahre alt. Josef vom Leible-Hof, der dort am Rande des Dorfes am Ufer des Bodensees allein mit seiner Mutter Martha lebt. Viele Jahre schon müssen sie die Schimpfwörter und unflätigen Bemerkungen über den Jungen hinnehmen, der heute vermutlich mit Autismus diagnostiziert würde. Aber damals, in den 30er Jahren, waren andere Zeiten. Und so wächst Josef in einer Welt auf, die ihn nicht versteht; einer Welt, „deren Spielregeln er nicht begriff.“ Seine Mutter versucht, ihn nach besten Kräften zu unterstützen, ist aber selbst allein auf dem großen Hof, der nur wenig abwirft. Umso wertvoller ist das Wohlwollen, das Josef von Menschen im Dorf wie dem Lehrer oder dem Krämer erfährt. Als die Nazis im Dorf Einzug halten, spürt dann nach und nach Josef instinktiv, dass es für ihn anders, enger, bedrohlicher wird. „Sie waren 43 Kinder gewesen. Jetzt waren sie 36 Kinder, sechs Juden und ein Idiot.“ Sabine Eschbach schreibt auf wunderbar einfühlsame, zärtlich-raue Art über einen Jungen, dem Zahlen, Farben und Tiere näher sind als Menschen. Ihre Sprache ist so warm, ehrlich und herzlich, dass man mit ihren Figuren einfach mitfühlen muss. Und so fängt sie auch das beginnende Misstrauen im Dorf, das Aufkommen der Nazis, den Druck auf Josef, seine „Andersartigkeit“ und die Verfolgung seiner „Beschützer“, gekonnt ein und setzt dies sprachlich fesselnd und gleichzig sehr beklemmend um. Das Tempo wird ein anderes, die Bilder wechseln im Stil ähnlich den Veränderungen in der Dorfgemeinschaft und in Josefs Welt. Dieser Roman ist hart, einfach weil das Leben hart zu Josef und Martha ist. Und doch gibt es auch so viele wunderschöne, kleine zarte Momente, in denen ich unweigerlich lächeln musste… Großartig und eine Geschichte, die lange nachhallt!

brillant

Nele33 am 08.09.2025

Bewertungsnummer: 2590320

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Seerauchen der Autorin Sabine Eschbach spielt in einem kleinen Dorf am Bodensee in den 30-iger Jahren. Dort lebt Martha mit ihrem Sohn Josef. Josef ist anders als andere Kinder, heute würde er wahrscheinlich mit Autismus diagnostiziert werden. Seine ersten Worte spricht der Junge mit sieben Jahren, aber es sind nicht die Worte, die man als erstes von einem Kind erwartet. Idiot ist da noch das harmloseste. Er gibt die Worte wieder, mit denen ihn die Umgebung seit er lebt betitelt. Durch seine Einschränkungen leben er und seine Mutter sehr isoliert von den anderen Dorfbewohnern. In der Schule dann der erste Lichtblick, als ein Lehrer seine Fähigkeiten entdeckt und diese fördert. Doch auch dieses Glück bleibt für Josef nicht von langer Dauer, da dieser in Laufe der Geschichte und des Krieges ersetzt wird. Die Autorin versteht es in ihrem Debüt, die grausame Zeit des Nationalsozialismus mit dem Leben einfacher und wenig gebildeter Menschen zu verknüpfen, ohne dabei den Zeigefinger zu erheben. Das Hauptaugenmerk liegt dabei immer bei Martha und Josef und lässt den Leser an den innersten Gedanken und Gefühlen der beiden Protagonisten teilhaben. Besonders berührt hat mich, dass Josef in Farben denkt, heute bekannt unter Synästhesie einem neurologischen Phänomen. Die Stärke der Mutter, die trotz ihrer immer größer werdender Überforderung zu ihrem Josef hält, beeindruckt mich tief. Ein dunkles Kapitel der deutschen Geschichte, mit ausgefeilten Charakteren, brillant umgesetzt.

brillant

Nele33 am 08.09.2025
Bewertungsnummer: 2590320
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Seerauchen der Autorin Sabine Eschbach spielt in einem kleinen Dorf am Bodensee in den 30-iger Jahren. Dort lebt Martha mit ihrem Sohn Josef. Josef ist anders als andere Kinder, heute würde er wahrscheinlich mit Autismus diagnostiziert werden. Seine ersten Worte spricht der Junge mit sieben Jahren, aber es sind nicht die Worte, die man als erstes von einem Kind erwartet. Idiot ist da noch das harmloseste. Er gibt die Worte wieder, mit denen ihn die Umgebung seit er lebt betitelt. Durch seine Einschränkungen leben er und seine Mutter sehr isoliert von den anderen Dorfbewohnern. In der Schule dann der erste Lichtblick, als ein Lehrer seine Fähigkeiten entdeckt und diese fördert. Doch auch dieses Glück bleibt für Josef nicht von langer Dauer, da dieser in Laufe der Geschichte und des Krieges ersetzt wird. Die Autorin versteht es in ihrem Debüt, die grausame Zeit des Nationalsozialismus mit dem Leben einfacher und wenig gebildeter Menschen zu verknüpfen, ohne dabei den Zeigefinger zu erheben. Das Hauptaugenmerk liegt dabei immer bei Martha und Josef und lässt den Leser an den innersten Gedanken und Gefühlen der beiden Protagonisten teilhaben. Besonders berührt hat mich, dass Josef in Farben denkt, heute bekannt unter Synästhesie einem neurologischen Phänomen. Die Stärke der Mutter, die trotz ihrer immer größer werdender Überforderung zu ihrem Josef hält, beeindruckt mich tief. Ein dunkles Kapitel der deutschen Geschichte, mit ausgefeilten Charakteren, brillant umgesetzt.

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