Der gewaltige Krieg um die Welt Roschar nimmt immer größere Dimensionen an. Die einst verschollen geglaubten Strahlenden Ritter stellen sich mit ihren magischen Kräften den Bringern der Leere entgegen. Der ehemalige Attentäter Szeth begibt sich zurück in sein Heimatland Schinovar, aus dem er einst verbannt wurde, um dort den Einfluss der dunklen Götter zurückzudrängen. Doch die Zeit drängt, denn auch unter den Göttern selbst schwelt ein uralter Konflikt. Der neue Originalband »Winds and Truth« erscheint im Deutschen in zwei Teilen, »Winde und Wahrheit« und »Der Kampf der Meister«.
Kundinnen und Kunden meinen
3.8/5.0
east
5/5
27.09.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Eine Kerze gegen den Sturm
Am Ende aller Dinge müssen Kaladin, Schallan, Dalinar, Adolin und ihre Gefährten bis zum Äußersten gehen, um die Welt Roschar vor einem niemals endenden Krieg zu retten. Ihr Kampf für die Freiheit verlangt ihnen alles ab und verteilt sie an die verschiedensten Orte, mit den unerwartetsten Verbündeten. Doch werden ihre Kräfte reichen, um das erstarkende Böse zu bezwingen?
Nach über zehn Jahren ist es endlich soweit, die Sturmlicht-Chroniken, Sandersons bisher umfangreichstes Werk, haben ihr vorläufiges Ende gefunden. Es war eine wahrhaft bombastische, unendlich lange und vielseitige Reise voller Gefahren, Mut und Philosophie. An der Seite von liebgewonnenen Helden haben wir eine ganze Welt bereist, ihre Völker kennengelernt und die Entwicklung von gewöhnlichen Menschen betrachtet, die über ihre Fehler und Schwächen hinauswachsen, um für andere stark zu sein.
Es war natürlich auch eine anspruchsvolle und oft verwirrende Unternehmung, dieser Geschichte zu folgen. Der Autor bombardiert seine Leser geradezu mit Informationen, wichtige wie nebensächliche, spart an keiner Stelle am Worldbuilding und lässt kein einziges Detail aus. Daraus entsteht eine unfassbar komplexe Welt, aber auch eine Menge Verwirrung, weil man sich natürlich nicht jede Einzelheit merken kann. Es ist nicht empfehlenswert, diese Reihe in großen Zeitabständen, so wie sie erschienen ist, sondern alle Bücher zeitnah hintereinander weg zu lesen, sonst droht die Verwirrung, überhandzunehmen.
Wenn man aber einmal seinen Weg in die Geschichte gefunden hat, dann lässt sie einen so schnell nicht wieder los. Egal wie viele Charaktere der Autor uns vorstellt, wie viele Herausforderungen seine Protagonisten zu bestehen haben, sein fesselnder Schreibstil und die unglaubliche Vielseitigkeit der Geschichte schlagen jeden Fantasy-Fan in ihren Bann. Hier ist für jeden etwas dabei: Epische Schlachten, Ritter, mächtige Götter, Philosophie, Selbstbestimmung, ein Kampf gegen Unterdrückung, ein kleines bisschen Romantik, Frauen (und Männer), die sich über Stereotype hinwegsetzen, Strategie, Magie, alte Mythen und immer wieder jede Menge Heldentum. Die Sturmlicht-Chroniken haben es in sich. Sie sind dabei aber nicht nur eine mittelalterliche Fantasy von säbelrasselnden Kriegshelden, sie beschäftigen sich auch immer wieder nachdrücklich mit anderen Themen, wie Frieden, Gleichberechtigung und vor allem mentaler Gesundheit.
Kurzum, es gibt kaum einen Grund, diese Reise nicht zu empfehlen. Der Ton ändert sich, gerade in den letzten beiden Bänden, weg vom klassischen Abenteuer voller Wunder und Entdeckungen, das wir in den ersten Bänden erleben durften, hin zu etwas Größerem, Weltenumspannendem, einem Wettstreit zwischen Göttern, der das ganze Kosmeer (also die Welt, in der auch andere Geschichten des Autors spielen), mit einschließt und auch schnell die Vorstellungskraft sprengt: Diese Geschichte ist schlichtweg nicht vergleichbar mit anderen Büchern des High Fantasy Genres. Es wird also sehr komplex, man muss jegliche Erwartungen zurücklassen, äußerst aufmerksam lesen, vielleicht zurückblättern oder sich Notizen machen. Dementsprechend ist diese Reise nicht für Einsteiger ins Fantasy-Genre empfehlenswert, aber alle anderen, erfahreneren Leser können hier das Abenteuer ihres Lebens finden, wenn sie ein wenig Geduld mitbringen.
Falls zwölf Bände Sturmlicht-Chroniken nicht ausreichen, ist auch hier kein Grund zur Besorgnis erkennbar, denn Sanderson wäre nicht Sanderson, wenn er eine Geschichte einfach so enden lassen würde. Tatsächlich ist die Handlung noch nicht zufriedenstellend abgeschlossen, die Geschichte wird noch weitergehen, in einer zweiten Sturmlicht-Reihe, die er schon angekündigt hat, und die uns dann auch hoffentlich ein richtiges Happy End für unsere liebgewonnenen Helden verspricht.
Sue
aus Uelzen
5/5
04.10.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein mehr als würdiges Finale!
"Alle Menschen haben dieselbe Bestimmung, Dalinar. Aber wir sind keine Geschöpfe der Bestimmung. Es ist allein die Reise, die uns formt. Es sind unsere schwieligen Füße. Deine schwieligen Füße. Unser Rücken ist stark geworden, von dem schweren Gepäck auf unserer Reise. Unsere Augen sind offen. Deine Augen sind offen. Du hast die Schmerzen getragen, Dalinar. Vergiss das nicht. Denn das Wesen unserer Existenz liegt nicht in dem, was wir erreichen, sondern in der Methode dazu ..."
"Der Kampf der Meister" ist der zweite Teil des Finales der ersten Ära der Sturmlichtchroniken. Und Brandon Sanderson liefert hier noch einmal hervorragend ab. (Übersetzt aus dem Amerikanischen von Michael Siefener.)
"Am Ende sind es meine Lügen, die mir den Garaus machen. Eine Lektion, die ich nie lernen werde. Ich erkenne diesen Makel. Ich hoffe, dass er mich nicht eines Tages vernichten wird."
Auf ganz Roschar toben Kämpfe zwischen den Menschen und den Bringern der Leere. Doch die eigentliche Entscheidung dieses endlosen Krieges soll zwischen den zwei von den Göttern erwählten Kämpfern in einem Duell ausgefochten werden. Dieses Duell findet in 10 Tagen statt. Und während der Gott Odium seine Krieger in Position bringt, versucht Dalinar die letzten Splitter von Ehrs Macht zu sammeln ... doch die Zeit läuft allmählich ab und der Sturmvater ist nicht gerade eine große Hilfe ...
"Wenn der Narr verliert, wird er versuchen, das Brett umzustoßen und die Spielsteine zu zerstreuen. Dies gilt nicht nur für das Türme-Spiel."
Sanderson Sturmlichtchroniken sind einfach gewaltig! In der Welt dieser Reihe konnte ich mich absolut verlieren. Die Flora und Fauna ist faszinierend, wie auch die Völker dieser Welt. Und wenn Sanderson eines kann, dann immer wieder atemberaubende Magiesysteme zu erschaffen. Ich frage mich immer wieder aufs Neue, wie man auf solche Ideen kommen kann? Was für ein grandioser Geist steckt in diesem Mann? Das Cosmere umfasst ja mehr als nur die Sturmlichtchroniken und ich staune und erfreue mich immer wieder an den Verbindungen und Aha-Momenten. Wenn ihr diese Reihe lest, kann ich euch nur empfehlen auch auf den entsprechenden Fanseiten zum Cosmere reinzuschauen, denn dann entfaltet sich die Komplexität dieser Welt in ihrer Gänze.
"Er hatte ein schreckliches, mörderisches Leben geführt, aber er hatte immer daran geglaubt, dass es einen Ausweg gab. Ein Ende. Nämlich im Tod."
Das Besondere an dieser Reihe sind definitiv die Charaktere, die so realistisch gezeichnet sind. Die mit all ihren Stärken und vor allem auch Schwächen, nicht nur sich selbst, sondern der kompletten Story eine unglaubliche Tiefe verleihen. Und die uns ganz deutlich vor Augen halten, dass auch Helden mit sich hadern und ihre ganz persönlichen Probleme haben. Niemand ist perfekt. Niemand ist geistig absolut gesund. Wir alle haben unsere Themen, an denen wir zu knabbern haben.
Am Ende gehe ich mit einem lachenden und einem weinenden Auge aus der Reihe. Denn dieser Teil der Geschichte ist zu Ende, aber wir werden in einigen Jahren zurückkehren, wenn die zweite Ära beginnt ...
Von mir eine absolute Leseempfehlung der Reihe an alle High Fantasy Fans, die nicht nur epische Geschichten und atemberaubende Welten lieben, sondern gerne auch etwas mehr Tiefe mögen.
"Jede Entscheidung, die wir treffen, beeinflusst andere, und manchmal tut sie ihnen auch weh. Das ist nicht der Weg der Könige. Das ist der Weg des Lebens."
Bewertung
3/5
06.09.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Story top, Lektorat großer Flop
Brandon Sanderson liefert mit dem Finale der ersten Sturmlicht-Ära wie gewohnt ein episches Meisterwerk ab. Die Geschichte selbst ist packend und absolut genial.Umso schmerzhafter ist es, wie der Heyne Verlag mit dieser Veröffentlichung umgegangen ist. Als treuer Fan kaufe ich bewusst die teuren Hardcover-Ausgaben zum Release. Was man hier jedoch für 26 Euro pro Band vorgesetzt bekommt, ist eine Frechheit. Die Bücher strotzen vor Grammatik- und Rechtschreibfehlern. Mitten in Sätzen fehlen Bindeglieder oder ganze Wörter, und der Satzbau wirkt stellenweise wie eine ungeschliffene Rohübersetzung. Besonders ärgerlich: An mehreren Stellen wurden sogar die Namen der Hauptcharaktere miteinander vertauscht, was beim Lesen zu echter Verwirrung führt.Hier wurde die Qualitätskontrolle im Lektorat dem schnellen Veröffentlichungstermin komplett geopfert. Das Auslagern des Korrekturlesens an die zahlende Erstkäuferschaft ist bei einem Premium-Produkt nicht akzeptabel.Fazit: Inhaltlich 5 Sterne, für die handwerkliche Qualität des Verlags leider nur 1 Stern. Wer sich nicht permanent ärgern möchte, wartet lieber auf korrigierte spätere Auflagen oder das Taschenbuch.
Bewertung
5/5
15.03.2026
eBook (ePUB)
Ausgezeichnet wie die gesamte Serie
Vermutlich muss ich zum Inhalt nicht so viel schreiben, das haben andere schon erledigt. Ein Sanderson eben - wirklich gut!
ABER, ich hatte sogar beim vorherigen Band schon dem Support gemeldet, dass etwas mit der Darstellung des ebooks auf dem Tolino nicht zu stimmen scheint. Mir wurde mitgeteilt, dass es schon alles korrekt wäre, dass ganze Textpassagen "leer" sind. Ich kam mir schon richtig dumm vor. Jetzt lese ich hier, dass es wohl wirklich kursiven Text an den Stellen gibt, die einfach nicht dargestellt werden. Das entsetzt mich dann doch sehr. Wenn ich diesen Umstand in die Bewertung einfließen lassen müsste, dann würde ich einen Stern geben..
Bodo
aus Ba.Wü.
4/5
30.10.2025
eBook (ePUB)
Buchinhalt Topp! Ebook-Format, nicht so.
Am Inhalt des Buches gibt es, wie (fast) immer bei Brandon Sanderson, nichts zu beanstanden :-).
Aber Thalias-EBook-Format ist möglicherweise nur für deren Tolino geeignet. Es fehlen Schriftarten, so dass auf meinen Kobo-EReader Abschnitte in Kursivschrift nicht angezeigt werden. Hier bin ich gezwungen die ePUB-Datei mit Calibre o.ä. anzupassen, damit mir nicht wichtige Passagen entgehen.
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