Aktueller denn je: Grishams True Crime Storys als flammende Anklage des amerikanischen JustizsystemsUnschuldige, die in die Klauen der Justiz geraten und sich plötzlich in der Todeszelle wiederfinden: In seinem ersten erzählerischen Sachbuch nach dem Weltbestseller »Der Gefangene« schildert John Grisham gemeinsam mit dem Gründer von Centurion Ministries, Jim McCloskey, zehn wahre Fälle skandalöser Verurteilungen. Perfekt recherchiert und packend geschrieben, gewähren die unglaublichen Geschichten einen erschütternden Einblick in die Fehlerhaftigkeit des amerikanischen Justizsystems. John Grisham at his best!leicht gekürzte Lesung mit Charles Brauer15h 10min
Kundinnen und Kunden meinen
4.9/5.0
Luna
aus Bern
5/5
19.05.2025
eBook (ePUB)
Unglaublich
Es ist wirklich schlimm zu wissen, dass diese Geschichten alle wahr sind. Wo bleibt die Gerechtigkeit, der normale Menschenverstand und die Ehrlichkeit.
Mir fehlen wirklich die Worte. Das Buch ist unglaublich gut aber die Geschichten sind unglaublich traurig.
Trikerin
aus Ingolstadt
5/5
09.03.2025
eBook (ePUB)
Unfassbar und Menschenverachtend
Zum Inhalt:
John Grisham und Jim McCloskey haben in diesem Buch True-Crime Geschichten beschrieben.Es geht um Unschuldig Verurteilte Frauen und Männer.Obwohl Beweise belegen das sie unschuldig sind werden sie verurteilt.Staatsanwaltschaft,Polizei und Richter widerlegen alles..Sie lassen keine Beweise für die Angeklagten gelten.Sie manipulieren Zeugen,sie lügen,sie erfinden teils perfide Dinge die sich so nicht zugetragen haben können. Bweise werden den Anwälten der Angeklagten vorenthalten.Auch wenn die Staatsanwälte wissen das sie sich geirrt haben sind sie so verbohrt und geben ihren Irrtum nicht zu.Der Täter ist schnell gefasst und hinter Gittern.Die Bevölkerung ist beruhigt. Das ist wichtig für die Anklagevertreter.Die Angeklagten werden in die Todesfälle geschickt oder sitzen lebenslang im Gefängnis. Sämtliche Anträge werden abgelehnt.damit sie einen neuen Prozess bekommen könnten.Korruption und Schlamperei und nicht zuletzt Rassismus beherrschen die Justiz.
Meine Meinung:
Dieses Buch lässt mich fassungslos und erschüttert zurück.Es ist kaum zu glauben das Staatsanwaltschaft und Polizei mit so viel Schlamperei und Lügengeschichten durchkommt.Und nicht zuletzt die Richter.Da muss ich mich fragen warum hakt niemand nach wenn offensichtlich so viel falsch läuft.Furchtbar ganz furchtbar aber es ist wahr.Und zum Glück gibt es sehr gute Anwälte,die teilweise ohne Geld für den Ageklagten arbeiten.Und Anwaltspraxen,deren Ermittler alles umdrehen und beweisen das ihre Mandanten unschuldig sind.Aber es vergehen teils viele Jahre ,die die Verurteilten in der Zelle sitzen.Unschuldig.
Fazit:
Ein Buch über Unrecht das man gelesen gaben muss
Dafür 5 Sterne
mimitatis_buecherkiste
aus Krefeld
5/5
07.02.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Keine Gerechtigkeit
»Im Jahr 1976 hob der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten ein vierjähriges Verbot von Hinrichtungen auf, und die fünfunddreißig Todesstrafe-Staaten gingen sofort an die Arbeit. Seit damals sind 1572 Männer und fünfzehn Frauen durch Gas, die Todesspritze oder den elektrischen Stuhl getötet worden, eine Person wurde durch Erhängen und eine weitere durch ein Erschießungskommando hingerichtet.« (Seite 407)
In diesem Buch sind zehn Storys versammelt, die einer der erfolgreichsten amerikanischen Schriftsteller John Grisham zusammen mit Jim McCloskey, dem Gründer von Centurion Ministries, einer Non-Profit-Organisation, die sich für zu Unrecht Verurteilte in den USA einsetzt, geschrieben hat. Nach dieser Lektüre bin ich mir nicht mehr sicher, vor wem ich in Amerika mehr Angst hätte; vor den Verbrechern, oder doch eher vor den Strafverfolgungsbehörden und anderen Organen der Justiz. Die handverlesenen Fälle sind alle so unglaublich weit davon entfernt von dem, was ich mir unter einer unvoreingenommenen Gerichtsbarkeit vorstelle, dass ich kaum Worte dafür finde. Die Personen, die für Recht und Ordnung zuständig sind, lügen und betrügen, fälschen Beweismittel oder lassen diese ganz verschwinden, beeinflussen Zeugen, erfinden Tathergänge, die so abenteuerlich sind, dass ich mich an Märchen erinnert fühle, und sorgen so dafür, dass völlig Unschuldige verfolgt und verurteilt werden, bestraft für Taten anderer oder für solche, die überhaupt nicht stattgefunden haben. Dies alles unter dem Deckmantel der Gerechtigkeit.
Mich überkam beim Lesen sehr oft das Gefühl der Ohnmacht, ich konnte zwischen den Zeilen oft die Verzweiflung, die Ungläubigkeit, aber auch die Angst und die Wut spüren, die die zu Unrecht angeklagten Menschen überkommen haben müssen. Oft konnte ich nicht glauben, was da passiert ist, hatte immer wieder die Hoffnung, dass die nächste Instanz doch erkennen muss, was so klar auf der Hand lag, wurde aber wiederholt enttäuscht. Jahrzehntelang wurden unschuldige Menschen weggesperrt und sogar die Beweise ihrer Unschuld führten nicht zur sofortigen Freilassung, geschweige denn Rehabilitation, sondern es vergingen wiederum Jahre, oft fast ein Jahrzehnt, bis überhaupt darüber entschieden wurde, ob über die Wahrheit verhandelt werden wird. Mein Mitleid war grenzenlos, umso mehr habe ich der Auflösung entgegen gefiebert, weil ich so unbedingt wollte, dass der Gerechtigkeit Genüge getan wird.
Eine bewegende und wichtige Sammlung ist dieses Buch, für Fans von True Crime fast schon eine Pflichtlektüre, für mich eine Bereicherung im Genre und absolut lesenswert!
Elke
aus Vaihingen an der Enz
5/5
31.12.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein Unrechtssystem – entlarvt!
„Unschuldig“ ist kein fiktiver Roman sondern ein Sachbuch über das amerikanische (Un-)Rechtssystem, in dem John Grisham und John McCloskey die Schicksale von zehn Menschen beleuchten, die Opfer von Fehlurteilen wurden.
John Grisham ist nicht nur erfolgreicher Autor spannender Justizthriller sondern auch Anwalt. Und dass er ein Kritiker der amerikanischen Justiz ist, wissen wir aus seinen zahlreichen Romanen, die sich immer wieder mit dubiosen Schuldsprüchen auseinandersetzen. Man erinnere sich z.B. an „Die Wächter“ (Co-Autor McCloskey stand übrigens Pate für die Figur des Cullen Post) oder „Der Gerechte“, beides Romane über Fälle bzw. Gerichtsverfahren, in denen Beweise ignoriert, Fakten verdreht und so von vornherein die Verurteilung des Angeklagten feststeht.
Jim McCloskey hingegen setzt sich seit seinen Studienjahren (Theologie) in Princeton gemeinsam mit der von ihm gegründeten gemeinnützigen Organisation Centurion für Unschuldige ein, die in dubiosen Gerichtsverfahren zu lebenslanger Haft oder zum Tode verurteilt wurden.
Eine nicht unwesentliche Rolle spielen in solchen Fällen a) oft schlampige Ermittler oder Gutachter, die ihre vorgefasste Meinung bestätigt sehen wollen und Ergebnisse entsprechend verbiegen, b) Medien, die mit ihren sensationslüsternen Berichten den Blutdurst der Öffentlichkeit aufheizen, c) Richter, deren Interesse an ihrer Wiederwahl größer als ein fairer Prozess ist, d) Pflichtverteidiger, die mangels Erfahrung nur halbherzig bei der Sache sind, e) erpresste Geständnisse und, nicht zu vergessen, weil gerade in den Vereinigten Staaten nicht unwesentlich, f) die Hautfarbe des Beschuldigten.
Grisham und McCloskey sensibilisieren in diesen zehn Geschichten ihre Leser und Leserinnen. Sie fordern zum Hinterfragen auf, zeigen zehn Schicksale, in denen Ignoranz, Korruption, Lügen und Rassismus Menschenleben zerstören oder auslöschen und die wahren Schuldigen ungeschoren davonkommen. Und das ist nur die Spitze des Eisbergs. In der Fülle nicht nur empörend, sondern auch zutiefst deprimierend und kaum zu ertragen. Und dennoch, oder gerade deshalb, nachdrücklich empfohlen!
Mareike Kollenbrandt
aus Jülich
5/5
30.12.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Erschütternd, unbegreiflich, aber leider real.
Eine Sammlung von zehn Fällen, in denen Unschuldige für Taten verurteilt werden, die sie nicht begangen haben. In den meisten Fällen sind die Gründe in fahrlässiger Polizeiarbeit, falschem Umgang mit Beweismitteln und schlicht in menschlichem Versagen zu finden. Polizisten, die Fälle schnell zu Ende bringen wollen und Experten, die keine Ahnung von dem ihnen anvertrauten Sachgebiet haben. In vielen Fällen kommen die Verurteilten erst nach Jahrzehnten wieder auf freiem Fuß, in einem Fall wird ein Unschuldiger hingerichtet. Allen wird das Leben gestohlen, das sie hätten führen können und das Vertrauen, dass Gerechtigkeit immer siegt.
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