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Am Meer ist es schön Roman | Ein emotionaler Roman über eine Freundschaft unter Verschickungskindern

151

22,99 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

20061

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

30.05.2025

Verlag

List Hardcover

Seitenzahl

352

Maße (L/B/H)

21,7/14,3/3,5 cm

Gewicht

450 g

Farbe

Cool Grey

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-471-36088-0

Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

20061

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

30.05.2025

Verlag

List Hardcover

Seitenzahl

352

Maße (L/B/H)

21,7/14,3/3,5 cm

Gewicht

450 g

Farbe

Cool Grey

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-471-36088-0

Herstelleradresse

List Paul Verlag
Friedrichstrasse 126
10117 Berlin
DE

Email: produktsicherheit@ullstein.de

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  • LadyIceTea

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    25.05.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Bewegend und schockierend

    Sechs Wochen Kuraufenthalt an der Nordsee – ein toller Urlaub, versprechen ihr die Eltern. Doch die achtjährige Susanne und die übrigen Kinder verbringen im »Haus Morgentau« die schlimmste Zeit ihres Lebens. Wer den Teller nicht leer isst, die Regeln bricht oder sich anderweitig aufsässig zeigt, wird von den Erzieherinnen hart bestraft. Kein Hilferuf dringt zu den Eltern durch, denn die Briefe der Kinder werden kontrolliert. Doch immer wieder schlagen Susanne und ihre Freunde den »Tanten« ein Schnippchen. Dann kommt es zu einem Vorfall, der Susanne noch Jahrzehnte später in ihren Alpträumen verfolgt – bis sie beschließt, sich endlich dem Trauma ihrer Kindheit zu stellen.   Barbara Leciejewski erzählt in „Am Meer ist es schön“ die wahre Geschichte von Millionen von Kindern die zwischen 1950 und 1990 als Verschickungskinder in „Kur“ geschickt wurden. Gelandet sind diese Kinder in grausamen Heimen, mit den schrecklichsten Methoden diese Kinder zu „erziehen“. Lange Zeit wurde eine Industrie aus diesen Kindern gemacht, bezahlt von der Krankenkasse, zum Leid der Kinder und gegen das Wissen und Wohlwollen der Eltern. Denn „Sie wollen doch ihrem Kind was Gutes tun?“. Die Autorin erzählt die Geschichte von Susanne, die als Achtjährige ins Haus Morgentau erlebt und alles andere als eine schöne Zeit dort durchlebt. In den Kapiteln der Gegenwart erzählt Susanne zum ersten Mal ihre Geschichte, denn plötzlich entschuldigt sich ihre demente Mutter und ihre Tochter stellt die passenden Fragen. Der Autorin gelingt es hervorragend, die Familiengeschichte mit der Geschichte der Verschickungskinder zu verweben. Ich bin selbst Jahrgang 1993 und hatte zwar von diesen Kindern gehört, wusste aber nichts weiter über sie und ihr Schicksal. Nach dem ich das Buch gelesen und die im Anhang empfohlene Doku dazu gesehen habe, habe ich meinen Vater gefragt und sein einziger Kommentar war „Es war schrecklich und ich habe bis heute nicht darüber geredet“. Er will auch weiterhin nicht darüber reden. Das Trauma zieht sich durch und die wenigsten wissen davon. Umso wichtiger finde ich dieses Buch und diese Geschichte der Verschickungskinder. Ein tolles Buch, welches ich jedem ans Herz legen möchte!

  • Joolte_hoert

    5/5

    26.12.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    4,5 Sterne

    Beim Lesen des Klappentextes ist mir ganz anders geworden. Kleine Kinder, die getrennt von ihren Eltern und ihrer Familie auf Kur geschickt werden. Weil sie entweder nicht den "Richtlinien" entsprechen, sprich: zu wenig oder zu viel Gewicht aufweisen, oder zu frech sind und sich nicht an Regeln halten. Sie wurden damit "Verschickungskinder" genannt. Die Verschickungen erfolgten von der Nachkriegszeit bis in die 1990er Jahre. Hier im Buch geht es um Susanne, sie ist Ende 50 und sitzt im Altenheim am Sterbebett ihrer Mutter. Plötzlich bricht Luise in Tränen aus und entschuldigt sich bei ihrer Tochter. Susanne weiß direkt um was es geht. Um die Zeit, die für sie die Schlimmste war: 1969. Susanne hat damals nach der Kur von ihren Erlebnissen dort zuhause berichtet. Und ihre Eltern haben ihr nicht geglaubt. Haben es als kindlichen Wahnsinn abgestempelt. Denn in den Briefen, die sie schrieb, sagte sie ja immer, dass es ihr gut gefiel. "Am Meer ist es schön". Nach und nach beginnt Susanne ihrer Mutter und ihrer eigenen Tochter von der Zeit im Heim zu erzählen, zum ersten Mal nach so langer Zeit. Die Autorin schreibt sehr einfühlsam und mit bildhafter Sprache. Sie gibt den einzelnen Charakteren unheimlich viel Tiefe, sie werden greifbar und das, was sie erlebt haben, wird umso realistischer. Auf zwei Zeitebenen wird die Geschichte erzählt. Susanne spricht mit ihrer Familie 2018 über die Geschehnisse aus 1969, dabei wechseln sich die Kapitel immer ab, und es ist ein nahtloser Übergang. Unfassbar was damals passiert ist, und dass die Kurheime und Verantwortlichen da so lange mit durchgekommen sind. Barbara Leciejewski hat mir einen guten Einblick in diese Thematik gegeben. Ich fand es spannend und unheimlich zugleich. Ich habe mit den Kindern mitgefühlt, die Strafen die sie erleiden mussten waren hart. Zucht und Ordnung war da das große Thema. In zwei aufeinanderfolgenden Nächten habe ich vom Inhalt des Buches geträumt. So sehr hat es mich mitgenommen. Die Vorstellung, alleine - als 5 bis 12 jährige/r - für Minimum 6 Wochen von den Eltern getrennt zu sein,hat mich wahnsinnig traurig und verletzlich gestimmt. Auf den letzten Seiten hatte ich den Eindruck,dass ein abruptes Ende gesucht wird. Da hätte ich mir gerne noch ein paar Seiten mehr gewünscht,damit alles noch seinen würdigen Abschluss findet. Aber das ist auch nur "meckern" auf sehr hohem Niveau. Ein beeindruckendes Werk und bin froh über die Einblicke der sogenannten Verschickungskinder.

  • Nadys Bücherwelt

    aus Freiburg

    5/5

    12.09.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sehr ergreifende Story

    Ich habe schon einige Romane von Barbara Leciejewski gelesen und bisher konnten mich alle überaus begeistern. Auch dieses Mal hat mich die Autorin wieder nicht enttäuscht, wenn die Story auch sehr ergreifend war. Die 8-jährige Susanne soll in den Ferien für 6 Wochen zum Kuraufenthalt an die Nordsee. Der Arzt hat den Eltern diese Reise empfohlen, da Susi zu dünn und zu klein gewachsen ist. Eigentlich hat das Mädchen keine Lust dazu, aber ihre Eltern malen ihr den Aufenthalt in St. Peter-Ording in den schönsten Farben aus. Als sie im „Haus Morgentau“ ankommt, ist nichts so, wie es ihr versprochen wurde. Die Erzieherinnen sind alles andere als freundlich und sie macht Erfahrungen, die ihr ganzes junges Leben auf den Kopf stellen. Die Kinder in diesem „Kurheim“ werden für jeglichen Regelverstross hart bestraft. Die, die den Teller nicht leer essen, die Regeln nicht befolgt oder womöglich aufsässig sind, erwartet eine Isolierung in einem dunklen Raum und viele weitere harte Strafen, die sich die „Tanten“ mit Genugtuung einfallen lassen. Susanne schwört sich, dass sie einen Brief an ihre Eltern schreibt, denn die haben ihr Versprochen sie abzuholen, sollte es ihr im „Haus Morgentau“ nicht gefallen. Doch die Briefe, die die Kinder schreiben, werden kontrolliert und es wird ihnen diktiert, was in den Briefen und Karten stehen soll. So erfährt niemand, wie es den Kindern dort wirklich geht. Doch dann schaffen Susanne und ihre Freunde es, die Schwestern zu hintergehen. Doch was daraufhin passiert, wird Susanne nie mehr vergessen. Als sie endlich wieder zu Hause ist, glaubt Susi niemand, als sie von den schrecklichen Missständen in dem Kurhaus erzählt. Jahre später, Susanne ist inzwischen eine erwachsene Frau, getraut sie sich, die ganze Wahrheit ans Licht zu bringen. So erzählt sie ihrer Tochter Julie und ihrer Mutter, die im Sterben liegt, die ganze schreckliche Wahrheit und findet endlich Gehör. Fazit: Wieder hat Barbara Leciejewski einen sehr berührenden, emotionalen Roman geschrieben. Ich habe mit angehaltenem Atem Dinge gelesen, die mich wirklich erschaudern ließen. Ich habe schon einige Romane in dieser Art gelesen und es erschreckt mich immer wieder, was die Verschickungskinder erleiden mussten. Dieser Roman ist keine leichte Kost, aber die Autorin hat hier einen spannenden und aufregenden Roman geschrieben. Ihr Schreibstil war wie immer flüssig und es war für mich fast unmöglich dieses Buch aus der Hand zu legen. Die Charaktere konnte ich mir richtig gut vorstellen und ich habe sehr oft mit Susanne und den anderen Kindern mit gefiebert und mir sind oft Tränen in die Augen gestiegen. Von mir bekommt dieser schonungslose Roman 5 von 5 Sterne und ich empfehle ihn gerne weiter, da man die Augen nicht vor der damaligen Zeit verschließen sollte. https://nadys-buecherwelt.de/am-meer-ist-es-schoen-von-barbara-leciejewski-rezension/

  • Jenny

    aus Wesseling

    5/5

    05.09.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Packend, bewegend, realitätsnah

    Da einige Familienmitglieder ein ähnliches Schicksal, wie die Protagonistin erlebt haben, wollte ich mich auch mit dem Thema auseinander setzen. Das Buch hat mich von der ersten Seite an gepackt und wurde von mir, sowie auch weiteren Familienmitgliedern, innerhalb von ein paar Tagen durchgelesen. Die Schilderungen sind, traurigerweise, sehr realitätsnah und spiegeln viele Erzählungen wieder. Ein Thema, das leider vielen nicht bekannt ist und daher definitiv nicht unter den Teppich gehört. Umso froher bin ich, dass sich die Autorin dieser Tragödie in unserer Geschichte gewidmet hat.

  • bookloving

    5/5

    28.08.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Meer voller Narben – ein bewegender Roman

    Mit ihrem neuen Roman „Am Meer ist es schön“ widmet sich Barbara Leciejewski einem bislang verdrängten und wenig beachteten Kapitel der deutschen Nachkriegszeit und rückt das Schicksal der sogenannten Verschickungskinder eindrucksvoll in den Mittelpunkt. Unter dem harmlos anmutenden Deckmantel einer „Gesundungskur“ mussten zahllose Kinder seelische und körperliche Misshandlungen erdulden. Mit feinem Gespür für Sprache und Psychologie gelingt der Autorin eine authentische und berührende Aufarbeitung dieses erschütternden Themas und setzt ein kraftvolles Zeichen gegen das Vergessen. Die Handlung ist geschickt auf zwei miteinander verwobenen Zeitebenen angelegt und pendelt zwischen der Kindheit und der Gegenwart der Protagonistin Susanne. Im Rückblick begegnen wir der achtjährigen Susanne, die im Sommer 1969 von ihren Eltern zur vermeintlichen Erholung ins Kinderkurheim „Haus Morgentau“ an die Nordsee geschickt wird. Aus der kindlichen Perspektive schildert die Autorin eindringlich das vermeintliche Ferienidyll und lässt uns hautnah miterleben, wie der Aufenthalt am Meer in einen realen Albtraum umschlägt. Sie macht den Alltag der Kinder im Heim unter den strengen, oft willkürlichen Regeln ebenso erfahrbar wie die beständige Bedrohung durch Einschüchterungen und harte Strafen durch die autoritären Erzieherinnen. Die unerträgliche Atmosphäre der Angst und Ohnmacht wird dabei ebenso fassbar wie das Gefühl des Ausgeliefertseins unter der rigiden „schwarzen Pädagogik“ der sogenannten „Tanten“. Mit ihrem lebendigen, einfühlsamen Schreibstil entwirft sie ein vielschichtiges, erschütterndes Porträt alltäglicher Demütigungen und Grausamkeiten, und macht eindrücklich sichtbar, wie systematische Misshandlungen tiefe Spuren auf der kindlichen Seele hinterlassen. Ihr gelingt es hervorragend, das Gefühl der Hilflosigkeit und das Leiden unter der allgegenwärtigen Angst so authentisch und ergreifend darzustellen, dass man sich dem Sog der Geschichte kaum entziehen kann. Äußerst anschaulich zeigt Leciejewski in vielen kleinen Alltagsszenen, wie Freundschaft, Solidarität und Mitgefühl zwischen den Kindern wachsen und zum wertvollen Schutzraum werden. Inmitten der traumatischen Erlebnisse gelingt es den jungen Protagonisten, sich gegenseitig Hoffnung und Halt zu schenken und auf diese Weise den beklemmenden Alltag zu überstehen, ja sogar zarten Widerstand gegen die Willkür der Erwachsenen zu formen. Mit schonungsloser Offenheit zeigt Leciejewski das kollektive Versagen von damaligen Institutionen aber auch Erwachsenen auf, die mit ihrem Schweigen die Kinder in ihrem Schmerz und ihren lebenslangen Traumata alleingelassen haben. Gekonnt hat Leciejewski Susannes berührende Lebensgeschichte so angelegt, dass sie in kreisförmigen Bewegungen immer wieder zu den prägenden Wendepunkten und Verletzungen ihrer Kindheit zurückkehrt. So entsteht ein vielschichtiges Bild, in dem Vergangenheit und Gegenwart geschickt miteinander verwoben sind und für viel Spannung und emotionale Intensität sorgen. Im Erzählstrang des Jahres 2018 begegnen wir Susanne am Sterbebett ihrer Mutter im Pflegeheim. Viele Jahrzehnte nach den Ereignissen ihrer Kindheit ringt sie gemeinsam mit ihrer eigenen Tochter darum, sich dem alten Trauma zu stellen und Antworten zu finden. Leciejewski versteht es hervorragend, einen Bogen zur Gegenwart zu spannen und faszinierende Parallelen im Umgang mit Abhängigkeit, Kontrolle und dem Verlust von Würde am Beispiel der heutigen Pflegeheime zu beleuchten. Eindrucksvoll gelingt es ihr, eine Auseinandersetzung darüber anzuregen, wie vergangene Verletzungen bis ins Jetzt hineinwirken und weitere Generationen berühren. FAZIT Ein bewegender Roman über das Schicksal der sogenannten Verschickungskinder, der mit viel Empathie und schonungsloser Offenheit ein vergessenes Kapitel deutscher Geschichte ans Licht bringt. Ein wichtiger literarischer Beitrag – eindringlich, vielschichtig und zutiefst berührend!

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