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Vaim Der neue Roman des Literatur-Nobelpreisträgers

7

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

29608

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

12.12.2025

Verlag

Rowohlt

Seitenzahl

160

Maße (L/B/H)

21/13,4/2,2 cm

Gewicht

242 g

Farbe

Kaffee / Beige

Auflage

2. Auflage

Übersetzt von

Hinrich Schmidt-Henkel

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-498-00781-2

Beschreibung

Rezension

Fosse schafft mit wenigen Worten ein ganzes literarisches Universum. Seine minimalistische Prosa über Liebe, Tod und die Absurdität der Existenz ist gleichzeitig berührend und beunruhigend – ein Meisterwerk des Verschwindens. ("fr.de (Frankfurter Rundschau Online)")
Der norwegische Schriftsteller Jon Fosse eröffnet mit „Vaim“ eine Romantrilogie, deren kreisend-fließende Prosa eine religiöse Erfahrung ermöglicht– ohne Gott zu benennen. ("der Freitag")
Fosses neustes Erzählwerk überrascht mit ungewohnter Heiterkeit und dringt dann mit einem hypnotischen Sprachsog in die Tiefe und die Köpfe der Leserschaft. ("NZZ am Sonntag")
Jon Fosses erster Roman nach dem Literaturnobelpreis erstaunt – sogar durch Komik. ("Neue Zürcher Zeitung")
Ein berührendes und beunruhigendes Buch über fragile Familienbeziehungen und die verblendende Kraft der Erinnerung. ("Buchkultur")
Dieser Roman ist rätselhaft, und seine Rätsel laden nicht zum Auflösen ein, sondern zum Verweilen. ("Die Zeit")
Der ideale Fosse zum Einsteigen. Und der ideale Fosse für Fortgeschrittene. Es ist ein sanftes Buch, ein ergreifendes Buch. ("Die Presse")
Ein ergreifendes Erlebnis. ("nachtkritik.de")
Es scheint, als habe Fosse mit dem Literaturnobelpreis eine gehörige Portion Leichtigkeit für sein Schreiben aufgesogen - sehr zum Vergnügen für die Leserschaft. ("NDR 1 "Neue Bücher"")
Härte und Zärtlichkeit wechseln sich ab in diesem Meisterwerk des mystischen Realismus. ... In diesem literarischen Universum scheint alles auf beängstigende und zugleich warmherzige Weise offen zu sein. ("tagesspiegel.de")

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Verkaufsrang

29608

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

12.12.2025

Verlag

Rowohlt

Seitenzahl

160

Maße (L/B/H)

21/13,4/2,2 cm

Gewicht

242 g

Farbe

Kaffee / Beige

Auflage

2. Auflage

Übersetzt von

Hinrich Schmidt-Henkel

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-498-00781-2

Herstelleradresse

Rowohlt Verlag GmbH
Kirchenallee 19
20099 Hamburg
DE

Email: produktsicherheit@rowohlt.de

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  • Christopher Bahn

    Book Circle Community

    5/5

    22.01.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein typischer Fosse

    Jon Fosse hat sich schon immer durch die Eigenwilligkeit seiner Sprache ausgezeichnet, die den Inhalt und die Atmosphäre des Textes in die Grammatik des Buches übertragen hat. So ist es auch in diesem Werk über einen Fischer in den norwegischen Fjorden, der für einen Einkauf in die große Stadt geht und dort alle möglichen Dinge erlebt, die scheinbar banal sind aber doch die psychologische Struktur dieses Mannes widerspiegeln. Wie in allen Büchern von Fosse passiert nicht viel. Wir werden ganz eingenommen durch die Beschreibung der Figuren. Sprachlich anders als seine letzten Bücher, ist die Handschrift des Autors nicht zu verkennen. Für Fans von Fosse sehr empfehlenswert.

  • Kwinsu

    aus Salzburg

    5/5

    05.01.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    In den Gedanken der willenlosen Männer

    Eline nimmt sich die Männer, wie sie sie braucht. Erst Jatgeir, dann Olav, den sie aber immer nur Frank nennt, dann wieder Jatgeir und genau: sie landet wieder bei ihrem Frank. Aber so genau wissen wir das alles nicht, wird die punktlose Geschichte doch rein aus der Innenschau von Männern erzählt wird: Kapitel 1 folgt Jatgeir, Kapitel 2 Elias - ein Freund des erstgenannten, dem Eline mutmaßlich einen Keil in die Freundschaft mit Jatgeir getrieben hat, Kapitel 3 aus Olavs Sicht. Sie alle scheinen wehrlos gegen die dominante Frau, nur: Abwehrhaltung sieht anders aus. Literaturpreisträger Jon Fosse liefert mit "Vaim" den ersten Teil einer Trilogie, der einen sofort vereinnahmt, sei es durch die atemlose Erzählweise ohne einen einzigen Punkt oder durch die rätselhafte Erscheinung einer Frau, der sich Männer schier ungefragt unterordnen. Rätselhaft ist in "Vaim" vieles, so ganz durchschaut man nicht, was an Eline so besonders ist. Aber wahrscheinlich ist nicht sie die Besondere, sondern die Männer selbst - sie erscheinen über weite Strecken willenlos, schaffen es nicht, ihre Zweifel ordentlich zu artikulieren. Sie wirken gefangen in sich selbst und gefangen in gesellschaftlichen Werten und Normen, die es um jeden Preis zu erfüllen gilt. Da lässt sich Mann schon einmal - oder besser gesagt zweimal - einen benötigten Garn samt Nadel zu einem Wucherpreis aufschwatzen und obwohl der offensichtliche Betrug an ihm nagt, kann er doch sein Gesicht nicht verlieren und als Knauserer dastehen. Wenn einer so wissentlich übers Ohr gehauen wird, kann er sich dem mutmaßlichen Begehr einer Frau folglich keinesfalls entziehen. Auf den ersten Blick könnte es so wirken, als wär die Frau das dominierende Feindbild, ein pechbehaftetes Schicksal, dem sich Mann nicht entziehen kann. Doch die Männer sind sich selbst Feind, lassen geschehen, lassen sich fremdbestimmen, zumindest mutet es so an. Denn wie eingangs erwähnt lernen wir das Zentrum der Männerwelt nur aus der männlichen Innenschau kennen und darin sind selbsterklärend viel patriarchal geprägte Weltbilder vorhanden. Das ist natürlich nur die eigene Interpretation, möglich und wahrscheinlich, dass es hierzu andere Sichtweisen gibt. Aber das ist das Schöne an diesem literarischen Text: er lässt viel Raum zur Interpretation, aber nicht zu viel, um auszuufern und dadurch unbefriedigt zu hinterbleiben. Vielmehr weiß man, dass es zwei weitere Teile geben wird, die eventuell weitere Andeutungen und Interpretationen liefern, um das Gesamtbild des bislang recht konturlosen, fiktiven Dorfes "Vaim" zu schärfen. Es war mein erstes Buch (und sicher nicht das letzte), das ich von Literaturnobelpreisträger Fosse gelesen habe und ich liebe den punktlosen Stil, auch wenn es mir am Anfang schwer gefallen ist, nicht auf das Atmen zu vergessen, so rasant wirken die Gedankenströme des Erzählten, die eben nicht durch Punktsetzen begrenzt sind. Fosse hat es für mich vorzüglich geschafft, mich direkt in die Köpfe der Männer zu versetzen, direkt heimisch habe ich mich darin gefühlt ob der Intensität und Ausschweifungen ihrer Gedanken. Geschüttelt hätte ich sie gerne des Öfteren, hätte gerne nachgefragt, warum sie so schwach sind, warum es kein Aufbegehren gibt, wo denn überhaupt die Emotionen bleiben, den diese sind rar gesät. Fasziniert hat mich auch die Tatsache, dass der Text so zeitlos ist: Zeit spielt kaum eine Rolle, nur im Vergänglichen ist sie andeutungsweise zu finden, doch deren Bedeutung ist nicht wesentlich. Symbolik hingegen scheint für Fosse wichtig zu sein, es gibt wiederkehrende Motive wie einen Koffer, Gedankenkreisel, das Meer, Schiffe, Namen, denen man eine tiefere Bedeutung zuweisen könnte und anderes. Ich als Unfähige der Symboldeutung enthalte mich diesbezüglich einer Interpretation, kann mir aber vorstellen, dass diese für viele ein zusätzliches Schmankerl in dieser Lektüre sein könnte. Mein Fazit: "Vaim" ist ein rasantes, mitreißendes Gedankenspiel eines Literaturnobelpreisgewinners, das den perfekten Raum zur Interpretation zulässt, ohne darin auszuufern. Die Geschichte ist trotz ihrer Rauheit und Einseitigkeit mitreißend und hinterlässt ein angenehmes Maß an Fragezeichen. Durch Vaim wurde ich Fosse-Fan und kann es kaum abwarten, die beiden Folgeteile zu lesen! Absolute Leseempfehlung und ein Highlight des Jahres 2025!

  • Eternal-Hope

    aus Österreich

    5/5

    28.12.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Im Kopf dreier norwegischer Männer

    Bücher von Nobelpreisträgerinnen und Nobelpreisträgern sind oft auf die eine oder andere Art speziell, das macht ja auch ihre besondere Qualität aus. "Vaim", das neueste Werk des norwegischen Literaturnobelpreisträgers aus dem Jahr 2023, reiht sich da ein. Man schlägt das Buch auf und beginnt mit dem Lesen - und zack, ist man in einen nicht enden wollenden, immer weiter gehenden Gedankenstrom hineingezogen, ohne Kapitel, ohne Satzenden, befindet sich mitten im Kopf von Jatgeirs, eines älteren Mannes in Norwegen, der aus seinem Dorf "Vaim" mit seinem Boot "Eline", benannt nach seiner Jugendliebe, über den Fjord nach Bergen, hier nach seinem alten Namen Bjørgvin genannt, fährt, um Nadel und Faden zu kaufen. Gar kein einfaches Unterfangen, denn Jatgeir ist ein wortkarger Mensch, der auch nicht gelernt hat, für sich einzustehen und sich durchzusetzen, und so muss er einen weit überteuerten Preis dafür bezahlen, und das sogar zwei Mal. Am Heimweg begegnet ihm dann plötzlich seine Jugendliebe Eline, die kurz entschlossen ihren bisherigen Partner verlässt und mit Jatgeir auf seinem Boot zu ihm nach Hause fährt, um seine Partnerin zu werden. Soweit zur Handlung des ersten, längsten, von drei Teilen des Buches. Die anderen beide werden von zwei weiteren Männern geschildert, wobei der Schreibstil sehr ähnlich bleibt. Durch die endlosen Sätze und die Art, wie das Buch erzählt wird, entsteht ein Sog in die Köpfe dieser norwegischen Männer hinein. Ich hatte das Gefühl, direkt in ihrem Gehirn zu sitzen. Dafür ist es aber auch nötig, sich darauf einzulassen, denn natürliche Atempausen bietet diese Schreibweise nicht (abgesehen von den zwei Stellen, bei denen die Erzähler wechseln und ein neuer Teil beginnt). So, wie wohl menschliches Denken tatsächlich oft funktioniert, folgt ein Gedanke dem nächsten und dem nächsten und dem nächsten und dem nächsten... Diese besondere Schreibweise schafft aber auch ein einmaliges Leseerlebnis, das lange nachhallt und ich auf diese Weise noch nie erlebt habe. Eingebettet in das Buch findet sich auch einiges an Symbolik und Metaphern zu Wasser, dem Meer, Booten, Leben und Sterben, sowie in die nordische Landschaft eingebettete mystische Bezüge, die man bei Interesse individuell zu entschlüsseln versuchen kann. Es ist ein tiefgründiges Werk, das in sich viele mögliche Deutungsebenen und damit auch viel interessanten Diskussionsstoff birgt. Ich kann es allen, die anspruchsvolle Literatur schätzen und bereit sind, sich auf eine manchmal durchaus fordernde, aber einzigartige Erzählweise einzulassen, nur empfehlen.

  • Bories vom Berg

    aus München

    4/5

    06.02.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine Stimme für das Unsagbare

    Der neueste Roman des norwegischen Schriftstellers und Nobelpreisträgers Jon Fosse mit dem Titel «Vaim» reiht sich ein in sein umfangreiches und vielseitiges Œuvre mit zumeist melancholischer Prägung. In der Begründung des Stockholmer Komitees heißt es, der Preis werde ihm verliehen «für seine innovativen Theaterstücke und Prosa, die dem Unsagbaren eine Stimme verleihen». Mit diesem aktuellen Roman, der als erster einer Trilogie angekündigt wurde, hat der Autor seinem Schreiben eine bisher ungewohnte Leichtigkeit beigemischt, die neugierig macht auf die Folgebände. Die dreiteilig aufgebaute Geschichte beginnt mit einer Bootsfahrt von Jatgeir, ein älterer Junggeselle, der in dem kleinen Ort Vaim lebt. Er fährt in die Stadt Bjørgvin, hauptsächlich um dort Nadel und Faden zu kaufen, mit denen er lose gewordnen Knöpfe seiner Kleidung annähen will, denn hier auf dem Land ist so etwas nirgends aufzutreiben. Aber auch in der Stadt muss er lange suchen, bis er endlich auf einen Laden stößt, in dem die Verkäuferin dem unbeholfen wirkenden Mann eine halbleere Garnrolle und eine Nähnadel anbietet. Sie will dafür 250 Kronen haben, ein unverschämt hoher, völlig überzogener Preis, den er aber notgedrungen zahlt, weil er nicht mit leeren Händen heimfahren will. Auf dem Rückweg macht er einen spontanen Zwischenstopp auf der kleinen Insel Sartor und hört nachts verdutzt in seiner Kabine, wie eine Frau vom Anleger aus seinen Namen ruft. Es ist Eline die er flüchtig aus der Jugend kennt, mit der er aber nie ein Wort gesprochen hat. Jatgeir hat sie immer nur aus der Ferne bewundert und vor Jahren dann sein Boot nach ihr benannt. «Ich hatte ja gehört, dass Eline irgendwo auf Sartor wohnen solle, aber jetzt hatte ich wohl geradezu Halluzinationen, es konnte doch nicht meine alte heimliche Liebe da stehen und zu meiner Schnigge runterschauen, an deren Steuerhaus auf beiden Seiten so stolz Eline stand, jetzt stand Eline da, denn es war tatsächlich sie, die ohne ihr Wissen meiner Schnigge den Namen gegeben hatte, denn ich hatte ja nie, natürlich nie, Eline etwas von meinen Gefühlen für sie verraten, nie, niemals im Leben hätte ich es gewagt, so etwas zu einer Frau zu sagen, nein so war ich nicht gemacht, ich nicht». Sie war weggezogen und hatte dann einen Fischer geheiratet. Nun steht sie vor ihm. Sie habe gerade ihren Mann verlassen, erklärt sie, und nur einen einzigen Koffer mitgenommen. Und sie bringt den völlig verdutzten Jatgeir schließlich auch noch dazu, jetzt sofort, noch in der Nacht, mit ihr nach Vaim aufzubrechen, in ihre alte Heimat, - und ihm dämmert es, dass sie dort bei ihm wohnen wird! Im zweiten Teil wechselt die Perspektive zu dem frömmelnden Elias, dem einzigen Freund von Jatgeir, der ebenso verhaltensgestört ist wie er, was soziale Bindungen anbelangt. Eias zutiefst verunsichert durch diese Frau, die da plötzlich bei seinem besten Freund wohnt, und steigert sich in Phantasiewelten hinein in seiner Angst, Jatgeir auf Dauer zu verlieren als Freund. Im dritten Teil berichtet Olav ganz unchronologisch von der Vorgeschichte der beiden Erzählungen. Wie er im Gasthof auf Sartor mit zwei Fischern einen ertragreichen Fang feiert und plötzlich eine Frau vor ihm steht, die sich als Eline vorstellt und ihn Frank nennt trotz seiner Proteste, weil er in Wahrheit ja Olav heißt. Sie ist es auch, die ihn zum Tanz auffordert, ihm nicht mehr von der Seite weicht und es schließlich so weit bringt, dass der eingefleischte Junggeselle sie heiratet. In einem entfernt an Thomas Bernhard erinnernden, hypnotischen Stil wird hier extrem repetitiv, in kreisenden Schritten quasi, eine Dreiecksgeschichte erzählt, die tief in die Psyche der drei männlichen Ich-Erzähler verweist, mit der dominanten Eline als motivisches Zentrum, als eine Art klassischer Schicksalsengel. All das wird in einem einzigen Satz erzählt, als ein meditativer Gedankenstrom der Figuren, durch den man zu kontemplativem Mitdenken angeregt wird. «Das Allerwichtigste ist für mich der Rhythmus und der Sprachfluss» hat der Autor zu seinem sehr speziellen, poetischen Erzählstil erklärt, der aber auch amüsante Züge aufweist. Wer sich darauf einlässt, wird von einem Lesesog mitgerissen, der inhaltliche Irritationen schnell vergessen lässt.

  • hamburg.lesequeen

    aus Bargfeld-Stegen

    4/5

    05.01.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Literarisches Schmankerl

    VAIM Jon Fosse ET: 12.12.25 „Vaim“ ist für mich das erste Buch des Literaturnobelpreisträgers von 2023, entsprechend groß war meine Neugier auf diesen Roman. Jatgeir lebt als Fischer ein zurückgezogenes Leben in Vaim, einem fiktiven Ort in den norwegischen Fjorden. Sein Boot hat er einst nach seinem Jugendschwarm Eline benannt – ohne dass sie je davon wusste. Seine Eltern sind mittlerweile verstorben, und nur sein einziger Freund Elias besucht ihn gelegentlich. Als Jatgeir eines Tages nach Bjørgvin fährt, um ein paar Besorgungen zu erledigen, taucht plötzlich und völlig unerwartet Eline selbst vor ihm auf – mit gepacktem Koffer und der Bitte, ihn zu begleiten. Mehr möchte ich an dieser Stelle nicht vorwegnehmen, am besten findet ihr selbst heraus, welche Rolle ihr Mann Frank und dessen bester Freund in dem Roman spielen, denn auch sie mischen kräftig mit. In drei Teilen kommen drei Männer zu Wort, deren Perspektiven sich zu einem stimmigen Gesamtbild zusammenfügen. Jon Fosse überzeugt dabei mit seinem ganz eigenen, ruhigen Schreibstil, der von Wiederholungen geprägt ist – ein Stilmittel, das mir überraschend gut gefallen hat. „Vaim“ ist ein leises, nachhallendes Buch, das sich nicht überstürzen lässt. Obwohl der Roman mit nur 156 Seiten recht schmal ist, habe ich mir drei Tage Zeit dafür genommen. Man muss langsam lesen, den Text wirken lassen und ihm Raum geben, damit er sich vollständig entfalten kann. Fazit: Ein feines literarisches Schmankerl, das ich sehr gern weiterempfehle. 4/5

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