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Die Schwarzgeherin Roman

41

13,99 €

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

8709

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.12.2025

Verlag

Droemer Taschenbuch

Seitenzahl

416

Maße (L/B/H)

18,8/12,6/3 cm

Gewicht

340 g

Farbe

Anthrazit / Lichtgrau

Auflage

3. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-426-44725-3

Beschreibung

Rezension

"Ein Frauenleben jenseits der Norm, das von Hass und Missgunst bedroht ist. Düster und stark." ("Brigitte")
"Denk ist neben einer eindringlichen Geschichte hier etwas Seltenes gelungen: Eine Gleichzeitigkeit zwischen damals und heute, ein Text den man historisch fühlt und der auch jetzt funktioniert." ("Österreich")
"Der Roman, diese Reise in die Vergangenheit, ist spannend von der ersten bis zur letzten Zeile, wunderbar erzählt, mit einer starken, aber auch sturen Frau als Protagonistin." ("Freie Presse")

Produktdetails

Verkaufsrang

8709

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.12.2025

Verlag

Droemer Taschenbuch

Seitenzahl

416

Maße (L/B/H)

18,8/12,6/3 cm

Gewicht

340 g

Farbe

Anthrazit / Lichtgrau

Auflage

3. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-426-44725-3

Herstelleradresse

Droemer Taschenbuch
Landsberger Straße 346
80687 München
DE

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  • Bewertung

    5/5

    15.03.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Highlight

    Schon lange hat kein Buch mehr dafür gesorgt, dass - ich bereits auf den ersten Seiten weinen musste, - ich am liebsten die halbe, ach was sag ich, die ganze Nacht durchgelesen hätte, - ich aber gleichzeitig nicht weiterlesen wollte, weil so schreckliche Dinge passiert sind - und ich nicht wollte, dass das Buch endet. In "Die Schwarzgeherin" begleiten wir Theres, die auf einem der großen Höfe in Tirol aufwächst. Das Leben der Dorfgemeinschaft wird bestimmt von harter Arbeit, Fleiß und Sparsamkeit, außerdem von (Aber-) Glauben und Traditionen. Wie zu dieser Zeit üblich, wird von den Töchtern erwartet, angemessen zu heiraten, Kinder zu bekommen und sie großzuziehen sowie sich um Haus und Hof zu kümmern. Dabei wird die Wahl des Ehegatten nicht etwa der Liebe wegen von den Töchtern selbst getroffen, sondern von deren Vätern, die sich lukrative Verbindungen für die Zukunft versprechen. Doch dieses von Männern vorbestimmte Leben ist nichts für Theres. Schon früh steht fest: "Niemals würde sie heiraten, niemals würde sie sich in die Ehe zwingen lassen und Mutter werden. Ihr eigener Weg sollte ein anderer werden." (S. 33) Als der Fremde Xaver im Dorf aufkreuzt und die beiden sich näher kommen, sieht Theres ihre Chance gekommen, aus ihrem bisherigen Leben auszubrechen und es zukünftig nach ihren Vorstellungen zu führen. Doch es sollte alles anders kommen. Theres lebt zwar fernab des Dorfes, jedoch ganz auf sich allein gestellt. Ihr einziger Halt ist ihre Tochter Maria. Wir begleiten Theres und Maria durch die harten und einsamen Jahre. Theres mochte ich sehr, auch wenn sie durch ihre schroffe Art auf den ersten Blick nicht sympathisch wirkt. Aber ihre Stärke, ihr Wille, ihr Gerechtigkeitssinn machen aus ihr eine interessante Frau. Der Schreibstil der Autorin ist großartig. Die Verwendung der österreichischen Sprache bei den Dialogen macht die Protagonisten viel nahbarer und authentischer. Die gesamte Geschichte ist atmosphärisch und teilweise düster, wodurch durchgehend eine gewisse Spannung gegeben ist. Die Zwischenkapitel, die sich mit dem Leben der Raubvögel auseinandersetzen, sind sehr gelungen und haben thematisch immer zum Geschehen in der Menschenwelt gepasst. Eine tolle Ergänzung und Verbindung zwischen beiden Welten. Ganz große Leseempfehlung!

  • @ivyliestalles

    aus Niedersachsen

    5/5

    09.02.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Grandios

    Ach Leute, dieses Buch hat mich emotional zerstört. Uns wird in diesem Buch die Geschichte von Theres erzählt, einer jungen Frau die Endes des 19. Jahrhunderts in den Tiroler Alpen lebt. Theres ist anders. Sie möchte frei sein, nicht Ehefrau und Mutter, nicht Bäuerin. Und so stößt sie mit ihrer vermeintlichen Sturheit, vielen vor den Kopf. Denen, die sie eben haben möchten, wie es die Tradition so möchte. Und ihr „Widerwille“ hat einen hohen Preis. Wir werden in diesem Buch Zeuge, wie es den Frauen zur damaligen Zeit erging und eben auch denen, die sich nicht „fügen“ wollten. Wir werden Zeuge von unaussprechlichen Taten, von Ausgrenzung und Hass. Ich habe geweint. Um die Frauen in diesem Buch, aber auch um die Frauen, denen es im wirklichen Leben so erging und auch heute noch ergeht. Dieses Buch ist eine Wucht. Und es lässt mich so sprachlos zurück. Ich kann es Euch nicht beschrieben, Ihr müsst dieses Buch selber erleben. Diese Düsternis, das Unausgesprochene, die Ungerechtigkeit. Ich würde dieses Buch als einen Weckruf, ein Mahnmal bezeichnen. Regina Denk schafft es, eine Geschichte in einem einmaligen Setting und mit einer absoluten Sogwirkung zu erzählen. Von Seite eins an, wird man in die düstere und besondere Atmosphäre des Buches gesogen. Man taucht ab in die Berge und Wälder und findet nur schwerlich wieder hinaus. Gekonnt wird hier das Schicksal von Frauen berichtet und das eingebettet in eine doch auch sehr spannende Geschichte. Die Charaktere alle so besonders und doch schlicht. Meine Herz wurde mir oft so schwer. Von all dem, was hätte sein können und von dem was nicht hätte sein dürfen. Die Päckchen, die hier jeder zu tragen hat, wiegen schwer. Und das Authentische macht die Geschichte so greifbar. Es hätten meine Vorfahren seinen können. Meine Urgroßmütter, denen all das passiert ist und noch viel mehr. Und das hat mich sehr wehmütig werden lassen. Wie sehr wurden Frauen in der Gesellschaft verachtet. Selbst untereinander konnte sich der Samen des Hasses aussähen und steckt auch noch heute oft tief verwurzelt in uns. Es wird Zeit, dass wir Frauen füreinander einstehen. Diese Geschichte lässt mich nachdenklich zurück. Sie legt den Finger in die Wunde, bis es richtig weh tut. Und das ist auch gut so! Eine Leseempfehlung.

  • Bewertung

    aus Bergisch Gladbach

    5/5

    24.03.2026

    eBook (ePUB 3)

    Aussergewöhnlich

    Der Roman erzählt von einem Frauenleben in den Tiroler Alpen im 19 Jahrhundert. Die Bauerntochter Therese Lachermayer wächst in einer ländlich patriarchalischen Gesellschaft auf, die von starren und bigotten Regeln geprägt ist. Von Anfang an steht fest, dass sie einmal den Sohn des befreundeten Großbauern heiraten wird. Doch Therese geht ihren eigenen Weg und zieht die mühsame und harte Freiheit dem vorgegebenen Leben vor. Was den Roman ungewöhnlich macht, ist seine Sprache, die die Autorin an die Literatur des 19 Jahrhunderts angepasst hat und so liest sich das Buch, als wäre es vor 150 Jahren geschrieben mit seinen Naturbeschreibungen und der authentischen Darstellung der Welt in jener Zeit. Trotzdem ist es ein moderner Roman, der auf mehreren Zeitebenen spielt und auch von dem Leben Marias, Thereses Tochter, erzählt. Gewiss ist das Buch etwas feministisch geschrieben, aber es erzählt auf eindrückliche Weise, was es in Mitteleuropa noch vor einigen Generationen bedeutet hat, eine Frau zu sein. Ganz klar eine Leseempfehlung.

  • Ul Voi

    5/5

    20.03.2026

    eBook (ePUB 3)

    Schicksalsschlag auf Schicksalsschlag auf Schicksalsschlag

    Schon nach den ersten zehn Seiten war ich kurz davor, das Buch zur Seite zu legen – die erste Szene konnte ich schon kaum auszuhalten. Im weiteren Verlauf musste ich mich immer wieder bewusst dazu bringen, weiterzulesen. Nicht etwa, weil das Buch schlecht geschrieben wäre – ganz im Gegenteil. Es sind die vielen schlimmen Ereignisse, die es so schwer macht. Die Geschichte ist geprägt von einer beinahe unerträglichen Häufung von Schicksalsschlägen. Kaum hofft man auf ein Ende des Leids folgt bereits das nächste Unglück. Dieses stetige Anwachsen von Tragik ließ mich nicht los und forderte mich emotional stark heraus. Besonders eindrücklich ist die Darstellung des Dorflebens: die Enge, die zugleich Geborgenheit und Beklemmung bedeutet, wird sehr authentisch geschildert. Ebenso die nach außen getragene Religiosität, die in entscheidenden Momenten brüchig wird oder ganz in Vergessenheit gerät. Dieses Buch hat mich tief bewegt und nachhaltig beschäftigt. Es ist keine leichte Lektüre – vielmehr eine, die noch lange nachwirkt und zum Nachdenken anregt.

  • hamburg.lesequeen

    aus Bargfeld-Stegen

    5/5

    28.02.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Highlight!

    DIE SCHWARZGEHERIN Regina Denk ET: 02.09.24 Tirol, Mitte des 19. Jahrhunderts: Theres verliert früh ihre Mutter, gestorben im Kindbett – gemeinsam mit ihren Brüdern. Die, die das zunächst überlebten, starben später. Am Ende blieben nur sie und ihr Vater zurück. Und Leopold, ihr bester Freund seit Kindertagen, der Sohn vom Xantner Hof. Ihm ist sie versprochen, schon seit der Kindheit. Er ist ihr Gefährte, immer für sie da, nur zum Unfug muss sie ihn stets erst überreden. Als Theres achtzehn ist, planen die Väter die Verlobung und damit die Zusammenführung der beiden großen Höfe. Was sie nicht ahnen: Theres hat ganz andere Pläne. Heiraten will sie nie, ihre Freiheit liebt sie über alles. Dann taucht am Osterfest ein Fremder auf – Xaver Kargl. Seine Ausstrahlung zieht Theres sofort in den Bann. Ungeachtet dessen, dass sie einem anderen versprochen ist, macht er ihr unverhohlen den Hof. Als Wildereien und Einbrüche das Dorf beunruhigen, ist man sich schnell einig: Der Neue muss es gewesen sein. Doch wer nun glaubt, hier sei schon zu viel verraten, sollte dieses Buch unbedingt selbst lesen. Denn Theres ist bald guter Hoffnung – und ihr könnt euch denken, dass diese Nachricht nicht überall auf Freude stößt. Was für ein starkes Buch. Zu gern hätte ich diese Besprechung im Dialekt des Romans geschrieben, so sehr hatte ich das Gefühl, ein paar Tage in diesem abgelegenen Bergdorf verbracht zu haben. Regina Denks Schreibstil ist eindringlich und zugleich ungemein atmosphärisch. Man spürt die Kargheit der Landschaft, hört förmlich die Äste knacken und ist so gefesselt, dass man das Buch kaum aus der Hand legen mag – aus Angst, etwas zu verpassen. Fazit: Do passt einfach alls zam: a spannender, dichter und ungemein atmosphärischer Roman. A klare Leseempfehlung – und i g’frei mi jetzt scho sehr auf Regina Denks nächsts Buch, des am 02.03.26 erscheint. 5+/5

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