Die heilende Kraft der Leerheit Eine Anthologie von Dzogchen-Texten
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
07.04.2025
Verlag
Wandel edition khordongSeitenzahl
238
Maße (L/B/H)
20,3/14,6/1,6 cm
Gewicht
342 g
Farbe
Dunkellila
Auflage
1
Originaltitel
O Poder Curativo da Vacuidade. Coletânea de Textos DzogchenÜbersetzt von
Lea Pabst
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-942380-36-2
Doch dies ist keine rein theoretische Betrachtung. Vielmehr geht es darum, die Lehren über Leerheit tief in uns einsinken zu lassen – so, als würden sie eine innere Massage bewirken, die die verhärteten Überzeugungen darüber, wer wir sind, sanft auflöst. Für James Low liegt der Schlüssel in der kontinuierlichen, feinen Auseinandersetzung mit dieser leeren, schöpferischen Natur. Daraus erwächst die Erkenntnis, dass keine Anstrengung nötig ist, um die inhärente, gleichmütige und allgegenwärtige Klarheit wahrzunehmen.
Gerade Anstrengung, so warnt er, birgt die Gefahr, die Leerheit als etwas Abgetrenntes, als „Ding“, als künstliche Erfahrung oder spirituelles Konzept zu begreifen – was nur die Trennung verstärkt und Ängste schürt. Unsere eigentliche Aufgabe besteht darin, das Verbindende zwischen heiligen und weltlichen Phänomenen zu entdecken. Denn gerade in dieser Gemeinsamkeit liegt die außergewöhnliche Kraft, die unsichtbaren Mauern, die wir uns selbst und anderen auferlegen, aufzuweichen.
„Dein wahrer Freund und Verbündeter ist nicht weit weg. Wenn du aufhörst, so beschäftigt zu sein und aufhörst, so angestrengt zu suchen, wirst du feststellen, dass er bereits hier ist.“
„Wer also bin ich, bevor ich in Erscheinung trete? Wir machen von der Meditation gebrauch, um das herauszufinden. Es ist wie bei der Frage »Welches Gesicht hatte ich, bevor ich geboren wurde?« Geboren zu werden bedeutet, eine Identität zu haben, jemand zu sein. Doch derjenige, der ich bin, ist eine Reihe von Konzepten. Ich bin eine Geschichte, die ich mir selbst und anderen erzähle, und diese Geschichte beinhaltet wiederum die Geschichten, die andere mir über mich erzählt haben. Wer also bin ich, wenn ich keine Geschichte bin? Wer bin ich, bevor ich mir selbst erzähle, wer ich bin?“
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