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Menschen neben dem Leben Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Gut

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

19.02.2022

Herausgeber

Peter Graf

Verlag

Klett Cotta

Seitenzahl

304

Maße (L/B/H)

18,8/11,7/2 cm

Gewicht

206 g

Auflage

1. Auflage 2022

Sprache

Deutsch

EAN

2710000187059

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Beschreibung

Rezension

»Ein intensiver und eindrücklicher, lange nachwirkender Roman« Buchlemmi.de, 21.03.2020 ("Buchlemmi.de")
»Die Wiederentdeckung sollte ein Fest sein.« Peter Pisa, Kurier, 18.01.2020 ("Kurier")
»Boschwitz fasziniert durch seine lebendige Szenerie voller Empathie, die uns seine „Nebenwelt“ so sympathisch werden lässt.« Sigismund von Dobschütz, Saale Zeitung, 16.01.2020 ("Saale Zeitung")
»Boschwitz packt diese Schicksale in einen rasanten Mix aus Grossstadtroman und Sozialreportage, wobei sein Tonfall nie sachlich oder nüchtern ist. Kunstvoll wechselt er zwischen Aussen-und Innensicht seines Personals, was sich in ironischen Brechungen und zeitkritischen Kommentaren offenbart.« Frank von Niederhäusern, Kulturtipp, 07.01.2020 ("Kulturtipp")
»Die Genauigkeit, die Breite und die Tiefe der Beobachtung, die Vielfalt der geschilderten Töne und Farben, die Spannungsbögen, Humor und Ironie, die […] Kameraführung der Prosa aus und mit dem Innersten der Figuren heraus in jeweils ihren Empfindungen und Gedanken angemessenen Tempo machen mit einem Schriftsteller bekannt, dessen Genie und Fleiß enorm gewesen sein müssen und zu einem unendlich dichten, konzentrierten aber nie Spannung, ja Fesselung des Lesers verlierenden Roman geführt haben.«Stephan Optiz, Schleswig-Holstein am Wochenende, Januar 2020 ("Schleswig-Holstein am Wochenende")
»Spannend, schmerzhaft, hellsichtig … Der 1915 geborene Boschwitz beweist auch in diesem Erstlingswerk einen genauen Blick für Details, ein Gespür für Stimmungen und vor allem für jene Menschen, die durch ein gesellschaftliches Raster gefallen zu sein scheinen. … „Menschen neben dem Leben“ ist ein Meisterwerk, das neben Alfred Döblins „Berlin Alexanderplatz“ in eine Reihe gehört.« Michael Ernst, Sächsische Zeitung, 29.09.2019 ("Sächsische Zeitung")
»Boschwitz zeigt die Menschen auf ihrem Weg nach unten, aber bevor sie wirklich hart landen, leben sie im Aufwind der Hoffnung.« Paul Jandl, Neue Zürcher Zeitung, 24.09.2019 ("Neue Zürcher Zeitung")
»Das Berlin- Bild wie es sich in diesem Roman präsentiert, hat nichts vom Glanz der Goldenen Zwanziger. Es ist der Schmutz der Straße, der hier aufgewirbelt wird, weil der Autor sich den Menschen zuwendet, die im Zuge der wirtschaftlichen Entwicklung übriggeblieben sind. […] Der Ton ist rau, doch zuweilen auch verspielt, denn Ulrich Alexander Boschwitz hat ein feines Ohr für die Berliner mit ihrem mal schnippischen, mal großspurigen Auftreten. [...] „Menschen neben dem Leben“ öffnet dem Leser noch einmal einen besonderen Blick in die Zeit.« Cornelia Geißler, Berliner Zeitung, 14.07.2019 ("Berliner Zeitung")
»Ein Schriftsteller von enormer Erkenntniskraft und Talent« Financial Times ("Financial Times")
»Neben Thomas Mann, Heinrich Böll und Hans Fallada einer der größten deutschen Autoren des 20. Jahrhunderts.« The European ("The European")

Produktdetails

Zustand

Gut

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

19.02.2022

Herausgeber

Peter Graf

Verlag

Klett Cotta

Seitenzahl

304

Maße (L/B/H)

18,8/11,7/2 cm

Gewicht

206 g

Auflage

1. Auflage 2022

Sprache

Deutsch

EAN

2710000187059

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  • Bewertung

    5/5

    03.06.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Tolle Wiederentdeckung!

    Vielen Dank an den Klett-Cotta Verlag, der dieses Buch wieder zum Leben erweckt hat. Da Buch hat mich unglaublich gefesselt. Intensiv und ganz nah am Leben der kleinen und gescheiterten Leute. Anfang der 1930er-Jahre war die Not groß und die soziale Fürsorge klein. Die Armut und den Versuch, sich damit zu arrangieren, oder das Elend irgendwie zu beenden, fängt der Autor in diesem Roman einfach brillant ein. Selten hat ein Titel den Inhalt so passend getroffen: "Menschen neben dem Leben". Grissmann meint, über den Dingen zu stehen, blickt verächtlich auf Fundholz und Tönnchen, obwohl er auf sie angewiesen ist. Alle Figuren kämpfen verzweifelt um ein bisschen Würde und ein wenig Glück. Dennoch endet wie zu erwarten dieser Zustand in einer Katastrophe. Der Ende passt hervorragend zur ganzen Geschichte. Absolut lohnenswert!

  • Bewertung

    aus Brüggen

    5/5

    03.03.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Herz für Außenseiter

    Ich bin ein grosser Fan geworden von den heimlichen Stars des Berliner Nachtlebens der Zwanzigerjahre. Ich habe die Aussenseiter der Gesellschaft in mein Herz geschlossen. Obdachlose, Blinde, geistig Behinderte und Prostituierte. Sie alle spielen die Hauptrolle in Ulrich Alexander Boschwitz grossartigem Roman. Ein Autor, der leider viel zu früh verstorben ist und von dem ich gerne mehr gelesen hätte. Er beschreibt die Hauptfiguren seines Buches auf geradezu gespenstig realistische Art und Weise. Sehr authentisch mit viel Herz und Einfühlungsvermögen. Es kam mir so vor, als wenn ich sie persönlich kennen würde. Erstaunlich, wie genau der Autor die Menschen beobachtet hat und wie viel Lebenserfahrung in der fantastischen Erzählung steckt. Ich kann dieses Buch uneingeschränkt empfehlen!

  • Bewertung

    aus Oldenburg

    5/5

    19.01.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eindringliche Wiederentdeckung

    "...wenn wir jung sind dann arbeiten wir und wenn wir alt sind dann können wir betteln." Fundholz, Grissmann, Sonnenberg, Tönnchen, Minchen sind Menschen im sozialen Abseits oder "...neben dem Leben", die, gezeichnet von der Wirtschaftskrise, im Berlin der Zwischenkriegsjahre von Tag zu Tag (über-)leben und ihren Frust bzw. ihre Perspektivlosigkeit abends im Fröhlichen Waidmann vertrinken. Es ist eine Geschichte über die Verlierer, Bettler, Arbeitslose, Prostituierte, die sehr authentisch, ungeschönt und mit einer ungeheurigen Empathie skizziert und in Beziehung gestellt werden. Die Geschichte des wiederentdeckten Romans ist genauso tragisch wie die Lebensgeschichte des Autoren, der mit nur 27 Jahren beim Untergang eines von einem deutschen U-Boot torpedierten Schiffes starb; gleichzeitig ist die Geschichte aber immer noch (viel zu) aktuell und vielleicht gerade deswegen so eindringlich, wenn auch manchmal die Simplizität mancher Charaktere Grund zum, leicht peinlich berührten, Schmunzeln bietet: "Die Freimaurer haben Logen [...] unser einer kommt überhaupt nicht ins Theater." Mich hat dieses Buch und besonders die Hauptfiguren jedenfalls sehr berührt, und ich werde bestimmt noch eine ganze Zeit über die Parallelen zur heutigen Zeit nachdenken.

  • Aischa

    aus Kissing

    5/5

    10.12.2019

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Großartige Milieustudie des Berlins der Zwanzigerjahre

    Herausgeber Peter Graf hat sich auf die Wiederentdeckung in Vergessenheit geratener Texte spezialisiert. So erschien nun der Debütroman von Ulrich Alexander Boschwitz erstmals auf Deutsch, 82 Jahre nach seiner Erstveröffentlichung in schwedischer Sprache. Der Berliner Boschwitz emigrierte 1935 nach Skandinavien, später nach England. Er starb im zweiten Weltkrieg im Alter von nur 27 Jahren. Sein Erstlingsroman spielt im Berlin der Zwanzigerjahre. Seine Protagonisten sind die "kleinen Leute", die Verlierer, die am Rande der Gesellschaft ums Überleben kämpfen und dabei doch auch ihren Spaß haben wollen. Boschwitz schildert den harten Alltag von Bettlern, Hausierern, leichten Mädchen und Kriegsversehrten. Seine Figuren erschließen sich nicht sofort, aber der Romancier zeichnet - für seine 22 Jahre erstaunlich lebenserfahren - die Charaktere feinfühlig, nach und nach gewinnen sie Kontur und auch die ein oder andere Sympathie des Lesers. Etwa dann, wenn man erfährt, welches Trauma "Tönnchen" zu dem Menschen gemacht hat, der er nun ist: ein übergewichtiger, schwachsinniger Erwachsener, der nur noch an der Befriedigung seiner primären Bedürfnisse Essen, Trinken und Schlafen interessiert ist, und der entsetzliche Angst vor dem Alleinsein hat. Mit ungeschöntem Blick auf den unfassbar schweren Überlebenskampf inmitten der Wirtschaftskrise ist Boschwitz ein beeindruckender Gesellschaftsroman gelungen. Seine Sprache ist beklemmend, eindringlich, unvergesslich. Mein großer Dank gilt Herausgeber und Verlag für diese (Wieder-)Entdeckung!

  • Isabel (engi)

    aus Bietigheim-Bissingen

    5/5

    27.11.2019

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Tell it like it is ...

    … selten kam mir ein Satz wahrer vor als nach Beendigung dieses erstaunlichen Romans, der wohl die Wiederentdeckung des Jahres schlechthin ist. Der auf tragische Weise bei einem Torpedoangriff verstorbene Autor Ulrich Alexander Boschwitz muss bereits in sehr jungen Jahren eine ganz wunderbare Beobachtungsgabe gehabt haben und wird sich zudem einiges an Wissen angelesen haben. Man fühlt sich beim Lesen fast als säße man selbst mit auf der Parkbank mit dem zurückgebliebenen Tönnchen und dem Obdachlosen Fundholz, ja als flirte und tanzte man selbst mit dem Kleinkriminellen und Arbeitslosen Grissmann im „Fröhlichen Waidmann“, wo das Unheil schließlich seinen Lauf nimmt. Hier gibt es keine Augenwischerei. Boschwitz schildert das Leben der jungen Männer ohne Perspektiven, der versehrten Kriegsheimkehrer, der übrig gebliebenen Witwen und der schwer arbeitenden Prostituierten wie er es gesehen hatte, wie es war in den späten zwanziger Jahren in Berlin. Der Schreibstil beschreibt auf anschauliche Weise das Leben der „Menschen neben dem Leben“ … wie gut habe ich es doch dagegen im Heute mit vollem Kühlschrank und warmer Wohnung. Boschwitz öffnet einem beim Lesen die Augen und fordert schon fast dazu auf, mal wieder aufmerksamer durch die Straßen zu gehen. Nicht allen geht es wie mir. Ich freue mich schon sehr auf den zweiten „geretteten“ Roman des Autors mit dem Titel „Der Reisende“. Ihr ahnt es, er liegt bereits auf meinem SUB ;)

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