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Meine Mutter Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

04.09.2025

Verlag

Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

320

Maße (L/B/H)

19,3/12,5/3,3 cm

Gewicht

360 g

Farbe

Weiß / Silbergrau

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-462-00849-4

Beschreibung

Rezension

»Was von einem Leben bleibt, was sich verstehen lässt und was unergründbar bleibt, davon erzählt ›Meine Mutter‹ mit großer Offenheit.« ("NZZ")
»Ein beeindruckendes Buch über ein in vielerlei Hinsicht typisches westdeutsches Frauenleben und über die Macht von Traumata, die von einer Generation zur nächsten weitergegeben werden.« ("WDR Westart lesen")
»(...) was Flitner (...) berichtet, ist anrührend gerade deshalb, weil sie mit einiger Distanz erzählt. Weil Emotionales nicht mit Pomp und Drama in Szene gesetzt wird, sondern sich mit knappen und brutalen Pointen nach und nach entfaltet.« ("Die Zeit Literatur")
»ein berührendes Erinnerungsbuch, eine Familiengeschichte, die lange nachhallt« ("Domradio")
»[Flitner] kann mit Worten genauso starke Bilder malen wie mit ihrer Kamera, und sie fesselt uns Leser mit diesem sowohl sachlichen als auch erschütternden Buch auf jeder Seite.« ("Bunte")
»Das Buch hat (...) einen eigenen Sound, viel Humor und ein Thema, dass niemanden kaltlässt: Familie.« ("Donna")
»Ohne sentimental zu werden steigt die Fotografin tief in [ihre] Familiengeschichte ein.« ("Hannoversche Allgemeine Zeitung")
»Einen großen Bogen hat Bettina Flitner von der Gegenwart in die Vergangenheit gespannt und zurück, tiefe Gedankengänge verfolgt, treffende Dialoge gefunden. (...) Diese Geschichte zieht einen in ihren Bann.« ("WAZ Online")
»Familiengeschichte als erzählerische Ressource ‒ was französische Autoren können, kann Bettina Flitner schon lange.« ("Welt am Sonntag - Die literarische Welt")
»Bettina Flitner (...) verdichtet die Erinnerungen an ihre Mutter zu einem spannenden Familienroman.« ("WDR Westart")

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Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

04.09.2025

Verlag

Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

320

Maße (L/B/H)

19,3/12,5/3,3 cm

Gewicht

360 g

Farbe

Weiß / Silbergrau

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-462-00849-4

Herstelleradresse

Kiepenheuer & Witsch GmbH
Bahnhofsvorplatz 1
50667 Köln
DE

Email: [email protected]

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Berührender Erinnerungsroman

bookloving am 09.11.2025

Bewertungsnummer: 2650038

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Nach dem vielbeachteten Roman „Meine Schwester“, in dem die Fotografin und Autorin Bettina Flitner einfühlsam die tragische Geschichte des Suizids ihrer Schwester Susanne sowie ihren eigenen Weg durch die schmerzliche Trauer schilderte, legt sie nun mit „Meine Mutter“ einen weiteren eindrucksvollen Erinnerungsroman vor. Dieser setzt ihre intensive literarische Spurensuche zu den verborgenen Schatten ihrer Familiengeschichte fort und ermöglicht zugleich auch Neu-Lesenden ohne Vorkenntnisse einen unmittelbaren, berührenden Zugang. Mit großem Feingefühl zeichnet Flitner ein vielschichtiges und eindringliches Familienporträt, das uns tief in die historischen und persönlichen Abgründe des 20. Jahrhunderts eintauchen lässt. Die prägenden Schicksalslinien eines Jahrhunderts spiegeln sich in zahllosen tragischen Ereignissen, familiären Konflikten und stillen Leiden wider, die das Leben ihrer Familie nachhaltig geprägt haben. Besonders beeindruckend gelingt ihr das harmonische Wechselspiel aus erzählerischer Dichte und reflektierenden Einblicken, das sich in feinen Momentaufnahmen und dokumentarischen Einschüben auf verschiedenen Zeitebenen kunstvoll zusammenfügt. Im Rahmen einer Lesung 2023 in Celle begibt sich Flitner nicht nur zum Grab ihrer Mutter, sondern besucht auch das frühere Wohnhaus ihrer Großeltern – beides Orte, die lebendige Zeugnisse ihrer Herkunft darstellen. Diese Begegnung mit den eigenen Wurzeln entfacht eine Flut längst zurückgedrängter Erinnerungen und bringt quälende Fragen zu den Suiziden von Mutter und Schwester mit ungeahnter Intensität an die Oberfläche. Getrieben von dem Wunsch, die Hintergründe der familiären Tragödien zu besser verstehen, taucht die Autorin tief in die Vergangenheit ein und folgt den Spuren zu den Ursprüngen ihrer Familiengeschichte. So führt ihre Reise in den malerischen Kurort Wölfelsgrund in Niederschlesien im heutigen Polen, wo ihre Vorfahren einst bis 1949 ein Sanatorium leiteten und ihre Mutter 1936 geboren wurde. Flitners bildgewaltiger und zugleich klarer Erzählstil bringt die Kindheit in der Nazizeit, die Schrecken der Kriegstage sowie das unfassbare Leid von Flucht und Vertreibung eindrucksvoll zum Leben. Diese traumatischen Erfahrungen haben unauslöschliche, unsichtbare Narben hinterlassen und eine allgegenwärtige Atmosphäre von Bedrohung geschaffen, die das Familienleben prägte. Insbesondere die Nachkriegszeit war von innerer Zerrissenheit und dem Gefühl von Entwurzelung geprägt, die die weitere psychologische Entwicklung der Mutter maßgeblich beeinflussten. Äußerst einfühlsam beleuchtet Flitner die komplexe und schwierige Mutter-Tochter-Beziehung, die von beklemmender Distanz, zahllosen Leerstellen und einem anhaltenden Schweigen überschattet wird, das jedoch immer wieder von Momenten zarter, emotionaler Nähe durchbrochen wird. In behutsam komponierten Episoden fügt die Autorin eigene fragmentarische Erinnerungen zu einem eindringlichen Porträt der gemeinsamen Familiengeschichte zusammen, das eine nuancierte und warmherzige Annäherung an die vielschichtige Persönlichkeit ihrer Mutter ermöglicht. Nach und nach entsteht das Bild einer eigenwilligen, faszinierenden und verletzlichen Frau, die mit ihrer Rätselhaftigkeit, Zerrissenheit und Widersprüchlichkeit bis zuletzt eine zutiefst unverstandene und tragische Figur bleibt. Vorbelastet durch eine familiäre Veranlagung zu Depressionen, gefangen zwischen zerplatzten Träumen, unausgesprochenen Erwartungen, eingeschränkten Perspektiven und dem Scheitern ihrer Ehe und spätere Beziehungen, zerbrach sie an den inneren Dämonen und wählte letztlich mit 47 Jahren den Freitod. Flitner verdeutlicht anschaulich, wie die fortwährenden Schatten von Traumata, familiären Geheimnissen sowie den tiefgreifenden kollektiven Erfahrungen von Flucht und Verlust nicht nur ihre Familie, sondern auch nachfolgende Generationen prägen. Offen und ohne Anklage bemüht sie sich mit großer Empathie darum, ihr eigenes Trauma zu verarbeiten, ihre komplexe Beziehungsdynamik auszuloten und durch tiefgründige Einblicke in die komplizierte Biografie ihrer Mutter ein spätes Verstehen und Versöhnen zu ermöglichen. Auf berührende Weise ist es ihr gelungen, aus diesem schmerzhaften Erinnerungsprozess eine befreiende und heilende Kraft zu schöpfen und so inneren Frieden zu finden. FAZIT Ein tief berührender, einfühlsam erzählter Erinnerungsroman, der tief in die Abgründe persönlicher und historischer Traumata eintaucht und intime Einblicke in die persönliche Familiengeschichte von Bettina Flitner gewährt.

Berührender Erinnerungsroman

bookloving am 09.11.2025
Bewertungsnummer: 2650038
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Nach dem vielbeachteten Roman „Meine Schwester“, in dem die Fotografin und Autorin Bettina Flitner einfühlsam die tragische Geschichte des Suizids ihrer Schwester Susanne sowie ihren eigenen Weg durch die schmerzliche Trauer schilderte, legt sie nun mit „Meine Mutter“ einen weiteren eindrucksvollen Erinnerungsroman vor. Dieser setzt ihre intensive literarische Spurensuche zu den verborgenen Schatten ihrer Familiengeschichte fort und ermöglicht zugleich auch Neu-Lesenden ohne Vorkenntnisse einen unmittelbaren, berührenden Zugang. Mit großem Feingefühl zeichnet Flitner ein vielschichtiges und eindringliches Familienporträt, das uns tief in die historischen und persönlichen Abgründe des 20. Jahrhunderts eintauchen lässt. Die prägenden Schicksalslinien eines Jahrhunderts spiegeln sich in zahllosen tragischen Ereignissen, familiären Konflikten und stillen Leiden wider, die das Leben ihrer Familie nachhaltig geprägt haben. Besonders beeindruckend gelingt ihr das harmonische Wechselspiel aus erzählerischer Dichte und reflektierenden Einblicken, das sich in feinen Momentaufnahmen und dokumentarischen Einschüben auf verschiedenen Zeitebenen kunstvoll zusammenfügt. Im Rahmen einer Lesung 2023 in Celle begibt sich Flitner nicht nur zum Grab ihrer Mutter, sondern besucht auch das frühere Wohnhaus ihrer Großeltern – beides Orte, die lebendige Zeugnisse ihrer Herkunft darstellen. Diese Begegnung mit den eigenen Wurzeln entfacht eine Flut längst zurückgedrängter Erinnerungen und bringt quälende Fragen zu den Suiziden von Mutter und Schwester mit ungeahnter Intensität an die Oberfläche. Getrieben von dem Wunsch, die Hintergründe der familiären Tragödien zu besser verstehen, taucht die Autorin tief in die Vergangenheit ein und folgt den Spuren zu den Ursprüngen ihrer Familiengeschichte. So führt ihre Reise in den malerischen Kurort Wölfelsgrund in Niederschlesien im heutigen Polen, wo ihre Vorfahren einst bis 1949 ein Sanatorium leiteten und ihre Mutter 1936 geboren wurde. Flitners bildgewaltiger und zugleich klarer Erzählstil bringt die Kindheit in der Nazizeit, die Schrecken der Kriegstage sowie das unfassbare Leid von Flucht und Vertreibung eindrucksvoll zum Leben. Diese traumatischen Erfahrungen haben unauslöschliche, unsichtbare Narben hinterlassen und eine allgegenwärtige Atmosphäre von Bedrohung geschaffen, die das Familienleben prägte. Insbesondere die Nachkriegszeit war von innerer Zerrissenheit und dem Gefühl von Entwurzelung geprägt, die die weitere psychologische Entwicklung der Mutter maßgeblich beeinflussten. Äußerst einfühlsam beleuchtet Flitner die komplexe und schwierige Mutter-Tochter-Beziehung, die von beklemmender Distanz, zahllosen Leerstellen und einem anhaltenden Schweigen überschattet wird, das jedoch immer wieder von Momenten zarter, emotionaler Nähe durchbrochen wird. In behutsam komponierten Episoden fügt die Autorin eigene fragmentarische Erinnerungen zu einem eindringlichen Porträt der gemeinsamen Familiengeschichte zusammen, das eine nuancierte und warmherzige Annäherung an die vielschichtige Persönlichkeit ihrer Mutter ermöglicht. Nach und nach entsteht das Bild einer eigenwilligen, faszinierenden und verletzlichen Frau, die mit ihrer Rätselhaftigkeit, Zerrissenheit und Widersprüchlichkeit bis zuletzt eine zutiefst unverstandene und tragische Figur bleibt. Vorbelastet durch eine familiäre Veranlagung zu Depressionen, gefangen zwischen zerplatzten Träumen, unausgesprochenen Erwartungen, eingeschränkten Perspektiven und dem Scheitern ihrer Ehe und spätere Beziehungen, zerbrach sie an den inneren Dämonen und wählte letztlich mit 47 Jahren den Freitod. Flitner verdeutlicht anschaulich, wie die fortwährenden Schatten von Traumata, familiären Geheimnissen sowie den tiefgreifenden kollektiven Erfahrungen von Flucht und Verlust nicht nur ihre Familie, sondern auch nachfolgende Generationen prägen. Offen und ohne Anklage bemüht sie sich mit großer Empathie darum, ihr eigenes Trauma zu verarbeiten, ihre komplexe Beziehungsdynamik auszuloten und durch tiefgründige Einblicke in die komplizierte Biografie ihrer Mutter ein spätes Verstehen und Versöhnen zu ermöglichen. Auf berührende Weise ist es ihr gelungen, aus diesem schmerzhaften Erinnerungsprozess eine befreiende und heilende Kraft zu schöpfen und so inneren Frieden zu finden. FAZIT Ein tief berührender, einfühlsam erzählter Erinnerungsroman, der tief in die Abgründe persönlicher und historischer Traumata eintaucht und intime Einblicke in die persönliche Familiengeschichte von Bettina Flitner gewährt.

*Berührender Erinnerungsroman*…

bookloving aus Munich am 09.11.2025

Bewertungsnummer: 2970221

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

*Berührender Erinnerungsroman* Nach dem vielbeachteten Roman „Meine Schwester“, in dem die Fotografin und Autorin Bettina Flitner einfühlsam die tragische Geschichte des Suizids ihrer Schwester Susanne sowie ihren eigenen Weg durch die schmerzliche Trauer schilderte, legt sie nun mit „Meine Mutter“ einen weiteren eindrucksvollen Erinnerungsroman vor. Dieser setzt ihre intensive literarische Spurensuche zu den verborgenen Schatten ihrer Familiengeschichte fort und ermöglicht zugleich auch Neu-Lesenden ohne Vorkenntnisse einen unmittelbaren, berührenden Zugang. Mit großem Feingefühl zeichnet Flitner ein vielschichtiges und eindringliches Familienporträt, das uns tief in die historischen und persönlichen Abgründe des 20. Jahrhunderts eintauchen lässt. Die prägenden Schicksalslinien eines Jahrhunderts spiegeln sich in zahllosen tragischen Ereignissen, familiären Konflikten und stillen Leiden wider, die das Leben ihrer Familie nachhaltig geprägt haben. Besonders beeindruckend gelingt ihr das harmonische Wechselspiel aus erzählerischer Dichte und reflektierenden Einblicken, das sich in feinen Momentaufnahmen und dokumentarischen Einschüben auf verschiedenen Zeitebenen kunstvoll zusammenfügt. Im Rahmen einer Lesung 2023 in Celle begibt sich Flitner nicht nur zum Grab ihrer Mutter, sondern besucht auch das frühere Wohnhaus ihrer Großeltern – beides Orte, die lebendige Zeugnisse ihrer Herkunft darstellen. Diese Begegnung mit den eigenen Wurzeln entfacht eine Flut längst zurückgedrängter Erinnerungen und bringt quälende Fragen zu den Suiziden von Mutter und Schwester mit ungeahnter Intensität an die Oberfläche. Getrieben von dem Wunsch, die Hintergründe der familiären Tragödien zu besser verstehen, taucht die Autorin tief in die Vergangenheit ein und folgt den Spuren zu den Ursprüngen ihrer Familiengeschichte. So führt ihre Reise in den malerischen Kurort Wölfelsgrund in Niederschlesien im heutigen Polen, wo ihre Vorfahren einst bis 1949 ein Sanatorium leiteten und ihre Mutter 1936 geboren wurde. Flitners bildgewaltiger und zugleich klarer Erzählstil bringt die Kindheit in der Nazizeit, die Schrecken der Kriegstage sowie das unfassbare Leid von Flucht und Vertreibung eindrucksvoll zum Leben. Diese traumatischen Erfahrungen haben unauslöschliche, unsichtbare Narben hinterlassen und eine allgegenwärtige Atmosphäre von Bedrohung geschaffen, die das Familienleben prägte. Insbesondere die Nachkriegszeit war von innerer Zerrissenheit und dem Gefühl von Entwurzelung geprägt, die die weitere psychologische Entwicklung der Mutter maßgeblich beeinflussten. Äußerst einfühlsam beleuchtet Flitner die komplexe und schwierige Mutter-Tochter-Beziehung, die von beklemmender Distanz, zahllosen Leerstellen und einem anhaltenden Schweigen überschattet wird, das jedoch immer wieder von Momenten zarter, emotionaler Nähe durchbrochen wird. In behutsam komponierten Episoden fügt die Autorin eigene fragmentarische Erinnerungen zu einem eindringlichen Porträt der gemeinsamen Familiengeschichte zusammen, das eine nuancierte und warmherzige Annäherung an die vielschichtige Persönlichkeit ihrer Mutter ermöglicht. Nach und nach entsteht das Bild einer eigenwilligen, faszinierenden und verletzlichen Frau, die mit ihrer Rätselhaftigkeit, Zerrissenheit und Widersprüchlichkeit bis zuletzt eine zutiefst unverstandene und tragische Figur bleibt. Vorbelastet durch eine familiäre Veranlagung zu Depressionen, gefangen zwischen zerplatzten Träumen, unausgesprochenen Erwartungen, eingeschränkten Perspektiven und dem Scheitern ihrer Ehe und spätere Beziehungen, zerbrach sie an den inneren Dämonen und wählte letztlich mit 47 Jahren den Freitod. Flitner verdeutlicht anschaulich, wie die fortwährenden Schatten von Traumata, familiären Geheimnissen sowie den tiefgreifenden kollektiven Erfahrungen von Flucht und Verlust nicht nur ihre Familie, sondern auch nachfolgende Generationen prägen. Offen und ohne Anklage bemüht sie sich mit großer Empathie darum, ihr eigenes Trauma zu verarbeiten, ihre komplexe Beziehungsdynamik auszuloten und durch tiefgründige Einblicke in die komplizierte Biografie ihrer Mutter ein spätes Verstehen und Versöhnen zu ermöglichen. Auf berührende Weise ist es ihr gelungen, aus diesem schmerzhaften Erinnerungsprozess eine befreiende und heilende Kraft zu schöpfen und so inneren Frieden zu finden. FAZIT Ein tief berührender, einfühlsam erzählter Erinnerungsroman, der tief in die Abgründe persönlicher und historischer Traumata eintaucht und intime Einblicke in die persönliche Familiengeschichte von Bettina Flitner gewährt.

*Berührender Erinnerungsroman*…

bookloving aus Munich am 09.11.2025
Bewertungsnummer: 2970221
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

*Berührender Erinnerungsroman* Nach dem vielbeachteten Roman „Meine Schwester“, in dem die Fotografin und Autorin Bettina Flitner einfühlsam die tragische Geschichte des Suizids ihrer Schwester Susanne sowie ihren eigenen Weg durch die schmerzliche Trauer schilderte, legt sie nun mit „Meine Mutter“ einen weiteren eindrucksvollen Erinnerungsroman vor. Dieser setzt ihre intensive literarische Spurensuche zu den verborgenen Schatten ihrer Familiengeschichte fort und ermöglicht zugleich auch Neu-Lesenden ohne Vorkenntnisse einen unmittelbaren, berührenden Zugang. Mit großem Feingefühl zeichnet Flitner ein vielschichtiges und eindringliches Familienporträt, das uns tief in die historischen und persönlichen Abgründe des 20. Jahrhunderts eintauchen lässt. Die prägenden Schicksalslinien eines Jahrhunderts spiegeln sich in zahllosen tragischen Ereignissen, familiären Konflikten und stillen Leiden wider, die das Leben ihrer Familie nachhaltig geprägt haben. Besonders beeindruckend gelingt ihr das harmonische Wechselspiel aus erzählerischer Dichte und reflektierenden Einblicken, das sich in feinen Momentaufnahmen und dokumentarischen Einschüben auf verschiedenen Zeitebenen kunstvoll zusammenfügt. Im Rahmen einer Lesung 2023 in Celle begibt sich Flitner nicht nur zum Grab ihrer Mutter, sondern besucht auch das frühere Wohnhaus ihrer Großeltern – beides Orte, die lebendige Zeugnisse ihrer Herkunft darstellen. Diese Begegnung mit den eigenen Wurzeln entfacht eine Flut längst zurückgedrängter Erinnerungen und bringt quälende Fragen zu den Suiziden von Mutter und Schwester mit ungeahnter Intensität an die Oberfläche. Getrieben von dem Wunsch, die Hintergründe der familiären Tragödien zu besser verstehen, taucht die Autorin tief in die Vergangenheit ein und folgt den Spuren zu den Ursprüngen ihrer Familiengeschichte. So führt ihre Reise in den malerischen Kurort Wölfelsgrund in Niederschlesien im heutigen Polen, wo ihre Vorfahren einst bis 1949 ein Sanatorium leiteten und ihre Mutter 1936 geboren wurde. Flitners bildgewaltiger und zugleich klarer Erzählstil bringt die Kindheit in der Nazizeit, die Schrecken der Kriegstage sowie das unfassbare Leid von Flucht und Vertreibung eindrucksvoll zum Leben. Diese traumatischen Erfahrungen haben unauslöschliche, unsichtbare Narben hinterlassen und eine allgegenwärtige Atmosphäre von Bedrohung geschaffen, die das Familienleben prägte. Insbesondere die Nachkriegszeit war von innerer Zerrissenheit und dem Gefühl von Entwurzelung geprägt, die die weitere psychologische Entwicklung der Mutter maßgeblich beeinflussten. Äußerst einfühlsam beleuchtet Flitner die komplexe und schwierige Mutter-Tochter-Beziehung, die von beklemmender Distanz, zahllosen Leerstellen und einem anhaltenden Schweigen überschattet wird, das jedoch immer wieder von Momenten zarter, emotionaler Nähe durchbrochen wird. In behutsam komponierten Episoden fügt die Autorin eigene fragmentarische Erinnerungen zu einem eindringlichen Porträt der gemeinsamen Familiengeschichte zusammen, das eine nuancierte und warmherzige Annäherung an die vielschichtige Persönlichkeit ihrer Mutter ermöglicht. Nach und nach entsteht das Bild einer eigenwilligen, faszinierenden und verletzlichen Frau, die mit ihrer Rätselhaftigkeit, Zerrissenheit und Widersprüchlichkeit bis zuletzt eine zutiefst unverstandene und tragische Figur bleibt. Vorbelastet durch eine familiäre Veranlagung zu Depressionen, gefangen zwischen zerplatzten Träumen, unausgesprochenen Erwartungen, eingeschränkten Perspektiven und dem Scheitern ihrer Ehe und spätere Beziehungen, zerbrach sie an den inneren Dämonen und wählte letztlich mit 47 Jahren den Freitod. Flitner verdeutlicht anschaulich, wie die fortwährenden Schatten von Traumata, familiären Geheimnissen sowie den tiefgreifenden kollektiven Erfahrungen von Flucht und Verlust nicht nur ihre Familie, sondern auch nachfolgende Generationen prägen. Offen und ohne Anklage bemüht sie sich mit großer Empathie darum, ihr eigenes Trauma zu verarbeiten, ihre komplexe Beziehungsdynamik auszuloten und durch tiefgründige Einblicke in die komplizierte Biografie ihrer Mutter ein spätes Verstehen und Versöhnen zu ermöglichen. Auf berührende Weise ist es ihr gelungen, aus diesem schmerzhaften Erinnerungsprozess eine befreiende und heilende Kraft zu schöpfen und so inneren Frieden zu finden. FAZIT Ein tief berührender, einfühlsam erzählter Erinnerungsroman, der tief in die Abgründe persönlicher und historischer Traumata eintaucht und intime Einblicke in die persönliche Familiengeschichte von Bettina Flitner gewährt.

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