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Kurt Prödel

1. Klapper

Klapper »So berührend, so lustig, so absurd, und so gut geschrieben. Die Geschichte von Klapper und Bär ist ein Schatz.« Caroline Wahl

Gesprochen von
136

18,99 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Verkaufsrang

2537

Gesprochen von

Pascal Houdus

Spieldauer

5 Stunden und 47 Minuten

Abo-Fähigkeit

Nein

Erscheinungsdatum

07.02.2025

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

99

Verlag

Hörbuch Hamburg

Sprache

Deutsch

EAN

9783844942989

Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie Hörbücher innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Hörbuch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Hören durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um Hörbücher zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei einem tolino-Buchhändler haben.

Verkaufsrang

2537

Gesprochen von

Pascal Houdus

Spieldauer

5 Stunden und 47 Minuten

Abo-Fähigkeit

Nein

Erscheinungsdatum

07.02.2025

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

99

Verlag

Hörbuch Hamburg

Sprache

Deutsch

EAN

9783844942989

Herstelleradresse

Hörbuch Hamburg HHV GmbH
Völckersstr. 18
22765 Hamburg
Deutschland
Email: info@hoerbuch-hamburg.de
Url: www.hoerbuch-hamburg.de
Telephone: +49 40 89720780
Fax: +49 40 897207810

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  • Sursulapitschi

    3/5

    26.02.2025

    Hörbuch-Download (MP3)

    Toller Stil, toller Sprecher, wenig originelle Handlung

    Den Erzählstil dieses Buches mochte ich sehr. Es klingt frisch, originell, auf ganz eigene Art poetisch, schon irgendwie nach Jugendsprache, aber Jugendsprache mit einem Lyrikfilter, ein klein bisschen viel Wetterbericht, aber das schafft Ambiente. Das Lesen macht großen Spaß. Die Handlung ist sparsam, es geht deutlich mehr um Befindlichkeiten. Thomas ist 15, ein Nerd, der sich in Computerspielen auskennt, im Leben weniger. Er wird Klapper genannt, weil er so dünn ist, dass seine Gelenke klappern. Und dann kommt Bär in seine Klasse, die Bär heißt, weil sie sich Bär nennt. Was passiert ist wenig überraschend, bis auf eins. Eine Überraschung gibt es schon. Ansonsten haben wir hier Teenager mit dem ganzen Teenagerprogramm von Hemmungen über Drogenkonsum zu Peinlichkeiten, Verliebtheiten oder nicht, langweiligen Lehrern und nervigen Eltern. Dabei wird das Innenleben der Teenager sehr einfühlsam und plastisch geschildert, Verklemmtsein und Selbstzweifel zum Miterleben, nur wer will das denn miterleben? Ich bin froh, dass ich das hinter mir habe. Kurze Schwenks in das Leben des erwachsenen Klappers bringen nicht viel mehr Erkenntnis, außer dass eine verstörende Kindheit verstörte Erwachsene hervorbringt. Die Erwachsenen im Geschehen sind durch die Bank unglaubwürdig. Erst sind sie durchgedreht und lästig, später dann doch elterlich liebevoll, warum weiß man nicht. Vielleicht ist das auch Kindersicht, die sich gewandelt hat, wahrscheinlich ist es schlicht egal, weil sie nur ein schlecht durchdachter Rahmen sind. Richtig daneben fand ich den Lehrer, der den durch und durch introvertierten Klapper nötigt, auf einer Beerdigung ein paar nette Worte zu sagen, niemand auf der Welt kann so unsensibel sein, selbst wenn Klapper natürlich daran wächst, eine unmögliche Aufgabe gemeistert zu haben. Pascal Houdus liest das Hörbuch und macht das großartig, verkörpert die unterschiedlichsten Figuren authentisch, sogar Bärs schwer verstrahlten Vater. Es dauert 5 Stunden und 47 Minuten und ist durchaus ein Erlebnis durch den tollen Stil und den tollen Sprecher. Der Inhalt hat mich nicht so überzeugt, aber ich bin sehr gespannt auf weitere Bücher des Autors, der hier ein vielversprechendes Debüt abgeliefert hat.

  • Nourea

    aus Straubing

    5/5

    10.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Buch, das unter die Haut geht.

    Der 15-, im Laufe des Romans dann 16jährige Thomas ist ein absoluter Fan von Computerspielen und verbringt nahezu die kompletten Sommerferien an seinem PC. In der Schule wird er gemieden, gemobbt und gehänselt. Er erhält den Spitznamen „Klapper“, weil seine Gelenke häufig knirschende und knackende Geräusche von sich geben. Klapper ist kaum in der Lage, mit Gleichaltrigen zu kommunizieren oder sich gegen deren Gemeinheiten zu wehren. Als „Bär“ ein großes Mädchen an die Schule kommt und gleich den immer freigebliebenen Platz neben ihm einnimmt, verändert sich nach und nach Klappers Sozialleben. Er und Bär sind nicht nur Verwandte im Geiste was die Begeisterung für bestimme Games anbelangt, sie tragen auch beide eine große familiäre Last, über die sie allerdings nicht miteinander sprechen. Bei Klapper leidet die Mutter an Depressionen, den Vater plagen Sozialneid und Minderwertigkeitskomplexe. Bei Bär ist aufgrund der vielen Kinder das Familienleben sehr laut und chaotisch, hier trinkt die Mutter und der Vater schreckt nicht vor häuslicher Gewalt zurück. Klapper fühlt sich immer mehr zu Bär hingezogen, wirkt geradezu verliebt, kann das aber nicht zum Ausdruck bringen, weil er gar nicht weiß, wie Freundschaft oder gar Beziehung gehen. Für mich ist das Jugendbuch ein außerordentlicher Debüt-Roman eines wirklich begabten und großen Erzählers. Er ist seinen jugendlichen Protagonisten sehr nah und nimmt auch den Leser tief in deren Innenwelten mit. Sehr berührend ist es, wenn Klappers Liebe zu seiner kranken Mutter oder Bärs Fürsorge für ihre jüngeren Geschwister ganz zart, fast wie nebenbei angesprochen werden. Zwischen den Episoden aus dem Leben des jugendlichen Klapper, die 2011 spielen, sind immer wieder kurze Abschnitte aus dem Jahr 2025 eingefügt, in denen wir dem mittlerweile 30jährigen Klapper begegnen, dessen Leben sich alles andere als zum Besseren gewendet hat und für den es auch kaum Hoffnung zu geben scheint. Das ging mir sehr unter die Haut, da ich es ihm wirklich gewünscht hätte, dass er aus seinem inneren Gefängnis heraustreten kann. Das Buch ist somit kein Wohlfühlroman, aber sehr authentisch, tiefgehend und berührend.

  • Bewertung

    5/5

    28.10.2025

    eBook (ePUB 3)

    Tolle coming-of-age Geschichte

    Die Handlung ist nicht wahnsinnig neu - der Außenseiter, der doch irgendwie andockt, schwierige Elternhäuser etc., aber die Geschichte ist wirklich sehr schön erzählt, der Protagonist wächst einem ans Herz und Kollegah Zitate als popkulturelle Referenz sind wirklich überzeugend eingewoben. Hab’s sehr gern gelesen.

  • Christopher Bahn

    Book Circle Community

    5/5

    30.09.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Überleben auf dem Land

    Ein spannendes Buch über einen Teenager in der westdeutschen Provinz, der außer Computerspielen und Heavy Metal Bands keine Hobbies hat. Ein typischer Nerd, der als solcher auch in der Schule sehr unpopulär ist. Dann trifft er auf eine neue Schülerin, die sein ganzes Leben verändert. Die authentische Darstellung und die angepasste Sprache haben mir sehr gut gefallen. Eine gute Lektüre auch für Jugendliche. Sehr empfehlenswert.

  • Sophia

    5/5

    24.07.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Übers Erwachsenwerden, Freundschaft und Zitroneneistee - großartiger Debütroman!

    Der sechzehnjährige Thomas, von allen nur "Klapper" gennant, weil seine Gelenke knacken, wenn er sich bewegt, ist ein Außenseiter und verbringt die gesamten Sommerferien vor dem Computer in seinem abgedunkelten Zimmer. Voller Hingabe erstellt er Maps für das Spiel "Counter Strike". Am ersten Schultag kommt Vivi, die "Bär" genannt werden möchte, neu in die Klasse. Resolut und selbstbewusst setzt sie sich neben Klapper. Zwischen den beiden entsteht ganz langsam eine Art Freundschaft und sie spielen und programmieren auch gemeinsam das Computerspiel, das Bär ebenso liebt. Trotz wachsender Freundschaft steuern die beiden auf ein Ereignis zu, dass das Leben von Klapper für immer verändern wird. Das Cover hat mich total angesprochen, der Klappentext lässt allerdings nicht darauf schließen, was für eine gewaltige und tolle Geschichte sich dahinter verbirgt. Die Handlung spielt auf zwei Zeitebenen: im Jahr 2011, als Klapper 16 Jahre alt ist und 2025, als er 30 ist. Diese Erzählweise gefällt mir sehr gut. Direkt zu Beginn wird der Leser ins Jahr 2025 geworfen, wo Klapper immer noch alleine vor dem Laptop sitzt. Schnell wird klar, dass in der Vergangenheit etwas passiert sein muss, denn Bär ist seit über 4800 Tagen nicht mehr mit ihrem Counter Strike-Account eingeloggt gewesen. Mit diesem Cliffhanger tauchen wir ein ins Jahr 2011 und begleiten Klapper in seinem Alltag. Und das beschreibt Kurt Prödel so detailliert und präzise, dass ich mich selbst oft wieder gefunden habe in den Beschreibungen, ich selbst war damals nur wenige Jahre älter als der Protagonist. Mit einer ganz eigenen Erzählweise zeichnet er einen Jugendlichen, wie es ihn überall auf der Welt gibt: den typischen Außenseiter, der nur vor dem Computer sitzt und mit ungewaschenen Haaren und Metalband-T-Shirts herum läuft. Man hat als Leser weder Mitleid mit Klapper, noch wirkt er unsympathisch, man verfolgt sein Leben einfach mit. Auch die Nebenfiguren wie seine und Bärs Eltern werden unglaublich gut und realistisch dargestellt. Kurt Prödel hat seinen ganz eigenen Erzählstil, der sowohl zum Zeitgeist von damals als auch zu den Charakteren passt. Er baut gekonnt eine unglaublich realistische, aber auch sich stetig aufbauende Spannung auf. Die Freundschaft von Klapper und Bär ist oft einseitig von Klapper ausgehend, als Leser weiß man oft nicht so recht, woran man bei Bär ist. Toll ist auch der für die 90er und 00er Jahre typische "Zitronenkrümeleistee", der als wiederkehrendes Element zur Freundschaft und der Geschichte gehört. Kurt Prödel baut in seine Geschichte gekonnt viele wichtige Themen ein: Freundschaft, Erwachsenwerden, (toxische) Männlichkeit, aber auch psychische Probleme und Trauer werden hervorragend beschrieben. Gerade die Probleme im Elternhaus der beiden werden auf subtile Weise beleuchtet ohne ins Detail zu gehen. Einzig der abgedruckte Kommentar Benjamin von Stuckrad-Barres unter dem Klappentext verrät meiner Meinung nach zu viel und hätte anders formuliert sein müssen um nicht zu spoilern. "Klapper" ist ein unglaublich toller, gewaltiger Roman, man darf sich nicht von den jugendlichen Protagonisten abschrecken lassen. Ein toller Debütroman, unbedingt lesen!

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