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Die Dolmetscherin Roman

25

17,00 €

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

8553

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

13.08.2025

Verlag

Heyne

Seitenzahl

416

Maße (L/B/H)

20,5/13,4/3,5 cm

Gewicht

506 g

Farbe

Lichtgrau / Kaffee

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-453-44290-0

Beschreibung

Rezension

»Sehr berührend.« ("BR Fernsehen, Frankenschau aktuell")
»Diese Momentaufnahmen und die unterschiedlichen Perspektiven machen den Roman so spannend und lesenswert. Titus Müller gelingt damit ein sehr lebendiges Buch über die Bedeutung der Nürnberger Prozesse.« ("Bayern2")
»Titus Müllers Roman macht in leicht lesbarer Sprache komplizierte Zeitgeschichte verständlich und erlebbar. Ein äußerst wichtiger Text angesichts der Kriegsgräuel in unserer Gegenwart.« ("WDR Westart Lesen")

Produktdetails

Verkaufsrang

8553

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

13.08.2025

Verlag

Heyne

Seitenzahl

416

Maße (L/B/H)

20,5/13,4/3,5 cm

Gewicht

506 g

Farbe

Lichtgrau / Kaffee

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-453-44290-0

Herstelleradresse

Heyne Taschenbuch
Neumarkter Straße 28
81673 München
DE

Email: produktsicherheit@penguinrandomhouse.de

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  • Monika Schulze

    5/5

    17.01.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Eine klare Leseempfehlung

    Mich fasziniert es immer, wie Autor*innen es schaffen, Fiktion mit Realität zu verbinden. So wie bei "Die Dolmetscherin" von Titus Müller aus dem Heyne Verlag. Hier wird die fiktive Übersetzerin Asta als Dolmetscherin für die Nürnberger Prozesse eingesetzt. Natürlich wusste ich, was im Grunde in dieser Geschichte passieren wird, denn über diese Zeit und Ereignisse drum herum gibt es viele Berichte, aber für mich war es doch nochmal etwas anderes, das Ganze aus Astas Sicht zu erleben. Für mich war das genau das Richtige, denn dadurch hat man zum einen einen "Augenzeugen" zum anderen aber auch ein wenig Abstand, da Asta nicht real ist. Trotzdem hat es mich erneut schockiert und verwundert, wie unterschiedlich die Reaktionen der Beteiligten doch waren. Die einen geben sich unwissend und weisen jede Verantwortung von sich, die anderen verteidigen sich oder sind immer noch der Meinung, das Richtige getan zu haben oder dass es doch gar nicht so schlimm war, wie behauptet. Titus Müller hat das in seinem Buch noch einmal gut herausgearbeitet und dem Leser*in nahegebracht. Mich hat es dabei wieder richtig geschüttelt und obwohl ich weiß, dass die Schilderung den Tatsachen entspricht, kann ich es trotzdem nie glauben. Wie konnten sie nur?! Ich konnte Asta nur bewundern (auch, wenn sie selbst fiktiv ist, gab es doch wirklich Menschen, die bei den Nürnberger Prozessen übersetzt haben), wie kann man bei dieser Arbeit neutral bleiben? Aber es war auch sehr interessant bei ihrer Tätigkeit hinter die Kulissen zu schauen. Und obwohl ich schon so viel vom Inhalt des Buches wusste, war es durch die Protagonistin doch spannend und ich konnte das Buch kaum weglegen, weil ich so vereinnahmt wurde.

  • Oliver_L

    aus Wien

    5/5

    25.09.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Zeitgeschichtlicher Thriller aus schwerer Zeit

    Dieses Buch führt uns in eine zugleich düstere wie hoffnungsvolle Epoche: Nämlich die Zeit direkt nach der Kapitulation und dem Zusammenbruch des Dritten Reiches 1945/46. Schon aufgrund des Buchtitels ist klar, dass Asta, die titelgebende Dolmetscherin, die Hauptfigur ist. Recht bald wird angedeutet, dass sie Pläne hat, die übers Überleben und Übersetzen hinaus gehen; die Hintergründe werden nach und nach aufgedeckt. Meinem Eindruck nach überraschend früh erfährt man von ihrer Verbindung zum Geheimdienst der Sowjetunion, und bald auch davon, dass sie als Kind (mit ihrer Mutter) mal Göring begegnet ist, auf den sie es insbesondere ›abgesehen‹ hat. Warum, bleibt anfangs unklar. Die zeitgeschichtlichen Hintergründe wirken gut recherchiert, und einiges wird am Schluss des Buches erklärt. Ein Großteil der Aussagen der historischen Figuren (Chefankläger Jackson, Gefängnisleiter Andrus und natürlich die gefangenen NS-Größen) beruhen offenbar auf historischen Aufzeichnungen bzw. Erinnerungen. Unter den mehr oder minder befreiten Deutschen wird nur eine Handvoll namentlich und wohl exemplarisch eingeführt: V.a. Leo, ein desillusionierter Ex-Soldat, der sich aber seine Menschlichkeit bewahrt hat; außerdem der Junge Robert, der sich mit seiner Mutter Charlotte mehr schlecht als recht durch das Nachkriegs-Chaos durchschlägt und von dem sich recht bald herausstellt, dass er Leos Sohn ist. Mit Leo tritt Asta bald in Kontakt: Anfangs ist er für sie Mittel zum Zweck, aber allmählich vertieft sich die Beziehung. Angesichts des unterschiedlichen Werdegangs von Mann und Frau entwickelt sich die Beziehung überraschend unkompliziert. Beim Nürnberger Prozess muss Asta recht rasch das Synchron-Dolmetschen lernen, ein damals noch junges Verfahren. Recht geschickt werden dabei Ausschnitte aus der Verhandlung verknüpft mit Zwischenbemerkungen zu der Übersetzerin, die das Geschehen natürlich nicht unberührt lässt. Im Hintergrund läuft unterdessen eine Verschwörung zur Befreiung von Göring, was etwas Action in die Sache bringt; in diese wird auch Leo als eine Art verdeckter Ermittler verwickelt. Alfred Naujocks, der Chef-Schurke, ist, wie mir Wikipedia verrät, tatsächlich eine historische Figur. Hier erinnert er mich an eine Schurken-Figur aus einem Dan-Brown-Buch: Brillant, bedenkenlos und leicht durchgeknallt … Nach und nach wird auch klar, worum es Astas Kontakten auf russischer Seite vor allem geht: Nämlich um die Hintergründe des Massakers von Katyn – beziehungsweise darum, diese unter den Teppich zu kehren oder den Deutschen die Schuld dafür in die Schuhe (bzw. in die Wehrmachts-Stiefel) zu schieben. Erzählt wird immer von einem allwissenden Erzähler, der aber sozusagen abwechselnd in die Köpfe der Haupt-ProtagonistInnen schlüpft und deren Gedanken wiedergibt. Das ist effektiv, wirkt aber manchmal etwas bemüht, wenn etwa von einem Absatz zum nächsten eine Szene erst aus der einen, dann aus der anderen Sicht wiedergegeben wird, etwa bei dem ersten Zusammentreffen von Naujocks und Andrus. Nach und nach werden recht geschickt zeitgeschichtliche Fragen (Katyn und eben der Prozess von Nürnberg) verquickt mit den persönlichen Geschichten um Asta und Leo. Es gibt sogar einen regelrechten ›Showdown‹ samt Schießerei! Das Ende ist dann meinem Eindruck nach überraschend ungetrübt. Dass der Befreiungsversuch misslingt, ist sicher kein Spoiler und dürfte wohl selbst für die historisch unbedarftesten LeserInnen keine Überraschung sein; somit nimmt das naturgemäß etwas an Spannung. Diese wird dafür dadurch aufrechterhalten, dass Astas Motivation erst nach und nach aufgedeckt wird. Hilfreich, wie gesagt, sind die historischen Anmerkungen am Schluss. Was mich noch interessiert hätte: Gab es jenes Vermögen, das Göring versteckt haben soll, wirklich, und wenn ja, wurde es gefunden? Ich fand die Lektüre jedenfalls lohnend; das Buch liest sich flott, ist aber trotzdem alles andere als leichte, seichte Unterhaltung.

  • Jojo

    5/5

    17.09.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Zwischen Schuld, Wahrheit und Verrat – ein Roman, der nachhallt

    Mit „Die Dolmetscherin” legt Titus Müller einen eindrucksvollen historischen Roman vor, in dem er Fakten und Fiktion gekonnt miteinander verwebt. Die Geschichte handelt von Asta, die zunächst im Kurhotel „Palace“ in Mondorf-les-Bains für die Amerikaner als Dolmetscherin arbeitet und schließlich bei den Nürnberger Prozessen eingesetzt wird. Dort muss sie nicht nur die unfassbaren Grausamkeiten der Nazi-Verbrechen übersetzen, sondern auch ihr eigenes Gewissen prüfen. Besonders gut haben mir die Einblicke in die Arbeit der Simultanübersetzer gefallen: die enorme Konzentration, die dieser Beruf erfordert, und die psychische Belastung durch die Grausamkeiten der Verhandlungen. Asta ist eine starke und zugleich empathische Frau, die sich in einer Männerwelt behaupten muss. Gleichzeitig spielt sie ein gefährliches Doppelspiel, denn auch der russische Geheimdienst fordert ihren Einsatz. Die Begegnung mit Leonhard bringt eine weitere Ebene in die Geschichte: Vertrauen, Liebe und Verrat liegen nah beieinander und die Frage, ob er Freund oder Feind ist, bleibt lange bestehen. Besonders berührend fand ich zudem die Schilderungen rund um Leonhards Sohn Robert, der trotz seiner schwierigen Lebensumstände Hoffnung und Menschlichkeit verkörpert. Titus Müller ist es hervorragend gelungen, die Atmosphäre der unmittelbaren Nachkriegszeit einzufangen. Durch die Verbindung von belegten Fakten und ausgedachten Handlungssträngen entsteht ein dichtes Bild, das fesselnd und erschütternd wirkt. Auch moralische Fragen nach Verantwortung, Schuld und Vergebung ziehen sich wie ein roter Faden durch das Buch. Für mich war „Die Dolmetscherin” ein packender Roman, der nicht nur spannende Unterhaltung bietet, sondern auch zum Nachdenken anregt und lange nachhallt. ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ von 5 Sternen – eine klare Leseempfehlung für alle, die historische Romane mit Tiefgang lieben!

  • chuckipop

    aus Bünde

    5/5

    16.09.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Packend, hochinformativ, beklemmend - ein grandioser historischer Roman!

    "Die Dolmetscherin" von Titus Müller ist als Taschenbuch bei Heyne erschienen und hat 416 Seiten. Titus Müller hat in diesem historischen Roman Fiktion und Realität gekonnt zu einer ungemein fesselnden, atmosphärisch dichten Geschichte verwoben, die mir sehr unter die Haut ging. Asta ist Dolmetscherin und wird bei den Nürnberger Prozessen für die Amerikaner übersetzen, nachdem sie sich zuvor bereits Kurhotel »Palace« in Mondorf-les-Bains, in dem die Nazi-Größen vor den Prozessen interniert waren und wo die Amerikaner versucht haben, etwas aus den Naziverbrechern über ihre Gräueltaten herauszubekommen, selbst eingebracht hat. Zugleich spioniert Asta jedoch auch für die Russen und hat hinsichtlich der Angeklagten Nazis, insbesondere Hermann Göring, sehr persönliche Motive. Und dann trifft sie auch noch Leonhard wieder, den sie im Palace bereits als Kriegsgefangenen kennengelernt hatte und der offensichtlich auch so einiges zu verbergen hat. Zwischen den beiden entsteht eine Beziehung, die auf tönernen Füßen steht... In meinen Augen ist es dem Autor unglaublich gut gelungen, sowohl die geschichtlichen Fakten zu den Nürnberger Prozessen auf hochinteressante Weise zu vermitteln, als auch durch die vielschichtigen, abwechslungsreichen Charaktere und deren Hintergründe eine breite Palette von Emotionen zu erzeugen, durch die das Ganze ungemein authentisch herüberkommt und eine Atmosphäre entsteht, die die Leserinnen und Leser ganz dicht am Geschehen teilhaben lässt. Besonders gut wird auch die moralische Komponente des eigenen Gewissens beleuchtet, an kleinen und an großen "Dingen" - das kann ich nicht näher erläutern, ohne zu spoilern... Was mir auch supergut gefallen hat, ist der tiefe Einblick in die Simultanübersetzung - das ist wirklich toll erklärt und Asta und ihre Kollegen haben meine volle Bewunderung, das erfordert ja höchste Konzentration und es ist unmöglich, den Anschluß wiederzufinden, wenn die Gedanken kurz abschweifen. Asta ist eine klasse Frau, engagiert, hartnäckig, geraudeaus, dabei aber absolut empathisch und für Andere da. Auch die anderen Charaktere sind sehr gelungen - bester "Nebendarsteller" ist eindeutig Robert, Leonhards Sohn, der ein so hartes Leben hat und dabei so bescheiden und für Kleinigkeiten dankbar ist - beeindruckend! Durch die Kombination von Fakten und Fiktion bekommt das Ganze so eine gewisse Leichtigkeit, die den Lesefluss ungemein positiv beeinflusst, aber den Tatsachen nichts von ihrem Schrecken nimmt. Und durch die unterschiedlichen Handlungsstränge und Erzählperspektiven bekommt man einen Einblick in die damaligen Geschehnisse aus ganz anderen Sichtweisen, was ich permanent aufgesogen habe. Ein grandioser, top recherchierter Roman zwischen Schwärze und Zuversicht, der fesselt, bestens unterhält und noch lange nachhallt - unbedindgte Leseempfehung von mir!

  • Bewertung

    aus Netzschkau

    5/5

    15.09.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Geschichte, lebendig erzählt

    Deutschland im Jahr 1945: Der Krieg ist zu Ende, die deutsche Bevölkerung muss mit den Folgen leben. Und im zerbombten Nürnberg sollen führende Vertreter der Nazi-Regierung zur Verantwortung für das von ihnen verursachte Leid gezogen werden. Asta, die schon in einem Hotel in Luxemburg bei Verhören als Dolmetscherin gearbeitet hat, soll nun auch bei den Nürnberger Prozessen übersetzen. Sie ist zwar die Titelfigur, es geht im Buch aber nicht nur um Asta, sondern es wird ein lebendiges Bild von Nachkriegsdeutschland gezeichnet und es geht um den Umgang mit Schuld und Verantwortung. Die Beweggründe, weshalb Asta unbedingt bei den Nürnberger Prozessen dabei sein will, bleiben lange im Dunkel. Sie hat Kontakt mit unterschiedlichen Geheimdiensten, ein Doppelspiel, das Asta in Gefahr bringt. Bereits in Luxemburg ist Asta zum ersten Mal dem deutschen Kriegsgefangenen Leonhard begegnet, der aus Nürnberg stammt. Dort treffen sie sich wieder. Leonhard muss das Auseinanderbrechen seiner Familie verkraften. Auch sein Handeln wirkt manchmal verdächtig. Lässt Leonhard sich mit den falsche Leuten ein? Was ist seine Motivation? Gut gefallen haben mir die Details, die Titus Müller in die Geschichte eingewoben hat. Da sind zum einen dokumentierte Fakten und manchmal verstörende Zitate aus den Prozessen; ein Bücher- und Quellenverzeichnis ist am Ende des Buches zu finden. Zum anderen gibt es die Szenen, die zwar ausgedacht, aber trotzdem aussagekräftig sind und mich beim Lesen mit hinein nehmen in den damaligen Alltag. Besonders bewegt haben mich die Gespräche und Handlungen der Kinder Robert und Luisa; Zeichen der Hoffnung in einer kaputten Welt. Astas Geschichte vor dem Hintergrund der historischen Lage ist spannend erzählt. Und immer wieder kommt die Frage nach Verantwortung und Schuldbewusstsein auf. Hermann Göring und den anderen Nazi-Größen mangelt es an Reue. Aber was war mit der deutschen Bevölkerung, durch die die Nazis an die Macht kamen? Dieser Blick in die Geschichte mahnt uns heute Lebende zur Wachsamkeit. Durch kurze Kapitel und wechselnde Handlungsstränge ist das Buch spannend, es regt aber auch zum Denken an und hat bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Für mich ist es eines meiner Lesehighlights in diesem Jahr.

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