Ein faszinierender Gesellschaftsroman aus der Nachkriegszeit - mit scharfer Feder geschrieben.
1949, an der Eisenstraße. Magdalena lebt in ärmlichen Verhältnissen und leidet unter den Wutausbrüchen ihres trunksüchtigen Mannes. Doch nach außen hin freundlich, beherbergt sie eine dunkle Seele und weiß genau, was sie will: ein Leben voller Luxus und Unabhängigkeit wie das der gerade verstorbenen Ehefrau von Oscar Schneeberg, Erbe einer Hammerherrendynastie. Dafür würde Magdalena sogar über Leichen gehen - auch über die ihres Mannes. Gelingt es ihr, den reichen Industriellen für sich zu gewinnen und zur "Schwarzen Gräfin" aufzusteigen?
Kundinnen und Kunden meinen
4.4/5.0
Bewertung
2/5
10.05.2026
Hörbuch-Download
Düster, langatmig und detaillierter Sex
Ich hatte die Bewertungen gelesen sowie den Text zu dem Hörbuch. Und hatte mir etwas ganz anderes darunter vorgestellt.
Doch recht düster gezeichnetes Dorfidyll, unanfechtbares Patriarchat, Hackordnung - vor allem unter den Frauen. Respektspersonen = Pfarrer und Unternehmer.
Die Hauptfigur hat vieles zu erdulden und gelangt schlussendlich ans Ziel ihrer Träume. Sie wird Unternehmersgattin und somit zur schwarzen Gräfin.
Für mich eine etwas langatmige Story mit (für meinen Geschmack) zu vielen detaillierten Sex-Szenen. Das happy end kommt dann recht überraschend kurz vor Schluss und wird m.E. zu wenig ausgeschmückt. Dann erfolgt eine Art Zeitraffer bis zum Tode/zur Testamentseröffnung der schwarzen Gräfin.
Fazit: Das Hörbuch war nicht so mein Ding. Habe mehrfach "vorgespult" um es bis zu Ende anhören zu wollen.
Zum Glück war das Hörbuch reduziert.
AmberStClair
aus Dorsten
5/5
30.04.2025
eBook (ePUB)
Die Schwarze Gräfin. Geheimnisse an der Eisenstraße
Meine Meinung:
Der Schreibstil von der Autorin Astrid Miglar ist sehr flüssig. Die Geschichte selbst ist in einem aufgeweckten und schafsinnigen Verstand geschrieben und fesselt den Leser. Denn die Hauptperson Magdalena ist eine gescheite und schafsinnige Person, die berechnend und selbstbewußt ihren Weg geht und genau weiß was sie tut und wie sie es bekommt.
Die Handlungen kann man gut nach vollziehen. Die Personen sind gut beschrieben und man kann sie in ihrer Gedankenwelt mit verfolgen. Eine sehr interessante und spannende Geschichte von einer starken Frau, die trotz Neid und Eifersucht, Körperlicher Gewalt und boshaften Geschwätz ihren Weg unbeirrt geht.
Eine gute Geschichte die ich empfehlen kann, für Leser/innen die so etwas gerne lesen!
Silke - Buchgespür -
5/5
27.02.2025
eBook (ePUB)
Eine faszinierende Protagonistin
Astrid Miglars Roman „Die Schwarze Gräfin – Geheimnisse an der Eisenstraße“ entführt die Leser ins Jahr 1949. Im Zentrum der Geschichte steht Magdalena, eine junge Frau, die in bescheidenen Verhältnissen lebt und unter der Gewalt ihres trunksüchtigen Ehemannes Gustav zu leiden hat. Magdalena verfolgt entschlossene und berechnend ihren Wunsch nach einem luxuriösen und selbstbestimmten Leben. Als der Hammerherr, der Industrielle Oscar Schneeberg, verwitwet, sieht Magdalena ihre Chance. Ohne Skrupel entwirft sie einen riskanten Plan, für dessen Durchführung sie buchstäblich bereit ist über Leichen zu gehen. Ihr Ziel: Reichtum, Einfluss und die Rolle der „Schwarzen Gräfin“, die Bezeichnung einflussreicher Ehefrauen von Eisenwerkbesitzern im Nachkriegsdeutschland.
Packend von der ersten Minute an entfaltet @Astrid Miglar die Geschichte von Magdalena, einer äußerst kontroversen Protagonistin, die im Deutschland der Nachkriegszeit von Beginn an nicht davor zurückschreckt, für sich zu kämpfen. Ihr Ziel ist ein Leben in Luxus, vergleichbar mit dem der Ehefrau des Oskar Schneebergs, der als Inhaber eines eisenverarbeitenden Werks im Gegensatz zu den Dorfbewohnern ein Leben in Wohlstand führt. Dafür ist Magdalena bereit wortwörtlich über Leichen zu gehen. Trotz ihrer skrupellosen Art konnte ich als Leserin nicht anders, als eine gewisse Faszination für sie zu empfinden.
Magdalena ist intrigant, gewitzt, klug und setzt geschickt ihre weiblichen Reize ein, um an ihr Ziel zu gelangen. Doch hinter dieser kalkulierten Fassade verbirgt sich eine Seite, die ich sehr bemitleidet habe, bedenkt man Magdalenas Lebenssituation und ihre Erfahrungen. Nicht nur, dass sie der Missgunst der Familie ihres ersten Mannes ausgesetzt ist, auch die der Dorfbewohner bekommt sie deutlich zu spüren, die immer auch ihren Neid auf die durch nichts zu entstellende Schönheit Magdalenas durchblicken lassen.
In einer Zeit, in der Frauen kaum Rechte hatten und Gewalt gegen sie nicht ernst genommen wurde, nimmt die Protagonistin ihr Schicksal selbst in die Hand. Die Ehe mit ihrem ersten, wesentlich älteren und gewalttätigen Mann Gustav wurde arrangiert – von Zuneigung oder gar Liebe keine Spur. Während Astrid Miglar ein Gesellschaftsprofil aller Schichten zeichnet, wird deutlich, nicht nur Magdalena findet sich in emotionslosen Beziehungen wieder. Im gesamten Buch gibt es keine Ehe, die auf Liebe basiert, schaue man sich beispielsweise die mit ihrem Leben höchst unzufriedene Tierarztgattin an, die ihre Tochter verkuppeln möchte, damit diese ihre eigenen Träume wahrwerden lassen kann. Jede Ehe ist das Ergebnis von Berechnung, sei es zur Versorgung der Frau oder zur Bereicherung der Familie. Dies bestürzt mich, führt es doch deutlich vor Augen, dass viele Menschen damals nicht selbst wählen durften, mit wem sie ihr Leben bestreiten wollen. Gleichzeitig wird mir bewusst, welche Möglichkeiten Frauen heute haben. Für diese Privilegien haben sie hart gekämpft – und wir dürfen sie uns niemals mehr streitig machen lassen.
Magdalena kämpft ebenfalls für Gerechtigkeit – allerdings nach ihren eigenen Regeln. Ihr Streben nach Luxus und Unabhängigkeit mag egoistisch und berechnend, teilweise grausam sein - ohne Zweifel - doch ihre auf männlichen Egoismus und unkontrollierter, dominanter Macht basierenden Erlebnisse haben den Charakter Magdalenas mit geprägt und nun verfolgt sie ihren Willen auch, wenn Menschen es gut mit ihr meinen. Durch all die grausamen Erlebnisse, die Magdalena widerfahren, fällt es mir schwer, ihr ihre dunkle Seite zu verübeln. Dieser ist sie sich auch selbst bewusst, was daran deutlich wird, dass der Roman mit einem absolut sarkastisch, humoristischen Plottwist endet und mit ihren ironischen Worten für die Ewigkeit festgehalten wird.
Astrid Miglar schreibt mit einem fließenden, sehr intelligenten Stil, der perfekt zur klugen und berechnenden Protagonistin passt- ich hoffe, sie trägt damit auch dazu bei, dass man ihre Magdalena nicht nur entsetzt, sondern auch wohlwollend betrachtet Besonders beeindruckend ist die Gedankenwelt der Protagonistin zu Papier gebracht. Diese sprachliche Raffinesse macht das Lesen zu einem besonderen Erlebnis.
Die Atmosphäre des Romans wird mir als Gefühl noch lange im Gedächtnis bleiben. Wirkt sie im Dorf bedrückend durch Gewalt, Missgunst und Tratsch, wird sie im Umfeld der Villa Schneeberg und mit dem dort herrschenden Luxus des sonnigen Hausherren geradezu hell und anziehend.
Beim Zuschlagen des Buchs habe ich es deutlich gefühlt:
Ich werde Magdalena vermissen!
S.
aus Berlin
5/5
02.01.2025
eBook (ePUB)
Magdalenas Weg Magdalena,…
Magdalenas Weg Magdalena, jung an einen älteren Mann verschachert, erfährt einen Schicksalsschlag nach dem Anderen. Das beschreibt Astrid Miglar anschaulich, stattet ihre Heldin mit viel Mut und Chuzpe aus. Sie schildert ausführlich die Ungerechtigkeiten und Brutalitäten, denen Frauen, besonders die Unverheirateten, ausgesetzt sind. Alternierend erzählt ein allwissender Erzähler von den Dorfbewohnern, dann kommt Magdalena zu Wort. Magdalena wertet nicht, sie berichtet. Dadurch wird sehr viel Verständnis für ihren schweren und ungewöhnlichen Werdegang aufgebaut. Verschiedene Twists sorgen für Spannung, sogar etwas Humor zum Ende hin scheint durch. Die erfolgreiche Entwicklung der Firma bietet interessantes Fachwissen. Eine ungewöhnliche, spannende und faszinierende Geschichte über eine besondere Frau.
S. L.
aus Berlin
5/5
02.01.2025
eBook (ePUB)
Magdalenas Weg
Magdalena, jung an einen älteren Mann verschachert, erfährt einen Schicksalsschlag nach dem Anderen.
Das beschreibt Astrid Miglar anschaulich, stattet ihre Heldin mit viel Mut und Chuzpe aus. Sie schildert ausführlich die Ungerechtigkeiten und Brutalitäten, denen Frauen, besonders die Unverheirateten, ausgesetzt sind. Alternierend erzählt ein allwissender Erzähler von den Dorfbewohnern, dann kommt Magdalena zu Wort. Magdalena wertet nicht, sie berichtet. Dadurch wird sehr viel Verständnis für ihren schweren und ungewöhnlichen Werdegang aufgebaut. Verschiedene Twists sorgen für Spannung, sogar etwas Humor zum Ende hin scheint durch.
Die erfolgreiche Entwicklung der Firma bietet interessantes Fachwissen.
Eine ungewöhnliche, spannende und faszinierende Geschichte über eine besondere Frau.
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