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Die Resonanzen Roman | Eine Reise in die norwegische Wildnis: Über Traditions- und Generationsunterschiede, Träume und Obsessionen | Für Leserinnen und Leser von Karl Ove Knausgård und Siri Hustvedt

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

24.10.2023

Verlag

Ecco Verlag

Seitenzahl

352

Maße (L/B/H)

18,7/12,6/2,7 cm

Gewicht

392 g

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Etterklang

Übersetzt von

Elke Ranzinger + weitere

Sprache

Deutsch

EAN

2710000402282

Beschreibung

Rezension

[...] in diesem Roman hallen Stadt und Abgeschiedenheit, Moderne und Tradition [...] so heftig wider, dass sich in ihrem ungerührt arbeitenden Geflecht weder die Protagonisten noch die Leserschaft entziehen können Petra Grond Passauer Neue Presse 20240508

Produktdetails

Zustand

Gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

24.10.2023

Verlag

Ecco Verlag

Seitenzahl

352

Maße (L/B/H)

18,7/12,6/2,7 cm

Gewicht

392 g

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Etterklang

Übersetzt von

  • Elke Ranzinger
  • Ina Kronenberger

Sprache

Deutsch

EAN

2710000402282

Herstelleradresse

Ecco
Valentinskamp 24
20354 Hamburg
DE

Email: Verlagsgruppe HarperCollins
Telefon: 040 600909379
Fax: 040 600909469

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Ganz große Erzählkunst

MarieOn am 06.12.2024

Bewertungsnummer: 2357788

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Mathilde ist besessen von Jakob. Sie ist Vertretungslehrerin und er ihr Schüler. Er hatte sie herausgefordert, sie zu Hause besucht, in eine Ecke gedrängt, bis sie sich nicht länger entziehen konnte, denkt Mathilde. Jakob ist die Vorstellung, dass jemand von ihrer Liaison erfahren könnte, unangenehm. Mathilde ist es egal, denn Jakob ist achtzehn und in ihren Augen ein erwachsener Mann. Mathilde macht keinen Hehl aus ihrer Obsession, doch Jakob fühlt sich vereinnahmt und kann mit dem emotionalen Druck nicht umgehen. Er lässt sich auf keine Zukunftsvision ein, bleibt unverbindlich und damit kann Mathilde nicht umgehen. Während der Schließungen wegen Corona verbringt er mehr Zeit bei ihr. Mathilde besteht auf ein gemeinsames Wochenende, bevor Jakob an die Universität wechselt. Danach eskaliert ihr Beziehungskonstrukt und anders als sonst bleibt Jakob konsequent und hält die Affäre für beendet. Mathilde klammert, schickt ihm mehrere Nachrichten und ruft ihn immer wieder an, bis sie bei der Direktorin angeschwärzt wird und ihren Job verliert. Mathilde fühlt sich den Umständen ausgeliefert. Als sie keine Hoffnung mehr hat, dass Jakob zu ihr zurückkommt, will sie weg aus Oslo. In den Inseraten begegnet ihr ein kleines Häuschen, Teil eines größeren Hofs in Telemark. Sie lässt sich per Facetime von einem der Besitzer durch die Wohnräume führen und sagt zu. Nachdem sie ihre eigene Wohnung vermietet hat, zieht sie um. Bei der Schlüsselübergabe begegnen ihr zwei Männer, die sich als Brüder vorstellen und unterschiedlicher nicht sein könnten. Johs ist der langsamere von beiden offen und interessiert. Andres bleibt mit seiner Schutzmaske auf Distanz und mustert sie. Am nächsten Morgen lernt sie die Mutter der beiden kennen, eine stille, verhärmte Frau, der Mathilde die schwere Landarbeit ansieht. Andres und seine Frau wird Mathilde bald besser kennenlernen, als ihr lieb ist. Fazit: Helga Flatlander ist eine großartige Geschichte gelungen. Der Kontrast zwischen der Anonymität in Oslo und der Neugier der Menschen auf dem Land ist frappierend. Die Protagonistin ist herausragend gezeichnet. Sie hält sich für aufgeschlossen und lehnt jede Form von weiblicher Unterdrückung ab. Die Diskrepanz zwischen feministischem Denken und dem Ablehnen jeder Verantwortung ist nervenaufreibend. Die Geschichte erzählt kapitelweise im Wechsel über die Bauernfamilie und ihre Erfahrungen mit einem patriarchalen, toxisch männlichen, frauenverachtenden Vater und Großvater und Mathildes Wahrnehmung. Alle sind geprägt durch ihre frühen Erfahrungen, als das Schicksal sie zusammenführt und wirkt. Klug gesetzte Cliffhanger erzeugen eine Spannung, der ich mich nicht entziehen konnte und haben mich dem nächsten Kapitel entgegenfiebern lassen. Ganz große Erzählkunst.

Ganz große Erzählkunst

MarieOn am 06.12.2024
Bewertungsnummer: 2357788
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Mathilde ist besessen von Jakob. Sie ist Vertretungslehrerin und er ihr Schüler. Er hatte sie herausgefordert, sie zu Hause besucht, in eine Ecke gedrängt, bis sie sich nicht länger entziehen konnte, denkt Mathilde. Jakob ist die Vorstellung, dass jemand von ihrer Liaison erfahren könnte, unangenehm. Mathilde ist es egal, denn Jakob ist achtzehn und in ihren Augen ein erwachsener Mann. Mathilde macht keinen Hehl aus ihrer Obsession, doch Jakob fühlt sich vereinnahmt und kann mit dem emotionalen Druck nicht umgehen. Er lässt sich auf keine Zukunftsvision ein, bleibt unverbindlich und damit kann Mathilde nicht umgehen. Während der Schließungen wegen Corona verbringt er mehr Zeit bei ihr. Mathilde besteht auf ein gemeinsames Wochenende, bevor Jakob an die Universität wechselt. Danach eskaliert ihr Beziehungskonstrukt und anders als sonst bleibt Jakob konsequent und hält die Affäre für beendet. Mathilde klammert, schickt ihm mehrere Nachrichten und ruft ihn immer wieder an, bis sie bei der Direktorin angeschwärzt wird und ihren Job verliert. Mathilde fühlt sich den Umständen ausgeliefert. Als sie keine Hoffnung mehr hat, dass Jakob zu ihr zurückkommt, will sie weg aus Oslo. In den Inseraten begegnet ihr ein kleines Häuschen, Teil eines größeren Hofs in Telemark. Sie lässt sich per Facetime von einem der Besitzer durch die Wohnräume führen und sagt zu. Nachdem sie ihre eigene Wohnung vermietet hat, zieht sie um. Bei der Schlüsselübergabe begegnen ihr zwei Männer, die sich als Brüder vorstellen und unterschiedlicher nicht sein könnten. Johs ist der langsamere von beiden offen und interessiert. Andres bleibt mit seiner Schutzmaske auf Distanz und mustert sie. Am nächsten Morgen lernt sie die Mutter der beiden kennen, eine stille, verhärmte Frau, der Mathilde die schwere Landarbeit ansieht. Andres und seine Frau wird Mathilde bald besser kennenlernen, als ihr lieb ist. Fazit: Helga Flatlander ist eine großartige Geschichte gelungen. Der Kontrast zwischen der Anonymität in Oslo und der Neugier der Menschen auf dem Land ist frappierend. Die Protagonistin ist herausragend gezeichnet. Sie hält sich für aufgeschlossen und lehnt jede Form von weiblicher Unterdrückung ab. Die Diskrepanz zwischen feministischem Denken und dem Ablehnen jeder Verantwortung ist nervenaufreibend. Die Geschichte erzählt kapitelweise im Wechsel über die Bauernfamilie und ihre Erfahrungen mit einem patriarchalen, toxisch männlichen, frauenverachtenden Vater und Großvater und Mathildes Wahrnehmung. Alle sind geprägt durch ihre frühen Erfahrungen, als das Schicksal sie zusammenführt und wirkt. Klug gesetzte Cliffhanger erzeugen eine Spannung, der ich mich nicht entziehen konnte und haben mich dem nächsten Kapitel entgegenfiebern lassen. Ganz große Erzählkunst.

Vielschichtig und faszinierend

Bewertung am 13.11.2023

Bewertungsnummer: 2067777

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Mathilde ist Aushilfslehrerin für Norwegisch und lebt in Oslo; Johs betreibt eine Molkerei und lebt auf einem Bauernhof in Telemark. Beide Charaktere und all ihre Gegensätze und Fehler lernen wir in „Die Resonanzen“ näher kennen. Denn nachdem Mathildes Affäre mit ihrem 18-jährigen Schüler bekannt geworden ist, verliert sie ihre Stelle in der Stadt und beschließt ein kleines Haus in Telemark zu mieten. Die sich abwechselnden Perspektiven von Mathilde und Johs unterscheiden sich auch sprachlich und spiegeln dadurch zwei sehr konträre Lebensentwürfe: Mathilde ist ungebunden und häufig schwer zu greifen während Johs und seine Familie der Tradition und Vergangenheit verpflichtet sind, dies zeigt sich auch durch die, toll in die Erzählung eingebundene, norwegische Folksmusik und ihren Stellenwert für die Familie. Der Autorin ist mit „Die Resonanzen“ ein toller Roman gelungen, der eindrucksvoll sowohl mit der Sprache als auch den verschiedenen Perspektiven spielt. Die Geschichte spielt während der Corona Zeit – die Einschränkungen und die Beklommenheit, vor allem in der Stadt, werden beschrieben. Es geht aber vor allem auch um Familiendynamiken, Stadt vs. Land, um unterschiedliche Lebensentwürfe, Obsessionen und Übergriffe und Generationskonflikte. Helga Flatlands Roman, vor allem seine ambivalenten Charaktere und moralischen Grauzonen, haben mich gefesselt und mitgenommen. Das Ende lässt mich nachdenklich zurück – ein toller Roman zum Versinken, vor allem für die kommende dunkle Jahreszeit.

Vielschichtig und faszinierend

Bewertung am 13.11.2023
Bewertungsnummer: 2067777
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Mathilde ist Aushilfslehrerin für Norwegisch und lebt in Oslo; Johs betreibt eine Molkerei und lebt auf einem Bauernhof in Telemark. Beide Charaktere und all ihre Gegensätze und Fehler lernen wir in „Die Resonanzen“ näher kennen. Denn nachdem Mathildes Affäre mit ihrem 18-jährigen Schüler bekannt geworden ist, verliert sie ihre Stelle in der Stadt und beschließt ein kleines Haus in Telemark zu mieten. Die sich abwechselnden Perspektiven von Mathilde und Johs unterscheiden sich auch sprachlich und spiegeln dadurch zwei sehr konträre Lebensentwürfe: Mathilde ist ungebunden und häufig schwer zu greifen während Johs und seine Familie der Tradition und Vergangenheit verpflichtet sind, dies zeigt sich auch durch die, toll in die Erzählung eingebundene, norwegische Folksmusik und ihren Stellenwert für die Familie. Der Autorin ist mit „Die Resonanzen“ ein toller Roman gelungen, der eindrucksvoll sowohl mit der Sprache als auch den verschiedenen Perspektiven spielt. Die Geschichte spielt während der Corona Zeit – die Einschränkungen und die Beklommenheit, vor allem in der Stadt, werden beschrieben. Es geht aber vor allem auch um Familiendynamiken, Stadt vs. Land, um unterschiedliche Lebensentwürfe, Obsessionen und Übergriffe und Generationskonflikte. Helga Flatlands Roman, vor allem seine ambivalenten Charaktere und moralischen Grauzonen, haben mich gefesselt und mitgenommen. Das Ende lässt mich nachdenklich zurück – ein toller Roman zum Versinken, vor allem für die kommende dunkle Jahreszeit.

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Die Resonanzen

von Helga Flatland

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