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Wenn du es heimlich machen willst, musst du die Schafe töten Roman - Die Entdeckung einer großen literarischen Stimme

106

23,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

7191

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

10.09.2025

Verlag

Luchterhand

Seitenzahl

240

Maße (L/B/H)

21,8/14,3/2,4 cm

Gewicht

372 g

Farbe

Vanille

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-630-87814-0

Beschreibung

Rezension

»Wie Maschik, ohne eine Silbe zu viel, Worte für die Sprachlosigkeit in der Familie findet, und zart unausgesprochene Gefühle in magische Bilder verwandelt, ist eine Wucht.« ("Silvi Feist / emotion")
»Tolles Debüt« ("Brigitte")
»Ein Text wie verdichtete Luft. Präzise, klar und trotzdem voller Möglichkeitsräume.« ("Maria Piwowarski / blauschwarzberlin")

Produktdetails

Verkaufsrang

7191

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

10.09.2025

Verlag

Luchterhand

Seitenzahl

240

Maße (L/B/H)

21,8/14,3/2,4 cm

Gewicht

372 g

Farbe

Vanille

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-630-87814-0

Herstelleradresse

Luchterhand Literaturvlg.
Neumarkter Str. 28
81673 München
DE

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  • mimitatis_buecherkiste

    aus Krefeld

    5/5

    02.05.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Großartig!

    »Wenn man Pflanzen gießt und düngt, Schädlinge fernhält und einen guten Standort aussucht, werden sie die Mühe mit Blüten und Früchten belohnen. Menschen kennen diese Dankbarkeit nicht. Du kannst sie lieben, so viel du willst, und weißt dennoch nie, was du bekommst.« (Seite 176) - Mit der Urgroßmutter fängt es an, Henrike macht den Anfang bei dieser Erzählung, die sich durch vier Generationen zieht. Auf einem Bauernhof an der Nordsee zu Kaiserzeit hat es begonnen und viele Kilometer davon entfernt läutet ein umgebauter Hof den Abschluss ein, die Enkelin realisiert, dies wird das Ende des Stammbaums sein. In einer wunderschönen Sprache, die sie spielend benutzt, erzählt Anna Maschik die Geschichte einer Familie, konzentriert sich dabei auf die Frauen, lässt die Männer aber nicht außen vor, sondern bezieht sie mit ein. Dies liest sich so spannend und unterhaltsam, dass es eine Freude ist für mich, dabeigewesen zu sein. Großartig!

  • Bewertung

    aus Langenargen

    5/5

    09.02.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Familiengeschichte mit einem ganz eigenen, wunderbarem Charme

    Dieses Buch ist etwas Besonderes und ich habe es ausgesprochen gerne gelesen. Im Grunde ist es eine Familiengeschichte. Als Leser begleitet man die Familie über mehrere Generationen - angefangen während des Krieges in einem norddeutschen Dorf nahe der Küste bis zu späteren Generationen im Süden. Man erlebt sie in ihren Verstrickungen, (un)erfüllten Träumen, Gewohnheiten und ganz individuellen Besonderheiten. Während andere Familiengeschichten opulent und ausschmückend erzählt werden, bleibt dieser Roman fragmentarisch. Aber gerade das hat für mich einen großen Reiz ausgemacht und mich zum Teil mit wenigen Worten sehr berührt. Besonders geliebt habe ich die Passagen, wenn magische Elemente mit eingeflochten und so der Familienaberglaube fein mit eingesponnen wurde. Ein absolut lesenswertes Buch mit einem ganz eigenen, wunderbarem Charme.

  • Esther N.

    Book Circle Community

    5/5

    30.01.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine Familiengeschichte, die nachhallt

    Wenn du es heimlich machen willst, musst du die Schafe töten von Anna Maschik ist ein Roman, der mich von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen hat. Schon der ungewöhnliche Titel und das eindrückliche Cover wecken Erwartungen an eine Erzählung, die sich nicht scheut, ungewöhnliche Wege zu gehen. Maschik erzählt die Geschichte mehrerer Generationen einer norddeutschen Bauernfamilie, deren Leben durch harte Arbeit, Entbehrungen und eine enge Bindung an die Natur geprägt ist. Die Frauen dieser Familie stehen im Mittelpunkt, und ihre Stimmen tragen die Erinnerung über Jahrzehnte hinweg weiter.  Der Roman beginnt mit einer Schafschlachtung – ein intensiver, beinahe ritueller Moment, der sowohl den Bezug zum Titel herstellt als auch die Atmosphäre des Buches prägt: herb, bodenständig, gleichzeitig poetisch und voller Bedeutungsebenen. Maschiks Sprache ist ungewöhnlich melodisch; sie arbeitet mit Metaphern, Wiederholungen, Listen und poetischen Bildern, die der bäuerlichen Welt Norddeutschlands einen fast magischen Klang verleihen.  Die Handlung führt vom entbehrungsreichen Alltag Henrikes um 1900 über die Nachkriegszeit bis hin zur Gegenwart, in der die Urenkelin Alma versucht, die bruchstückhaften Überlieferungen ihrer Familie zu ordnen. Aus Erinnerungsfetzen, Erzählstücken und Andeutungen setzt sie das Puzzle ihrer Herkunft zusammen. Diese fragmentarische Erzählweise wirkt nie verwirrend; vielmehr spiegelt sie die Art und Weise, wie Familiengeschichten tatsächlich weitergegeben werden – lückenhaft, subjektiv, aber voller Bedeutung. Die Magie, die zwischen den Zeilen mitschwingt, entspringt nicht einer fantastischen Welt, sondern dem Funkeln der Erinnerung selbst.  Der Roman beeindruckt durch die gelungene Mischung aus erzählerischer Präzision und kreativen, fast träumerischen Elementen. Maschik fängt die Härte des bäuerlichen Lebens ebenso ein wie die Kraft der Frauen, die dieses Leben prägt. Die poetische Sprache verleiht selbst den düsteren Momenten eine gewisse Schönheit. Für mich ist es ein Werk, das lange nachhallt – atmosphärisch dicht, literarisch anspruchsvoll und erzählerisch aussergewöhnlich. 

  • Katrin

    aus Kiel

    5/5

    14.01.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Löchrige Erzählungen

    Es beginnt gleich blutig mit der Schlachtung eines still sterbenden Schafes, und auch die Erzählerin Alma schaut sich die Innereien der Geschichte genau an. Sie bezeichnet ihre Erzählung als „Eingeweideschau: Leber, Lunge, Herz und Magen werden auf ihre Beschaffenheit untersucht“. Um vier Generationen von Frauen geht es hier, Henrike ist Almas Urgroßmutter und wird als Bauerntochter in einem kleinen Dorf an der Nordsee geboren, am ersten Tag des neuen Jahrhunderts. Ihre Tochter Hilde zieht später mit ihrem Mann Konrad in dessen Heimatstadt nach Österreich, dort werden die Mutter der Erzählerin, Miriam, und auch Alma selbst geboren. Was nach einer umfangreichen Familiengeschichte klingt, wird von der Autorin fragmentarisch und nicht chronologisch erzählt, oft wirft der Text nur kurze Schlaglichter auf einzelne Begebenheiten, auf manchen Seiten finden sich einfach nur Listen, deren Auslassungen mehr erzählen als das, was draufsteht. Doch die einzelnen Episoden sind so kunstvoll miteinander verknüpft, dass das Verbindende zwischen den Generationen deutlich zutage tritt. Maschik spürt der Frage nach, welchen Einfluss unsere Vorfahren auf uns haben und welche Muster sich durch die Geschichte ziehen. Ihr Augenmerk liegt dabei auf den Frauenfiguren, die sich allesamt durch Resilienz und einen genauen Blick auf ihre Umgebung auszeichnen. Die Männer dazu sind zwar nicht unwichtig, gleiten aber gern mal in mystische Gefilde ab. Ein Sohn verschläft die ersten 15 Jahre seines Lebens, der Großvater muss regelmäßig daran gehindert werden, sich am Balken in der Scheune aufzuhängen, und ein Onkel wird sogar zum bösen Wolf. Doch auch diese manchmal fantastischen Episoden fügen sich wunderbar ins Gesamtbild ein. Ein weiteres Stilmittel ist die wechselnde Erzählperspektive auf ein bestimmtes Ereignis, wodurch sich der Gesamteindruck mit jeder Stimme ein wenig verschiebt. Maschiks Sprachkunst hat mich wirklich begeistert, sie zeigt, dass ein groß angelegtes Familienpanorama nicht unbedingt viele Seiten benötigt, um lange nachzuhallen.

  • begine

    aus Lemwerder

    5/5

    19.12.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Melodisch

    Wenn du es heimlich machen willst, musst du die Schafe töten, ist ein Roman der Schriftstellerin Anna Maschik. Der Titel hat mich eigentlich etwas abgeschreckt. Die Sprache des Romans hat einen melodischen Klang. Es geht um eine Familiengeschichte über hundert Jahre. Es geht hauptsächlich um die Frauen der Familie. Die Autorin flicht magische Passagen ein. Die Mischung ist ihr perfekt gelungen. Es ist ein Roman den ich gerne gelesen habe und auch weiter empfehle.

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