Produktbild: Blankenese - Zwei Familien
Band 3

Blankenese - Zwei Familien Zeitensturm | Ein fesselnder Roman über eine Generation im Aufbruch, über Ideale, Verrat und die Macht familiärer Bande - bewegend und hochaktuell

Aus der Reihe Die Zeitenwende-Reihe
41

9,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

2715

Erscheinungsdatum

29.08.2025

Verlag

Lübbe

Seitenzahl

479 (Printausgabe)

Dateigröße

2080 KB

Auflage

1. Auflage 2025

Sprache

Deutsch

EAN

9783751760928

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ePUB

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  • Sprachkennzeichnung vorhanden
  • Inhalt auch ohne Farbwahrnehmung verständlich dargestellt
  • Landmark-Navigation vorhanden

Verkaufsrang

2715

Erscheinungsdatum

29.08.2025

Verlag

Lübbe

Seitenzahl

479 (Printausgabe)

Dateigröße

2080 KB

Auflage

1. Auflage 2025

Sprache

Deutsch

EAN

9783751760928

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Zeitensturm

Bewertung aus Bonn am 09.09.2025

Bewertungsnummer: 2590847

Bewertet: eBook (ePUB)

„Zeitensturm“ ist der dritte Band der Trilogie „Blankenese - Zwei Familien“ von Michaela Grünig. Die Familien Casparius und Jacobson sind in den 60ern angekommen und zeigen uns die vielschichtigen Probleme dieser Zeit. Obwohl ich die ersten beiden Bände vor geraumer Zeit gelesen hatte, kam ich gut in die Geschichte hinein, was nicht zuletzt an dem ausführlichen Personenverzeichnis lag. Der Roman beginnt mit der Beerdigung von John und Leni, den Protagonisten aus dem ersten Band. Schon hier zeigen sich die verschiedenen Charaktere der jetzigen Generation: Sonja wirkt als Erbin der Reederei und Unternehmerin hart und unnahbar. Auf die Töchter Ulrike und Sabine hat das unterschiedliche Wirkung: Während sich Ulrike zunächst trotzig in die linke Szene nach Berlin flüchtet und das genaue Gegenteil Ihres Elternhauses sucht, sondert sich Sabine ab und zieht sich zurück. Unterschiedlicher können Schwestern kaum sein. Ihr Bruder Albrecht hält sich eher aus allem raus und zieht im weiteren Verlauf ins Ausland. Er spielt keine größere Rolle mehr im Roman. Auch Kurt, Sonjas Cousin, treffen wir auf der Beerdigung wieder. Er arbeitet mittlerweile als Jurist in der Zentralen Stelle der Landesjustizverwaltungen zur Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen und wohnt mit Fanni und zwei Söhnen in Ludwigsburg. Im Verlauf des Romans wechselt er zur Bundesanwaltschaft und arbeitet dort gegen die RAF. Michaela Grünig lässt ihre Protagonisten genau da leben und arbeiten, wo sie auf die Besonderheiten der 60er treffen. So treibt Ulrike sich auf den Studentendemonstrationen herum und wir können die Entwicklung ihres Freundes Lars zur linken Terrorszene verfolgen. Der Konflikt mit ihrem Elternhaus wird anfangs sehr deutlich, aber als angehende Journalistin versucht sie trotzdem, alle Seiten neutral zu sehen. Als Lars immer radikaler wird, kehrt sie nach Hamburg zurück und arbeitet in der Reederei, später dann als Journalistin. Sabine kämpft zunächst mit Schulproblemen und wechselt dann auf ein Eliteinternat. Dort findet sie zwar endlich Freunde, aber auch diese Beziehungen enden im Drama. Abtreibung und Homosexualität waren damals noch verboten, und der Leser erlebt mit, welche Probleme sich daraus ergeben. Später landet Sabine in der Hausbesetzerszene und wird erneut von Freunden enttäuscht. Im weiteren Verlauf gerät sie durch Ulrikes Exfreund Lars in die Kreise der RAF und wird tief in terroristische Taten verstrickt. Im Nachwort erfahren wir, dass ihr Charakter an die RAF-Terroristin Susanne Albrecht angelehnt ist, die ebenfalls in einer wohlsituierten Familie in Blankenese aufgewachsen ist. Das, was wir durch Kurts Arbeit über ehemalige Nazis in führenden Positionen der jungen Bundesrepublik erfahren, hat mich wirklich überrascht: Der Krieg ist seit etwa 20 Jahren zu Ende und die Alliierten haben jahrelang versucht, Kriegsverbrecher und Nationalsozialisten zu enttarnen und zu bestrafen. Trotzdem rutschen immer wieder Täter durch das Raster und es gibt Gesetze, die eine Bestrafung einfach verbieten. Menschen wie Beate Klarsfeld haben immer wieder auf ehemalige SS-Täter aufmerksam gemacht, und auch Kurt, dessen Bruder Michael als ehemaliger KZ-Häftling emotional stark betroffen ist, zeigt uns aus seiner Perspektive, wie hilflos er diesem Dilemma gegenübersteht. Besonders berührt hat mich Michaels Trauma. Aus dem „Jungen aus dem KZ“ ist ein erwachsener Mann geworden, der das Erlebte nie mehr loswird. Umso mehr hat es mich gefreut, dass er in Ulrike seine Seelenverwandte findet und die beiden ein Paar werden. Insgesamt ist dieser dritte Teil der Trilogie sowohl gesellschaftlich/politisch als auch erzählerisch sehr gelungen. Ich konnte nicht alle Entwicklungen nachvollziehen, aber insgesamt habe ich mit allen Protagonisten mitgefiebert und mich sehr gut unterhalten gefühlt. Dabei hat Michaela Grünig zum Nachdenken angeregt und den Blick auf die aktuelle politische Situation geschärft. Eine klare Leseempfehlung von mir.

Zeitensturm

Bewertung aus Bonn am 09.09.2025
Bewertungsnummer: 2590847
Bewertet: eBook (ePUB)

„Zeitensturm“ ist der dritte Band der Trilogie „Blankenese - Zwei Familien“ von Michaela Grünig. Die Familien Casparius und Jacobson sind in den 60ern angekommen und zeigen uns die vielschichtigen Probleme dieser Zeit. Obwohl ich die ersten beiden Bände vor geraumer Zeit gelesen hatte, kam ich gut in die Geschichte hinein, was nicht zuletzt an dem ausführlichen Personenverzeichnis lag. Der Roman beginnt mit der Beerdigung von John und Leni, den Protagonisten aus dem ersten Band. Schon hier zeigen sich die verschiedenen Charaktere der jetzigen Generation: Sonja wirkt als Erbin der Reederei und Unternehmerin hart und unnahbar. Auf die Töchter Ulrike und Sabine hat das unterschiedliche Wirkung: Während sich Ulrike zunächst trotzig in die linke Szene nach Berlin flüchtet und das genaue Gegenteil Ihres Elternhauses sucht, sondert sich Sabine ab und zieht sich zurück. Unterschiedlicher können Schwestern kaum sein. Ihr Bruder Albrecht hält sich eher aus allem raus und zieht im weiteren Verlauf ins Ausland. Er spielt keine größere Rolle mehr im Roman. Auch Kurt, Sonjas Cousin, treffen wir auf der Beerdigung wieder. Er arbeitet mittlerweile als Jurist in der Zentralen Stelle der Landesjustizverwaltungen zur Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen und wohnt mit Fanni und zwei Söhnen in Ludwigsburg. Im Verlauf des Romans wechselt er zur Bundesanwaltschaft und arbeitet dort gegen die RAF. Michaela Grünig lässt ihre Protagonisten genau da leben und arbeiten, wo sie auf die Besonderheiten der 60er treffen. So treibt Ulrike sich auf den Studentendemonstrationen herum und wir können die Entwicklung ihres Freundes Lars zur linken Terrorszene verfolgen. Der Konflikt mit ihrem Elternhaus wird anfangs sehr deutlich, aber als angehende Journalistin versucht sie trotzdem, alle Seiten neutral zu sehen. Als Lars immer radikaler wird, kehrt sie nach Hamburg zurück und arbeitet in der Reederei, später dann als Journalistin. Sabine kämpft zunächst mit Schulproblemen und wechselt dann auf ein Eliteinternat. Dort findet sie zwar endlich Freunde, aber auch diese Beziehungen enden im Drama. Abtreibung und Homosexualität waren damals noch verboten, und der Leser erlebt mit, welche Probleme sich daraus ergeben. Später landet Sabine in der Hausbesetzerszene und wird erneut von Freunden enttäuscht. Im weiteren Verlauf gerät sie durch Ulrikes Exfreund Lars in die Kreise der RAF und wird tief in terroristische Taten verstrickt. Im Nachwort erfahren wir, dass ihr Charakter an die RAF-Terroristin Susanne Albrecht angelehnt ist, die ebenfalls in einer wohlsituierten Familie in Blankenese aufgewachsen ist. Das, was wir durch Kurts Arbeit über ehemalige Nazis in führenden Positionen der jungen Bundesrepublik erfahren, hat mich wirklich überrascht: Der Krieg ist seit etwa 20 Jahren zu Ende und die Alliierten haben jahrelang versucht, Kriegsverbrecher und Nationalsozialisten zu enttarnen und zu bestrafen. Trotzdem rutschen immer wieder Täter durch das Raster und es gibt Gesetze, die eine Bestrafung einfach verbieten. Menschen wie Beate Klarsfeld haben immer wieder auf ehemalige SS-Täter aufmerksam gemacht, und auch Kurt, dessen Bruder Michael als ehemaliger KZ-Häftling emotional stark betroffen ist, zeigt uns aus seiner Perspektive, wie hilflos er diesem Dilemma gegenübersteht. Besonders berührt hat mich Michaels Trauma. Aus dem „Jungen aus dem KZ“ ist ein erwachsener Mann geworden, der das Erlebte nie mehr loswird. Umso mehr hat es mich gefreut, dass er in Ulrike seine Seelenverwandte findet und die beiden ein Paar werden. Insgesamt ist dieser dritte Teil der Trilogie sowohl gesellschaftlich/politisch als auch erzählerisch sehr gelungen. Ich konnte nicht alle Entwicklungen nachvollziehen, aber insgesamt habe ich mit allen Protagonisten mitgefiebert und mich sehr gut unterhalten gefühlt. Dabei hat Michaela Grünig zum Nachdenken angeregt und den Blick auf die aktuelle politische Situation geschärft. Eine klare Leseempfehlung von mir.

Bewegender Abschluss einer…

Bewertung am 02.09.2025

Bewertungsnummer: 2957443

Bewertet: eBook (ePUB)

Bewegender Abschluss einer großen Familiengeschichte "Blankenese – Zwei Familien Zeitensturm" ist der dritte und letzte Teil der Reihe und führt die Leser in die schwierigen Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg. Der Band zeigt, wie die Familien ihren Platz in einer völlig veränderten Welt finden müssen. Alte Wunden sind noch längst nicht verheilt, gleichzeitig bestimmen Neubeginn und Aufbruch die Zeit. Diese Mischung aus Vergangenheit und Zukunft verleiht dem Buch eine besondere Spannung. Mit viel Gespür zeichnet die Autorin ein Bild der Nachkriegsjahre, in dem soziale, wirtschaftliche und gesellschaftliche Herausforderungen greifbar werden. Man spürt die Unsicherheit, die in der Luft liegt, aber auch den Wunsch nach Stabilität. Themen wie Schuld, Verantwortung, Verdrängung und Neuanfang ziehen sich wie ein roter Faden durch die Handlung und machen sie inhaltlich gehaltvoll. Zugleich gelingen viele Momente, in denen deutlich wird, wie sehr die Figuren mit ihren ganz persönlichen Fragen ringen – sei es in ihren Familien, in ihren Beziehungen oder in der Auseinandersetzung mit der eigenen Vergangenheit. Besonders gelungen ist, dass die verschiedenen Handlungsstränge, die man aus den vorigen Bänden kennt, hier zusammengeführt werden. Man bekommt das Gefühl, dass die Figuren nach einem langen Weg an einem Punkt angelangt sind, an dem sie Entscheidungen treffen müssen, die für ihr weiteres Leben prägend sind. Manche dieser Entscheidungen sind schmerzhaft, andere öffnen neue Möglichkeiten. Diese Mischung aus Konflikt und Hoffnung hat die Geschichte für mich sehr lebendig gemacht. Der Roman überzeugt durch die atmosphärische Dichte. Orte, Situationen und Stimmungen sind so geschildert, dass man sich mitten hineingezogen fühlt – man kann die Sorgen und Hoffnungen dieser Zeit fast miterleben. Dazu kommt, dass die Figuren trotz der historischen Distanz sehr nahbar wirken. Ihre Unsicherheiten und Hoffnungen sind nachvollziehbar, und gerade das macht das Lesen berührend. Für mich ist "Zwei Familien Zeitensturm" ein würdiger und stimmiger Abschluss der Reihe. Der Roman fasst die Themen der Vorgängerbände zusammen und zeigt noch einmal, was diese Familiengeschichte so besonders macht: die Verbindung von Zeitgeschichte und persönlichem Schicksal. Ein Buch, das sowohl unterhält als auch nachdenklich stimmt. Deshalb vergebe ich fünf Sterne und empfehle die Reihe jedem, der sich für historische Familienromane interessiert, die nicht nur erzählen, sondern auch etwas über die Zeit spürbar machen.

Bewegender Abschluss einer…

Bewertung am 02.09.2025
Bewertungsnummer: 2957443
Bewertet: eBook (ePUB)

Bewegender Abschluss einer großen Familiengeschichte "Blankenese – Zwei Familien Zeitensturm" ist der dritte und letzte Teil der Reihe und führt die Leser in die schwierigen Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg. Der Band zeigt, wie die Familien ihren Platz in einer völlig veränderten Welt finden müssen. Alte Wunden sind noch längst nicht verheilt, gleichzeitig bestimmen Neubeginn und Aufbruch die Zeit. Diese Mischung aus Vergangenheit und Zukunft verleiht dem Buch eine besondere Spannung. Mit viel Gespür zeichnet die Autorin ein Bild der Nachkriegsjahre, in dem soziale, wirtschaftliche und gesellschaftliche Herausforderungen greifbar werden. Man spürt die Unsicherheit, die in der Luft liegt, aber auch den Wunsch nach Stabilität. Themen wie Schuld, Verantwortung, Verdrängung und Neuanfang ziehen sich wie ein roter Faden durch die Handlung und machen sie inhaltlich gehaltvoll. Zugleich gelingen viele Momente, in denen deutlich wird, wie sehr die Figuren mit ihren ganz persönlichen Fragen ringen – sei es in ihren Familien, in ihren Beziehungen oder in der Auseinandersetzung mit der eigenen Vergangenheit. Besonders gelungen ist, dass die verschiedenen Handlungsstränge, die man aus den vorigen Bänden kennt, hier zusammengeführt werden. Man bekommt das Gefühl, dass die Figuren nach einem langen Weg an einem Punkt angelangt sind, an dem sie Entscheidungen treffen müssen, die für ihr weiteres Leben prägend sind. Manche dieser Entscheidungen sind schmerzhaft, andere öffnen neue Möglichkeiten. Diese Mischung aus Konflikt und Hoffnung hat die Geschichte für mich sehr lebendig gemacht. Der Roman überzeugt durch die atmosphärische Dichte. Orte, Situationen und Stimmungen sind so geschildert, dass man sich mitten hineingezogen fühlt – man kann die Sorgen und Hoffnungen dieser Zeit fast miterleben. Dazu kommt, dass die Figuren trotz der historischen Distanz sehr nahbar wirken. Ihre Unsicherheiten und Hoffnungen sind nachvollziehbar, und gerade das macht das Lesen berührend. Für mich ist "Zwei Familien Zeitensturm" ein würdiger und stimmiger Abschluss der Reihe. Der Roman fasst die Themen der Vorgängerbände zusammen und zeigt noch einmal, was diese Familiengeschichte so besonders macht: die Verbindung von Zeitgeschichte und persönlichem Schicksal. Ein Buch, das sowohl unterhält als auch nachdenklich stimmt. Deshalb vergebe ich fünf Sterne und empfehle die Reihe jedem, der sich für historische Familienromane interessiert, die nicht nur erzählen, sondern auch etwas über die Zeit spürbar machen.

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Blankenese - Zwei Familien

von Michaela Grünig

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