Produktbild: Hunchback

Hunchback Roman | Der preisgekrönte Bestseller aus Japan | Longlist International Booker Prize 2025 | Ausgezeichnet mit dem Akutagawa-Preis | Feminismus

15

14,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

51252

Erscheinungsdatum

15.04.2025

Verlag

Ecco Verlag

Seitenzahl

96 (Printausgabe)

Dateigröße

1192 KB

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Katja Busson

Sprache

Deutsch

EAN

9783753001074

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

Dieses eBook können Sie uneingeschränkt auf allen Geräten der tolino Familie, allen sonstigen eReadern und am PC lesen. Das eBook ist nicht kopiergeschützt und kann ein personalisiertes Wasserzeichen enthalten. Weitere Hinweise zum Lesen von eBooks mit einem personalisierten Wasserzeichen finden Sie unter Hilfe/Downloads.

Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie eBooks innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Buch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Lesen durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um eBooks zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei Thalia oder einem anderen tolino-Buchhändler haben. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Family-Sharing.

Text-to-Speech

Ja

Bedeutet Ihnen Stimme mehr als Text? Mit der Funktion Text-to-Speech können Sie sich im tolino webReader und in der aktuellen Thalia – Lesen & Hören App das eBook vorlesen lassen. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Text-to-Speech.

Barrierefreiheit

  • navigierbares Inhaltsverzeichnis
  • alle Texte können angepasst werden
  • kurze Alternativtexte (z.B. für Abbildungen) vorhanden

Verkaufsrang

51252

Erscheinungsdatum

15.04.2025

Verlag

Ecco Verlag

Seitenzahl

96 (Printausgabe)

Dateigröße

1192 KB

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Katja Busson

Sprache

Deutsch

EAN

9783753001074

Kundinnen und Kunden meinen

Informationen zu Bewertungen

Zur Abgabe einer Bewertung ist eine Anmeldung im Konto notwendig. Die Authentizität der Bewertungen wird von uns nicht überprüft. Wir behalten uns vor, Bewertungstexte, die unseren Richtlinien widersprechen, entsprechend zu kürzen oder zu löschen.

Die Bewertungen sind nach Format, Anzahl Sterne und Datum sortiert.

  • Rina

    aus Mannheim

    5/5

    29.04.2025

    eBook (ePUB)

    Ein schonungsloser Blick auf Behinderung, Literatur und Selbstbestimmung

    „Behinderte sind geschlechtslose Wesen, lautet die Definition der Gesellschaft.“ […] Hunchback ist eine bemerkenswerte, nur knapp 96 Seiten lange Novelle, die dennoch eine Wucht entfaltet, wie sie selten zu finden ist. Wir werden unmittelbar in die Gedankenwelt der Protagonistin Shaka Izawa hineingeworfen - eine Frau mit einer seltenen Muskelerkrankung, die in einem Pflegeheim nahe Tokio lebt. Schon auf den ersten Seiten wird deutlich, wie viel körperliche Anstrengung selbst kleinste Handlungen wie das Schreiben ihrer erotischen Geschichten, das Verfassen von Tweets oder das Anschließen an ihr Beatmungsgerät für sie bedeuten. „Je länger ich lebe, desto mehr zerbreche ich. Ich zerbreche nicht, um zu sterben, ich zerbreche, um zu leben. Ich zerbreche als Beweis dafür, dass ich gelebt habe.“ [….] Besonders eindrücklich ist die Art, wie Shaka über Literatur spricht: als Symbol der Ausgrenzung. Die Beschreibung, wie schwer es ihr fällt, ein Buch zu halten, umzublättern oder überhaupt zu lesen, ist ein starker Kommentar zu einem Aspekt, der in literarischen Debatten kaum Beachtung findet: Barrierefreiheit. Ihre Wut darüber, dass ihr die Welt der Bücher kaum zugänglich ist, eröffnet eine selten beleuchtete Perspektive auf die Privilegien, die wir als gesunde Menschen in unserer Gesellschaft oft als selbstverständlich hinnehmen. Shaka‘s Alltag, geprägt von ihrer Krankheit, wird mit einer Mischung aus Direktheit, schwarzem Humor und tiefer Melancholie geschildert. Besonders bewegend sind ihre Gedanken zu Sexualität, Körperlichkeit und Weiblichkeit – allesamt Themen, die für sie nie auf “normale” Weise zugänglich waren. Sie beschreibt offen, dass sie keine Kinder bekommen kann, dass ihr Körper deformiert ist – ohne Selbstmitleid, aber mit schmerzlicher Klarheit. Hunchback wirkt stellenweise mehr wie ein Essay als eine klassische Erzählung. Doch genau diese Mischung aus Autofiktion, Wutrede und poetischer Reflexion macht den Text so stark. Er ist provokativ, feministisch, unbequem, aber auch stellenweise witzig und stets klug. Es gibt zahlreiche Passagen, die man sich anstreichen möchte – und die ich mir auch tatsächlich angestrichen habe. Trotz (oder gerade wegen) seiner Kürze hallt dieser Text lange nach. Ich hoffe sehr, dass wir in Zukunft noch mehr von Saou Ichikawa lesen dürfen - wenn es ihre Gesundheit zulässt. Ein beeindruckendes Leseerlebnis, das mir noch lange im Kopf bleiben wird.

  • CK

    aus Raum Stuttgart

    5/5

    25.07.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Provokant, mutig und beeindruc…

    Provokant, mutig und beeindruckend: Lebenszeichen einer behinderten Frau - 4,5⭐️ "'Ich hätte gerne bei McDonald's gejobbt.' 'Ich wäre gerne zur Oberschule gegangen.' 'Wenn ich - eins fünfundsechzig, Spross hochgewachsener, bildschöner Eltern mit Black Card - gesund gewesen wäre, hätte ich die Welt erobern können.'" „Hunchback“ von Saou Ichikawa ist ein nur knapp 96 Seiten langer, jedoch sehr intensiver und kraftvoller Roman. Die Autorin, die selbst an myotubulärer Myopathie erkrankt ist, erzählt das Leben der vierundvierzigjährigen Shaka, die aufgrund einer genetisch bedingten, schweren Muskelerkrankung ein isoliertes Leben in einem Wohnheim führt. Ihr Alltag findet zwischen ihrem Bett, ihrem Schreibtisch und dem Speisesaal des Wohnheims statt. Sie hat keine Freunde und hatte noch nie eine Liebesbeziehung. Sie ist aufgrund ihrer schweren Wirbelsäulenverkrümmung auf einen elektrischen Rollstuhl angewiesen; immer wieder benötigt sie ein Beatmungsgerät, um Schleim abzusaugen; sprechen kann sie nur im Notfall. Allein das Internet bietet ihr einen Ausweg in die Welt draußen. Sie studiert online an verschiedenen Universitäten und schreibt p•rnografische Artikel für einen Verlag. Finanzielle Sorgen hat sie nicht, da ihre Eltern ihr viel Geld vererbt haben; selbst das Wohnheim gehört ihr. Ihr Einkommen, welches sie durch das Schreiben von Texten im Internet verdient, spendet sie komplett weiter an Bedürftige, die Tafel und Mädchenschutzhäuser. "Die Millionen, die meine Eltern mir vererbt haben, liegen - unangetastet - hier und da verteilt auf der Bank. Da ich keine Kinder habe, denen ich sie vererben könnte, gehen sie nach meinem Tod an den Staat. Dass das gesamte Vermögen, das die Eltern eines behinderten Kindes mühsam aufgehäuft haben, nach dessen Ableben an den Staat geht, weil es keine Kindeskinder gibt, höre ich öfter. Wenn diejenigen, die sich darüber aufregen, dass die Krankenkassen von unproduktiven Behinderten ausgesaugt werden, das wüssten, wären sie vielleicht versöhnt." Als einer der Pfleger sie auf ihre Internet-Beiträge anspricht, macht Shaka ihm ein unmoralisches Angebot, um eine Samenspende zu erhalten, denn: „Wie eine normale Menschenfrau ein Kind empfangen und abtreiben - das ist mein Traum.“ Saou Ichikawa deckt in ihrem beeindruckenden Debütroman den gesellschaftliche Blick auf Behinderungen, Sexualität und Körper auf. Sprachlich ist das Buch sehr roh und direkt, teils vulgär. Das mag schockierend wirken, besonders wenn es um die sexuellen Wünsche der Protagonistin geht, zeigt jedoch auf, dass jede*r den Wunsch nach Selbstbestimmung und „Normalität“ hat. "Ich hasse alles, was mit dem Überleben der Zeiten wertvoller wird. Je länger ich lebe, desto mehr zerbreche ich. Ich zerbreche nicht, um zu sterben, ich zerbreche, um zu leben. Ich zerbreche als Beweis dafür, dass ich gelebt habe. Das ist etwas völlig anderes als eine unheilbare Krankheit, die einen Gesunden befällt, oder der normale Alterungsprozess, der früher oder später bei jedem gesunden Menschen einsetzt." Als Buchliebhaberin, die gedruckte Bücher dem E-Book absolut vorzieht, hat mich besonders nachdenklich gemacht, was die Autorin zur Barrierefreiheit in der Literatur sagt: "Ich hasse gedruckte Bücher. Ich hasse den Machismus der Lesekultur, die in fünf Punkten Gesundheit voraussetzt: man muss sehen, ein Buch halten, die Seiten zmschlagen, die Lesehaltung aufrechterhalten und zum Erwerb ungehindert eine Buchhandlung aufsuchen können. Ich hasse die unwissende Arroganz der 'Buchliebhaber', die sich ihrer Privilegiertheit nicht bewusst sind." „Hunchback“ ist ein herausforderndes, kraftvolles Buch, weitgehend autofiktional anmutend. Voller Tiefgang und viel Stoff zum Nachdenken, aber auch mit Humor und Sarkasmus. "Die Falten meines Herzens verziehen sich zu einem Emoticon, das ein hämisches Grinsen nachbildet. Mein Gesicht indes bleibt unbewegt." "Ja. Genau dieses Mitleid ist die richtige Distanz. Ich kann keine Mona Lisa werden. Weil ich ein Buckelmonster bin, ein hunchback." Wie schon andere Leser*innen zuvor, war ich vom eher kryptischen Ende leicht überfordert (und kann nicht genau deuten, was uns die Autorin damit sagen will), weshalb ich einen halben Stern bei der Bewertung abziehe und 4,5⭐️ vergebe. Insgesamt war dies jedoch ein unfassbar beeindruckendes Leseerlebnis, das noch lange in mir nachhallen wird. „Hunchback“ ist schon jetzt eines meiner diesjährigen Jahreshighlights!

  • Bewertung

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    25.07.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Provokant, mutig und beeindruckend: Lebenszeichen einer behinderten Frau - 4,5⭐️

    “'Ich hätte gerne bei McDonald’s gejobbt.' ‘Ich wäre gerne zur Oberschule gegangen.’ ‘Wenn ich - eins fünfundsechzig, Spross hochgewachsener, bildschöner Eltern mit Black Card - gesund gewesen wäre, hätte ich die Welt erobern können.’”   „Hunchback“ von Saou Ichikawa ist ein nur knapp 96 Seiten langer, jedoch sehr intensiver und kraftvoller Roman. Die Autorin, die selbst an myotubulärer Myopathie erkrankt ist, erzählt das Leben der vierundvierzigjährigen Shaka, die aufgrund einer genetisch bedingten, schweren Muskelerkrankung ein isoliertes Leben in einem Wohnheim führt. Ihr Alltag findet zwischen ihrem Bett, ihrem Schreibtisch und dem Speisesaal des Wohnheims statt. Sie hat keine Freunde und hatte noch nie eine Liebesbeziehung. Sie ist aufgrund ihrer schweren Wirbelsäulenverkrümmung auf einen elektrischen Rollstuhl angewiesen; immer wieder benötigt sie ein Beatmungsgerät, um Schleim abzusaugen; sprechen kann sie nur im Notfall.  Allein das Internet bietet ihr einen Ausweg in die Welt draußen. Sie studiert online an verschiedenen Universitäten und schreibt p•rnografische Artikel für einen Verlag. Finanzielle Sorgen hat sie nicht, da ihre Eltern ihr viel Geld vererbt haben; selbst das Wohnheim gehört ihr. Ihr Einkommen, welches sie durch das Schreiben von Texten im Internet verdient, spendet sie komplett weiter an Bedürftige, die Tafel und Mädchenschutzhäuser.   “Die Millionen, die meine Eltern mir vererbt haben, liegen - unangetastet - hier und da verteilt auf der Bank. Da ich keine Kinder habe, denen ich sie vererben könnte, gehen sie nach meinem Tod an den Staat. Dass das gesamte Vermögen, das die Eltern eines behinderten Kindes mühsam aufgehäuft haben, nach dessen Ableben an den Staat geht, weil es keine Kindeskinder gibt, höre ich öfter. Wenn diejenigen, die sich darüber aufregen, dass die Krankenkassen von unproduktiven Behinderten ausgesaugt werden, das wüssten, wären sie vielleicht versöhnt.”   Als einer der Pfleger sie auf ihre Internet-Beiträge anspricht, macht Shaka ihm ein unmoralisches Angebot, um eine Samenspende zu erhalten, denn: „Wie eine normale Menschenfrau ein Kind empfangen und abtreiben - das ist mein Traum.“   Saou Ichikawa deckt in ihrem beeindruckenden Debütroman den gesellschaftliche Blick auf Behinderungen, Sexualität und Körper auf.  Sprachlich ist das Buch sehr roh und direkt, teils vulgär. Das mag schockierend wirken, besonders wenn es um die sexuellen Wünsche der Protagonistin geht, zeigt jedoch auf, dass jede*r den Wunsch nach Selbstbestimmung und „Normalität“ hat.   “Ich hasse alles, was mit dem Überleben der Zeiten wertvoller wird. Je länger ich lebe, desto mehr zerbreche ich. Ich zerbreche nicht, um zu sterben, ich zerbreche, um zu leben. Ich zerbreche als Beweis dafür, dass ich gelebt habe. Das ist etwas völlig anderes als eine unheilbare Krankheit, die einen Gesunden befällt, oder der normale Alterungsprozess, der früher oder später bei jedem gesunden Menschen einsetzt.”   Als Buchliebhaberin, die gedruckte Bücher dem E-Book absolut vorzieht, hat mich besonders nachdenklich gemacht, was die Autorin zur Barrierefreiheit in der Literatur sagt: “Ich hasse gedruckte Bücher. Ich hasse den Machismus der Lesekultur, die in fünf Punkten Gesundheit voraussetzt: man muss sehen, ein Buch halten, die Seiten zmschlagen, die Lesehaltung aufrechterhalten und zum Erwerb ungehindert eine Buchhandlung aufsuchen können. Ich hasse die unwissende Arroganz der ‘Buchliebhaber’, die sich ihrer Privilegiertheit nicht bewusst sind.”    „Hunchback“ ist ein herausforderndes, kraftvolles Buch, weitgehend autofiktional anmutend. Voller Tiefgang und viel Stoff zum Nachdenken, aber auch mit Humor und Sarkasmus.   “Die Falten meines Herzens verziehen sich zu einem Emoticon, das ein hämisches Grinsen nachbildet. Mein Gesicht indes bleibt unbewegt.”   "Ja. Genau dieses Mitleid ist die richtige Distanz.  Ich kann keine Mona Lisa werden.  Weil ich ein Buckelmonster bin, ein hunchback."   Wie schon andere Leser*innen zuvor, war ich vom eher kryptischen Ende leicht überfordert (und kann nicht genau deuten, was uns die Autorin damit sagen will), weshalb ich einen halben Stern bei der Bewertung abziehe und 4,5⭐️ vergebe.    Insgesamt war dies jedoch ein unfassbar beeindruckendes Leseerlebnis, das noch lange in mir nachhallen wird. „Hunchback“ ist schon jetzt eines meiner diesjährigen Jahreshighlights!

  • Wilde_buchjagd

    5/5

    11.06.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    So einzigartig besonders großartig, dass das Wort Highlight unkontrolliert aus dem offenen Mund fällt.

    »Wie könnten die Bemerkungen eines Buckelmonsters, eines hunchback, auch weniger verschroben sein als die eines Menschen mit geradem Rücken?!« Saou Ichikawa hat als erste Autorin mit einer körperlichen Behinderung den wichtigsten japanischen Literaturpreis gewonnen (wieso erst jetzt?). Aufgrund einer angeborenen Myopathie ist sie auf ein Beatmungsgerät und einen elektronischen Rollstuhl angewiesen. Auch ihre Protagonistin leidet an dieser Krankheit und berichtet schonungslos von ihrem Alltag. »Je länger ich lebe, desto mehr zerbreche ich. Ich zerbreche nicht, um zu sterben, ich zerbreche, um zu leben.« Die Novelle ist durchsetzt von reflektierten und humoristischen Gedanken, die grausam ehrlich, traurig real, komisch grotesk und so so klug sind. Ichikawas Sätze sind pointiert, spitzfindig und so einzigartig besonders großartig, dass einen bereits auf den ersten Seiten das Wort Highlight unkontrolliert aus dem offenen Mund fällt. »Boah! Ein schwacher Mann, der seine Schwäche zugibt. Hilfe! Hoffentlich kein Incel. Die Falten meines Herzens verziehen sich zu einem Emoticon, das ein hämisches Grinsen nachbildet.« Die japanische Autorin Sayaka Murata wurde mit einem Kommentar auf den Buchrücken gedruckt und das zeigt schon die Richtung in die diese Novelle geht: Gesellschaftskritik ohne Rückhalt, ehrliche Gedanken ohne Scham und Beschreibungen ohne Angst vor der Reaktion der Lesenden - oder vielleicht auch gerade das: das Hervorrufen von unkonventionellen Gedanken und tiefgreifenden Emotionen, die aufwühlen, aufwecken und irgendwie auch verstören können. »Wie eine normale Menschenfrau ein Kind empfangen und abtreiben - das ist mein Traum.« Dieses Buch ist ein Schatz von höchstem literarischen Wert und Pflichtprogramm für alle Lesende dort draußen - UNBEDINGT SOFORT LESEN!

  • all.the.books.i.read.before

    5/5

    06.06.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Tiefe Einblicke

    Hunchback | Saou Ichikawa | ecco | 96 Seiten | Übersetzt von Katja Busson | ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ Ich wollte vor dem schlafen nur schnell rein lesen und habe dann Schlaf gegen ein beendetes Buch getauscht. In Hunchback begleiten wir auf 96 Seiten das Leben einer Frau mit Behinderung. Eine schwere Muskelerkrankung zwingt sie in ein isoliertes Leben. Sie pendelt zwischen ihrem Bett, im 16qm Zimmer, dem Schreibtisch und dem Essensraum in der Einrichtung in der sie lebt. Immer wieder muss sie ans Beatmungsgerät, Schleim absaugen und sie spricht nur im Notfall. Sie pflegt keine Freundschaften und war noch nie intim. Einzig das Internet bietet ihr eine Flucht. Die Gedanken hier sind roh, ungefiltert und ungeschönt. Nicht jeder ist nachvollziehbar, aber who am I to judge. Wer ein Leben in Isolation lebt und alltägliches nicht erreichen kann, der überkompensiert und verbittert vielleicht. Vom Inhalt möchte ich aber gar nicht mehr vorweg nehmen. Ich kann diesen Blick, in ein so anderes Leben, jedem empfehlen. Erwähnen möchte ich nur noch kurz die Unterschiede zwischen Japan und Deutschland. EBooks sind dort scheinbar weniger gut verfügbar und auch sonst ist die Protagonistin mit der Situation (in der Gesellschaft) nicht glücklich. Auch ein spannender Aspekt, den man beim lesen näher betrachten sollte. Ich arbeite in der Inklusion (aktuell mit Seheingeschränkten Menschen) und somit fand ich dieses Buch besonders interessant.

Kundinnen und Kunden meinen

5

9

4

4

3

2

2

0

1

0

Bewertungen (15)

Die Leseprobe wird geladen.
  • Produktbild: Hunchback