Produktbild: Ungebetene Gäste

Ungebetene Gäste

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

8818

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

14.06.2025

Verlag

Kein & Aber

Seitenzahl

320

Maße (L/B/H)

18,8/12,4/3 cm

Gewicht

349 g

Farbe

Beige / Champagner

Auflage

5. Auflage

Übersetzt von

Ruth Achlama

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-0369-5063-1

Beschreibung

Rezension

»Ayelet Gundar-Goshen schreibt gegen Angst und Vorurteile – und zeigt, wie man den Nahost-Konflikt aus einer menschlichen Perspektive betrachten kann. Ihr neuer Roman ist ein Plädoyer für Empathie und Selbstreflexion.« Aya Bach, Deutsche Welle, 18.09.2025 ("Deutsche Welle")
»Indem die Autorin das Unaussprechliche in Worte fasst, entwirft sie ein zutiefst menschliches Bild der israelischen Gesellschaft.« Henriette Bornkamm, SRF Tagesschau, 13.09.2025 ("SRF Tagesschau")
»Die Handlungsstränge sind clever miteinander verschlungen und die Spannung steigt mit jedem Kapitel. Rasant wie in einem guten Krimi erzählt Gundar-Goshen in ihrem verstörenden Psychogramm einer beschädigten Gesellschaft, was eine kleine Lüge anrichten kann.« Ulrike Frick, Münchner Merkur, 28.08.2025 ("Münchner Merkur")
»In ihrem neuen Roman entfaltet Ayelet Gundar-Goshen ein spannendes Psychodrama zwischen Mutterliebe und lähmender Angst, zwischen rassistischem Vorurteil und mitmenschlicher Anteilnahme, zwischen juristischem Freispruch und persönlicher Verantwortung.« Leopold Harst, GEMEINSAM, 23.03.2026 ("GEMEINSAM")
»Das spannende Psychodrama hat mich berührt und gefesselt. Absolute Leseempfehlung!« Margit Kees, Schongauer Nachrichten, 16.02.2026 ("Schongauer Nachrichten")
»Psychodrama vom Feinsten.« Lilli Polansky, Buchkultur, 13.02.2026 ("Buchkultur")
»Ayelet Gundar-Goshen versteht es, den Leser, die Leserin tief hineinzuziehen in dieses andauernde Gefühl der Beklemmung. Manchmal möchte man das Buch zur Seite legen, vielleicht um zwischendurch etwas Aufbauendes zu lesen, aber der Sog, der von der Geschichte, den Figuren, ihren Gedanken, Gefühlen, Ängsten ausgeht, lässt das kaum zu.« Barbara Haack, Politik & Kultur, 03.02.2026 ("Politik & Kultur")
»Ein fesselnder Stoff, der einen das Buch nicht mehr so schnell aus der Hand legen lässt.« sechs+sechzig, Januar 2016 ("sechs+sechzig Magazin")
»Eine Familiengeschichte mit politischen Dimensionen. Unbedingt lesenswert.« Anne Stürzer, Nordsee-Zeitung, 29.12.2025 ("Nordsee-Zeitung")
»Sie zeichnet mit psychologischem Feingefühl und überraschenden Wendungen eine von Verunsicherungen und Alltagsrassismus geprägte israelische Gesellschaft, in der Projektionen, Traumata und Schweigen einen unheimlichen Pakt eingehen… Will man ‚Ungebetene Gäste‘ als aktuelle Bestandsaufnahme der israelischen Psyche lesen, erklärt der Roman vieles« Carsten Hueck, Deutschlandfunk Büchermarkt, 05.08.2025 ("Deutschlandfunk")

Produktdetails

Verkaufsrang

8818

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

14.06.2025

Verlag

Kein & Aber

Seitenzahl

320

Maße (L/B/H)

18,8/12,4/3 cm

Gewicht

349 g

Farbe

Beige / Champagner

Auflage

5. Auflage

Übersetzt von

Ruth Achlama

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-0369-5063-1

EU-Ansprechpartner

Kein & Aber Verlag
Württembergallee 12
14052 Berlin
DE
[email protected]

Herstelleradresse

Kein & Aber AG
Bäckerstrasse 52
8004 Zürich
CH
[email protected]

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Flucht nach vorn - nutzlos!

speedy208 (Mitglied der Book Circle Community) am 21.11.2025

Bewertungsnummer: 2659901

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ein modernes Sittengemälde der heutigen Zeit - aus Israel. Aber das hätte überall spielen können, denn Vorurteile sind an kein Land gebunden. Am Anfang war ich gar nicht begeistert - das Einzige, was mir gefiel, war eben das Cover mit dem Schwan. Und als ich die ersten Seiten las, dachte ich: “Oh nein, ein Baby, seine Mutter und der Handwerker!” Aber dann bekam das Buch Action, Spannung und man konnte es nicht mehr weglegen. Der Schwan als Symbol der Aufrichtigkeit, des Stolzes, der Reserviertheit, aber auch der Aggressivität, wenn man ihm zu nahe kommt. Der Stein des Anstosses war eben das Kurz-aus-den-Augen-Verlieren ihres knapp anderthalbjährigen Sohns der jungen Mutter Naomi. Damit wurde quasi eine unglückliche, verhängnisvolle Lawine an Missverständnissen ausgelöst, die schliesslich die junge Familie ins Ausland - sprich Afrika - “fliehen” liessen, um der Schmach, der Scham, der Schuldgefühle zu entgehen. Das half zwar nur vordergründig, aber die Schuld blieb. Der kleine Uri krabbelt Richtung Balkon, wo der arabische Handwerker seine Werkzeugtasche offen liess. Dieser ist kurz ausgetreten, Balkon und Tasche unbeaufsichtigt, das Baby neugierig, stösst irgendwie an einen Hammer, der sich Richtung Brüstung absetzt und 4 Stockwerke runterfällt. Ausgerechnet auf den Kopf eines 16jährigen russischstämmigen Jungen, der blau macht, also die Schule schwänzt, der Sohn eines Gemüsehändlers um die Ecke. Dieser stirbt, die Passanten schreien, schauen nach oben, wissen, dass da ein arabischer Handwerker tätig ist. Die Ambulanz kommt, der tödlich getroffene Junge wird mitgenommen und die Nachbarn reden von “Terroristen”. Zufällig kommt der 10jährige Sohn des Handwerkers vorbei und wird - als Araber - sofort attackiert, obwohl er nur seinem Vater, dem Handwerker, sein Mittagessen vorbeibringen wollte. Uris Mutter Naomi ist sich bewusst, wer schuld war am Unfall, informiert zwar ihren Mann Juval, der bald kommt, aber nicht die Polizei, der sofort auftaucht und den unschuldigen arabischen Familienvater verhaftet. Die Spannung wächst, die Umgebung ändert und man spürt deutlich die Vorurteile der Juden (in Israel) gegenüber ihren arabischen Landsleuten, die Sündenböcke für alles, quasi der Abschaum, mit dem man nichts zu tun haben will, man ist ja um vieles besser als diese “Terroristen”. In Afrika ist Naomi zum Nichtstun verdammt, freundet sich in der jüdischen und der englischen Community mit anderen an, während Uri nach dem Vorfall zuhause Alpträume hat, die er nicht erklären kann, weswegen die Eltern eine jüdische Psychologin aufsuchen. Diese kann zwar helfen, aber sie und Juval, der Ehemann, sind alte Vertraute, sie war seine Geliebte. Wieder ein Spannungspunkt. Nachdem sein Sohn “geheilt” ist, lässt  sich Juval behandeln. Naomi stattdessen macht Freiwilligenarbeit in einem Kinderheim, wo sie eine reiche, arrogante Afrikanerin kennenlernt, die Naomi wiederum von oben herab behandelt (“diese Weissen”). Obwohl sie sich dann anfreuden, endet  die Freundschaft abrupt nach einem verhängnisvollen Essay der Afrikanerin, die in London studiert hat, im “Guardian”, weswegen Juval quasi wieder pseudoversetzt wird. Und immer wieder bekommt das Ehepaar Drohbriefe und -anrufe aus Israel. Dabei hat sich ja vor ihrem Umzug nach Afrika ja das Missverständnis geklärt, aber der älteste Sohn des arabischen Handwerkers fordert Schadenersatz, tyrannisiert die Familie - auch aus der Ferne. Atmosphärisch sehr gelungener, bedrückender Roman, wo Religion, Tradition, Politik, Vorurteile, Bildung, Klassendenken spürbar wird - ob in dieser oder jener Richtung. Hätte nicht erwartet, dass mich das so packt.

Flucht nach vorn - nutzlos!

speedy208 (Mitglied der Book Circle Community) am 21.11.2025
Bewertungsnummer: 2659901
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ein modernes Sittengemälde der heutigen Zeit - aus Israel. Aber das hätte überall spielen können, denn Vorurteile sind an kein Land gebunden. Am Anfang war ich gar nicht begeistert - das Einzige, was mir gefiel, war eben das Cover mit dem Schwan. Und als ich die ersten Seiten las, dachte ich: “Oh nein, ein Baby, seine Mutter und der Handwerker!” Aber dann bekam das Buch Action, Spannung und man konnte es nicht mehr weglegen. Der Schwan als Symbol der Aufrichtigkeit, des Stolzes, der Reserviertheit, aber auch der Aggressivität, wenn man ihm zu nahe kommt. Der Stein des Anstosses war eben das Kurz-aus-den-Augen-Verlieren ihres knapp anderthalbjährigen Sohns der jungen Mutter Naomi. Damit wurde quasi eine unglückliche, verhängnisvolle Lawine an Missverständnissen ausgelöst, die schliesslich die junge Familie ins Ausland - sprich Afrika - “fliehen” liessen, um der Schmach, der Scham, der Schuldgefühle zu entgehen. Das half zwar nur vordergründig, aber die Schuld blieb. Der kleine Uri krabbelt Richtung Balkon, wo der arabische Handwerker seine Werkzeugtasche offen liess. Dieser ist kurz ausgetreten, Balkon und Tasche unbeaufsichtigt, das Baby neugierig, stösst irgendwie an einen Hammer, der sich Richtung Brüstung absetzt und 4 Stockwerke runterfällt. Ausgerechnet auf den Kopf eines 16jährigen russischstämmigen Jungen, der blau macht, also die Schule schwänzt, der Sohn eines Gemüsehändlers um die Ecke. Dieser stirbt, die Passanten schreien, schauen nach oben, wissen, dass da ein arabischer Handwerker tätig ist. Die Ambulanz kommt, der tödlich getroffene Junge wird mitgenommen und die Nachbarn reden von “Terroristen”. Zufällig kommt der 10jährige Sohn des Handwerkers vorbei und wird - als Araber - sofort attackiert, obwohl er nur seinem Vater, dem Handwerker, sein Mittagessen vorbeibringen wollte. Uris Mutter Naomi ist sich bewusst, wer schuld war am Unfall, informiert zwar ihren Mann Juval, der bald kommt, aber nicht die Polizei, der sofort auftaucht und den unschuldigen arabischen Familienvater verhaftet. Die Spannung wächst, die Umgebung ändert und man spürt deutlich die Vorurteile der Juden (in Israel) gegenüber ihren arabischen Landsleuten, die Sündenböcke für alles, quasi der Abschaum, mit dem man nichts zu tun haben will, man ist ja um vieles besser als diese “Terroristen”. In Afrika ist Naomi zum Nichtstun verdammt, freundet sich in der jüdischen und der englischen Community mit anderen an, während Uri nach dem Vorfall zuhause Alpträume hat, die er nicht erklären kann, weswegen die Eltern eine jüdische Psychologin aufsuchen. Diese kann zwar helfen, aber sie und Juval, der Ehemann, sind alte Vertraute, sie war seine Geliebte. Wieder ein Spannungspunkt. Nachdem sein Sohn “geheilt” ist, lässt  sich Juval behandeln. Naomi stattdessen macht Freiwilligenarbeit in einem Kinderheim, wo sie eine reiche, arrogante Afrikanerin kennenlernt, die Naomi wiederum von oben herab behandelt (“diese Weissen”). Obwohl sie sich dann anfreuden, endet  die Freundschaft abrupt nach einem verhängnisvollen Essay der Afrikanerin, die in London studiert hat, im “Guardian”, weswegen Juval quasi wieder pseudoversetzt wird. Und immer wieder bekommt das Ehepaar Drohbriefe und -anrufe aus Israel. Dabei hat sich ja vor ihrem Umzug nach Afrika ja das Missverständnis geklärt, aber der älteste Sohn des arabischen Handwerkers fordert Schadenersatz, tyrannisiert die Familie - auch aus der Ferne. Atmosphärisch sehr gelungener, bedrückender Roman, wo Religion, Tradition, Politik, Vorurteile, Bildung, Klassendenken spürbar wird - ob in dieser oder jener Richtung. Hätte nicht erwartet, dass mich das so packt.

Tiefe Abgründe

TontoM aus Luxemburg am 17.09.2025

Bewertungsnummer: 2599255

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Dem Leser tun sich bei der Lektüre unerhörte Abgründe auf. Wie gehen wir mit unserer Hilflosigkeit und Verletzlichkeit und den damit verbundenen Ängsten um? Fünf Minuten der Unaufmerksamkeit verändern und zerstören einige Leben. Fremde Menschen begegnen sich erstmalig, oder vertraute Freunde treffen nach langer Zeit unerwartet wieder aufeinander und versuchen, an die verlorene Nähe anzuknüpfen. Die Psychologin AGG trifft den Leser sehr tief, wenn er sich der Frage stellen muss, warum sind uns manche Kinder so unsympathisch und wann und warum werden Kinder böse. Der Höhepunkt des Buches läuft jedoch auf die Schilderung eines Tabubruches (S. 253 ff.) hinaus, den die meisten von uns nicht einmal zu denken wagen. Wie weit zensiert man sich gedanklich selbst? Ich fand den Kontext der Handlung herausfordernd: die tief gespaltene israelische Gesellschaft mit ihrer Chancenungleichheit, die israelische Militärhilfe in Afrika oder historische Bezüge zum Ugandaplan der Briten. AGG hat wieder ein starkes Buch geschrieben, in dem es um Vertrauen und verlorenes Vertrauen geht.

Tiefe Abgründe

TontoM aus Luxemburg am 17.09.2025
Bewertungsnummer: 2599255
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Dem Leser tun sich bei der Lektüre unerhörte Abgründe auf. Wie gehen wir mit unserer Hilflosigkeit und Verletzlichkeit und den damit verbundenen Ängsten um? Fünf Minuten der Unaufmerksamkeit verändern und zerstören einige Leben. Fremde Menschen begegnen sich erstmalig, oder vertraute Freunde treffen nach langer Zeit unerwartet wieder aufeinander und versuchen, an die verlorene Nähe anzuknüpfen. Die Psychologin AGG trifft den Leser sehr tief, wenn er sich der Frage stellen muss, warum sind uns manche Kinder so unsympathisch und wann und warum werden Kinder böse. Der Höhepunkt des Buches läuft jedoch auf die Schilderung eines Tabubruches (S. 253 ff.) hinaus, den die meisten von uns nicht einmal zu denken wagen. Wie weit zensiert man sich gedanklich selbst? Ich fand den Kontext der Handlung herausfordernd: die tief gespaltene israelische Gesellschaft mit ihrer Chancenungleichheit, die israelische Militärhilfe in Afrika oder historische Bezüge zum Ugandaplan der Briten. AGG hat wieder ein starkes Buch geschrieben, in dem es um Vertrauen und verlorenes Vertrauen geht.

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