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Daniel Glattauer

1. In einem Zug

In einem Zug Ungekürzte Lesung mit Christian Berkel (1 mp3-CD)

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

1900

Gesprochen von

Christian Berkel

Spieldauer

5 Stunden und 28 Minuten

Erscheinungsdatum

09.01.2025

Hörtyp

Lesung

Medium

Audio

Anzahl

1

Verlag

Der Audio Verlag

Sprache

Deutsch

EAN

9783742434449

Beschreibung

Rezension

»Glattauers Dialogtechnik ist frappierend, raffiniert. Das ist gekonnte Prosa auf Höhe der Zeit.« Tages-Anzeiger
»Wenn Glattauer hinter die Masken schaut, tut sich das pure Leben in seiner Tragik und amüsanten Absurdität auf.« DIE ZEIT
»Was befähigt einen Autor, über die Liebe zu schreiben?«, fragt sie.
»Ihre Frage ist klüger als jede Antwort darauf«, erwidere ich.
»Danke. Probieren Sie es trotzdem.«
aus: Daniel Glattauer, »In einem Zug«

Produktdetails

Verkaufsrang

1900

Gesprochen von

Christian Berkel

Spieldauer

5 Stunden und 28 Minuten

Erscheinungsdatum

09.01.2025

Hörtyp

Lesung

Medium

Audio

Anzahl

1

Verlag

Der Audio Verlag

Sprache

Deutsch

EAN

9783742434449

Herstelleradresse

Der Audio Verlag GmbH
Hardenbergstraße 9A
10623 Berlin
DE

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  • Killerbiene75

    5/5

    14.03.2025

    Hörbuch (Audio)

    Ein fesselnder Dialog mit unerwartetem Ende

    Anhand des Klappentextes dachte ich, es handelt sich irgendwie um eine Liebesgeschichte. Dem ist aber nicht so, obwohl irgendwie ja schon. Aber eben ganz anders, als ich das erwartet hätte. Die ganze Zugfahrt führen die beiden ein Gespräch und dieses Frage- und Antwort-Spiel gibt sehr viel preis über den Autor, der eigentlich nicht viel preisgeben will über sich. Es entsteht eine spannende Erzählung, die einen so fesselt, dass man das Hörbuch immer weiter hören will. Ist es dann zu Ende, so kann man nicht gleich zum nächsten Buch greifen. Die Geschichte hallt nach und man muss auch nach dem Lesen immer wieder daran zurück denken. Ich kann es schwer ausmachen, was mich so fasziniert hat, aber die Dialoge sind sehr eindringlich und die Erzählerstimme verleiht dem Autor so viel Charakter, dass es einfach nur schön ist zu lauschen was als nächstes kommt. Der Schreibstil ist besonders und auch wenn der Autor (Eduard Brünhofer) gerne mal ein Wein trinkt und der Unterhaltung im allgemeinen mit fremden Personen eher abgeneigt ist. Zumindest anfangs, aber Catrin Meyr schafft es ihn aus der Reserve zu locken und die beiden freunden sich nach und nach an. Die ganze Geschichte besteht eigentlich fast nur aus dem Dialog, der niemals abreißt. Naja, zumindest während der ganzen Zugfahrt nicht. Und als die beiden dann in München eintreffen, da kommt es dann zu einer Beichte, die das ganze eben auch so besonders macht. Ein wirklich fesselndes Buch mit witzigen, aber auch intelligentem Dialog.

  • Bewertung

    4/5

    25.04.2025

    Hörbuch (Audio)

    Unspektakulär gut

    Ich wusste nicht so recht, was ich von dieser Geschichte erwarten durfte und habe deswegen nicht viel erwartet. Zunächst scheint die Erzählung auch recht unspektakulär: Zwei Fremde sitzen sich im Zug gegenüber und kommen miteinander ins Gespräch. Die Themen gehen immer tiefer, gewürzt mit einer Prise Humor und ein paar Fragezeichen. Schleichend gelingt es dem Buch, dass ich wissen will wie der Dialog weitergeht. Vor allem aber gefallen mir die klugen Gedanken, die sich in dieser Geschichte häufen, wie in sehr wenigen Büchern. Insgesamt erinnert der Roman damit an einen Podcast. Er ist ruhig, aufs Wesentliche heruntergebrochen, dabei aber unterhaltsam, weise und am Ende auch ein bisschen überraschend. Ich hatte es nicht unbedingt erwartet, aber das Hörbuch hat mir gut gefallen.

  • Elvira P.

    aus Goch

    4/5

    21.04.2025

    Hörbuch (Audio)

    Inspirierend und fesselnd

    In einem Zug von Wien nach München sitzt eine attraktive Frau, mittleren Alters dem ehemals gefeierten Autor Eduard Brünhofer gegenüber. Man kommt ins Gespräch. Ein Gespräch, das über die gesamte 4-stündige Fahrt intensiv geführt wird. Eduard Brünhofer gibt in dieser Zeit mehr privates als jemals zuvor preis. Was geschieht während der Zugfahrt passiert zwischen den Beiden? Es ist erstaunlich, dass es Daniel Glattauer es immer wieder schafft den Leser, in diesem Fall mich, die skeptisch an dieses Buch rangegangen ist, zu fesseln. Vor einigen Jahren habe ich „Gut gegen Nordwind“ verschlungen, aber nicht geglaubt, dass David Glattauer mich noch einmal mit einem Dialog-Roman einfangen könnte. Die Info, dass Christian Berkel den Roman einliest, hat mich aber doch neugierig gemacht. Ich wurde nicht enttäuscht. Die Stimmfarbe und Sprechweise von Christian Berkel passt hervorragend zu diesem Text. Anfänglich hat sich meine Begeisterung in Grenzen gehalten, da meiner Meinung nach Eduard Brünhofer sich zu sehr in seinen Beobachtungen, in die daran anschließenden Assoziationen und vielen Abschweifungen verloren hat. Während des sich langsam entwickelnden Gesprächs fand ich seine Gedankenblitze allerdings wieder sehr erfrischend. Mit steigender Intensität des Gesprächs wurde ich eingefangen und konnte das Hörbuch nicht mehr ausschalten. Daniel Glattauer schafft es mit seinen inspirierenden Dialogen bei dem Leser oder Hörer eigene Gedanken sich entwickeln zu lassen. Mit zunehmender Gesprächsdauer stieg auch die Spannung, wohin das Gespräch die Beiden führen wird. „In einem Zug“ ist inspirierend, spannend und macht Spaß zu hören. Was will man mehr?

  • Edda246

    aus Hamburg

    4/5

    01.03.2025

    Hörbuch (Audio)

    Gute Unterhaltung! Über einen…

    Gute Unterhaltung! Über einen Liebesromanautor, der in einem Zug eine jüngere Frau kennenlernt. Jeder kennt es: Wie wahre ich Distanz zu Mitreisenden, die zufällig auf dem Platz vis-à-vis oder schräg gegenüber sitzen. In diesem Roman sitzt hier Catrin, Psychologin, die offenbar noch keinen Roman Eduards gelesen hat. Heiter beschreibt Daniel Glattauer dies und später wie sich die Distanz verschiebt anhand der Gedanken und Worte des Protagonisten Eduard, dem bekannten Liebesromanautor. Mit einem Mal sieht sich Eduard, der sonst Zurückhaltende, über sein Leben erzählen. Es geht um freie Liebe, die Ehe, Liebesangelegenheiten, alles, was ein Autor von Liebesromanen als Profi wissen sollte. Die beiden Catrin und Eduard kommen sich näher auf der Strecke Wien - München. Seine Mitreisende verwickelt ihn in eine angeregte Unterhaltung, so kommen Wahrheiten und Unwahrheiten zutage - man erzählt Fremden oft mehr als Vertrauten – so auch hier. Manches will man als Leser gar nicht wissen, das ist der Moment, wo die Distanz zunimmt und die Geschichte anstrengender und nicht mehr in einem Zug durchgehört wird. Doch es ist kein langes Hörbuch und der Schluss, in dem Catrin eine Wahrheit gesteht, gibt einen spannenderen Ausklang, nicht unbedingt realistisch, doch humorvoll und originell. Man kann sich dem anfänglichen Gespräch kaum entziehen. Ich bin ein Fan von Daniel Glattauers Romanen und war schon begeistert von „Gut gegen Nordwind“ (auch gelesen u.a.von Christian Berkel), der auch eine Gesprächsdynamik aufzeigte, nur in Form von Emails. Als Leser/in lauscht man auch hier gebannt als „Mäuschen“ und lässt sich gut unterhalten. Manches plätschert vor sich hin, es darf nicht allzu Tiefgründiges erwartet werden, der Schluss mit den unerwarteten Wendungen gibt dann das gewisse Extra. Für mich eine gute humorvolle Unterhaltung mit einem wunderbaren Christian Berkel, der auch dieses Hörbuch sensibel und ergreifend vorträgt, so ist der Protagonist gleich doppelt sympathisch.

  • Johanna

    aus München

    4/5

    20.01.2025

    Hörbuch (Audio)

    In einem Zug von Wien nach München

    Ein Zugwaggon ist ein begrenzter Raum, da sind nicht so viele Leute auf einem Fleck. Man kann Menschen auf kurze Distanz beobachten. Glattauers Protagonist tut dies mit Vorliebe und Kennerblick, zum Beispiel bei Erwachsenen „mit den bösen Blicken, gramgebeutelt bei jedem günstigen Anlass. Als solche prüfen und missbilligen sie jede Art von neuer, in Mode gekommener, verkommener Kindheit. Oft schütteln sie den Kopf und suchen Gleichgesinnte in ihrer Umgebung, die ebenso den Kopf schütteln und genauso denken: Was soll aus diesen Kindern werden? So etwas hätte es früher nie gegeben. Früher hätte man … Aber das darf man ja heute alles gar nicht mehr laut sagen.“ Ein Roman über eine Bahnfahrt hat schon von vornherein eine vorgegebene Struktur, Start und Ziel: die Bahnstrecke mit den geplanten Haltestellen. Kein Roadmovie, sondern eine „Train Novel“. Auf der Westbahnstrecke zwischen Wien und München eben beispielsweise auch mit so illustren Halten wie Amstetten: „Wir hatten zwei Minuten Stationsaufenthalt am Bahnhof, das hat für Amstetten genügt. Kaum wer ist ausgestiegen, kaum wer ist zugestiegen.“ Zu den Requisiten eines solchen Romans gehören unvorhergesehene Ereignisse oder Begegnungen selbstverständlich dazu. In diesem Fall die Begegnung des arrivierten und abgeklärten Schriftstellers mit einer sehr neugierigen Person im selben Abteil. Der Liebesroman-Schriftsteller Eduard Brünhofer ist in einer Schaffenskrise. Jahrelang hat er kein Buch mehr geschrieben. Er ist einfach zu zufrieden mit seinem Leben. Aber der Verlag sitzt ihm im Nacken. Den Vorschuss hat er schon kassiert und in sein Haus in der Steiermark investiert. Jetzt fährt er zu einem Termin im Verlag. Die letzte Frist für die Romanabgabe ist verstrichen. Er würde gern ein Buch über Bahnstationen in Europa schreiben oder einen Essay über Alkohol (positiv gefärbt). Aber der Verlag will das nicht. Die neugierige Frau ihm gegenüber behauptet, er sehe ihrem alten Englischlehrer ähnlich und fängt so ein Gespräch an. Das wird recht schnell - auch unter dem Einfluss diverser kleiner Bordeaux- und Sektfläschchen aus dem Speisewagen – beinahe inquisitorisch. Brünhofer erzählt viel über die Liebe: in seinen Büchern und in seinem Leben. Am Ende gibt es eine Überraschung. Hinterher hätte man sich denken können, wohin „die Reise geht“. Der Beginn der „Fahrt“ und ein paar „Haltestellen“ im Buch haben mich sehr amüsiert: die Betrachtungen zu anderen Zugreisenden (etwa zu dem stillen Mithörer, einem sexistischen italienischen Fahrgast mit gespreizten Beinen), die Ausweichstrategien, wenn man nicht ins Gespräch kommen will... Aber oft plätschert die Unterhaltung der beiden zu sanft dahin. Allerweltsaussagen zum Verlust der Leidenschaft in Langzeitbeziehungen, zur Liebe in Zeiten des Kindergroßziehens, Ehrlichkeit in der Ehe, Alkoholkonsum, Hass auf andere Autofahrer. Das Hörbuch – kaum länger als eine Westbahnfahrt von Wien nach München – wird von Christian Berkel gelesen. Der kann das sehr gut. Allerdings hätte mir ein Sprecher mit österreichischem Zungenschlag viel besser gefallen, zumal es zwischendrin auch um die Unterschiede im Sprachgebrauch beider Länder geht. Schlagobers oder Sahne? Insgesamt etwas enttäuschend.

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