"Sich zu streiten heißt, Unversöhnlichkeit zuzulassen." Svenja Flaßpöhler gilt als streitlustig, als jemand, die gerne angreifbare Positionen vertritt. Doch in ihr wohnt eine ganz andere Erfahrung: die eines Trennungskinds, das mit der Angst vor Streit und Eskalation aufgewachsen ist. In ihrem persönlich-philosophischen Essay zeigt sie, dass über das Streiten nachzudenken vor allem heißt, sich von Illusionen zu befreien. Ein Streit ist kein herrschaftsfreier Diskurs, sondern es geht um Macht: Vernichtung ist immer als Möglichkeit präsent. Gleichzeitig ist es gerade der Streit in seiner Unversöhnlichkeit, der uns vorantreibt und Veränderung bewirkt. Svenja Flaßpöhler liefert mit dieser Autorinnenlesung ein flammendes Plädoyer für Lebendigkeit, Mut und den Eros des Ringens.
Kundinnen und Kunden meinen
3.7/5.0
Bewertung
5/5
11.01.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Empfehlung
Das ist jetzt das 3. Buch der Lesereihe und mich würde der Auftrag des Verlages interessieren. Gerade die autobiographische Note machte das Lesen lebensnaher und trotz philosophischer Zitate wenig abstrakt. Jedenfalls Mut machend, streckenweise ernüchternd wie problematisch ein Diskurs für einen werden kann. In diesem Sinne verbleibe ich mit folgendem Zitat: Ich stimme dir zwar nicht zu, bin aber bereit, für deine Freiheit dies zu sagen, zu kämpfen.
Bewertung
5/5
07.01.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Faszinierend
Spannend und verständlich geschrieben, recht autobiographisch, viele Beispiele aus der Öffentlichkeit, jedoch findet man sich in Vielem wieder. Hinterfragt die eigenen Muster, Beweggründe und Haltungen. Hat mich sehr inspiriert mehr über mein Verhalten und meine Grundhaltung bei Konflikten nachzudenken und auch mir die Scheu vor Konflikten ablegen lassen. Quasi lass uns sportlich fair Meinungsaustausch üben - für ein geübtes demokratisches Miteinander, geübt in der Familie und gelebt in der Öffentlichkeit.
Bewertung
1/5
16.12.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Leider nur für politisch interessierte Leser aus Deutschland geeignet
Das Buch ist, abgesehen von den ca. ersten 20 Seiten, leider nur für politisch interessierte Leser aus Deutschland geeignet. Menschen die hier wirklich etwas über konstruktives streiten erfahren wollen, finden hier leider nur Beschreibungen subjektiver persönlicher Erfahrungen der Autorin. Das Buch ist daher maximal als atomistische Autobiographie der Autorin, aber nicht als hilfreiches Buch zum Thema Streiten geeignet. Schade, den der Titel des Buches verspricht eigentlich mehr.
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